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Eine Information vorab: die Geschichte, die ich jetzt erzähle, beruht auf einer wahren Begebenheit, die mich nachhaltig immer noch prägt. Nachdem ich diese Geschichte meinem Bruder und Freunden preisgegeben hatte, hielten diese das nur für einen Traum oder Halluzinationen, aber ich weiß, dass alles wahr ist, auch noch 13 Jahre später.

Es geschah in einer Silvesternacht. Ich war 5 oder 6 Jahre alt. Mein Cousin kam diesmal zu Besuch und wir feierten den Tag zusammen. Da ich jedoch noch so jung war, musste ich schon früh ins Bett und so schlief ich ein und wachte erst wieder auf, als mein Bruder und mein Cousin zurück ins Zimmer kamen (vorher hatten mein Bruder und ich noch eine Matratze für mein Cousin vorbereitet). Mich interessierte das relativ wenig, da ich einfach weiterschlafen wollte.

Plötzlich wachte ich auf. Ich weiß nicht mehr warum, ein Alptraum? Vielleicht. Zuerst schaute ich auf die Wand, die direkt neben meinem Bett war. Nichts. Dann drehte ich mich um, ich glaube, es wurde mir allmählich ungemütlich. Mein Körper erstarrte auf einmal. In der pechschwarzen Dunkelheit standen insgesamt fünf Geister, drei davon neben meinem Cousin und zwei über dem Bett meines Bruders. Ich schaute mich langsam um, um bloß nicht noch mehr aufzufallen oder die Aufmerksamkeit der Geister auf mich zu ziehen. Keine weiteren Geister.

Ich dachte in dem Moment nichts mehr. Es war einfach nur die pure Angst, die sich wie Rauch um mich hüllte. Geschockt lag ich da, ohne letztlich zu wissen, was ich jetzt machen sollte. Eine Idee! Ich stupste meinen Cousin an, flüsterte so leise ich konnte "Da sind Geister" und wartete auf eine Reaktion. Nichts. Nochmal. Aber jetzt kam nur die Antwort "Lass mich schlafen". Langsam riskierte ich einen kleinen Blick auf die Geister - jeder schaute mich an! Es schien, als durchlöcherten mich die Blicke wie Kugeln und da ich wusste, dass es keine Menschen waren, fühlte ich mich umso beängstigter.

Vorsichtig legte ich mich auf den Rücken, schaute an die Decke, immer noch wissend, dass irgendetwas nicht stimmen konnte. Plötzlich sah ich Haare, die kurz über meinem Gesicht waren. Eiskalt lief es mir den Rücken herunter. Ich schaute nach hinten, irgendwie hoffend, dass nichts von alledem real wäre, und konnte meinem Anblick nicht trauen. Eine Frau, auch in Geistergestalt, schaute mich jetzt auch noch an! Eine Art Magie schien mich für ein paar Sekunden lang zu beherrschen, sodass ich nur noch tief in ihre Augen blicken konnte. Dann drehte ich mich wieder zur Wand, wo ich nichts sehen konnte. Es war ein unheimliches Gefühl zu wissen, dass hinter dir etwas lauert, vor dem man Angst hat, aber sich nicht umdrehen will. Ich kniff meine Augen fest zu und hörte nichts mehr, bis ich einschlief.

Nach den Ferien sind wir mit der Kindergartengruppe irgendwo hingegangen und dabei mussten wir durch einen Friedhof. Was ich da gesehen habe, lässt mich auch heute noch, selbst beim Schreiben dieser Geschichte hier, vor Angst weinen und zittern zugleich: Ich ging an einem Grab vorbei, es schien noch frisch zu sein und neben dem Grabstein war ein Foto. Es war die Frau von der einen Silvesternacht...

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