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Sie rennt, versucht dem zu entfliehen, wovor es kein Entkommen gibt. Niemals.

Laut hallen ihre Schritte wieder, immer, wenn ihre Schuhe eine Pfütze treffen. Überbleibsel des vor kurzem niedergegangenen Schauers.

Nun steht der Mond am Himmel wie ein fahler Scheinwerfer, der unterste Strahlen gen Boden sendet und alles in silbrigen Glanz taucht.

Ihr Atem geht schwer, stoßweise. Schweiß rinnt in Strömen ihren Rücken hinunter. Ihr ist kalt, trotz der Anstrengung. Dicke Strähnen ihres aschblonden Haares hängen ihr wirr ins Gesicht; rauben ihr beinahe die Sicht.

Immer wieder wirft sie einen kurzen Blick über die Schulter. Die Augen weit aufgerissen, bang vor dem, was sie vielleicht erblicken. Ihre Schuhe streifen einen Stein.

Sie strauchelt und verliert das Gleichgewicht.

Ihre Lungen werden unter dem heftigen Anprall zusammengepresst und sie schmeckt Blut, als sie sich auf die Lippe beißt. Schritte.

Nicht hinter ihr. Sie kommen von vorn. Schwer, als hätte derjenige Probleme zu laufen. Ein Hinken vielleicht.

Ein Kichern.

Sie schluckt schwer. Hat dieses Geräusch schon zu oft gehört. Ihr Verstand scheint zu entgleisen, wagt nicht den Blick zu heben, sich ihrer Pein zu stellen. Unstet wandert ihr Blick umher, scheint einen Ausweg zu suchen. Dort, wo es keinen gibt. Fällt in die Pfütze vor ihr und erstarrt.

Ihr Herz gerät ins Stolpern, als sie die Einzelheiten erahnt, die sich vor ihr auftun. Wieder dieses Kichern. Näher dieses Mal. Aus der Dunkelheit schält sich eine Gestalt. Schrecklich verunstaltet, kaum noch menschlich zu nennen, hinkt es auf sie zu. Die klauenartige Hand in ihre Richtung gestreckt.

Eiskalte Furcht legt sich wie ein eiserner Reifen um ihre Brust und verhindert, dass sich ihre Lungen mit Luft füllen. Ihre Augenlider flattern, als sie die Gestalt nicht im Spiegelbild sieht, sondern ihre Anwesenheit spürt. Spürt, wie sich seine grauenerregende Präsenz in ihren Verstand drängt und jeden bewussten Gedanken auslöscht.

Verzweifelt versucht sie, sich zu bewegen, dem zu entfliehen, was sie erwartet.

Aussichtslos.

Die schweren Stiefel der Gestalt löschen das Spiegelbild aus, als sie die Oberfläche durchbrechen, zerbricht auch etwas in ihr. Ihre Augen rollen nach innen und sie schreit.

Kein Schrei aus Furcht oder Angst. Purer Wahnsinn entflieht ihrer Kehle, als die klauenartige Hand in ihren Brustkorb dringt, etwas packt und das Leben mit einem schrecklichen Ruck aus ihr heraus reißt.

Im fahlen Mondlicht bleibt nur die steife Leiche einer Frau zurück.

Die Augen weiß.

Der Mund zu einem letzten stummen Schrei weit aufgerissen.

Ravnene

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