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„Entspannen sie sich. Denken sie an etwas Schönes. Wie wär's mit ihrer Frau … ooh, stimmt da war ja was.“, Sagte es und lachte heiser. Sein faulender Atem stieg mir ins Gesicht und es rückte seine Brille zurecht. Langsam hob es ein blutverschmiertes Hackebeil, wie die Fleischer es immer benutzen. „Nun denn, fangen wir an. Sind sie aufgeregt? Ich war vor meiner ersten Operation auch aufgeregt ja... ja das war ich.“ Es fing wieder an scheußlich zu lachen. Ich versuchte mich wegzudrehen, aber ich war mit Ledergurten an einer alten Liege festgebunden, außerdem … fing das Narkosemittel langsam an zu wirken. Danach: Schwärze. Ich schlug die Augen auf. Nach einem kurzen Moment des Schocks grinste Ich. „Oh Mann, was für ein scheiß Traum.“ Ich setzte mich auf, während ich realisierte das das nicht meine Zelle war, sondern ein Ort der aussah wie auf einer Intensivstation. Eine … wirklich verlassene Intensivstation. Eine Glühbirne flimmerte in der Mitte des Raumes und die Wände waren blutverschmiert. Ich wollte aufstehen, doch ich fiel gleich auf die harten Fliesen. Wie ein Blitz durchzuckte mich auf einmal ein Schmerz. Mein Bein... es war nicht da und ich blutete stark. Ich schrie, denn ich glaube jeder würde schreien, wenn ihm auf einmal ein Körperteil fehlen würde. Plötzlich hörte ich ein schlurfendes Geräusch auf dem Gang. Die Holztür öffnete sich langsam und ein Gesicht schob sich langsam durch den Türspalt. „Ooooh sie sind schon wieder wach. Haben sie gut geschlafen?“ Ich war wie paralysiert, als mich das ledrige Gesicht des Wesens diesen Satz fragte. Es war das gleiche, welches mich operiert hatte, ledrige Haut, schlecht vernähte Narben, ein kahler Kopf bis auf ein paar Haare an den Seiten und dieser blutverschmierte Arztkittel, an dem ein paar Skalpelle und eine Spritze mit einer ungesund langen Nadel hingen. „Sie sollten sich wieder hinlegen und sich ausruhen, sie hatten eine harte Operation.“ Seine langen, spindeldürren Finger griffen nach meinem Arm und zogen mich mit einer Kraft auf die Liege, die man von der hageren Kreatur gar nicht erwartet hätte. „Warum tun sie mir das an?“ Meine Stimme klang wie die eines Kindes, welches Angst vor den Monstern in seinem Schrank hat. „Warum? Weil es mir Spaß macht!“ Mir lief es Eiskalt den Rücken herunter. Dieses Ding hatte kein Mitleid, es würde mich niemals gehen lassen. „Außerdem sind sie ein Schwerverbrecher. Sie haben ihre eigene Frau umgebracht und warteten auf ihre Hinrichtung.“ Wieder dieses Grinsen. Es machte mich wahnsinnig. Ich hatte meine Frau umgebracht? Ich war ein Mörder? Meine... meine Hinrichtung? Das war zu viel. Meine Augen drehten sich nach innen und mir wurde wieder schwarz vor Augen. Als ich wieder zu mir kam, saß ich auf einem Stuhl. Wieder Gurte, die Fest um mein Handgelenk geschnallt waren. Sie drückten mir die Blutbahnen zu... es … schmerzte. Meine Sicht wahr verschwommen, doch ich erkannte trotzdem dieses... Ding. Ich las das erste mal sein Namensschild. Dr. Lefeut. Ein komischer Name. Er ließ mir das Blut gefrieren. Es grinste mich an, wobei es schon fast so aussah, als würden seine Mundwinkel die Ohren berühren. Es widerte mich an. Ich riss an den Gurten, doch das brachte ihn nur zum Lachen, als es mir mit einem Ruck das rechte Ohr abriss. Ich schrie und das Lachen wurde zu einem unmenschlichen Freudenschrei. Tränen schossen mir in die Augen. „Da wird man ja richtig sentimental, wenn du mich mit diesem Blick anguckst.“ Es streichelte mir über die Haare, wobei seine langen Finger mir die Kopfhaut zerkratzten. Warmes Blut floss mir das Gesicht runter. Es bereitete ihm eine Heidenfreude, mich leiden zu sehen. Seine Hände glitten von meinem Haaren über in mein Gesicht. Es nahm eines seiner Skalpelle und fing an in meinem Auge herumzustochern. Ich konnte nicht mehr schreien. „Wer sind sie, was soll das hier?“ „Das, mein Lieber, ist die Hölle!“ Ich bekam keine Luft mehr. Vor mir standen Menschen und riefen mir Sachen zu. Ich hing über ihnen. Meine Beine hingen in der Luft. Mein Bein, welches der Doktor mir entfernt hatte, war noch da. Ich konnte nun die Rufe der Leute verstehen. Sie riefen „Mörder!“ und „Monster!“, während sie mir hasserfüllte Blicke zuwarfen und mit den Fäusten drohten. Ich konnte meine Hände nicht bewegen. Sie waren auf meinem Rücken festgebunden, während mir ein anderer Strick um meinen Hals die Luft immer mehr abschnürte. Die Welt begann zu verschwinden. Ich konnte noch einen Blick auf jemanden erhaschen, der hinter den Leuten stand. Mit einem zur Seite geneigten Kopf und seinem Grinsen sah mich Dr. Lefeut an. Sein Mund formte die Worte „Bis gleich“, während alles schwarz wurde. Ich... will nicht dorthin zurück.


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