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Ich war schon immer fasziniert von den Sehorganen eines Lebewesens. Den Augen. Man konnte mit ihnen sehen, sich ohne Worte mit ihnen verständigen und sie galten als Spiegel der Seele. So viele Emotionen sah man in ihnen. Vertrauen, Freude, Interesse, Wut, Abscheu, Kummer, Verwunderung oder wie jetzt...blanke Panik.

Ein hämisches Grinsen konnte ich mir nicht unterdrücken. Wie ich es liebte, wenn die Augen meiner Opfer diesen Glanz hatten. Ich zog entspannt aus einer Art Ferdermäppchen ein sehr dünnes und leicht gebogenes Messer heraus und fing an, die Muskeln, welche die Augen beweglich machen, zu zerschneiden. Die von einem Tuch gedämpften Schreie ignorierte ich gekonnt, sie waren ja nichts neues für mich. Mit mehreren geübten Handgriffen hatte ich das Sinnesorgan aus den Fängen der Muskelfasern und Sehnen befreit und zauberte weiteres 'Werkzeug' von mir hervor. Dieses schien wegen der Biegsamkeit aus Gummi zu bestehen, war jedoch genauso scharf und gefährlich wie jedes andere. Langsam und konzentriert lies ich es in die Augenhöhle gleiten und schnitt damit den verbleibenden Strang durch, welcher sich 'Sehnerv' nannte.

Er hatte bereits aufgehört zu schreien, was ich mit einem verärgerten Zischen feststellte. "Du warst der mit Abstand schwächste unter meinen Opfern seit Jahren. Da hat sich ja das Meerschweinchen in der Grundschule mehr gewehrt." Mit einem missbilligenden Kopfschütteln zog ich ein kleines, mit Alkohol gefülltes Glas aus meiner, vorher komplett dunkelgrünen, Umhängetasche und lies meine neuste Errungenschaft hinein gleiten. Die Flüssigkeit verfärbte sich leicht, weil noch etwas Blut an dem Auge geklebt hatte, was mich jedoch nicht sonderlich störte. Ich würde mich schon später darum kümmern.

Nach kurzer Betrachtung bemerkte ich, dass ich beobachtet wurde. Entspannt richtete ich mich auf und lief auf die neu hinzugekommene Person zu. Die wahrscheinlich betrunkene Frau wich kriechend zurück, nur um nach kurzer Zeit eine Hauswand hinter sich zu spüren. Panisch versuchte sie mich mit einer Bierflasche abzuwerfen, welche sie in ihrer Hand gehalten hatte. "Wer bist du?! Lass mich in ruhe!" Ein fröhliches Lächeln schlich sich auf mein Gesicht. Bei dem Anderen musste ich schon eines zurücklassen, da werde ich doch nicht zu Erweiterungen meiner Sammlung nein sagen.

"Ich werde Eyeball genannt~"

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