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Ich liebe das Fliegen über alles. Schon in meinen Kindheitstagen bin ich begeistert davon gewesen. Immer wieder habe ich in den Himmel geschaut, wenn ein Flugzeug über mir flog. Daraufhin habe ich entschlossen, Pilot zu werden, mein Traumberuf. Doch bis dorthin dauert es noch, ich bin erst 17 Jahre alt. Naja, zwar muss ich noch warten, aber mit Geduld und Spucke schaffe ich das schon. In der Zeit habe ich Flugsimulator gespielt, eines meiner Lieblingsspiele, aber das habt ihr euch bestimmt schon gedacht.

Kapitel 1: Der Flug

Es sind noch einige Stunden bis zu meinem Flug nach Paris. Dort will ich meinen Brieffreund Pierre besuchen. Dieses Vorhaben habe ich schon seit einem Jahr geplant. Seine und meine Eltern sind damit auch einverstanden, wir haben uns auch nicht mehr so lange gesehen. Natürlich freue ich mich ihn wiederzusehen, seit drei Jahren habe ich ihn nicht mehr gesehen. Mein Vater begleitet mich zum Flughafen in Washington, ich habe Glück gehabt, dass er heute nicht arbeiten muss. Einen Tag zuvor haben meine Freunde und ich eine Abschlussparty zu meinen Ehren gemacht. Alle werden mich vermissen, und ich werde meine Freunde vermissen. Sie sagen, dass ich viele Fotos von Paris machen soll. Das will ich sowieso machen und sie dann zu Hause auf Facebook stellen.

Kaum angekommen holt mein Vater die Koffer raus und schließt dann seinen Wagen ab. Er trägt auch einen Koffer und ich den Anderen. Langsam aber sicher gehen ich und mein Vater zum Schalter. Dort muss ich ein bisschen warten, aber es wird sich später für mich lohnen. Ich habe auch einen Zettel geschrieben, wo ich gerne mit Pierre hin möchte. Die Stadt ist groß, das macht es nicht einfacher. Zuerst möchte ich den Eiffelturm sehen, dann in die Pariser Katakomben gehen und noch vieles mehr. Nun bin ich dran. Ich gebe die beiden Koffer ab und warte dann, bis die Frau am Schalter mit allem fertig ist. Das hat etwas gedauert.

Mein Vater hat sich von mir verabschiedet und ist traurig, dass ich wegfliege. Auch ich habe tschüß gesagt, bin aber auch traurig. Als ich oben angekommen bin, muss ich kontrolliert werden. Als ich auch da fertig bin, warte ich, bis mein Flug aufgerufen wird. In der Zwischenzeit sehe ich viele Flugzeuge, die landen oder abheben. Aus meiner Tasche nehme ich ein Stephen King Buch hervor und lese es, um meine Langeweile zu besiegen. Es sind schon einige Minuten vergangen, vielleicht dreißig Minuten oder mehr.

"Flug 79 nach Paris ist zum Boarding bereit", sagt eine weibliche Stimme.

Ich stehe auf und lege dann mein Buch wieder in die Tasche hinein. Daraufhin gehe ich langsam zum Gate hin und warte, bis ich dran bin. Dann, als ich an der Reihe bin, zeige ich das Ticket und gehe dann hinein. Die Air France Maschine gehört zum Typ A340-300 und hat für über 200 Passagiere Platz. Im Flugzeug angekommen suche ich meinen Sitz. Als ich ihn gefunden habe, setzte ich mich langsam hin und schaue raus. Es ist bereits dunkel geworden. Eine Stewardess kommt den Gang entlang und überprüft alles. Nachdem sie weg ist, kommt ein merkwürdig aussehender Mann an. Er packt eine Aktentasche nach oben und dann setzt er sich neben mich. Das Anschnallzeichen blinkt auf und alle Passagiere legen sich die Gurte an. Im vorderen Gang zeigt die Stewardess die Sicherheitsvorkehrungen und der Pilot spricht danach.

"Air France wünscht euch einen guten und sicheren Flug", sagt der Pilot am Ende.

Kapitel 2: Das Zeichen

Die erste Stunde im Flugzeug habe ich geschlafen, beim Rest will ich ein oder zwei Filme anschauen. Da habe ich gut Glück gehabt. Ich tippe auf den kleinen Bildschirm vor mir und suche mir dann einen aus. Dann stecke ich die Kopfhörer an, nachdem ich einen ausgesucht habe und schaue ihn mir an. Mein Sitznachbar schläft seit vielleicht einer Minute. Was er die restliche Zeit gemacht hat, weiß ich nicht. Vielleicht hat er sich auch einen Film angesehen oder hat eine halbe Stunde geschlafen, die andere halbe Stunde gelesen. Nun bemerke ich, dass ich dringend auf Toilette muss und stehe dann auf. Ich gehe am Mann vorbei, ohne ihn aufzuwecken.

Als ich den Leuchtstreifen auf den Boden folge, sehe ich einen kleinen Jungen, der einen Teddybär trägt. Sein Vater schläft. Nun bin ich schon fast bei den Toiletten, als das Licht flackert. Gespenstische Stimmen werden hörbar, doch hören auf, als ich die Toilette erreiche. Ich mache die Tür auf und schließe dann ab. Mit einem Blick sehe ich ein Zeichen, welches am Spiegel gezeichnet wurde. Ich finde das schon etwas seltsam. Nun mache ich dringend mein Geschäft und sehe mir das Zeichen für eine Minute an. Es ist zickzackförmig und wurde mit schwarzer Farbe gezeichnet. Dann öffne ich die Tür und gehe raus.

Zurück an meinem Platz bemerke ich, wie zwei Stewardessen mit einem kleinen Wagen ankommen. Sie verteilen das Essen und was zu Trinken. Als eine bei mir ist, wähle ich ein Baguette aus und eine Cola zum Trinken. Mein Nachbar nimmt auch ein Baguette, doch als Getränk nimmt er Wasser. Mit einem Blick sehe ich eine Zeitschrift über paranormale Phänomene. Er isst sehr schnell und als er fertig ist, legt er sich wieder hin. Womöglich hat er nicht sehr lange geschlafen und will es jetzt wiederholen. Immer noch denke ich an das Zeichen in der Toilette.

Wieder lege ich mich hin, als ich fertig bin, und habe das Gefühl, etwas klopft am Fenster. Aber es ist unmöglich. Wer soll in dieser Höhe an einem Fenster klopfen. Doch das Klopfen ist nicht das Einzige. Nun höre ich Schritte. Werde ich schon verrückt?

Kapitel 3: Etwas ist im Inneren...

Mit Schweiß auf meiner Stirn wache ich aus einem Alptraum auf. Doch etwas stimmt hier nicht. Die Lampen flackern und Geräusche sind zu hören. Sie sind sehr seltsam und ähneln diese von vorhin. Doch das Seltsamste von allem ist, wo sind die Passagiere? Ich stehe langsam auf und sehe auf den Sitzen eine Flüssigkeit. Ich gehe näher ran und meine Pupillen weiten sich, als ich sehe was es ist. Blut, überall Blut. Sogar an der Decke.

"Hallo?", ruft jemand.

Ich drehe mich um und sehe im Flackern des Lichtes, dass ein Steward mir entgegen kommt. An seinen Händen klebt Blut. Er scheint etwas benommen zu sein.

"Was ist hier passiert?", frage ich ihn.

Er zuckt seine Schultern und dann setzt er sich kurz hin. Er atmet sehr schwer. Doch wir sind nicht die Einzigen. Zwei Männer kommen uns entgegen. Die Beiden machen wie ich und der Steward einen benommenen Eindruck. Was hier auch immer passiert ist, wir sind nicht alleine hier. Urplötzlich kommen Turbulenzen und wir müssen uns festhalten, damit wir nicht umkippen. Dann, als die Turbulenzen vorbei sind, fliegt das Flugzeug wieder vernünftig.

"Okay. Hört mal her. Ich werde mit den Piloten reden. Wir müssen irgendwie versuchen zu landen, bevor das Flugzeug abstürzt", sagt der Steward.

Alle nicken.

"Warte. Wir kommen alle mit. Es ist hier nicht so sicher. Wir wissen nicht einmal, was hier los ist", sagt einer der beiden Männer.

"Ich stimme ihn zu", sage ich.

Der andere Mann nickt nur.

"Okay. Aber das Reden überlasst ihr mir, okay?", fragt der Steward.

Alle nicken und dann gehen wir los. Bis zum Cockpit ist es nicht so weit. Dennoch haben wir zu wenig Licht, um sehen zu können, wo wir sind. Im nächsten Gang funktionierten die Leuchtstreifen noch. Beim genaueren Hinsehen entdecke ich etwas. Ich bücke mich kurz hin und sehe dann, dass es sich um Zähne handelt. Es sind circa zehn Stück, diese liegen in einer kleinen Blutlache. Der Steward hält an und sagt dann zu mir, dass es weiter geht. Langsam stehe ich auf und schließe mich denen dann wieder an. Wieder kommen Turbulenzen, doch diesmal sind diese nicht so schlimm.

"Wann sind wir dort?", frage ich.

"Gleich", antwortet der Steward.

Nun erreichen wir eine kleine Treppe, die nach oben führt. Blut tropft herunter und ein seltsames Geräusch ist zu hören. Ich drehe mich um und könnte schwören, etwas gesehen zu haben. Diese Gestalt hat zwei kleine rote Pupillen und ein breites Grinsen im Gesicht. Nun gehen wir nach oben, die ganze Treppe ist mit Blut und Zähnen verziert. Ich halte mir die Nase zu, um den übel riechenden Geruch nicht einzuatmen. Als wir oben ankommen, sehen wir die Tür zum Cockpit. Der Steward klopft an die Tür und bemerkt dabei, dass diese nicht einmal zu ist. Beim Aufgehen der Tür sehen wir den Grund für die Turbulenzen.

Einer der beiden Piloten im Cockpit ist tot, der Andere muss das Flugzeug ganz alleine fliegen.

"Jeff?", fragt der Steward.

"Rick, bist du das?", fragt Jeff.

"Ja, was ist mit dem Piloten passiert?", fragt Rick.

Jeff zuckt mit seinen Schultern und konzentriert sich eher. Der Copilot versucht, alleine das Flugzeug zu fliegen. Ohne den Piloten, beim Hinsehen ist auch Blut im Cockpit zu sehen.

"Hast du versucht, einen Flughafen anzufliegen?", fragt Rick.

"Ja, aber alle Instrumente spielen verrückt. Der Kompass ist ausgefallen, die Kommunikation ist ausgefallen und ich weiß nicht, wo wir uns befinden", sagt Jeff.

Ich höre den Beiden noch kurz zu und dann gehe ich aus dem Cockpit raus und versuche mir einzureden, dass es nur ein schrecklicher Alptraum ist. Doch das ist es nicht und außerdem habe ich eine schreckliche Angst. Ich könnte weinen, doch es kommt keine Träne hervor. Ich überlege, ob das hier alles mit diesem Zeichen in der Toilette zu tun hat und mit dem Mann. Wo er jetzt auch immer ist. Einmal als er weggegangen ist, dass hat er übrigens sehr oft gemacht, habe ich auf seinem Platz ein Buch gesehen. Als ich näher dran gewesen bin, habe ich auf den Cover seltsame Symbole und Zeichen gesehen. Ich vermute Okkultismus. Ist er ein Geisterbeschwörer? Falls ja, warum hier und jetzt? Wieso hat er diesen Flug ausgewählt? Wollte er ausprobieren, wie es ist in einem Flugzeug Geister zu rufen? Genau diese Fragen gehen mir durch den Kopf.

"Lucas, Lucas, Lucas."

Ich höre irgendwelche Stimmen, die meinen Namen rufen. Mit einem Blick nach Unten sehe ich, wie etwas den Gang entlang gelaufen ist. Ein lautes Poltern kündigte einen kleinen Wagen an, wo die Stewardessen das Essen und Trinken liefern. Auf einmal kommt ein dunkler Rauch an. Er umhüllt den unteren Bereich und im Rauch sehe ich rote Pupillen. Diese kommen immer näher.

"Hey John, ist alles klar?", fragt sein Kumpel.

Im Licht sehe ich, dass seine Augen fehlen und das sein kompletter Mund aufgerissen ist. Seine Zähne fallen stückweise runter und eine dunkle Flüssigkeit tropft aus seinem Mund heraus. Er spuckt seinen Kumpel mit dieser Flüssigkeit voll. Es ist Säure, ich sehe nur noch, wie es die Haut des Mannes verätzt. Er schreit lautstark auf. Der Steward dreht sich dabei um und irgendwie, ich weiß selber nicht, wie das passiert, wird der Steward gegen die Decke geworfen. Seine Knochen knacken und dann fällt er verletzt auf den Boden. Er lässt Schmerzensschreie raus. Ich gehe an ihn vorbei und geselle mich zum Copiloten. Rick sieht uns kurz an bevor er in den dunklen Rauch hineingezogen wird.

"Mist", sagt Jeff.

Auf der Scheibe wurden Abdrücke von Händen sichtbar.

"Lucas, Lucas."

Ich sehe wie drei Wesen, ich vermute es sind diese Geister, auf uns zukommen. Es sind genau diese, die ich vorhin gesehen habe.

"Kommt zu uns."

Die Scheibe zersplittert und der Copilot und ich werden getroffen. Meine letzten Blicke würdige ich dem Cockpit eines Flugzeuges. Nun bin ich doch mal in ein Cockpit gekommen. Mein Herzenswunsch ist Wirklichkeit geworden. Dann wird mein Blickfeld dunkel und ich schlafe für immer und ewig.

Epilog

Marc, ein Angestellter des Towers vom John F. Kennedy Airport, bemerkt, dass ein Flugzeug sich komisch bewegt.

"Flug 79, hier spricht Tower. Haben sie irgendeinen Problem?", fragt Marc.

Er sieht wie Flug 79 erst im Norden fliegt und dann auf einmal eine Kurve macht. Dann urplötzlich ändert Flug 79 wieder den Kurs.

"Hallo, Flug 79? Hier spricht Marc vom Tower beim John F Kennedy Airport. Ich sehe ihren komischen Flugkurs. Ist alles okay bei ihnen?", fragt er erneut.

Dann auf einmal verschwindet der blinkende Punkt, der Flug 79 darstellt. Marc sucht hektisch nach Flug 79, doch er ist verschwunden. Er ruft einen anderem Angestellten. Doch auch er findet den blinkenden Punkt nicht wieder. Flug 79 ist spurlos verschwunden.

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