FANDOM


Man möchte meinen die wirklich schlimmen Geschichten sind ausgedachte Fiktion aus dem Fernsehen, doch das Leben kann ein viel grausamerer Autor sein, als man sich vorstellen mag. Die Ereignisse von denen ich euch berichten werde, liegen einige Jahre zurück. Damals lebte ich noch mit meinem Vater und meiner Katze Lucy in einem großen Haus in ländlicher Gegend und war bekannt unter dem Namen Sophia. Genauere Informationen möchte ich zu meiner eigenen Sicherheit auch nicht geben. Der schlimmste Fehler von mir, war es mich in Sicherheit zu wiegen.

Die kleine Sophie war keine 9 Jahre alt, als ihr Vater sich nach dem Tod seiner Frau dazu entschied sich in einem Dorf weiter weg von ihrer ehemaligen Wohnung niederzulassen. Neue Freunde zu finden, fiel ihr schwer, denn nicht viele Kinder in der Gegend waren in ihrem Alter. Trotz dessen konnte man sie oft mit ihrer besten Freundin spielen sehen: Eine kleine getigerte Katze. Manchmal verbrachten sie Stunden damit im Garten zu spielen, wenn ihr Vater mal wieder nicht nach Hause kam. Er erzählte ihr immer, er mache Überstunden, damit er irgendwann genug Geld verdiene, um das Haus abzubezahlen. Sein Chef sei kein lieber Mann, deswegen müsse er hart arbeiten. Sophie mochte das nicht, sie wollte ihren Vater öfters sehen. Doch immer wenn sie zu aufdringlich wurde, war ihr Vater ganz anders... Lucy solle doch nicht hungern müssen, meinte er immer.

Und das stimmte, das kleine Mädchen liebte ihr Kätzchen über alles und hätte niemanden ihr auch nur ein Haar krümmen lassen. Lucy war nun einige Monate alt, und auch das Einzige, was dem kleinen Mädchen von ihrer Mutter blieb. - Verspielt und aufgedreht, eine wirklich liebenswerte Katze. -

Es war einer dieser Tage, an dem Sophies Vater noch lange in die Nacht arbeitete, das Mädchen und ihre Katze waren in ihrem großen Garten. Lucy versuchte seit einiger Zeit eine Maus zu jagen, die sich im Antlitz der Nacht blicken lies. Die Maus rannte in eines der Gebüsche, die den Garten umrandeten, die Katze ihr lauernd hinterher. Man hörte von weitem nur noch hin und wieder ein Rascheln. Sophie wiederum verbrachte ihre Zeit auf der alten Schaukel während sie versuchte das Spektakel weiter zu beobachten. Die Szenerie verstummte, bis man plötzlich ein Knistern von Ästen auf der anderen Seite des Gartens hörte. Nicht einmal Lucy könnte sich so schnell bewegen. - Es war nicht das erste Mal gewesen, dass Sophie so etwas erlebte – Ihr Vater meinte immer, sie brauche keine Angst zu haben, sicher seien es nur Freunde des Waldes.

Die Zeit verging schnell für das kleine Mädchen, einige Sachen vergaß sie. Sie spielte nicht mehr so oft draußen, und ihr Vater fand immer mehr Zeit, um mit seiner Tochter zu spielen. Manche Nachbarn vermochten sogar zu sagen, dass es Wochen gab, in denen keiner von den beiden das Haus verließ. Andere erzählten, sie würden öfters die Katze der Familie dabei hören können, wie sie wie wild ins Leere fauchte oder klagend miaute. Die magere Katze wurde zunehmend mehr von Narben gekennzeichnet und von dem Mädchen wusste keine Menschenseele etwas.

Sophie wachte eines Nachts von Alpträumen auf, die sich in letzter Zeit häuften, sie hatte nicht lange geschlafen. Ihr Zimmer war noch ganz umhüllt von der Dunkelheit und sie hatte Angst. Doch sie spürte das sanfte Fell von Lucy auf ihrer Brust, was sie ein wenig beruhigte. Sie streichelte die Katze und merkte dabei, dass sie blutete. Sie war ganz durchnässt. Das kleine Mädchen lief verzweifelt und voller Tränen aus ihrem Zimmer, es hatte schon wieder ihre geliebte Katze erwischt. Sie suchte nach Verbandszeug, möglichst leise. Keinesfalls sollte ihr Vater aufwachen... Sophie hörte ein Miauen von außen, die Balkontür stand offen. Naiv folgte sie den Geräuschen auf den Balkon, nur um etwas zu sehen was sie niemals vergessen sollte. Ihr Vater war festgebunden auf der brüchigen Schaukel, übersät mit Messerstichen und das Schockierenste sollte sie erst Jahre später verstehen: Seine Haare waren bis auf die Haut abrasiert. - Die Nacht war sehr dunkel - Lucy leckte das Blut von einem der Füße. Das Mädchen war traumatisiert und verzog sich langsam zurück in die Wohnung. Auf dem Boden lag ein Zettel, auf dem nur stand: "Nimm es als Geschenk eines guten Freundes"

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki