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Kalter Nebel stieg empor und bildete Eisblumen, an dem Fenster von Nanas Zimmer. Das kleine Mädchen, saß still in ihrem Bett, wimmernd mit einer Bettdecke vor ihrem Mund. Es war Weihnachten und sie wurde mal wieder vergessen. Nanas Mutter starb bei ihrer Geburt. Es tat ihr Leid, sie wusste ja nicht, dass sie nichts dafür konnte. In ihres Vaters Augen, war sie daher nur eine Last, Abschaum, der es nicht verdient hatte glücklich zu sein.

„De…Deine Mutter feiert auch keine Weihnachten mehr, Drecksbalg…“, wiederholte sie wimmernd die Worte ihres Vaters. Ein plötzliches Poltern ließ sie zusammenzucken. Da stand eine kleine Kiste, eine Schmuckkiste!

„Frohe Weihnachten, mein Schatz! Liebe Grüße, Mama.“ Aber meine Mama ist doch tot, dachte Nana. Sie war ein neugieriges Mädchen und so drehte sie den kleinen goldenen Knopf und öffnete ihr neues Spielzeug. Fasziniert beobachtete sie die kleine Ballerina und lauschte der lieblichen Melodie, die erklang.

„Du musst nicht traurig sein.“ Ein buntes Etwas schoss aus der viel zu kleinen Kiste hervor.

„Wer bist du denn?“ Nana betrachtete das clownartige Wesen. Die bunte Frau hatte eine spitze Nase, mit bunten Streifen. Die Haare waren zu zwei Dutts oben auf den Kopf gebunden, was ihr das Aussehen eines Teddys verlieh. Sie trug bunte Schlabbershorts und an ihrem gepunkteten Hemd waren gigantische Knöpfe befestigt.

„Ich bin Jacky, deine neue beste Freundin!“ Nana staunte nicht schlecht. Jacky wurde bald ein Teil ihres Lebens. Sie spielten zusammen und Nana hatte endlich jemanden zum Reden gefunden, jemanden der all ihre Geheimnisse teilte. Er lachte. „Du wirst dich noch umgucken. So war es bei mir. So war es bei ALLEN und so wird es auch immer sein. Irgendwann wirst du sie vergessen Kiddo und dann…“ Abermals ließ er sein scheußliches Lachen erklingen, sodass seine spitzen Zähne zu sehen waren.

„Geh weg oder…“ Er sah auf. Jacky hatte das Fenster aufgerissen. „Ich weiß nicht wer du bist, aber dein Lachen macht Nana Angst, also geh!“ Jack lachte.

„Willst du denn nicht wissen wer wir sind?“, fragte eine ebenso abscheuliche Gestalt. Sie war weiblich, von zierlicher Gestalt, was sie jedoch nicht sympathischer machte. Jacky zögerte. Wie auch Nana, war sie ziemlich neugierig.

„Wir sind deine Zukunft!“, riefen beide im Chor.

„Blödsinn!“ Jacky wollte das Fenster schließen, worauf Jack seine Hand in den Spalt legte und es erneut aufriss.

„Sie wird dich verlassen, neue Freunde finden. Du wirst nutzlos. Sie wird denken, du bist eine Fantasiegestalt, geschaffen aus ihrer kindlichen Naivität. Irgendwann werden sie alle erwachsen.“ Verängstigt blickte Jacky zu Nana.

„Du wirst mich doch nicht vergessen oder Nana?“ Sofort schrie das Mädchen zurück. „Nein, wir sind doch allerbeeeeste Freundinnen, für immer und ewig!“ Jackys Züge entspannten sich.

„Versprochen?“

„Versprochen!“ In der Ferne hörten sie das Gelächter, der anderen, düstereren Clowns. „Ich hab dich lieb“, riefen beide Freundinnen, wie aus einem Hals. Das ist nun zehn Jahre her.


„Habs dir doch gesagt, Jacky und nun halt das Balg hier fest. Jacky umfasste die Beine des schreienden Junges.

„Sie hatte mich einfach vergessen…“

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