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Ich liebte gruselige Dinge. So stieß ich auch auf die Meldung, die besagte, dass es in der Nachbarschaft mehrere Morde gab. Alle von dem selben Mörder, da Biss- und Kratzspuren immer gleich waren. Ich schloss den Browser, um einige Sicherheitsvorkehrungen vorzunehmen, da meine Eltern im Urlaub waren. Mit verrammelten Türen und Fenstern versuchte ich, mich vor dem Serienmörder so gut es geht zu schützen.

Stumm vorm Fernseher sitzen wollte ich jedoch auch nicht, weshalb ich mich an den PC setzte, um mir die Zeit mit meinen Steam-Spielen zu vertreiben. Obwohl das Mondlicht schon schemenhaft durch die alten Holzplanken am Fenster schimmerte, war es erst 18 Uhr. Aufgrund der nur langsam vergehenden Zeit machte ich mir etwas zum Abendessen. Jedoch kein Brot, weil ich abends auf Kohlenhydrate verzichte, dadurch jedoch meistens nachts zum Kühlschrank gehe. Beim Essen blickte ich die ganze Zeit gebannt auf das Piano meines Vaters, da ich keine andere Beschäftigung fand. Mein Vater ist leidenschaftlicher Klavierspieler, weshalb er öfters irgendwo auftrat.

30 Minuten vergingen, bis ich mich wieder an meinen PC setzte, welcher komischerweise noch nicht im Standby war. Er lief auf Akku, also müsste er nach 15 Minuten in den Ruhestand gehen. Da mich das jedoch nicht wirklich störte, las ich mit leicht verwirrtem Eindruck weiter im Internet.

Ich schreckte auf, als ein Knacken im Flur zu hören war, beruhigte mich jedoch, als mein Kater sich kunstvoll in mein Arbeitszimmer schlängelte. Sein langes, graues Fell und seine schlanke Statur schmiegten sich an mich. So fühlte ich mich ein wenig sicherer, auch wenn draußen ein grausamer Mörder umherzog. Mit jeder Minute am PC wuchs meine Müdigkeit, meine Angst jedoch nahm langsam ab. Um 23 Uhr schloss ich die Tür und legte mich schlafen.

Es dauerte nicht lange, bis ich wieder von einem Knacken geweckt wurde. Mein Kater streunte wahrscheinlich wieder durch die Nacht. Ich dachte mir, dass ich, wenn ich schon mal wach wäre, auch gleich das sich in mir breitmachende Hungergefühl stillen könnte. So schritt ich in absoluter Dunkelheit leicht verängstigt zum Kühlschrank, da ich Dunkelheit nicht mochte. Man sieht nicht, was passiert, wenn es dunkel ist. Das bereitete mir großes Unwohlsein, vor allem, wenn hier ein Mörder umherzieht.

Durch leichtes Ziehen von mir öffnete sich die Kühlschranktür und Licht flutete den eben noch stockdunklen Raum. Ich erstarrte, als ich ein schememhaftes Wesen erblickte, welches ich jedoch wieder als meinen Kater abstempelte. So begab ich mich mit einem Yoghurt und knarzenden Dielen unter mir zu meinem Zimmer und war kurz davor, den Knauf zu greifen.

Dann ertönte das Klavier.

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