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Ich bin nichts… Das wurde mir schon im frühen alter klar. Nicht „nichts“ im Sinne von Masse, Volumen etc. sondern es geht um Ersetzbarkeit. Als ich in die Schule kam war ich bereits am zweiten Tag krank. Ich war überhaupt ein sehr kränkliches Kind. Während der Einschulung freundete ich mich mit einem gleichaltrigen Jungen namens Justin an. Wir redeten, spielten und saßen dann auch nebeneinander in der Schule. Wie gesagt wurde ich krank, doch nur einen Tag lang.

Ich kam zurück und wollte mich wieder wie gewohnt, wenn man das nach einem Tag schon sagen kann, neben Justin setzen doch da saß Alex, der Junge den ich überhaupt nicht haben konnte. Ich ging aufgeregt zu den beiden und fragte Justin zunächst höflich: „Was soll das jetzt, ich sitze doch hier?!“ Er reagierte nicht. Sie starrten mich nur mit einem verwirrten Blick an… Bald starrten auch die anderen aus der Klasse an und die Lehrerin kam zu uns und fragte verdutzt: „Mein Junge, hast du dich vielleicht in der Klasse vertan?“ Nun war ich stinksauer und schrie alle um mich herum an: „Was für ein Spiel soll das sein?“ Ich wurde schneller als ich realisierte von der Lehrerin gepackt und zum Rektor geschleift.

Dieser fragte mich nach meinem Namen und ging danach sämtliche Listen durch. Der Name war nirgends zu finden. So hat man die Polizei verständigt und ich wurde abgeholt. Der Rektor diskutierte mit ihnen eine gute halbe Stunde, nach der ich nach meiner Adresse gefragt und zu dieser Gefahren wurde. Meine Eltern fragten auch nur wer „dieser Junge“ sei. Meine Welt brach zusammen. Ich kam ins Heim und wurde mehr und mehr depressiv. Aber die Zeit verging und ich wurde Erwachsen. Seit dem „Vorfall“ der mittlerweile über 17 Jahre her ist hatte ich außer meiner ehemaliger Depression und Realitätskrise keine Probleme mehr. Ich machte eine Ausbildung und bekam einen halbwegs gut bezahlten Job. Ich hatte sogar geheiratet und hatte einen wundervollen Sohn namens Jonas. Mein Leben hatte sich gewendet.

Doch dann als ich eines Tages von der Arbeit zurückkam und die Tür aufschloss, eintrat und meiner Frau die so verwirrt wie es nur geht dreinblickte, einen Willkommenskuss auf die Wange drückte begann diese zu schreien. Ich schrie nur zurück. Sie brüllte aus Leibeskräften die Worte: „Schatz hilf mir ein Vergewaltiger!“ Ich war zu verwirrt um noch etwas zu sagen. Ein Mann mit einer ähnlichen Statur wie ich sie hatte kam aus dem Wohnzimmer und sprach: „ Mein Herr, lassen Sie meine Frau los und verschwinden sie augenblicklich, dann können wir davon absehen die Polizei zu rufen. Und belästigen Sie uns ja nie wieder.“ Es war genau wie damals. Als wäre ich nie da gewesen und das Leben hätte seinen Lauf ohne mich genommen.

Gerade habe ich meine Geschichte die du in diesem Moment liest aufgeschrieben. Ich sitze in meinem Garten und beobachte durch das Fenster meine Frau und wie dieser andere Kerl mit meinem Sohn spielt. Wenn du das liest bin ich tot oder im Gefängnis, denn ich habe das Messer in der Hand und warte nur noch auf die Dämmerung, wenn meine Frau wie jeden Abend das Fenster öffnet. Das wird ein Spaß…

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