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Gaensehaut
Gänsehaut war einer der Höhepunkte meiner Kindheit. Ich muss fast jedes Buch gelesen haben und habe sehr viele Episoden der Fernsehserie gesehen. Am besten war aber, dass die Geschichten immer gruselig und spannend waren. Die meisten Geschichten handelten von Ungeheuern, Geistern und Dämonen. Aber ich habe die am meisten geliebt, die einen wirklich richtig geschockt haben und dich in richtige Panik versetzt haben. Gänsehaut war meine Lieblingsbuchreihe, selbst wenn sie mich jede Nacht wachgehalten haben.

Letzte Woche räumte ich mein Gästezimmer auf. Es war voll mit Kästen, Büchern und alter Kleidung, was sonderbar war, da ich nun schon drei Monate in meinem Haus gelebt habe. Ich fand eine alte Kiste mit dem Wort "GÄNSEHAUT" drauf geschrieben. Alle meine alten Gänsehaut-Bücher waren darin. Eine Welle der Nostalgie überkam mich. Ich war den Tränen nahe, als ich auf die Cover geschaut habe, die mich als Kind so erschreckt hatten. Viele der Seiten hatten Eselsohren, und ich fand zwei Lesezeichen und sechs Visitenkarten.

Ganz unten in der Kiste war ein VHS-Band, wo mit blauem Marker geschrieben stand: "Gänsehaut: Verstecken und Finden". Ich kann mich ehrlich nicht erinnern, eine der Episoden aus der TV-Show zu besitzen, so war es seltsam, dass die Videokassette dort war. Ich habe nicht weiter daran gedacht und entschied, dass das Anschauen der Folge einige Erinnerungen zurückbringen würde.

Es hat eine Weile gedauert meinen Videoplayer durch das ganze Durcheinander zu finden, aber nach ungefähr zwanzig Minuten habe ich es gefunden. Es hat mit R.L. Stine angefangen, der unter einem Stuhl erscheint. Er hat angefangen, über das Spiel "Verstecken und Finden" zu sprechen. "Ist es nicht toll, wenn du einen so guten Platz findest um dich zu verstecken, dass sie dich bis zum Ende nicht finden können? " hat er auf dem Stuhl sitzend gesagt. "Aber manchmal können die besten Verstecke die schlechtesten sein," fuhr er fort. Dann hat die Geschichte begonnen.

Drei Mädchen saßen in einem Kreis. Eine von ihnen erzählte eine Gruselgeschichte. "Hör auf, Amy! Du erschreckst mich! " hat eines der Mädchen geschrien.

"Wach auf, Rachel! Es ist nicht echt! " verspottete Amy sie.

"Können wir nicht etwas anderes tun?" hat das andere Mädchen gefragt.

"Bei einer Übernachtung macht man so etwas nun einmal, Emily. Man erzählt sich Gruselgeschichten. Aber weil ich sehe, dass du so ein Angsthase bist, werden wir etwas anderes tun." sagte Amy.

"Wollen wir "Verstecken und Finden" spielen?" fragte Rachel

Emily rief: "Tolle Idee! Bin's nicht!".

Rachel rief ebenfalls: "Bin's nicht!". O.K., ich zähle bis sechzig." sagte Amy, "Eins, zwei, drei,..." Emily rannte durch den Saal und versteckte sich in einem Küchenschrank.

Nach dem sie eine Zeit lang gewartet hat, rief sie: "Hey, Leute! Habt ihr schon aufgegeben?" Sie öffnete die Türen und schaute aus dem Schrank.

Sie war in einem dunklen Zimmer. Da stand ein kleiner Kerl mit einem dreckigen, verschwommenen Gesicht vor ihr.

"Willkommen", sagte er in einer tiefen Stimme.

"Wer sind Sie?" fragte Emily in einer übernervösen Stimme. "Warten sie nur bis meine Eltern nach Hause kommen! Sie werden sie finden."

Der Mann gluckste. "Guter Witz. Ihre Eltern hassen dich. Du hasst deine Eltern."

"Nicht tue ich nicht! Ich liebe sie, und sie lieben mich!" schrie Emily.

"Liebe ist nur eine chemische Reaktion. Gemacht um uns denken zu lassen, dass unser Leben etwas wert ist. Wir alle hassen einander. Gefühle werden dazu gemacht uns zu trösten."

Emily kroch schreiend zurück in den Küchenschrank. Man konnte sie von innen an die Tür schlagen hören.

Der Mann schaute direkt in die Kamera. "Deine Eltern hassen dich auch. Liebe ist Fälschung. Du hasst alle deine so genannten "Freunde". Keiner sorgt sich um dich. Du sorgst dich um niemanden. Dein Leben ist einfach nichts wert. Du könntest es jetzt ebenso beenden. Es ist nicht so schmerzhaft, wie du denkst."

Das Bild schnitt zu Emily innerhalb des Küchenschranks. Sie hat die Türen wieder geöffnet. Der Mann war noch dort. Er hat vorgehabt, etwas zu sagen, aber ich habe den Fernseher ausgeschaltet bevor er dazu kam.

Ich saß dort für eine halbe Stunde und habe auf das statische Rauschen gestarrt. Ich bin ins Bad gegangen und habe geduscht. Wahrscheinlich dachten die Nachbarn, dass ich verrückt bin, weil es Mitternacht war, aber es war mir egal. Ich habe versucht, mich abzulenken, indem ich etwas las, aber ich verstand kein einziges Wort. Alles, was ich hören konnte, waren seine Worte. "Niemand sorgt sich um mich, ich sorge mich um keinen," sagte ich mir immer wieder.

Ich habe versucht, mich im Internet mit irgendetwas abzulenken, aber ich habe diese Wörter nicht aus meinem Kopf bekommen. Ich bin auf Facebook gegangen. Alle diese "Freunde", die mich zu Partys einladen und Bilder hochladen. Sie sorgen sich um mich nicht. Gefühle werden bis dazu gemacht uns zu trösten. Liebe ist nur eine chemische Reaktion. Mein Leben ist nichts wert. Ich könnte es ebenso jetzt beenden.


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