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Hallo. Ich bin...wisst ihr was? Mein Name ist unbedeutend, da ihr kranken Geister ihn entweder zum Himmel lobt oder ihn einfach ignoriert. Also kann ich ihn genau so gut weglassen. Ich rede auch nur deshalb mit euch, weil ihr unbedingt wissen müsst was euch droht. Es ist äußerst gefährlich und ich denke viele von euch verdammten Vollidioten werden dabei sterben. Hört mir jetzt gut zu! Ich werde diese Warnung nicht wiederholen, da mir selbst langsam die Zeit ausgeht.

Stellt euch folgende Situation vor:

Ihr lauft nach einer Party über die menschenleere Straße. Wenn aus den Seitengassen mal jemand auftaucht, ignoriert er euch und ihr ihn. Zu beiden Seiten der Straße wachsen hohe Kastanien.  Ihr achtet nicht auf eure Umgebung sondern hört leise auf eurem Smartphone oder Ipod Musik. Da genau liegt das Problem. Weil ihr so desinteressiert an eurer Umgebung seid merkt ihr nicht, dass ihr schon die ganze Zeit verfolgt werdet. Ihr lauft langsam und gemütlich weiter auf der langen graden Straße und lauscht den Klängen eurer Musik. Ihr merkt auch nicht, dass der Abstand zu eurem Verfolger immer geringer wird und macht noch immer weiter mit eurem ignoranten Tun. Ein kühler Windhauch streift eure Wange aber ihr ignoriert es einfach. Ihr seht eine Kastanie vor euch liegen und kickt sie die Straße entlang.

Eure Musik verstummt. Ihr denkt euch nur dass die Batterie leer ist und steckt die Kopfhörer zu eurem Gerät in die Tasche. Ihr hört einen dumpfen Aufprall hinter euch und denkt nur an die Kastanie von vorhin, es muss wohl eine weitere vom Baum gefallen sein. Und doch dreht ihr euch nun endlich um. Nichts ist hinter euch zu sehen. Nicht mal eine Kastanie, der Boden ist leergefegt. Ihr wundert euch zwar, aber geht dennoch weiter geradeaus, bis euch auffällt, dass ihr schon viel zu lang gelaufen seid. Ein Rascheln ertönt aus dem Baum hinter euch und ihr beschleunigt euren Schritt. Die ganze Umgebung erscheint euch nun anders. Ihr versteht es noch immer nicht doch euer Körper zeigt nun Anzeichen eures Unwohlseins: Ihr habt eine Gänsehaut oder schwitzt besonders viel oder zittert, alles Dinge, die wenn man Nacht alleine eine dunkle Straße entlang geht, normal sind. Aber euer Körper versteht im Vergleich zum Kopf langsam die Gefahr.

Das Rascheln in den Büschen wird laut und beständig, auch den Aufprall habt ihr nicht zum letzten Mal gehört. Die Straße ist leer. Ihr fragt euch langsam wirklich was da die ganze Zeit runterfällt. Was könnte nur dieses Geräusch erzeugen? Seit ihr nicht mittlerweile schon viel zu lang gelaufen?  Müsste das Ende der Straße nicht langsam kommen? Was ist mit den Häusern? Sie kommen euch gar nicht bekannt vor, obwohl ihr die Straße bestimmt schon tausend Mal bei Tag abgelaufen seid. Alles sieht anders aus. Das einzige Bekannte sind die Kastanienbäume die in regelmäßigen Abständen parallel zur Straße stehen. Wartet! Habt ihr nicht gerade ein Funkeln aus einer der Baumkronen wahrgenommen? „Nein!“ ,meldet sich der Verstand „Ich bin doch nicht paranoid!“ Doch diese Angst einflößende Situation bringt eure Beine nun zum rennen. Ihr wisst nicht wo ihr seid. Ihr wisst nicht wie lange ihr gerade aus laufen müsst, bis endlich das Ende der Straße und damit euer sicheres Heim zu sehen ist.

Das Rascheln dröhnt in euren Ohren. Ihr wagt es nicht mal mehr euch umzusehen. Eure Beine schmerzen vor Anstrengung. Ihr wisst, dass ihr bald anhalten müsst. Nicht mehr rennen könnt. Aber ihr hofft noch immer auf das Ende der Straße und die Sicherheit, die es bietet. Das treibt euch an gegen die Erschöpfung anzukämpfen. Eine Müdigkeit setzt ein,  so stark, dass ihr sie sofort bemerkt, euch aber kaum wehren könnt. Ihr blinzelt und plötzlich kommt eine Frau aus einer Seitenstraße gelaufen. „Kann ich dir helfen?“ fragt sie nun. Ihr entspannt euch und erklärt ihr eure Situation. Sie lächelt und sagt euch, dass sie den Weg zu euch nach Hause kennt. Sie bietet euch an euch dorthin zu führen und erschöpft und verängstigt wie ihr seid, folgt ihr der Frau. Sie bringt euch in eine Nebenstraße und sagt ihr sollt geradeaus laufen, dann ist sie verschwunden. Das findet ihr merkwürdig, folgt aber dennoch der Aufforderung.

Diese Straße sieht viel freundlicher aus die Straßenlaternen zwischen den Bäumen erleuchten die Straße und einige andere Menschen laufen an den Bürgersteigen entlang. Ihr lauft also wieder gerade aus und seht nach einiger Zeit euer Haus und rennt in freudiger Erwartung auf es zu. Das war ein harter Weg. Ihr seid müde und freut euch auf euer Bett. Ein Rascheln reißt euch aus euren Gedanken und der kalte Angstschweiß läuft euren Rücken hinab. Ihr starrt mit einem leeren, fassungslosen Blick auf euer Haus. Ihr habt ihm euch mit keinem Schritt genähert und das werdet ihr auch nie. Wärt ihr gerade an der Frau vorbei und weiter geradeaus gegangen, wärt ihr ganz normal nach Hause gekommen doch jetzt ist es vorbei. Das Rascheln wird immer lauter bis es direkt hinter euch ist. Eure Sicht verschwimmt.

Wir haben euch!

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