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Du bist mein Ein und Alles. Ich blicke zu dir auf, strebe es an so wie du zu sein. All deine negativen Seiten überblende ich, denn mein Herz glaubt an das Gute in Dir. Jede Neuigkeit, ob gut oder schlecht, teile ich Dir als Erstes mit, denn ich liebe dich wie keine Zweite.

Du hast einen Krater in meinem Herzen hinterlassen. Obwohl du ein Heuchler bist, vertraue ich dir jede Schwäche von mir an. Obwohl du deinen Zorn ohne jeglichen Grund an mir auslässt, rede ich mit ruhiger Stimme zu dir, um dich nicht noch weiter zu verärgern. Deine Hand rutscht oft aus. Egal ob Gesicht, Oberkörper oder meine Finger. Jedes Körperteil ist geschmückt von blutunterlaufenden Ergüssen.

Will ich den Kontakt abbrechen? - Gewiss! Schaffe ich es? - Niemals.

Ich kann mich kaum an eine Zeit ohne den Terror erinnern. Sobald du die Haustür verlässt, kehrt Ruhe ein… und wenn es nur zwei Stunden sind. Zweifelhaft gibt es Tage, an denen du mir Frieden und Liebe schenkst. Selten, aber sie existieren. Dein Lächeln erfüllt mich mit Stolz und ich könnte in diesen wenigen Augenblicken die Welt umarmen.

Hast du dich verändert? - Ich bezweifel es. Hättest du dich geändert? - Wohl kaum.

Wieder treffen deine Fäuste mein Haupt. Du gibst keine Ruhe, bis ich aufhöre zu schreien. Mit einem Winseln fasse ich mir an den Hinterkopf und spüre eine klebrige Flüssigkeit. Meine Handfläche färbt sich rot und pochender Schmerz verteilt sich in meinem Schädel. Ängstlich schaue ich dir in die Augen, hoffe Gnade in Deinen zu finden. Dein Zorn steigt ins Unermessliche und wieder holst du mit ganzer Kraft aus und triffst meine rechte Gesichtshälfte. Mein Körper wird zu Boden geschleudert und trifft ein Tischbein. Zusammengekauert liege ich auf den kalten Küchenfliesen. Desinteressiert steigst du über mich hinweg und schaust mir mit gleichgültigem Blick in die Augen: „Steh endlich auf du faules Gör und verschwinde in deinem Zimmer!“

Ohne Widerworte gehorche ich, denn ich möchte Papa nicht verärgern.

„… zur Sprache kommen dann Schilderungen von heftigen Ohrfeigen und Prügeln mit Gürteln, Lederpeitschen, Teppichklopfern, Rohrstöcken oder bloßen Händen usw. Der Zeitpunkt ist oft unvorhersehbar. Wenn der „Elternteil schlecht drauf war“ oder regelmäßig am Samstagabend als Wochenendritual. Von den Eltern geschlagen zu werden, ist immer eine Situation, wo das Kind unbewusst Entscheidungen trifft. Wo es auf schmerzhafte Weise lernt, wie es in Beziehungen zugeht. Dass es um Macht geht.“

„Wie reagieren die meisten Ihrer Patienten und welche Erklärung haben Sie für das damalige Verhalten der Eltern?“, befragt der Journalist die Psychologin.

Mit sorgendem Blick und einem kleinen Seufzer zitiert sie: „Das hat mir aber nicht geschadet!“

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