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Der Alarm ging los. Langsam öffnete ich meine Augen und blickte durch meine Zelle, welche von dem roten Licht des Alarms erhellt wurde. Ich erhob mich, dehnte kurz meine Arme und Beine und sprintete aus meiner Zelle, die ich aufgeknackt hatte.

Beim Vorbeirennen entdeckten mich die anderen Insassen. Sie streckten ihre Arme durch die Gitterstäbe nach mir und schrien: „Lass uns frei, kleine Göre!“ Ich jedoch streckte ihnen nur frech die Zunge raus, zeigte ihnen beide Mittelfinger, zuckte mit den Schultern und rannte zur Tür, die zu einem Korridor führte. Leise schlich ich mich von Tür zu Tür und blieb vor dem Office stehen. Schnell kroch ich hinter einen der Aktenschränke, schnappte mir eine Schere und wartete. Als einer der Betreuer vorbei lief, zögerte ich nicht lange und griff ihn eiskalt an. Zuerst stieß ich ihn zu Boden und setzte mich auf seine Hüfte, damit er sich nicht mehr erheben konnte. Ich hob die Hand, in welcher ich die Schere hielt langsam nach oben und ließ sie ohne Gnade auf den Mann hinuntersausen. Er begann zu schreien vor Schmerz, doch ich holte immer und immer wieder aus und rammte meine Waffe in seinen Brustkorb, der einem Springbrunnen hätte Konkurrenz machen können, denn sein Blut spritzte literweise aus dem klaffenden Loch, welches ich schuf. Dieses Spektakel war lustig anzusehen und ich begann zu grinsen. Doch leider war der Mann sehr schnell ausgeblutet und die Show endete. Schmollend erhob ich mich und betrachtete meine blutigen Hände. Neben dem Mann lag ein Rucksack, denn ich sofort n mich nahm. Als ich mich im Office umblickte, entdeckte ich etwas, was ich gut gebrauchen konnte: ein Taschenmesser und weitere Scheren. Sofort krallte ich sie mir und stopfte meinen neu errungenen Schätze in meinem Rucksack. Danach durchsuchte ich alle Schubladen, in der Hoffnung noch etwas Nützliches zu finden. Schlussendlich fand ich einen riesigen Schlüsselbund und eine Plakette, welche oft von Soldaten im Militär getragen wurden, dass an einem ledernen, langen Band hing. Auf der Plakette war der Name eingraviert, der mir gegeben wurde: Blutträgerin des Teufels.

Ich war bisher noch nie in der Lage gewesen, meine Eltern oder sonst etwas von der Aussenwelt kennenzulernen. Doch dies werde ich noch heute Abend ändern.

Vorsichtig spähte ich durch die offene Tür des Offices in die Korridore, um sicherzustellen, dass die Luft rein war. Kurz zuckte ich zusammen, denn der Boden war eiskalt im Vergleich zu dem warmen Boden des Offices. „Reiss dich zusammen verdammt, das ist doch nur ein scheiss kalter Boden!“, schrie ich in Gedanken mich an. Ich straffte meine Schultern und sprintete los. Nach einigen Metern blieb ich stehen, da ich in einer Passage des Korridors Gelangt war, der mir vier verschiedene Wege offenbarte. Plötzlich hörte ich Stimmen. Blitzschnell presste ich mich in eine Nische und wartete. In der einen Hand hielt ich einer der Skalpellen Griffbereit. Es waren zwei weitere Betreuer gewesen. Nachdem diese in einen anderen Korridor verschwanden, nutzte ich die Gelegenheit und sah mich in den Gängen etwas um. Glücklicherweise fand ich einen Lageplan an der Wand. Schnell merkte ich mir den Weg und rannte weiter.

Etwas später gelangte ich an einer Treppe. „Stehen geblieben, kleine!“ Ich zuckte zusammen. Plötzlich war ich von kräftig gebauten Wachmännern umzingelt gewesen. Ich kicherte kurz und sprang die Treppe hinunter mit einem Salto. Im gleichen Atemzug bewarf ich die Wachmänner mit jeglichen Scheren, die ich auf Lager hatte. Reihenweise gingen sie zu Boden und ich musste Grinsen. Niemand wird sich zwischen mir und meiner Freiheit stellen. Elegant landete ich auf beiden Füssen am unteren Ende der Treppe, während die Leichen der Männer die Stufen herunterrollten. Nachdem die Körper endlich zum Stillstand kamen, durchsuchte ich sie nach nützlichen Waffen oder sonstiges. Schlussendlich fand ich einige Pistolen, Handschellen und Elektroschocker, die ich sofort in meinen Rucksack stopfte. Als ich mich umdrehte, erblickte ich den Ausgang. Ehrfürchtig schritt ich auf die grosse Doppeltür, stiess sie mit beiden Händen auf und trat langsam nach draussen. Mit einem tiefen Atemzug atmete ich die frische Nachtluft ein, schmiss meinen Rucksack zu Boden und diabolisch in die tiefe Nacht zu lachen. Immer wieder drehte ich mich um meine eigene Achse und der Welt meine Wut ins Gesicht. Mein langes Haar klebte durch das Blut und dem Regen, der vom Himmel fiel an meinem Gesicht, doch das war mir in diesem Moment wirklich Scheiss egal. Diese Verdammte Welt wird dafür büssen mich hier eingesperrt zu haben. Schnell schnappte ich mir meinen Rucksack und hüpfte summend in den tiefen, schwarzen Wald, während der Regen meine blutigen Fussspuren verwischte.

Das Spiel konnte nun endlich beginnen.

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