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Das Licht fiel nur durch die angelehnte Tür in den Raum und erhellte ihn so lediglich sporadisch. Er war schon wieder hier. Zum gefühlten hundertsten Mal hatte er jetzt seinen eigenen Vorsatz gebrochen, nie wieder herzukommen. Aber nun hatte er es ja doch getan. Sein Gastgeber sah ihn mit einem Lächeln im Gesicht an. Es hatte eine gewisse Befriedigung in sich.

"Du bist wieder da."

"Sieht wohl ganz danach aus."

"Na was ist es diesmal? Warum suchst du mich wieder auf? Gibt es schon wieder irgendeinen dreckigen Job, an dem sich der feine Herr die Finger nicht schmutzig machen will?"

"Nein so ist es nicht..."

"Ach komm ich bitte dich, können wir dieses Geplänkel nicht einfach überspringen?" Ein ekelerregendes Lachen ertönte aus seiner Kehle. "Was willst du Jimmy?"

"Nenn mich nicht so...", sagte der bedauernswerte Gast zähneknirschend.

"Ach, ich vergaß, seine Majestät ist ja nun etwas Besseres. Premierminister James McMorgan. Für mich wirst du Jimmy bleiben."

"Was soll die Schei..."

"Nanana, nicht ausfallend werden Jimmy, da ver..."

"NENN MICH NICHT SO!"

"Ist ja gut meine Güte... also, was kann ich für dich tun?"

Der Gast rückte seine Krawatte zurecht. "Ich hätte nicht herkommen sollen."

"Aber warum denn nicht mein Bester?"

"Es ist doch immer nur die gleiche alte Leier. Aber ich bin nicht mehr auf deine Hilfe angewiesen. Ich bin jetzt wichtig. Und mächtig. Ich habe alles, wovon so viele träumen. Niemand kann mir noch etwas anhaben. Ich habe es geschafft." Seine Stimme steigerte sich in die triumphierende Hysterie, die sich über seine Gedanken ergoss.

"Niemand kann dir etwas anhaben?"

"Niemand."

"Und wie wäre es mit Emily?"

Seine Augen weiteten sich. "Sie... sie kann mir nichts anhaben."

"Wie du meinst... sie wird eure kleine Affäre sicher nicht publik machen..."

"WIRD SIE AUCH NICHT!" Er schaffte es immer wieder, ihn zur Weißglut zur bringen.

"Ja sage ich doch. Kein Grund zu Sorge." Ein hämisches Grinsen erfüllte das Gesicht des Gastgebers.

"Aber wenn doch..."

Das Grinsen wurde breiter.

"...könntest du dich der Sache annehmen?"

Nun wurde es zu einem verschlagenen Lächeln.

"Selbstverständlich. Wir wollen ja nicht, dass jemand unseren kleinen Politstar hier zu Fall bringt, nicht wahr?"

"Nein, äh, sicherlich nicht. Danke. Irgendwie."

"Keine Ursache. Von deinem Wohlergehen hängt schließlich auch meines ab."

"Da hast du wohl recht."

Mit diesen Worten wandte sich Premierminister James McMorgan von seinem Spiegelbild ab und verließ das Badezimmer.


von Duschvorhang

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