FANDOM


Ein Schwarzhaariger Junge ging die verlassene, dunkle Straße entlang, hörte auf die Geräusche der Nacht und dachte nach, überlegte was er tun sollte. Er war eigentlich ein ganz normaler Junge, naja, bis auf die Fähigkeit mehr sehen zu können als normale Menschen, er konnte nämlich Gedanken von jedem lesen den er direkt ansah. Diese Fähigkeit konnte er sich nicht erklären, und kontrollieren konnte er sie auch nicht. Sie machte ihm schwer zu schaffen. Er hatte diese Fähigkeit schon immer, aber in den letzten Tagen war sie viel stärker geworden. Es war fast als wäre sie durch Etwas erwacht. Er glaubte auch zu wissen warum. Vor wenigen Tagen war seine Cousine getötet worden, man hatte ihm gesagt sie sei vor ihrem Tod vergewaltigt worden, der Täter wurde identifiziert, konnte aber entkommen. Als er auf ihrer Beerdigung war und in den offenen Sarg blickte, fühlte er keine Trauer, sondern Angst, Hass und Verzweiflung, es waren die Gefühle gewesen die sie vor ihrem Tod hatte, wie ihm klar wurde. Aber funktionierte das immer? Er hatte es überprüfen wollen. Er hatte sich auf eine Kreuzung gestellt und stand für ein paar Minuten einfach nur da. Ein Mann dachte als er an ihm vorbei lief „Dann hab ich eine Stunde bis Lisa nach Hause kommt und ich wieder Männer-Kleidung anhaben muss, ich muss vorsichtig sein, sie hat schon gemerkt das sich ihre Strumpfhose ausbeult.", eine Frau die wie eine Sekretärin aussah überlegte "Ich könnte sagen ich hätte mir die Hand verletzt und deshalb stimmen die Unterschriften nicht miteinander überein, dann kann ich weiter Medikamente umsonst kriegen, ohne das mein Boss es bemerkt." und ein Sechzehnjähriges Mädchen dachte „Herrlich, heute schon 7 Zigaretten, eine davon nach gutem Sex, schön wenn der Tag so gut läuft." und ein Mann mit einem Ehering am Finger hatte die am Meisten Erschreckende Überlegung: „Ich werde sie umbringen, ich werde sie umbringen, ich werde sie umbringen und ihre Leichen liegend neben mir aufreihen, dann töte ich mich selbst, und wir werden für immer zusammen sein. Oh, dann muss ich sie ja im Liegen umbringen, mist, ich hätte das üben sollen." Die Gedanken der anderen Leute waren zusammenhangloser und unverständlich. Er wollte nicht nach Hause zu seiner Familie gehen und hatte deshalb den Tag bei einem kleinen Freiluftrestaurant verbracht, bei Sonnenuntergang war er dann lange spazieren. Er dachte an die Gedanken der Menschen, sie alle waren gleich gewesen, da war einfach nichts Grundlegend Gutes in den Menschen. Er konnte einfach keine Grundlegende Güte erkennen. Er verzweifelte, fing sich aber wieder. Er wollte mit so einer Fähigkeit nicht leben, wollte aber nicht sterben, und beschloss deshalb nie wieder jemanden direkt anzusehen. Am nächsten Tag starb der Junge beim Boston-Anschlag, den er hätte verhindern können.

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki