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Maxy´s Mama war die Erste, die ihm das versprach. Damals, vor vielen, vielen Jahren, nahm sie seine Hand fest in die ihre und sagte, dass sie von nun an für immer und ewig an seiner Seite sein würde, auch wenn er sie nicht mehr sah. Max war noch klein und verstand das nicht, aber er glaubte ihr.

Und tatsächlich hatte er von da an stets das Gefühl, sie wäre bei ihm. Bei jeder noch so unwichtigen Entscheidung, spürte Max ihre Wärme, hörte ihre Stimme und fühlte ihren Blick, die ihn allesamt bestärkten und unterstützten.

Nach Mama kam Nicky. Er war fast schon ein Mann und mochte dieses Mädchen sehr. Er wünschte sich, sie würden nie wieder getrennt voneinander sein. Aber Nicky sagte immer er sei unheimlich, irgendwie „crazy“. Sie wollte gehen und er wollte es nicht zulassen.

Als Max ihr zum letzten Mal in die Augen sah, wusste er, dass nun auch sie immer für ihn da sein wird.

Auch wenn er sie nicht mehr sehen kann.

Nach Nicky kam Annie, dann Ruth und Elisa. Sie alle konnte er nicht mehr sehen, aber ihre Nähe war deutlich zu spüren. Jede von ihnen wollte gehen, doch er entschied, dass sie bleiben.

Zuletzt war da Vicky. Ihre Haare waren mindestens genauso schwarz, wie ihre Augen. Ihre Lippen - voll und zart. Ihr Körper - eine einzige Versuchung. Ihr Duft – so süß, dass selbst die Blumen sich schämten in ihrer Gegenwart zu blühen.

Damals goss sie Maximilian ihren Drink über den Kopf, aber es war schon in Ordnung. Schließlich wusste sie noch nicht, dass sie für einander bestimmt waren.

Gestern sah er sie zum letzten Mal an. Ihre Augen weit aufgerissen vor Angst. Das waren die Augen anderer Mädchen auch immer, denn sie wussten ja nicht, dass sie von nun an für immer für einander da sein werden.

Und heute? – Heute stellt dieser aufdringliche Polizist all diese Fragen. Ob er in den letzten Tagen die Vicky gesehen hätte und wo er gestern Abend gewesen ist und ob jemand das bestätigen kann.

Verdrossen schaut er zum Boden.

„Ich war gestern Abend zu Hause. Zusammen mit Nicky, Annie und Ruth und Elisa. Ach und meine Mama war auch dabei. Wir haben gemeinsam die Vicky willkommen geheißen. Denn wir sind alle immer für einander da, wissen Sie!?“

Der Richter schrie und spie feine Spuckefädchen als er sein Urteil verkündete.

Vielleicht wird er auch in der Anstalt jemanden finden, der für ihn da sein wird.

Für immer…

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