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Alles hat ein Ende


Nur mein Leben hat zwei

SIE lässt mich gehen


Mich zu IHR kommen

Ich bin bereit. Ich werde gehen. Mein Werk ist so gut wie vollbracht. Nein!! Nicht meins sondern IHRES. Ich wandere durch die Zeit mit meinen Jüngern. Wo wir waren, fielen Massen. Wir haben Rom in Brand gesteckt und die Menschen auf den Straßen in ihr Reich geführt. Unser Fleisch war von der Pest zerfressen als wir nach Europa kamen. Wir schlachteten die Eingeborenen in  Amerika und tränkten das Land später in englischem Blut. Wir haben den Sonnenkönig dem Volk übergeben und haben sein Blut getrunken als sein Kopf gen Boden fiel. WIR haben Europa Millionen von Leben genommen. WIR waren in der grünen Hölle und haben jedem Einzelnen einen Gefallen getan. WIR sind die Jünger, die Propheten und die Vollstrecker. WIR wurden verurteilt, wir wurden weggesperrt, wir wurden hingerichtet. Und jedesmal beschützte SIE uns. Die Dekadenz ist auf ihrem Höhepunkt, und wir haben eine neue Aufgabe von IHR. Es ist still. Wir spüren SIE nicht mehr. Wir wissen nur dass SIE schwach ist. Ein schwarzes Lodern am Rande unseres Verstandes. Ein Wald, in einer unwichtigen Stadt, in einem noch unwichtigerem Land. Was sind schon Länder? Dort wo WIR unseren Platz haben, in die unendliche Finsterniss der Realität. Eines Nachts haben WIR es geschafft. Längst fließt unser Blut wieder rot und nicht schwarz. Eine Hütte, tief im Wald. Dort wo nicht einmal die Vögel mehr singen. Wir hatten IHR Gaben mitgebracht, noch lebend, doch das änderte sich rasch. Und SIE wurde stärker. Das Haus schmückten wir mit den Überresten ihrer Mahlzeiten. WIR warten. SIE hat das Fleisch meiner Jünger übernommen. Sie sind nicht tot, doch leben tun sie auch nicht mehr. Meine Kraft schwindet, von Sekunde zu Sekunde. Doch ich warte. Ich weiß gleich ist es soweit. Ich sitze im Schaukelstuhl, nur eine Laterne in meinem Schoß. SIE sieht durch mich, durch mein Auge. Längst habe ich es mir rausgeschält aus dem Schädel, um SIE zu befriedigen. Und dann endlich sind sie da. Unsere Erben. Sie haben Angst, ich weiß es. Doch das brauchen sie nicht, doch noch wissen sie nicht was ihnen gleich offenbart wird. Welches Geschenk sie erhalten werden. Ich blicke sie an.

"Ihr seid von der Vorstellung abhängig, dass ihr eigenwillig und Meister eures Verstandes seid. Ihr glaubt, dass ihr etwas braucht was euch die Realität erklärt. Falsch! Sie ist dort, ihr müsst sie nur fühlen, wissen dass sie da ist. Eure Vergangenheit prägt euch weil sie grausam war? Ihr habt keine Vergangenheit, ihr lebt im hier und jetzt. Versucht euch an etwas zu errinnern. VERSUCHT ES!! Ihr seht es geht nicht, da dort nichts ist... Ihr habt die Realität erkannt. Habt die Grenzen eures Verstandes erweitert. Ihr habt sie gefunden. Sie hat euch gerufen und ihr seid gefolgt um die Wahrheit zu sehen. Und hier ist die Wahrheit."

Ich stehe auf. Euphorie durchströmt mich. Ich drücke ihm das Fleischerbeil in die Hand. Ihm, der MEIN Erbe wird, aber niemals das für SIE wird was ICH bin. Ich blicke ihn an.

"Tue es. Betritt die letzte Ebene der Realität!"

Rot. All das Rot um mich herum. Es ist mein Rot. Meine Jünger sterben mit mir. Es ist mir egal, denn sie werden nicht dahin kommen wo ich hinkomme. Ich falle zu Boden. Das letzte was ich sehe, ist wie SIE den Raum betritt und mich anlächelt mit ihrem fleischlosen Mund.


Mutter. Sag den Kindern sie sollen meine Worte hören.






Renn.

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