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Man, das ist genau das was ich brauchte, eine Woche weit weg von allem. Gut, ich möchte mich vorstellen. Mein Name ist Marcus, ich bin 27, habe eine Frau, zwei Kinder und ein drittes ist auf dem Weg. Seit meiner Kindheit schon, wollte ich Schriftsteller werden. Ich schätze ich bin gut darin, ich habe zwei Bücher veröffentlicht, aber das ist nicht der Punkt. Ich habe zur Zeit eine Schreibblockade.

Egal was ich tat, ich kam nicht wieder in den Rhythmus. Ich beschloss mich mit einem Therapeuten darüber zu unterhalten und er erzählte mir, dass ich vom täglichen Stress weg musste. Ich hatte, in Anbetracht der Tatsache, dass ich seit einigen Jahren keinen Urlaub mehr hatte, natürlich nichts dagegen einzuwenden. Ich konfrontierte meine Frau damit und lud sie ein, mit mir zu kommen. Die Kinder könnten bei ihren Eltern bleiben, es wäre ein romantisches Wochenende für uns zwei, aber zu meiner Überraschung lehnte sie ab und sagte, dass sie lieber bei den Kindern bleiben würde, sie ermutigte mich jedoch alleine zu gehen.

Ich war enttäuscht, aber wollte mich nicht streiten. Ich packte meine Tasche, küsste meine Frau und meine Kinder, dann ging ich. Es gab da eine wunderschöne Hütte neben einem Fluss, von der mir mein Therapeut erzählt hatte. Es war eine lange Fahrt auf einem kurvigen Feldweg, aber sie war es wert. Als ich an der Hütte ankam war ich erstaunt von den massiven Bäumen, welche mich vom Rest der Welt absonderten.

Die Hütte, wie ich bereits erwähnte, war wunderschön. Als ich aber die Tür öffnete stockte mein Atem. Die Luft war abgestanden, Spinnweben säumten die Ecken der Decke, und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich eine Maus über den Boden laufen sah. Es hatte eine ganze Weile lang niemand hier gelebt. Wie auch immer, ich ging also ins Schlafzimmer und packte meine Sachen aus.

Es wurde langsam dunkel, also entschied ich mich zu Bett zu gehen und die Umgebung erst morgen genauer unter die Lupe zu nehmen. Als ich mich auszog hörte ich etwas, das von draußen zu kommen schien, es klang als ob jemand durch einen Haufen toter Blätter raschelte. Ich öffnete das Fenster um zu schauen ob irgendjemand dort draußen war. Nichts. Ich war gerade dabei das Fenster wieder zu schließen, als sich mir ein seltener Anblick bot. Eine Eule saß auf einem Zweig und sah mich an. Sie war hell weiß mit pechschwarze Augen und sie starrte mich direkt an. Ich schlug das Fenster zu, der Lärm verscheuchte die Eule. Ich legte mich ins Bett und schlief ein.

Es war sieben Uhr morgens, als ich am nächsten Morgen aufwachte. Die Sonne schien grell durch die Fenster, schuf dabei hübsche Lichtschimmer in der dunklen Hütte, als ich gähnte und mich aufsetzte. Ein schöner Tag. Ich fragte mich was ich tun sollte, vielleicht sollte ich versuchen an meinem Buch zu arbeiten. Nein, ich würde im Fluss schwimmen.

Eine brillante

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Idee! Ich zog mir meine Badesachen an und ging raus, obwohl es mitten im Sommer war, war es überraschend kühl draußen. Als ich den Fluss erreichte steckte ich einen Fuß hinein, riss ihn jedoch sofort wieder heraus. Das Wasser war eiskalt; viel zu kalt um darin zu schwimmen. Auf meinem Weg zurück zur Hütte sah ich die Eule von letzter Nacht. Seltsam, ich dachte sie kämen nur Nachts raus. Sie beobachtete mich als ich zurück lief. „Hau ab!“, rief ich und warf meine Arme in die Luft.

Die Eule bewegte sich kein Stück, ich schauderte ein wenig und ging nach drinnen. Was für eine sonderbare Begegnung. Ich ging meine Kamera holen um ein Bild von der Eule zu machen, doch als ich zurückkam, konnte ich sie nirgends entdecken. Ich habe den Rest des Tages Bilder von den Dingen um mich herum gemacht. Meine Frau war Fotografin, also dachte ich, sie würde die Fotos mögen. Ich habe sogar ein paar ziemlich gute gemacht.

Eins von einem hellroten Tausendfüßler der über eine Wurzel krabbelt, sogar eines von einem Fuchs der einen Hasen jagt, auf dieses bin ich besonders stolz. Als die Nacht kam ging ich zurück zu Hütte um zu schlafen. Als ich uns Schlafzimmer kam fühlte ich etwas, als würde mich jemand anstarren. Ich hab das ganze Zimmer durchsucht, die ganze Hütte! Es ließ mir keine Ruhe. Ich konnte nichts finden, also entschied ich mich es abzuschütteln. Ich ging zurück ins Schlafzimmer und schlief ein.

Normalerweise träumte ich nicht, aber in dieser Nacht tat ich es. Dort waren zwei schwarze Augen die mich vom Fußende des Bettes her anstarrten. Ich versuchte zu treten, aber ich konnte mich nicht bewegen… Es war als hätt man mich festgenagelt. Die Augen begannen näher zu kommen. „NEIN! GEH WEG!”, flehte ich. Die Augen waren jetzt nah und offenbarten mir ein ganzes Gesicht. Zwei schwarze Augen, ohne Mund oder irgendwelche andere Gesichtszüge, nur graue Haut und diese verdammten Augen. Ich wachte auf und fiel aus dem Bett. Ich fühlte den Blick auf mir.

Ich sah nach draußen und entdeckte die Eule. „Verpiss dich!“, schrie ich, als ich das Fenster aufmachte und einen Schuh nach ihr warf. Der Schuh verfehlte und die Eule saß einfach auf dem Ast, mich durch das Fenster anstarrend. Das war mir endgültig zu unheimlich. Ich packte meine Sachen zusammen und ging zu meinem Auto. Die Eule hatte ihren Platz gewechselt. Sie war nun auf dem Dach der Hütte und sah auf mich herab als ich meine Autotür öffnete. Ich zerrte meine Kamera hervor und machte ein Bild von ihr. Sie schrie laut, brachte mich dazu mir die Ohren zu zuhalten, dann flog sie fort in den Wald.

Am nächsten Morgen war ich wieder zuhause. Meine Kinder grüßten mich mit Umarmungen und meine Frau küsste mich. „Warum bist du schon so früh zurück?“, fragte sie. Ich lächelte. “Eh, das war nicht wirklich ein Ort für mich.” Ich gab ihr die Kamera und erzählte ihr von den Bildern die ich gemacht hatte, insbesondere von dem der Eule. Sie sagte sie würde sie für mich entwickeln. In dieser Nacht fand ich schnell Ruhe und am nächsten Morgen überreichte mir meine Frau die Bilder.

„Nicht schlecht, oder?“  Ich sah eines nach dem anderen an. „Ja, sie sind ziemlich gut geworden, Schatz.“, sagte sie während sie ein Paar Ohrringe für mich sichtbar werden ließ. „Hast du das von der Eule gesehen?“ „Nein ich habe nur ein paar angeschaut.” Ich blätterte zu dem Bild um es ihr zu zeigen, doch es war nur ein Bild, eine Teils, des Daches der Hütte. Die Eule war verschwunden, obwohl ich wusste, dass ich sie auf diesem erwischt hatte. Meine Frau umarmte mich von hinten. „Ich gehe zur Arbeit, bis um sechs dann.” Sie schloss die Vordertür und ließ mich mit der Frage, was aus der Eule geworden war, allein. Ich stand auf und ging ins Wohnzimmer, als ich aus meinem Augenwinkel zwei schwarze Augen sah, die mich vom Küchenfenster aus anstarrten.

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Original








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