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Eigentlich liebte ich diesen Laden. "Freddy Fazbear's Pizza" stand

in großen, rot leuchtenden Buchstaben an der gepflegten Fassade, direkt über riesigen, glänzenden Fenstern, durch die man in das Lokal sehen konnte. Fröhliche Familien, aber auch Jugendliche oder Pärchen saßen gemeinsam an den runden, mit karierten Tischdecken belegten Tischen, auf hellgrünen Stühlen und warteten auf ihre Pizza oder aßen sie bereits. Ich bin damals oft mit meinen Eltern an dem Laden vorbeigekommen und habe durch die Scheibe geschaut. Am meisten fasziniert haben mich die vier Tierroboter am gegenüberliegenden Ende. Sie spielten Instrumente und sangen fröhliche Kinderlieder. Besonders der Bär tat es mir an, denn er war groß und flauschig und spielte ein Banjo. Seine Freunde, das Huhn, der Hase und ein Fuchs mit Hakenhand waren mir nicht sehr sympathisch, da ich sie einfach nicht niedlich fand. Okay, vielleicht war der Hase noch süß, aber die Beiden anderen jagten mir seltsamerweise einen Schauer über den Rücken, sobald ich sie sah. Meine Mutter merkte natürlich, dass ich immer stehen blieb, wenn wir daran vorbeiliefen, und so fragte sie mich: "Na, was schaust du denn da Schönes?" Woraufhin ich antwortete: "Ich schaue mir Freddy den Bären an!" Meine Mutter trat ans Glas und schaute ebenfalls hinein. "Sieht ziemlich hübsch aus. Was hältst du davon, wenn wir drei heute Abend hier hingehen?" Erstaunt blickte ich zu ihr auf und mein Mund formte ein "Oh". "Wirklich? Cool!" Ich lief sofort in Richtung Eingang. "Nun warte doch", lachte Mutter. "Wir müssen deinen Vater doch noch abholen." Den ganzen Weg zur Arbeit meines Vaters hibbelte ich an der Hand von Mutter und freute mich auf den Abend...


Aber soweit sollte es nicht kommen

Als wir abends vor dem Lokal standen, stand die Eingangstür sperrangelweit offen und mehrere Polizeiwagen sowie ein Krankenwagen standen auf der Straße. Einige der Polizisten befragten die Angestellten und Gäste, andere untersuchten drinnen die Bühne und die Küche. Einer der Befragten, ein etwas rundlicher Mann mit 3-Tage Bart wirkte sehr nervös, wischte sich ständig die Hände ab und zitterte. Auf die Fragen der Polizei nickte er nur oder schüttelte den Kopf. Er sprach nicht. "Was ist denn hier passiert?", fragte mein Vater einen der Polizisten, die abseits standen.

Dieser kratzte sich am Kopf. "Nun ja, vor einigen Stunden fanden die Angestellten den Wachmann tot in der Abstellkammer." Meine Mutter schaute entsetzt in Richtung des Ladens und antwortete dann mühsam: "Wie... Wer hat ihn denn umgebracht... ?" Ihre Stimme verlor sich langsam und mein Vater legte ihr einen Arm um die Schulter. "Nun...dass wissen wir nicht, aber wie vermuten ein Tier." "Ein Tier?", fragte ich leise. Was für ein Tier würde denn einen Menschen angreifen? "Wir wissen nicht genau, welches Tier, aber wir vermuten einen Hund oder Ähnliches. Der Tote besaß Biss-

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spuren am ganzen Körper, außerdem erlitt er vorher einen Schock." Wir drei schauten noch einmal auf das Gebäude. Somit hatte sich unser gemeinsamer Pizzaabend wohl erledigt...

"Hör gut zu, Frank." "Ich höre zu." "Sehr gut. Dies ist dein neuester Auftrag. Sie brauchen einen Wachmann und haben von dir gehört." Ein Zettel wurde mir über den Schreibtisch zugeschoben. Ich nahm ihn auf, drehte ihn aber noch nicht um. "Sie wollen dir fünf Tage Zeit geben, ihn auszuprobieren, danach kannst du dich entscheiden, ob du den Job nimmst oder nicht." "Was ist mit dem Wachmann davor passiert? Hat er gekündigt?" Lachen. Dann ein leises Schnauben. "Nein, aber mehr kann ich dir auch nicht sagen." Ich schluckte leise. Der Drehstuhl schwang herum und mein Boss schaute mir in die Augen. "Dieser Job ist kein Kinderspiel, sagten sie mir. Du sollst Mut und Wissen mitbringen." Ich grinste. "Das sagen sie doch alle. Am Ende heulen sie dann rum weil sie keinen guten Wachmann finden, weil sie sie alle vergraulen mit diesen Gespinsten." Mein Boss runzelte die ohnehin schon faltige Stirn und sagte: "Dieses Mal aber...ist es Ernst." Ich grinste breiter und verließ dann mit einem: "Na dann, einen guten Tag noch." das Büro. In der Hand den Zettel. "Freddys Pizza- klingt freundlich", sagte ich und steckte den Zettel ein. Ich saß im Auto und gab die Adresse des Ladens in mein Navi ein. Irgendwie kam mir der Name bekannt vor. Sehr bekannt.

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