FANDOM



Freude


strahlte mir aus deinem Gesicht entgegen, als du mich sahst. „Papa, Papa, den da will ich!“ Dein unschuldiges Lächeln sehe ich immer noch klar und deutlich vor mir. „Sicher?“, hatte er dich darauf hin gefragt und du nicktest nur stumm. Ich wurde hochgehoben und in deine Arme gelegt. Du brachtest mich nach Hause.


Glück


hatte ich schon lange nicht mehr gefühlt, doch du machtest mich wieder froh. Wir spielten zusammen, du hast mir vorgesungen, mit deiner traumhaft schönen Stimme, weißt du noch? Du warst mir nicht böse, als ich versehentlich eine deiner Puppen zerbiss, auch deine Eltern duldeten es, dass ich, tollpatschig wie ich war, mehr als einmal etwas zu Bruch gehen ließ. Ich war damals so glücklich. Ja, als ich klein war war das Leben einfach.

Unbehagen


empfandest nicht nur du, als ich viel zu schnell älter und meine Zähne und Krallen schärfer als bei anderen meiner Art wurden. Ich war groß und stark geworden, doch trotzdem liebtest du mich noch. Bald ließen deine Eltern mich draußen schlafen, da sie Angst um dich hatten. Dabei wollte ich dich nur beschützen.


Wut


triefte aus der Stimme deines Vaters, als ich dich, im Spiel, in den Arm biss. Du schriest: „Warum? Warum machst du so etwas nur?! Ich dachte wir sind Freunde...“ Das waren wir auch, ich  mochte dich so sehr, du hattest mich aus meiner Einsamkeit befreit, hattest immer zu mir gehalten.


Abscheu


stahl sich in deine Augen als du mich sahst, mein Maul war mir Blut befleckt. Du blicktest auf die tote Katze, die ich dir vor die Füße geworfen hatte. Sie hatte es gewagt dich zu kratzen, warst du nicht glücklich darüber, dass ich sie bestraft hatte?


Trauer


war es, was dir die Tränen in die Augen trieb. Er hatte dich verletzt, ich hatte es doch gesehen. Doch du strichst sanft über seine Haare und murmeltest: „Alles wird gut Tom, ich liebe dich...“ Warum warst du nicht glücklich? Ich hatte ihn sogar am Leben gelassen, damit du noch ein wenig mit ihm spielen konntest. „Marie, es tut mir Leid, dass ich Schluss gemacht habe, ich liebe dich auch, verzeih-“ Sei still!, knurrte ich, als ich ihn endgültig zum Schweigen brachte. Du solltest nur mich lieben! Aber du standest nur daneben und starrtest mich an.

Angst


hattest du, als ich mich nun dir zuwandt und wichst zurück. Ich hatte das doch für dich getan! „Hau ab, verschwinde du Monster!“ Du griffst nach einer Lampe und warfst sie nach mir, sie traf meinen Kopf. Meine Sicht verschwamm, mir wurde schwindelig und meine Instinkte übernahmen die Kontrolle. Als ich wieder zu mir kam, riss ich gerade das Herz aus deinem Leichnam.


Leere


ist alles, was ich noch fühle. Warum kann es nicht wieder so werden wie früher? Monster hat sie mich genannt, vielleicht stimmt das ja. Bin ich ein Monster? Ich laufe über die Straße, als ich eine Stimme höre: „Was machst du denn hier so alleine? Komm doch mit.“ Ich drehe mich um und dann wedle ich mit meinem Schwanz und lecke freundlich die Hand des Mädchens ab, welches mich anlächelt.




Eddelfisch (Diskussion) 19:16, 5. Nov. 2014 (UTC)

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki