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Erster Teil

"[Text]" = Japanisch

Es gab einen Artikel in der Zeitung mit der Überschrift: “Junge als verrückt erklärt; tötete sich selbst in seiner Zelle.“ Dies war der Teil der Geschichte, der der Öffentlichkeit mitgeteilt wurde:

“(...) Nachdem er scheinbar durch vermehrtes Mobbing verrückt wurde, hat der Junge drei andere Studenten angegriffen, dabei wurden zwei ernsthaft verletzt. Auch wenn er sich heftig gegen die Gefangennahme wehrte, schaffte die Polizei es ihn festzunehmen. Nach etwa einem Tag in einer psychiatrischen Anstalt wurde ein Wachmann tot aufgefunden; später fand man große Mengen Blut auf dem Flur vor der Zelle des Jungen. Der Körper des Jungen ist unter mysteriösen Umständen verschwunden und außer dem Blut wurde nur eine zerbrochene Flasche Wein in der Zelle gefunden. Man vermutet, dass der Junge tot ist, denn kein Junge seines Alters könnte so einen hohen Blutverlust überleben. Ein paar Tage vor seinem Tod, hat die Familie der Jungen (...)“

Neben dem Artikel war ein Foto des Jungen abgebildet.

“Aber... aber das bin ich... !” Ryan legte die Zeitung verwirrt beiseite. Er war in seinem Bett aufgewacht, aber er konnte sich nicht erinnern, wie er hierher gekommen war. Die Zeitung war das erste, was er beim Aufwachen gesehen hatte. Sie war so gefaltet worden, dass er diesen speziellen Artikel zuerst bemerken würde.

Ryan sah sich um. Auch wenn es dunkel war, konnte er erkennen, dass es sein Raum war. Er sah seine Computer und seinen Fernseher, alle seine Besitztümer. War alles nur eine Fantasie, die er erfunden hat? War Kagekao nicht real, sondern nur eine Figur, der er sich ausgedacht hat? Vielleicht war alles nur ein Traum gewesen und sein Bruder Keith spielte ihm einen Streich, indem er eine erfundene Zeitung ausdruckte. Keith liebte es ihn ausflippen zu lassen.

Ryan versuchte sich aufzusetzen, aber ein stechender Schmerz in seiner Schulter lies ihn zurück fahren. Er tastete mit seiner Hand an die Stelle, wo es weh tat und bemerkte, dass ein dicker Verband um seine Schulter gewickelt war, teils mit Blut bedeckt. Es war die Stelle, wo das Weinglas stecken geblieben war... Er sah sich verwirrt weiter um. Auf einem Tisch neben seinem Bett lagen einige medizinische Utensilien und er hörte ein seltsames Geräusch. War das... Schnurren?

Ryan sah an die Wand gegenüber von ihm und versuchte in der Dunkelheit etwas zu erkennen. Jemand war dort.

“K-Kage? Bist du das?” Ryan versuchte wieder sich aufzusetzen, aber wieder einmal scheiterte er. Seine Augen gewöhnten sich an die Dunkelheit und er konnte die Person, die dort saß, nun vollständig erkennen. Es war nicht Kagekao, er hatte diese Person niemals zuvor gesehen.

Der Junge – wie Ryan nun erkannte – trug einen hellgrauen Hoodie, das Innenfutter war in einem hellen beige Ton gehalten. Sein Haar war dunkelbraun und er trug ein Maske. Die Maske war scheinbar eine japanische Fuchsmaske; sie war überwiegend weiß, mit roten und blauen Details. Er schien etwa in den selben Alter wie Ryan zu sein, eventuell etwas älter. Was Ryan besonders wunderte waren seine Fingernägel, die scharf und katzenartig waren.

Dieser Junge hielt die Katze, Boots. Er streichelte ihren Kopf und die Katze schnurrte sogar. Ryan war überrascht, das letzte Mal hatte er diese alte Katze schnurren gehört, als sie noch ein Kätzchen war. Er beobachtete wie Boots ihren Kopf gegen die Hand der Person rieb, dann bemerkte er, dass der Junge ihn ansah.

“Hey, wer bist-”, fing Ryan an, aber die Person stand auf und ging mit Boots aus dem Raum.

“Ey, wohin gehst du!?” Ryan versuchte zum wiederholten Mal sich aufzusetzen und dieses Mal schaffte er es sogar, auch wenn die Schmerzen unerträglich waren. Als er sich erneut umsah, fragte er sich, ob seine Mutter wohl Zuhause war; er hoffte dieser junge wurde sie nicht erschrecken. Er saß eine Weile nur da. Dann hörte er von Unten Geräusche. Er hörte Schritte; wahrscheinlich von dieser Person. Dann hörte er, die Katze zu Boden sprang und wie jemand eine Tür öffnete, außerdem hörte er jemanden reden. Er konnte nicht verstehen was gesagt wurde, aber komischerweise redete nur eine Person und niemand schien zu antworten.

Da öffnete sich Ryans Tür leise und das Licht wurde angeschaltet. Es war Kagekao, dieser Jung stand hinter ihm.

“Kage! Du bist es!”, rief Ryan, er war froh seinen Freund wieder zu sehen.

“Geht's deiner Schulter besser?“ Kage lief zu Ryan hinüber und blieb vor dem Ende des Bettes stehen. Die andere Person blieb stehen.

“Nun, besser, als mit dem Glas darin. Aber Kage. Das!“ Ryan hielt die Zeitung hoch und deutete auf das Wort 'tot'.

“Hier steht ich bin tot! Aber- aber ich fühle mich nicht tot! Bin ich ein Geist? Hast du mich irgendwie zurück gebracht?!“ Ryan starrte Kage mit großen Augen an. Dieser lachte bloß leise.

“Nein Ryan, du bist kein Geist und auch kein Zombie. Du bist nie gestorben.“

“Aber sie sagen, dass eine Menge Blut gefunden wurde; zu viel Blut!“

“Ja, aber wer sagt, dass das alles dein Blut war?“ Lage hob eine Plastikflasche von dem Boden auf, sie war von Innen bedeckt mit getrocknetem Blut.

“Wir können sie nicht glauben lassen, dass ein verrückter Junge frei herumläuft, oder?“ Er stellte die Flasche wieder auf den Boden.

“Nachdem du bewusstlos geworden warst, hab ich deine Wunde versorgt und dich durch die Lüftungsschächte aus der Irrenanstalt getragen. Ich habe auf die Flasche ganz ausgeleert, damit es so aussieht, als wärst du verblutet. Kai hat sich um die Sicherheitsleute gekümmert.“ Kage deutete auf den Jungen, der immer noch außerhalb stand. “Kai ist mein Lehrling; Sei nicht beleidigt, wenn er nicht antwortet, er ist stumm. Außerdem ist er ein bisschen schüchtern, lass ihn sich an dich gewöhnen.“

“Also bin ich nicht gestorben... Aber wo ist meine Mutter? Ist sie hier? Kann ich mit ihr reden?“, fragte Ryan besorgt.

“Deine Mutter ist weg, Ryan“, sagte Kage direkt.

“Was ?! Was ist passiert?! Du hast ihr nichts getan, oder?!“, rief Ryan schnell, aber ein erneuter stechender Schmerz stoppte ihn.

“Nein, sie ist von sich aus gegangen. Am gleichen Tag, an dem du ins Irrenhaus gesperrt wurdest. Sie ist einfach gegangen, hat nicht viel mitgenommen; nicht mal die Katze. Das arme Ding wär' wahrscheinlich gestorben, hätte Kai sie nicht in seine Obhut genommen. Ich hab hier alles geregelt, die Elektrizität und das Wasser funktionieren noch, also kannst du hier bleiben.

“Ich möchte mit ihr reden! Sie denkt ich bin tot... sie ist ganz allein.“ Ryan seufzte, selbst wann niemand ihm wirklich geholfen hatte, sie hatte am meisten getan, wenn er mal wieder depressiv war. Selbst wenn sich nur Kekse gemacht hatte, damit er sich besser fühlte.

“Ich denke nicht, dass du für eine Weile hier weg kannst, was uns genügend Zeit gibt zu Reden. Ich habe ein Angebot für dich Ryan.“ Erst jetzt bemerkte Ryan, dass er etwas in der Hand hielt. “Du hast jetzt einige Möglichkeiten. Du kannst zu deiner Mutter gehen und versuchen, alles zu erklären, wobei du wahrscheinlich wieder in der Anstalt landest, weil niemand dir glaubt. Wenn dir jemand glaubt, wirst du in der Jugendstrafanstalt landen, weil du diese Kinder angegriffen hast. Du kannst versuchen wieder ein neues Leben anzufangen, um am Ende wieder gefangen genommen und für immer weggesperrt zu werden. Du kannst aufgeben, wie in der Irrenanstalt. Oder du kannst bei mit bleiben und mein zweiter Lehrling werden.” Kage hielt den Gegenstand in seiner Hand hoch. Es war eine Maske, die Kais sehr ähnelte, auch wenn sie eher einem Wolf als einem Fuchs ähnelte und schwarz, rot und gold war. Die Augen auf der Maske sahen halb offen aus, genau wie der Mund, der spitze Zähne entblößte.

Ryan betrachtete die Maske; er konnte wie sie werden. Niemand würde je wieder auf ihm herum hacken; er könnte auf ihnen herum hacken. Es war ein seltsamer Gedanke, doch langsam war es auch ein fröhlicher Gedanke geworden. Aber gleichzeitig wollte er seine Mutter wiedersehen. Er überlegte für eine Weile, dann lächelte er Kage an.

“Ich denke du kennst die Wahl, die ich treffe, Freund.“ Ryan nahm die Maske und sah sie aufmerksam an.

“[Eine exzellente Wahl, mein Freund.]”

___________

Es waren ein paar Tage vergangen, seitdem Ryan aufgewacht war. Kage war draußen beschäftigt und Kai und Ryan verbrachten ihre Zeit mit Videospielen im Co-op Modus. Ryans Schulter heilte gut; er fühlte kam noch irgendeinen Schmerz. Allerdings war er etwas nervös, denn er wollte Kage etwas fragen. Er sah immer wieder zum Fenster oder zur Tür und hoffte,dass Kage endlich kommen würde; Kai musste ihn immer wieder an stupsen, damit er sich auf das Spiel konzentrierte. Boots schien währenddessen glücklicher zu sein als jemals zuvor; er hatte wirklich gefallen an Kai gefunden.

Endlich erschien Kage dann am Fenster und betrat den Raum. Er blieb stehen und beobachtete sie eine Weile beim Spielen, dann lief er Richtung Tür.

“Hey ähm... Kage?”, sagte Ryan nervös.

“[Hmm?]” Kage blieb stehen und drehte sich um, Ryan pausierte das Spiel.

“Also, ich weiß, dass du gesagt hast, dass diese Option heißt, bei dir zu bleiben und so, aber... also... Ich möchte meine Mutter wieder sehen!“, sagte Ryan schlagartig.

“Ich hatte schon das Gefühl, dass du das willst; wann möchtest du gehen?“

“Du- du meinst ich darf? Wirklich?“ Ryan stand auf und lächelte.

“Wenn du wirklich willst, dann ja. Ich werde dir zeigen, wo sie jetzt ist. Ich bin sicher gegangen mir den Ort zu merken, falls du sie sehen willst.

“Vielen dank!“ Ryan rannte heraus, um seine Jacke zu holen. Kage setzte sich neben Kai und nahm Ryans Controller, um weiterzuspielen.

“[Was denkst du Kai?]“, fragte Kage. Kai machte komplizierte Bewegungen mit seinen Händen – Zeichensprache – dann gab er nur einen 'Daumen hoch' und streichelte Boots Kopf.

"[Ich denke es ist gut; und ja, ich weiß, dass du schon immer eine Katze wolltest.]“

__________

Kagekao und Ryan waren auf einem Dach – in letzter Zeit hatte Kage ihm Parkour beigebracht, um ihn zu helfen unsichtbar zu werden. Kage deutete auf ein nicht weit entferntes Haus.

“Sie wohnt im Moment hier, ich glaube mit einer Freundin.“ Kage sah Ryan an. “Bist du sicher, dass du mit ihr reden willst? Selbst wenn sie denkst, du bist tot?“

“Ja. Ja, ich bin mir sicher. Ich kann mich an das Haus erinnern, ich war schon einige Male hier. Sie sind ein nettes Paar, aber es könnte auch sein, dass sie nur nett waren, weil ich der Sohn ihrer Freunde war.“ Ryan seufzte. Kage drehte sich um und war dabei zum nächsten Dach zu springen, zurück zu ihrem Haus.

“Warte! Du kommst nicht mit?“ Er sah Kage besorgt an.

“Ich denke es ist am besten, wenn du allein gehst. Ich würde deine Mutter nur erschrecken.“ Kage verabschiedete sich und sprang zum nächsten Dach und von dort aus weiter zum nächsten. Ryan beobachtete ihn, bis er außer Sichtweite war. Ryan sammelte seinen Mut und machte sich auf den Weg.

Als er das Haus erreichte, bemerkte Ryan, dass nur das Auto seiner Mutter in der Auffahrt stand, anders als das Auto ihrer Freunde. Sie musste alleine Zuhause sein. Probehalber versuchte er die Tür zu öffnen, doch – wie nicht anders zu erwarten – war sie verschlossen. Deshalb begann er das Haus zu umrunden und als er ein offenes Fenster bemerkte lief er herüber. Es schien niemand dort zu sein. Er öffnete das Fenster ein Stück mehr und kletterte nach drinnen.

Ryan sah sich genau um. Dieser Ort brachte ein paar Erinnerungen zurück, weder gute noch schlechte, nur Erinnerungen. Er durchquerte das Haus und versuchte sich zu erinnern, wo hier das Gästezimmer war. Er meinte sich zu erinnern, dass es oben war, der letzte Raum am Ende des Ganges. Es erreichte den Raum, doch kurz bevor er ihn öffnete erstarrte er. Er konnte seine Mutter weinen hören.

Zögerlich öffnete Ryan die Tür, seine Mutter saß auf der Bettkante und weinte in ein Taschentuch. Sie schien irgendwas in der Hand zu halten, doch bevor er den Gegenstand genau erkennen konnte, sah sie hoch und fing an zu schreien.

“W-wate, ich- !“ Ryan realisierte, dass er seine Maske immer noch trug und nahm sie schnell ab. „Mama! Mama, ich bin es!“

“...Ryan?“, sagte seine Mutter leise. Sie schniefte und vergoss weitere Tränen. “Ich... ich dachte schon, dass du mir erscheinen wirst... es tut mir Leid Ryan... Ich denke, ich hätte deinen Tod verhindern können...“

“'Meinen Tod rächen'? Nein Mama! Ich bin es! Ich bin nicht tot! Wirklich!“ Ryan tat einen Schritt nach vorne.

“Ich hätte dir mehr mit der Schule helfen sollen, es tut mir Leid Ryan. Nun bist du ein Geist. Geh zurück in den Himmel, mein Lieber, du solltest nicht auf diesem erbärmlichen Planeten bleiben.“ Sie glaubte nicht, dass er am Leben war. Sie glaubte er wäre ein Geist.

“Nein Mama! Wirklich! Glaub mir!“ Ryan war den Tränen nah; wieso glaubte sie ihm nicht?!

“Geh weiter, mein Schatz, geh in den Himmel, du wirst dort glücklich sein. So wie ich.“ Nun erkannte Ryan, was sie in der Hand hielt. Es war eine Pistole.

“Warte! Mama! Was tust du!?“, schrie Ryan; er wusste einfach nicht was er tun sollte.

“Bitte vergebe mir Ryan, aber bald werden wir zusammen sein. Sie hob die Pistole an ihren Kopf.

“Mama! Warte! Bitte nicht! Ich liebe dich Mama! Mama! NEIN!“

Sie betätigte den Abzug. __________

Ryan lag in seinem Bett. Er hatte die Bettdecke bis über seinen Kopf gezogen und so lag er schon eine Weile da. Kage und Kai hatten versucht ihn aufzumuntern, aber nichts hatte geholfen. Sie hatte sich erschossen. Genau vor seinen Augen. Die Szene wiederholte sich wieder und wieder in seinem Kopf. Der schlimmste Teil war wahrscheinlich, dass sie dachte, dass sie wieder mit ihm zusammen sein würde, wo auch immer sie enden würde. Aber er war immer noch am Leben, sie konnte nicht mit ihm zusammen sein.

Ryan seufzte und wischte die Tränen von seinen Wangen, dann schob er die Decke von sich und setzte sich auf. Er sollte aufhören zu weinen, weinen würde nichts ändern. Er stand auf und zog einen schwarz-roten Hoodie an, er hatte vor heute rauszugehen. Leise öffnete er die Tür und blieb kurz stehen, als er an Keiths Raum vorbeikam. Es war seltsam das Zimmer zu sehen und sich daran zu erinnern. Es fühlte sich an, wie etwas, dass man nicht berühren darf, wie ein Ausstellungsstück aus dem Museum. Ryan ging weiter den Gang entlang und die Treppen nach unten. Im Wohnzimmer entdeckte er Kai, aber Kagekao war nirgendwo zu sehen.

“Kai, wo ist Kage?“, fragt Ryan. Kai drehte sich um und sah ihn an, dann deutete er zur Tür, dass hieß Kage war draußen.

“Oh okay; wie auch immer, ich denke ich werde etwas spazieren gehen.“ Ryan ging aus der Tür und sah sich kurz um. Er sah niemanden; wiedermal war er froh, dass er in einer ruhigen Nachbarschaft wohnte.

Ryan nahm den Weg, den er immer zur Schule genommen hatte. Es fühlte sich nostalgisch an, als er bekannte Bäume und Natur sah, er erkannte sogar manche Tiere in der Nähe. Es war wie in alten Zeiten. Da schlug er einen kaum sichtbaren Weg in die Wälder ein; es fühlte sich an, als wären Ewigkeiten vergangen, seitdem er das letzte Mal hier war.

Er erreichte einen schmalen Bach und setzte sich in der Nähe auf einen Stein. Kleine Fische und andere Organismen schwammen in dem Strom, ohne sich sich um das, was in der nahen Stadt passierte, zu kümmern. Manchmal wünschte er sich er könnte einer von ihnen sein, einfach in seiner eigenen Welt leben und sich nicht darum kümmern, wie er andere Leben beeinflusste. Er würde nur für sich und seine Freunde leben.

Plötzlich stoppte etwas seine Gedanken über den Fisch und die Natur; er hatte das Gefühl jemand würde ihn beobachten. Ryan sah sich um und auch wenn er niemanden sah, er hatte das Gefühl jemand wäre dort. Es brachte ihn aus der Fassung, deshalb stand er auf und ging zurück zum Weg.

Ryan lief weiter, bis er seine alte Schule sah. Es muss ein Wochenende sein und die Schule wäre auch so schon vorbei gewesen. Es war niemand dort; außer vielleicht Personal. Er näherte sich dem Gebäude, betrachtete es eine Weile und begann dann den Schulweg durch die Stadt entlang zu laufen.

Jedes mal wenn jemand vorbeikam versteckte Ryan sich; er wollte nicht, dass jemand ihn sah und erkannte. Schon bald erreichte er den Ort, an dem er Kagekao das erste Mal getroffen hatte. Glückliche Erinnerungen überfluteten Ryans Gedächtnis; sie waren glücklich, auch wenn sie einer Frau beim Sterben zusahen. Er lief die Allee entlang und erinnerte sich klar an die Situation. Als er sich erinnerte, wie viel Angst er vor Kage hatte, lachte er. Er lächelte, asl er dachte, er würde Blutspuren sehen, selbst wenn es nur Einbildung war. Er meinte sogar die Selbstmordnachricht zu sehen, die Kage platziert hatte, aber es war nur ein leeres Blatt Papier. Ryan lehnte sich gegen die Wand des Gebäudes und lies die glücklichen Erinnerungen die traurigen vertreiben.

Dann hörte Ryan Stimmen. Er erkannte die Stimmen sofort, er waren Kinder aus seiner Schule. So schnell wie möglich drückte er sich an die Wand und setzte seine Maske auf, damit er nicht wiedererkannt wird, selbst wenn man ihn sieht. Es waren sechs Personen, vier Jungen und zwei Mädchen, wahrscheinlich die Freundinnen von zwei der Jungen. Ryan wollte sich eigentlich einfach ignorieren und vorbeigehen lassen, dann hörte er worüber sie redeten.

“Hast du's schon gehört? Seine Mutter hat sich umgebracht!“

“Ha! Wahnsinn scheint wohl ein Familiending zu sein!

Ryan spannte sich an, Wut brodelte in ihm. Unbewusst hockte er sich hin und hob ein rostiges Rohr auf, dass wohl aus dem Müllcontainer neben ihm gefallen sein musste. Er wendete seine Augen in keinem Moment von der Gruppe ab.

“Eine verrückte Frau mit einem verrückten Sohn!“

“Nun, das haben sie gemeinsam; und beide sind tot!“

Die Gruppe fing an zu lachen und Ryan ballte seine Hände zitternd vor Wut zu Fäusten.

“Vielleicht waren die Männer in der Familie gesund, auch wenn sie immer noch Loser waren. Und die zwei Frauen waren verrückt!“

Ryans Atmung wurde schwerer; er konnte es nicht glauben. Sie hatten ein Kind in den Wahnsinn und wahrscheinlich in den Suizid getrieben und lachten darüber?

“Ich denke das macht ihn zu einem Psycho-Sohn einer Psycho-Schlampe!“ Ihr Lachen wurde lauter.

“Möchtet ihr's sehen?“, flüsterte Ryan; selbst durch das Gelächter konnten sie ihn alle hören. Sie erstarren und sahen sich nach ihm um.

“Möchtet ihr einen Psycho-Sohn einer Psycho-Schlampe sehen? Hm? Wollt ihr? WOLLT IHR!?

Verwirrt und ängstlich sahen sie sich weiter um, panischer.

“ICH WERDE EUCH DEN PSYCHO-SOHN EINER PSYCHO-SCHLAMPE ZEIGEN!“ Ryan sprang aus der Gasse, dabei warf er den Müllcontainer um. Er schlug mit dem Rohr in Richtung der Gruppe und traf einen Jungen mit voller Wucht gegen den Kopf. Durch den Schlag drehte sich sein Kopf stark und das Genick des Jungen brach. Er fiel leblos um.

Eines der Mädchen schrie, das andere floh mit zwei der Jungen. Der letzte Junge, der wohl seine Chance sah heroisch zu wirken, stellte sich vor das Mädchen um sie zu beschützen.

Ryan lachte verrückt, als der Junge mutig versuchte ihn zu schlagen, aber er duckte sich und stieß dem Jungen das Rohr in den Magen. Die Wucht raubte ihm den Atem und brachte ihn zum Fallen. Er sah hoch zu Ryan, weinend und starrte verängstigt auf dessen Maske.

“Ich denke ich bin ein ziemlicher Psycho, oder? ODER?“ Bevor der Junge antworten konnte, wenn er es denn überhaupt vorhatte, hob Ryan sein Bein und trat so hart wie er konnte auf den Hals des Jungen. Er keuchte und würgte und für einen kurzen Moment stoppte Ryan. Währenddessen stand das Mädchen, das der Junge versucht hatte zu beschützen, wie eingefroren auf einer Stelle. Wieder hob Ryan sein Bein und trat drei weitere Male auf den Hals der Jungens, auch wenn das letzte Mal nicht nötig war. Der Junge war schon lange tot.

Erneut sah Ryan zum Mädchen, sie schien sich aus ihrer Starre gelöst zu haben und schrie wieder. Er legte seinen Kopf schief und lachte.

“Ich denke Kage hatte Recht; ich genieße es Schlampen sterben zu sehen!“ Er schwang das Rohr und traf das Mädchen an einer Kopfseite. Sie fiel hin und bewegte sich nicht mehr. Ryan wusste nicht, ob sie tot war, aber selbst wenn sie es nicht war würde sie bald an Blutverlust sterben. Ryan begann die anderen Kinder zu verfolgen; er bemerkte nicht, dass jemand ihn beobachtete und folgte.

Er konnte sie in der Entfernung rennen sehen und lachte laut auf, als er einen von den Jungen fallen sah. Er beschleunigte sein Tempo. Das Mädchen und der andere Junge versuchten den hingefallenen Jungen aufzuhelfen, aber als sie Ryan sahen ließen sie ihn liegen und flüchteten. Feiglinge.

Ryan erkannte den Jungen, er hatte ihn öfters verprügelt. Das würde er sehr genießen. Er erreichte den Jungen und dieser drehte sich verängstigten Laut um. Ryan blieb stehen und sah ihn an.

“Ich erinnere mich an dich, ja das tue ich. Aber du erinnerst dich wahrscheinlich nicht an mich, richtig? Nun, ich werde dir etwas verraten; ich bin gerade sehr gut gelaunt. Anders als du es jemals warst, werde ich nett sein. Ich gebe dir fünf Sekunden Vorsprung.“, sagte Ryan beiläufig, während er den Jungen beobachtet

Der Junge flüchtete und suchte nach einem Versteck. Da sah er eine Gasse, die mit einem Tor verschlossen war. Er erreichte das Tor und rüttelte an dem Tor, es war offen. Er rannte nach innen und schob dann eine große Kiste vor das Tor.

Ryan schlenderte langsam zum Tor. Er versuchte es zu öffnen, doch die Kiste war zu schwer. Der Junge wurde panisch, als Ryan mit Leichtigkeit über den Zaun und die Kiste kletterte. Ruhig näherte Ryan sich ihm.

“Ich habe festgestellt,“, verkündete Ryan, als würde nichts Ungewöhnliches vor sich gehen. “Dass das ganze viel mehr Spaß machen würde, wenn du wüsstest wer dich töten wird.“ Er schob seine Maske zur Seite und der Junge schnappte nach Luft.

“Ryan?! Aber du-! Du bist-!“

“Tot? War das das Wort, nach dem du gesucht hast? TOT!? T-O-T?!“ Ryan lachte. “Okay Mr. Angsthase, was denkst DU!? Sehe ich T-O-T für dich aus!?“

Der Junge wich zurück ans Ende der Gasse.

“Aber die Zeitungen! Sie haben gesagt du bist tot!“

“So so, dann denke ich, dass es wahr sein muss! Wenn die Zeitung sagt, dann muss es wahr sein! Bin ich dann ein Zombie? Ein Mitglied der Untoten, das hier ist um dein Gehirn zu essen!?“ Ryan trat einen Schritt nach vorne, der Junge presste sich an die Wand.

“Tja ist das nicht seltsam, ist das nicht nur sehr sehr seltsam! Sind Menschen nicht immer die die Rohren herum schwingen? Nicht die Zombies!? Vielleicht bist du der Zombie! Und letzten Endes sind es doch die Zombies, die normalerweise den Kopf abgeschlagen bekommen!“

“Bitte! Was auch immer du bist! Lass mich gehen! Tu mir nicht weh! Mir tut alles, was ich dir je angetan habe, so leid!“

“Die Ironie! Oh die Ironie! Sie bringt mich um!“ Ryan fing an laut zu lachen; dabei bemerkte er, dass über ihm auch jemand lachte. “Ich vermute du erinnerst dich nicht, dass du mich an der selben Stelle umzingelt hattest und ich ähnliches gesagt habe!?“ Er lies das Rohr langsam hin und her schwingen und jedes mal wenn es dem Jungen nah kam zucke dieser zurück.

“Irgendjemand! Irgendwer! HILFE!“, rief der Junge. Überraschenderweise hörte sogar jemand ihn und wollte helfen. Ryan erinnerte sich, dass niemand gekommen war, als er nach Hilfe geschrien hatte.

Ein Mann öffnete die Tür, die von dem Gebäude in die Gasse führte; er sah die Situation und keuchte. Er rannte zu Ryan herüber, um ihn zu stoppen, doch etwas hielt ihn auf. Jemand schleuderte eine Eisenkette nach vorne, die sich um das Bein des Mannes wickelte und ihn zum fallen brachte. Der Mann versuchte wieder aufzustehen, doch die Kette wurde wieder zurück in den Schatten gezogen. Der, der die Kette geschleudert hatte, sprang aus dem Schatten und auf den Rücken des Mannes.

Es war Kai. Er nahm einen Teil der Kette in jede Hand und wickelte es um den Hals des Mannes. Er begann zu ziehen und in wenigen Sekunden war der Mann tot.

Wieder konnte Ryan Gelächter hören und er sah hoch. Kagekao kletterte an der Außenseite des Gebäudes entlang. Er lachte wahnsinnig und bedeutete Ryan weiter zu machen.

Ryan starrte dem Jungen in die Augen und schlug zu; er traf seine rechte Seite und zersplitterte einige Rippen. Der Junge schrie; Kage und Ryan lachten. Ryan schlug erneut zu, brach mehr Knochen und riss Haut auf. “DAS STIMMT! ICH BIN EIN T-O-T-E-R PSYCO-SOHN EINER PSYCHO-SCHLAMPE!ICH BIN EIN T-O-T-E-R PSYCO-SOHN EINER PSYCHO-SCHLAMPE!“, schrie Ryan. Kage lachte weiter hysterisch, Kai sah aus als würde er lachen, auch wenn er keinen Laut von sich gab.

Shadow fox and wolf by gingaakam-d5xfbff

Fuchs, Schatten, Wolf

Ryan schlug ihn weiter mit dem Rohr und machte selbst dann weiter, als er tot war. Er wollte jeden einzelnen Knochen in seinem Körper brechen. Bald darauf allerdings alarmierten die Schreie und das Lachen andere Leute. Jemand rief die Polizei und die Sirenen kamen näher. Kage lies sich auf den Boden fallen und Kai kam näher.

“Du wirst dich hervorragend einfügen.“ Kage grinste und Ryan schob seine Maske wieder vor sein Gesicht.

“Wir drei gegen den Rest der Welt, richtig?“

“Das stimmt; jetzt lasst uns gehen, die Polizei kommt. Du bist noch nicht bereit dich Pistolen zu stellen, du T-O-T-E-R Psycho-Sohn einer Psycho-Schlampe!“ Sie lachten laut auf und verließen die Gasse.

Orginal

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