FANDOM


WARNUNG: DER FOLGENDE TEXT GILT ALS NSFW (nicht sicher für die Arbeit) UND ENTHÄLT INHALTE, DIE EINIGE NUTZER VERSTÖREN KÖNNTEN.

Anmerkung: Diese PonyPasta enthält vermehrt OCs aus dem PonyPasta-Wiki, ist aber ohne jegliche Vorgeschichte verständlich

Kapitel 1 - Der letzte Schattenlord Bearbeiten

Canterlot.

Die Sonne strahlte auf die Türme des Palastes.

Celestia räkelte sich in ihrem Bett und schlug langsam die Augen auf.

"Luna...", seufzte sie, "erinnere mich daran, nicht mehr steil zu gehen..."

Luna lachte nur und zog sie hoch.

"Sei froh, dass du es noch geschafft hast, die Sonne aufgehen zu lassen!"

"Ja....aber du hast mir geholfen....", ächzte sie zurück.

"Keine große Sache...", meinte Luna fröhlich, "hier, trink einen Kaffee... Robert hat ihn mir gegeben!"

Celestia nahm dankend an, trank einen Schluck und spuckte ihn sofort wieder aus.

"Das ist ja bitterer als Antibiotikum!", stöhnte sie, "Gibt´s den nicht mit Erdbeergeschmack oder so?"

Luna lachte wieder und ging aus dem Schlafzimmer. Ein kleines Einhorn erwartete sie schon.

"Prinzessin, eure Idee zur Herstellung von Öfen war GENIAL! Ich habe extrem viel Geld verdient und bekomme immer mehr! Wie soll ich euch nur danken?", freute sich das Einhorn und lächelte sie an.

"Keine große Sache, Selvin", antwortete sie, "Obwohl, wie kann ich meinen Freund glücklich machen?"

Das Einhorn errötete.

"Ich...ähmm....ich hab..."

"Nein, dass hab ich nicht gemeint... ich rede von einer Geburtstagsüberraschung!", lachte sie.

"Ach so, ja dann...", schmunzelte Selvin, "Vielleicht eine neue Knarre oder so was?"

"Nein, der hat doch schon tausende bei sich rumliegen... es soll was persönliches sein!"

"Tja... ich hab, um ehrlich zu sein, noch nie ein Wort mit ihm gewechselt... Ich hab keine Ahnung von seinen Interessen..."

"Na gut... dann lasse mir was einfallen!", seufzte Luna und verließ Selvin wieder.

---

Währenddessen im Reich der Schatten:

"EDWENNO O GWATH!", brüllte ein Schatten und schleuderte wild Feuerbälle auf die von Celestia versiegelte Wand, "GEH ZUR VERDAMMTEN HÖLLE AUF, DU DRECKSWAND!"

"Gib´s auf, Vater... Die Wand hält dicht!", meinte ein anderer Schatten resigniert, "Da kommst du auch nicht mit deiner Magie durch"

Daeron ließ von seiner Bombardierung ab und schaute nun den anderen Schatten an.

"Die Hoffnung stirbt zuletzt, Akavir, merk dir das!", zischte er zurück.

"Aber du weißt, dass du nichts gegen die Elemente der Harmonie tun kannst. Gegen Nibens Magie ist kein Kraut gewachsen!", erwiderte Akavir forsch.

"Pessimist!", murmelte Daeron sauer und ging einige Schritte von der Mauer weg.

"Hey, dass hab ich gehört!", donnerte er zurück.

"Und wenn schon. Das bist du und damit basta!", rief Daeron entnervt.

"IST BALD MAL RUHE DA UNTEN?!", schallte es von oben.

"Schnauze, du blödes Zebra!", brüllte Daeron dem Wachposten zu. "Wenn du nicht durch diese Barriere geschützt wärst...!"

"Dann was?", lächelte der eingebildete Wachposten.

"....dann würde deine Seele schon lange im Fegefeuer brennen!", beendete Daeron.

"Zu köstlich. Mach ruhig weiter, dann hab ich wenigstens Unterhaltung. Du solltest froh sein, dass du überhaupt noch am Leben bist. Celestia ist es nämlich scheißegal, was wir mit euch machen. Ich hätte DICH schon oft in die Hölle schicken können, also sei mal ganz ruhig..."

"Dann beweis es, du aufgeblasenes Stück Shrack!", zischte Daeron.

"Wenn du unbedingt sterben willst...", spottete das Zebra und sprang zu ihm herunter.

"Dann lass uns anfangen", hauchte Daeron und begann augenblicklich einen Feuerstrahl in Richtung des Zebras zu schießen. Es sprang im letzten Moment zur Seite und fiel auf den Boden. Er machte Anstalten, nach Verstärkung zu rufen. Doch dann spürte er eine Klinge an seinem Hals und er stoppte augenblicklich.

"Willst du, Vater? Oder soll ich?", fragte Akavir, der dem Zebra immer noch den Dolch an den Hals hielt.

"Tu du es, mein Sohn. Ich will seinen Tod sehen!", lachte er hämisch und senkte den Huf. Das Zebra tat einen letzten Atemzug , dann zog Akavir den Dolch zurück. Blut spritze aus der Wunde an der Kehle and Daeron begann zu lächeln. "Schau mal Sohn. Das hier ist die Freikarte nach Equestria...", lachte er und hob einen Runenstein hoch.

"Heißt das...", stotterte Akavir.

"Ja, ich kann zurück und mich rächen!", lachte Daeron lauthals und schaute sich den Runenstein an.

"Nan ichir tirith Wiki", sprach er und löste sich im schwarzen Nebel auf. Er verflüchtigte sich sofort und materialisierte sich wieder vor den Toren Canterlots.

"Es scheint, als würde mein Plan aufgehen...!", lachte er und schlich sich über die Dächer.

Im Palast stand Celestia gerade vor ihrem Spiegel und schaute sich an.

"Hmm, also wenn ich das machen würde...", begann sie, "könnte ich vielleicht..."

Weiter kam sie nicht, weil eine total verschwitzte Luna hereingestürmt kam und und lautstark nach Atem rang.

"Jemand... sprechen... dich... dringend...", röchelte sie.

"Wo denn?", kam es zurück.

"Thronsaal...", hechelte Luna.

"Was hast du denn eigentlich...?", fragte Celestia und betrachtete ihre Schwester, "Okay...ich kann´s mir denken, sag´s mir nicht..."

"Kümmerst... dich... darum...", fragte Luna atemlos.

"Ja, ja, ich geh ja schon...", erwiderte Celestia und setzte sich in Bewegung. Im Thronsaal erwartete sie bereits ein schwarzes Pony mit Laborkittel und einer Sonnenbrille.

"Guten Tag, Euer Hoheit!", sprach Daeron und verbeugte sich.

"Hallo....", stotterte sie.

"Elbmarcs. Ich bin Elbmarcs. Dr. Elbmarcs, um genau zu sein. Ich bin hier, um Euch vor eindringenden Schatten zu schützen!"

Celestia blickte ihn nur verwirrt an.

"Das heißt, ich mache einen kleinen Schnitt unterhalb eurer Beine und injiziere dort einen Impfstoff!"

"Ah okay, dann tu das... wenn ich dadurch sicher bin...", seufzte Celestia.

Daeron startete den Schnitt sorgfältig und weitete ihn etwas.

"Ich muss Euch etwas mitteilen", lachte er und nahm die Sonnenbrille ab, "Ich bin nicht Dr. Elbmarcs...!"

Seine leuchtend roten Augen ließen Celestia das Blut in den Adern gefrieren.

"Ein...ein Schatten?! Aber...ich habe doch euer..."

"Das habt ihr auch, aber durch einen überheblichen Zebrawachposten konnte ich hierher!", lachte er schallend und drang in Sekundenschnelle in die Wunde ein. Celestia sträubte sich zuerst dagegen, doch dann gab sie auf und ließ Daeron ihren Körper übernehmen.

Daeron streckte sich in seinem neuen Körper und betrachtete das Canterlot vor seinen Hufen.

"Celestia!", rief plötzlich jemand durch den Saal und Daeron erblickte Twilight.

"Was denn?!", giftete er sie an.

"Da sind heimatlose Zebras... du musst ihnen ein neues Zuhause geben!", antwortete Twilight etwas erschrocken.

"Also gut, dann lauf mal schnell zum Architekten und sag ihm, er soll ein Asyl bauen...", lachte er und zeigte auf eine Karte.

"Sofort Prinzessin!", rief Twilight und hastete los.

"Wenn sie wüsste, was das für ein Asyl ist...", kicherte er und begann, seine nächsten Schritte zu planen.

---

Twilight war inzwischen bei dem Architekten Selvin angekommen.

"Guten Tag, Selvin, ich möchte im Auftrag Celestias ein Asyl in Auftrag geben!", begrüßte sie ihn.

"Okay....und wo soll das stehen?", fragte er.

Twilight deutete auf einen Punkt auf der Karte. "Da soll es hin... hat Celestia so gesagt. Ich versteh zwar nicht, warum in den Ebenen, aber...Celestia hat hier eben das Sagen..."

"Sie ist der Boss...", meinte Selvin und ließ mit seiner Magie einige Papiere heran schweben.

"Das muss sie mir dann morgen ausgefüllt wiederbringen!"

"Okay, ich kümmer mich drum... danke!", verabschiedete sich Twilight und raste wieder zum Schloss.

Dort wurde sie schon erwartet.

"Pinkie? Was tust du denn hier?", fragte sie verdutzt.

"Celestia hat mich herbestellt, keine Ahnung, was wieder los ist...", freute sich Pinkie.

"Pinkie, komm mal bitte, ich hab was mit dir zu besprechen!", kam es aus einem kleinen Zimmer.

"Komme sofort!", gluckste die quietschvergnügt und hoppelte zu Celestia.

Als sie dort angekommen war, zeigte Daeron auf einen abgelegenen kleinen Raum. Pinkie verstand und ging hinein.

"Hör zu Pinkie...", begann Daeron, als auch er in der Kammer war, "Schau mir jetzt tief in die Augen"

Pinkie nickte.

Auf einmal leuchteten seine Augen in einem blutroten Farbton und er begann Pinkie zu hypnotisieren.

"Ivab gelebren i achorta ivorn", sprach er und hielt Pinkie den Mund zu. Sie schaute ihn nur panisch an. Auf einmal veränderte sich ihr Gesichtsausdruck. Ihre Lippen umspielte nun ein diabolisches Lächeln und es wirkte so, als wäre sie jederzeit zum Töten bereit.

"Tul udas bachion ?", fragte er sie.

"Saya", antwortete sie und wurde von seinem Griff befreit.

"Und nun geh zum Asyl und bewache die Zebras. Wehe, auch nur eins fehlt. Dann mache ich dir höchstpersönlich die Hölle heiß! Klar?!", kommandierte Daeron.

"Ja!", antwortete Pinkie und lief los.

Twilight schaute in verwundert nach.

"Celestia, warum rennt Pinkie denn so?"

"Sie war ganz wild auf den Posten, den ich ihr gegeben habe...", log Daeron, "Deswegen will sie da jetzt auch so schnell hin!"

"Na ja, ist ja auch ihre Entscheidung. Aber was soll ich machen?"

Daeron lächelte.

"Ich möchte, dass das Schattenreich geöffnet wird!"

Twilight starrte ihn nur an.

"Du willst WAS?!", rief sie verwundert.

"Das Schattenreich öffnen...", erwiderte er trocken.

"A-aber...", stotterte Twilight.

"Tu es oder du bist meine Schülerin gewesen!", donnerte er.

"Ja... Prinzessin", hauchte Twilight und rannte so schnell sie konnte los.

Daeron lachte und sah sich den Thronsaal an.

"Wir sollten ein Wappen haben. Eins, das meine Macht widerspiegelt. Wie wäre es mit...", überlegte er.

"... einer schwarzen Sonne, genau!", stieß er aus und rief nach dem Schneider.

"Mach mir Banner mit einer schwarzen Sonne, oder dein Leben ist verwirkt!", drohte er.

Der Schneider fiel zitternd auf die Knie und beteuerte, dass er noch vor Morgen fertig sein würde.

"Gut!", zischte Daeron und trat ihn im hohen Bogen aus dem Schloss heraus. Das Pony rannte so schnell es konnte zu seiner Schneiderei zurück.

Plötzlich hörte man einen lauten Knall.

Daeron lächelte.

Das Schattenreich war geöffnet.

---

Währenddessen war Pinkie schon am Asyl angekommen.

"So, na dann wollen wir mal...", lachte sie und schritt zielsicher aufs Asyl zu, bis ihr ein Bote den Weg abschnitt.

"Einschreiben für eine Pinkamena Diane Pie!", begann er, "Das bist du oder?"

"In Person!", antwortete sie trocken.

Er übergab ihr das Paket und huschte schnell wieder weg.

"So, mal sehen, was da drin ist!", lachte sie und riss neugierig das Paket auf. Darin befanden sich ein Brief, ein rotes Armband und eine schwarze Uniform. Pinkie las vor: "Liebe Pinkie, da du als Aufpasserin eingeteilt bist, übergebe ich dir diese Sachen. Das Armband zeigt das neue Staatssymbol und die Uniform zeigt deinen Status. Ach ja, in der Uniform ist ein kleines Extra für dich..."

Pinkie zog sich schnell um und griff sich in eine Tasche. Darin lag ein kleiner schwarzer Stock. "Wozu ist der jetzt gut...ah Moment, hier ist ein Knopf", lachte sie und drückte ihn. Schwarzer Nebel zog sich an der Spitze des Stockes zusammen. Als er verschwunden war, hielt sie eine Peitsche im Huf. Sie lächelte.

"Zeit zum Arbeiten!", lachte sie sadistisch und ging zielsicher auf das nächstbeste Zebra zu. "WARUM ARBEITEST DU NICHT!?", fuhr sie es an.

"Was...wie arbeiten? Wie bitte?!", stammelte das verwirrte Zebra.

"NIMM DIR EINE SPITZHACKE UND KLOPFE STEINE, BEVOR ICH DICH MEINE PEITSCHE SPÜREN LASSE!!!", brüllte Pinkie.

"J-ja... Sir!", hauchte das verängstigte Zebra und huschte davon.

"DAS GILT FÜR EUCH ALLE!", brüllte Pinkie und ließ ihre Peitsche knallen, "NA WIRDS BALD?! ODER SOLL ICH NACHELFEN?!"

Die Zebras rasten so schnell sie konnten zum Ausgang um zu fliehen. Doch da hatten sie die Rechnung ohne Pinkie gemacht.

"WAS ?! FLÜCHTEN!?", brüllte Pinkie extrem laut und schlug die Zebras hart mit der Peitsche. "WAS WOLLTET IHR TUN?! WAS?!"

"G-g-gar ni-i-chts...", stammelte ein verwundetes Zebra und kroch zurück.

"GUT!", donnerte Pinkie und trieb die Zebras an die Arbeit.

---

Unterdessen empfing Daeron seinen Sohn am zerstörten Tor des Schattenreichs.

"Du hast es geschafft. Du hast es tatsächlich geschafft!", jubelte Akavir und hopste ausgelassen herum.

"Ja, das habe ich... ich habe im Alleingang Equestria erobert und eine Rache an den Zebras ermöglicht! Ich habe unser Volk befreit! ICH bin der Herrscher der Welt!", brüllte er euphorisch.

"Ja, das bist du. Aber hast du nicht etwas vergessen Die Ziegen, was ist mit ihnen?!", warf Akavir ein.

Daeron überlegte kurz.

"Trommle alle Schatten zusammen", lachte er, "Es ist Zeit für Krieg!"

"Jawohl, ich werde es tun!", freute sich Akavir und rannte los.

"Bring sie nach Canterlot... dort werde ich sie bewaffnen!", lachte er lauthals und hob vom Boden ab. Er hatte einen Angriff zu planen.

---

Etwa eine Stunde später rannten Millionen von Schatten durch Canterlot und bewaffneten sich. Atlanas betrachtete irritiert das bunte Treiben.

"Was machen denn die Schatten hier?", fragte er sich und starrte wie paralysiert auf die jeweils vierzig Schattentrupps, die in Richtung Schloss marschierten.

"Sie haben jetzt Recht auf ein Leben in Equestria...", informierte Eross.

"Wer sagt das?!", zischte Atlanas.

Eross schluckte

"Celestia...."

"Komm, das müssen wir uns ansehen!", kommandierte er und schnappte sich sein Schwert.

"Aber was ist wenn..."

"Das ist ein Befehl!"

"Na gut...", seufzte Eross und setzte sich in Bewegung.

Als sie um eine Straßenecke bogen, wurden sie schon von den marschierenden Schatten weg gedrängt. "In... die Luft! LOS!", ächzte Atlanas und hob ab. Kurz darauf war auch Eross in der Luft.

"Auf zum Schloss!", rief Atlanas und zischte nach vorne.

Im Schloss stand Daeron und schien sie zu erwarten.

Er hob den Huf und deutete auf die beiden.

"Zum Angriff!", lachte er und trat einen Schritt zurück.

Mindestens fünfzig Schatten kamen von allen Seiten auf sie zugerast und versuchten Atlanas aufzuschlitzen, doch ihr Angriff wurde jäh von einem schnellen Schwertstreich unterbrochen.

"Atlanas!", brüllte Eross panisch von der Seite, "Das sind zu viele!"

Atlanas drehte sich um. Millionen von Schatten kamen auf das Schloss zugerast. Ihre Schlachtrufe schallten durch Canterlot und wurden melodisch durch Schwertklirren begleitet.

"Tausend heulende Höllenhunde!", fluchte er und streckte seine Hufe in die Luft, "Wir ergeben uns!"

"WAS?! Aber ich dachte...", stotterte Eross.

Atlanas hielt ihm den Mund zu.

"Hör zu, ich hab einen Plan... und dazu müssen wir kapitulieren, kapisch?"

Eross nickte nur.

"Ihr ergebt euch?! - Kluge Entscheidung...!", lachte Daeron und ließ sie abführen. Schatten kamen von links und rechts und zwangen sie auf die Knie.

"Bringt sie in meine Gemächer...und haltet die Überraschung bereit...!", lachte er und ging voran.

Kurz darauf fanden sie sich in Celestias Gemächern wieder.

"Sooo....", begann Daeron, " Ich frage einfach mal ohne Umschweife: Würdet ihr euch mir anschließen?"

"NIEMALS!", donnerte Atlanas. Schatten hielten ihn am Boden.

"Damit habe ich gerechnet... und schon vorgesorgt...", kicherte er vergnügt und gab einem Schatten ein Handzeichen. Der Schatten verschwand kurz im Nebenzimmer.

"Celestia... warum tust du das überhaupt ?!", fragte Eross erschüttert.

"Wegen euch...", lachte Daeron und zeigte seine wahre Gestalt.

"Du...!!!", hauchte Atlanas.

"Ja, ich. Daeron, der letzte Schattenlord. Meister der Illusion und Avatar des Zorns. Ich habe viele Namen...", lachte Daeron. Der Schatten war inzwischen wieder angekommen und warf Atlanas Fluttershy vor die Füße.

"NEIN!!!", brüllte Atlanas, "NICHT SIE!!!"

"Pass auf", begann Daeron "Ich mache dir ein Angebot: Schließ dich mir an und ich lasse sie am Leben... oder geh und ich töte sie!"

Er legte Fluttershy sanft seinen Huf auf die Stirn und durchsuchte ihre Erinnerung.

"Oho, dass nenne ich mal harten Sex!", lachte er dreckig, "Würde mich nicht wundern, wenn da was raus kommen würde..."

Daeron legte seinen Huf auf ihren Bauch.

"Wie ich´s mir dachte... Glückwunsch Atlanas, du wirst Vater, deine Freundin ist schwanger!"

"Du bist WAS?!", erschrak Atlanas entsetzt und schaute Fluttershy an. Sie begann nur leise zu weinen.

"Also....wie entscheidest du dich?!", fragte Daeron und begann sadistisch zu lächeln.

"Ich...", begann Atlanas und zog langsam sein Schwert, was ihm die Schatten dummerweise nicht abgenommen haben.

"... werde niemals für dich kämpfen!", brüllte er und erstach die beiden Schatten, die ihn und Eross festhielten. Eross schaltete schnell und schnappte sich seine Klinge.

"AB DURCH DIE MITTE!", brüllte Atlanas und lud sich Fluttershy auf die Schulter, bevor er durch das Fenster raste und die Scherben nach draußen regneten.

Einige Schatten wollten hinterher, doch Daeron hielt sie zurück.

"Lasst sie gehen... ich werde ihn in Down Under an der Front töten...!"

Die Schatten salutierten und ließen von ihrer Verfolgung ab.

Atlanas, Eross und Fluttershy waren inzwischen außer Sichtweite Canterlots. Atlanas legte sie behutsam auf einem Felsvorsprung ab.

"Ich werde nicht zulassen, dass dich dieser Sack von einem Lord tötet! Oder gar mein Kind!", versprach er ihr, "NIEMALS!!!"

Ein mattes Lächeln huschte über ihre Lippen.

"Ich hab nie daran gezweifelt...", hauchte sie und küsste ihn.

"Ähmmm... ich störe ja nur ungern, aber WAS SOLLEN WIR JETZT MACHEN?!"

Atlanas deutete auf die Eisenbahnstrecke gen Osten.

"Wir verkrümeln uns jetzt nach Down Under!"

"Aber wird er nicht genau da angreifen?!", zweifelte Eross.

"Das wird er. Aber gegen die Kriegsmaschinerie der Ziegen ist er machtlos!", grinste Atlanas, ehe er fragte:

"Fluttershy? Kannst du fliegen?"

"Nicht schnell, aber... es geht..."

"Gut, dann machen wir langsam... lasst uns aufbrechen..."

Kurz darauf erhoben sich drei Pegasi in die Luft und nahmen Kurs auf Down Under.

---

Unterdessen trabte Daeron im Schloss auf und ab. Er sinnierte über eine gute Strategie.

"Hmm...ein direkter Angriff auf Down Under würde uns töten..", überlegte er, "aber die Ziegen müssen die Ersten sein, die von der Bildfläche verschwinden... warum ist Paratas genau dann tot, wenn man ihn braucht?! Oder die anderen Lords...egal, ich schweife ab. Obwohl... ich setze mir gerade noch zu hohe Ziele... die Zebras sind die, die leiden sollen! Mit einem Feldzug könnte ich gut und schnell ihr Land einnehmen. Aber die Ponys sollten mich nicht als Schattenlord erkennen, sonst würden die mich ja glatt umhauen... da nützen auch meine Kräfte nichts. Augenblick mal : Wenn ich in Celestias Körper eindringen und ihn benutzen kann, müssten das andere Schatten auch können, so wie der eine Schatten, aus dem Burning Sun entstanden ist!"

Er begann lauthals zu lachen und rief sich dreihundert Schatten herbei.

"Passt auf: Ihr werdet jetzt in das Land der Zebras fliegen, dort den Besitz von Zebras ergreifen, wieder hierher kommen und ein Massaker veranstalten! Alles darf dabei getötet werden, außer mir natürlich!", unterrichtete er sie "Es muss absolut echt aussehen! Noch Fragen?!"

Die Schatten schüttelten mit den Köpfen.

"Sehr gut", lachte Daeron und teleportierte die Schatten weg.

"Ich glaube, bald werde ich die Schmerzensschreie sogar bis hier hin hören..", lachte er sadistisch und ging davon.

---

"Celestia ist WAS ?!", stießen Robert und Luna entsetzt hervor.

"Unter der Kontrolle eines Schattens... aber keinem normalen... es ist Daeron, der Schattenlord des Zorns und der Illusion...", erklärte Atlanas.

"Deswegen hat sie auch ohne Zögern das Schattenreich geöffnet....", fügte Eross hinzu.

"Also...ist einer unserer wahrscheinlich größten Feinde der Regent Equestrias?!", fragte Robert unsicher.

"Jo... und genau DAS ist das Problem..."

"Ja...aber haben die Leute denn nichts gemerkt?! - Ich meine... das Schattenreich öffnen... muss doch einleuchten...", wunderte sich Robert.

"Hast du es denn gewusst?", fragte Atlanas und setzte ein dickes Grinsen auf.

"Nein... aber ich wusste, dass irgendwas mit ihr nicht okay ist...", gab Robert zu.

"Egal, jetzt wissen wir es ja... und was meint ihr, was sollten wir tun?", fragte Fluttershy mit seltener Entschlossenheit.

"DU bleibst auf jeden Fall hier und bewahrst Ruhe... die brauchst du...", bestimmte Atlanas und strich ihr über die Wange.

"Warum? Wir können jede Hilfe gebrauchen....was hat sie denn?", fragte Luna.

Atlanas errötete.

"Na ja, sie...sie..."

"… ich bin schwanger", beendete Fluttershy seinen Satz.

Robert begann zu grinsen und Luna strahlte übers ganze Gesicht.

"Schön, das wir nicht die einzigen werdenden Eltern sind..."

"Ich unterbreche euch ja nur ungern, aber wir müssen eine Strategie finden, um Daeron zu erledigen!", warf Eross ein.

"Ich würde sagen, ihr ruht euch erst mal aus... es ist ein Uhr morgens...“, erinnerte Luna die drei, "und auch ich bin dementsprechend müde, also sollten wir uns alle wenigstens mal für ein paar Stunden auf´s Ohr hauen!“

"Oh, wirklich... muss wohl die Zeit vergessen haben...", lachte Atlanas und machte sich mit Fluttershy auf zu den Schlafquartieren.

---

Und so brach der nächste Morgen an.

Robert saß schon auf seinem Thron und brütete über einem Plan, bis ihn ein Bote aus seinen Gedanken riss.

"Sir, Canterlot wurde verwüstet und mehr als die Hälfte der Einwohner sind draufgegangen... aber das Seltsame ist, das es Zebras waren..."

Robert spuckte augenblicklich seinen Saft aus.

"WAS?!"

"Canterlot wurde von Zebras auseinandergenommen...", wiederholte der Bote.

"Okay... ich geh de anderen Bescheid sagen... und du holst Hilfe!", wies er den Boten an und flitzte in den Südflügel des Palastes, wo sich die Schlafquartiere befanden.

Kurz darauf öffnete er behutsam die Tür zu Atlanas und Fluttershys Schlafraum.

"Atlanas ? Es gibt..."

Er stockte, als er sah wie Atlanas und Fluttershy schliefen. Sie waren aneinander gekuschelt und lagen sich in den Armen.

Robert lächelte und ging dann leise rückwärts aus dem Zimmer heraus.

Luna kam ihm entgegen.

"Robert, hast du auch schon von dem Massaker gehört?!", fragte sie entsetzt.

"Ja, ich wollte eigentlich gerade Atlanas und Fluttershy davon unterrichten... aber... sieh selbst...", grinste er und deutete in ihr Zimmer.

"Das ist ja süß...", lachte sie.

"Ja, das ist es...", lachte Robert, "deswegen... lassen wir sie ausschlafen"

"Na gut...", kicherte Luna, ehe sich ihre Miene wieder versteinerte, "Aber zurück zum Thema: Das waren keine richtigen Zebras, das weiß ich!"

"Was denn sonst?!", fragte Robert überrascht.

"Erinnerst du dich noch an Burning Sun? - Sie ist so geworden, als ein Schatten in sie eingedrungen ist... und dasselbe ist höchstwahrscheinlich mit den Zebras passiert!"

"Aber warum sollten sie das tun?!"

"Um einen Grund zu haben, die Zebras anzugreifen!", antwortete sie ernst. "Er will ja nicht seine Verkleidung als Celestia in Gefahr bringen..."

"Was können wir dagegen tun?! - Sie angreifen oder...?!"

"Das vereinbaren wir, wenn die zwei Rumschmuser wach sind!", lachte sie wieder und begab sich zum Frühstück.

Eine Viertelstunde später kamen auch Atlanas und Fluttershy angetrottet.

"Haben wir was verpasst ?", gähnte Atlanas und schenkte sich Kaffee ein.

"Nein, eigentlich nicht... und übrigens, ihr seht richtig niedlich aus, wenn ihr schlaft...", kicherte Luna und griff sich ein Brötchen.

Atlanas und Fluttershy schauten sie nur verwundert an, setzten sich dann aber auch hin und begannen zu essen.

"Also...", begann Robert ganz unvermittelt, "es gibt da was wichtiges, was ihr wissen müsst..."

Atlanas und Fluttershy spitzten die Ohren.

"Gestern haben die Schatten in der Gestalt von Zebras Canterlot verwüstet.", berichtete Robert tonlos.

"Warum machen Schatten das?! - Ich meine...Canterlot ist doch ihr inoffizielles Hauptquartier...", wunderte sich Atlanas.

"Er will sich doch an den Zebras rächen oder nicht?! - Deswegen brauchte er einen Vorwand, sie angreifen zu können... und den hat er jetzt...!“; erklärte Luna, "und die Zebras damit ein Problem...“

"Das heißt... ein Angriff auf die Zebras steht kurz bevor! Wir müssen ihnen helfen!", stieß Atlanas entsetzt hervor und sprang sofort auf.

"Ich bin ganz deiner Meinung!", stimmte ihm Robert zu und raste hinter ihm her.

Auf einmal stoppte Atlanas abrupt ab und Robert krachte in ihn hinein.

"Was sollte das denn?!", meckerte er.

"Ich hab was vergessen...", kam es von Atlanas. Er drehte sich noch einmal um, spurtete zu Fluttershy zurück und nahm sie in den Arm.

"Wenn ich sterbe... trauer nicht um mich...ein so schönes Gesicht sollte nicht mit Tränen beschmutzt werden...", meinte er sanft und küsste sie auf die Wange.

Dann wand er sich an Luna.

"Wenn ich sterbe... kommt bitte zu meiner Beerdigung, Prinzessin!",

Sie starrte ihm nur entgeistert nach, als er wieder aus dem Thronsaal stürzte.

Robert war schon ungeduldig geworden.

"Musste dass sein?!"

"Nicht für dich... aber für mich!", lachte Atlanas und erhob sich in mit Robert in die Luft.

---

"Ich versteh gar nicht, warum du immer so gefühlvoll zu Fluttershy bist... ich meine, klar, du liebst sie und sie dich, aber... immer diese Gefühlsdu..."

Atlanas drückte ihm seinen Huf vor den Mund.

"Weil sie für mich das Wertvollste in meinem Leben ist und ich ihr das zeigen möchte... ich will ihr nahebringen, dass ich für sie sterben würde... ich möchte ihr zeigen, dass ich sie aus tiefstem Herzen liebe...", schluchzte er mit Tränen in den Augen.

"Was ist denn los?", fragte Robert sanft und nahm Atlanas in den Arm.

"Was ist...wenn wir sterben sollten... wird mein Kind dann ohne mich...", weinte Atlanas lautstark drückte Robert fest an sich.

"Wir werden schon nicht sterben, dass versichere ich dir... und du wirst sie schon wiedersehen... ich verspreche es dir!", tröstete Robert seinen besten Freund.

Atlanas Tränen verzogen sich langsam und er setzte wieder eine ernste Miene auf.

"Also gut....dann lass uns Schatten jagen!!!", lachte er und raste wieder nach vorne.

"Na geht doch", grinste Robert zufrieden und nahm die Verfolgung auf.

---

"Sag mal...", begann Atlanas einige Zeit später, "wo sind denn eigentlich die Zebras?"

"Das Reich der Zebras beginnt in 200 Meilen südlich von uns... also einfach nach da fliegen...", wies Robert ihn an und deutete in Richtung Sonne.

"DAS wird dauern....kommen wir dann überhaupt rechtzeitig an?", zweifelte Atlanas.

"Das Reich der Zebras ist groß... wir werden schon rechtzeitig kommen...", winkte Robert ab und flog los.

Atlanas verkniff sich einen bissigen Kommentar und machte sich auf einen langen Flug gefasst. Bei diesem Gedanken musste er wieder an Eross denken, dem nach zu viel Fliegen immer die Flügel wehtaten. Er lächelte bei dem Gedanken und setzte sich wieder neben Robert.

---

Währenddessen brütete Daeron über einem Atlas. "So...wenn wir durch die Meerenge..."

"Prinzessin!", unterbrach ihn Twilight, "Ihr wollt doch nicht etwa einen Angriff..."

"Doch, genau das will ich!", donnerte er ihr wütend ins Gesicht.

"Aber damit würdet ihr den Black-Ponys viele Handelsrouten..."

"Die Black-Ponys sind mir scheißegal!", kam es verärgert zurück.

"Was?! - Aber... aber..."

"Was aber?!"

"Sie werden sich von Equestria abwenden... genauso wie die Ziegen und..."

"Dann sollen sie doch gehen, die feigen Hunde.."

Twilght verzog augenblicklich ihr Gesicht.

"SIE SIND STÄRKER ALS DU JE.....", stockte sie mitten im Satz. Jedoch entgegen ihrer Erwartung rastete Celestia nicht aus. Im Gegenteil, sie lächelte sie nur sadistisch an.

"Sind sie das?! - Ich glaube, ich kenne da jemand Stärkeres...!", lachte sie und führte Twilight auf einen Balkon. Twilights Atem blieb augenblicklich stehen. Unter ihr standen Millionen von Schatten, die nur auf ihr Signal warteten.

"Überzeugt?", lachte Daeron lauthals.

"Nein...nein, dass kann nicht sein...", hauchte Twilight erschrocken.

"Doch, dass ist die pure Wahrheit! Und diese Schatten werden jedes einzelne Zebra auslöschen!", brüllte Daeron euphorisch.

"Das kannst du doch nicht machen... du bist doch kein Schattenlo..."

In Sekundenbruchteilen hatte sich Daeron in seine wahre Gestalt verwandelt.

"Genau das bin ich. Lauf ruhig herum und erzähl es den Leuten... es wird dir keine Seele glauben! Und nun renn zu deinem ach-so-tollen Pryne und verrat ihm, was ich bin. Lass ihn mit seiner erbärmlichen Truppe antreten. Es wäre mir ein Vergnügen ihn zu töten...", lachte er düster.

Twilight starrte ihn nur an.

"Und jetzt verschwinde, bevor ich dich umlege!", donnerte er sie an.

Twilight blickte noch kurz in seine bösen Augen, bevor sie sich schnell davonmachte.

Daeron sah ihr finster lächelnd hinterher, bis er sich wieder seinen Schattenlegionen zu wandte:

"Hört mich an, ihr unterdrückten Schatten! Lange habt ihr im Schattenreich gehockt. Allein. Gefangen. Verzehrt von Zorn und Rachegedanken an Equestria. Und es wird Zeit, dass wir uns dafür rächen! Und zuerst rächen wir uns an denen, die uns alles nahmen! Denen, die uns mit ihren Waffen überlegen waren! An den Zebras! Und nun kommt mit mir und tränkt den Boden Equestrias mit ihrem Blut!!!"

Von überall kamen laute Zurufe und man hörte Speere und Schwerter klirren. Sein Lächeln wurde noch dunkler und und er teleportierte sich an die Spitze der Armee. Er holte ein Horn aus der Tasche, blies zum Losmarschieren und nahm Kurs auf das Land der Zebras.

---

Augenblicklich zuckte Atlanas in sich zusammen. "Ist das da... Rauch ?", wunderte er sich und deutete auf eine riesige schwarze Wolke am Horizont.

Robert erstarrte.

"Die Schatten waren vor uns hier..."

Augenblicklich flogen sie mit Höchstgeschwindigkeit zur Wolke und der Anblick ließ sie erstarren:

Überall lagen Körperteile und Innereien herum und gepfählte Zebras verliehen dem Massaker den letzten Anstrich.

"Wir kommen zu spät...", war das einzige, was Atlanas herausbrachte.

Mindestens zehn Minuten standen die beiden einfach nur regungslos da und sahen auf das Blutbad, bis sich Robert einen Ruck gab.

"Komm, wir müssen wieder nach Hause...denn diese Zebras sind schon seit mehreren Stunden tot... und da sich Schatten wohl wesentlich schneller fortbewegen können als wir, bleibt uns nichts anderes übrig..."

Atlanas salutierte noch vor der Stadt, bis auch er wieder in Richtung Down Under flog.

---

Einige Stunden später erreichten sie wieder den Ziegenpalast, wo sie von einer überglücklichen Fluttershy empfangen wurden.

"Atlanas!" stieß Fluttershy freudig aus und fiel ihm mit einer Blitzgeschwindigkeit um den Hals. "Ich bin ja so froh, dass es dir gut geht.."

"Ich auch...", kam es glücklich von Atlanas zurück.

Ohne Vorwarnung küsste ihn Fluttershy und er war glücklich, sie wiederzusehen.

Inzwischen war auch schon Luna eingetroffen und lag schon in Roberts Armen, bis eine bekannte Stimme die Wiedersehensfreude unterbrach.

"Hey, ich weiß, dass ihr euch liebt und so aber....die Lage ist ernst! - Wir brauchen unbedingt einen Schlachtplan!", warf Rainbow Dash ein.

Atlanas Gesichtsausdruck veränderte sich schlagartig. "Na guuut....", maulte er beleidigt und löste sich widerwillig von Fluttershy.

Rainbow führte ihn und Robert in ein großes Konferenzzimmer. Pryne und Twilight saßen schon aneinandergekuschelt am Tisch und Pryne schien sie zu trösten. Rainbows Geischt nahm für kurze Zeit einen traurigen Gesichtsausdruck an und Atlanas wusste genau, was sie hatte.

"Rainbow? Kommst du mal kurz?", fragte er sie sanft.

"Na klar..", antwortete sie trocken.

Er ging mit ihr schnell zu einem Abstellraum.

"Rainbow....dir fehlt was, oder?", fragte er sie sanft.

"Nein, ich bin okey, mir fehlt nichts!", log sie ihn an.

"Du brauchst es gar nicht zu leugnen... und es tut gut, sich mit anderen darüber auszusprechen..."

Rainbow überlegte kurz, entschied sich dann doch lieber für die Wahrheit.

"Na gut... ich... ich möchte einen Freund. Jemanden, der mich liebt. Jemanden, den ich liebe... jemanden, dem alles erzählen kann...", schluchzte sie und fiel Atlanas um den Hals.

"Hey... ist doch nichts Schlimmes...", tröstete er sie, "es kommt bestimmt noch jemand, dass weiß ich...du bist doch ein ganz schönes Mädchen.."

Rainbow antwortete nichts. Sie wiegte sich nur in seinen Armen.

Das ging so ungefähr zehn Minuten, bis Atlanas sie zurück auf den Boden der Tatsachen brachte.

"Komm, wir müssen den anderen helfen...", meinte er sanft, "ich werde dir helfen... aber später, wenn wir Daeron besiegt haben, ok?“

"In Ordnung...“, hauchte sie, "und vielen Dank... ich...“

"Du brauchst nichts zu sagen... und jetzt lass uns in den Konferenzsaal zurückkehren...“

---

Kapitel 2 - Der Widerstand Bearbeiten

Zurück bei den anderen Generälen brauchten die beiden sich nur noch zu Robert, Luna, Dem Ziegenbock, Applejack, Twilight, Pryne, Eross, Safira und Fluttershy zu setzen.

"Also nochmal zum Mitschreiben: Wir werden Flugblätter verteilen, um damit die Ponys darauf aufmerksam zu machen, dass Celestia von einem durch und durch bösen Schattenlord besessen ist! Haben das auch alle verstanden?!", donnerte Luna.

"Ja!!!", kam es im Chor zurück.

"Gut... die ersten sind gerade im Druck... das Problem ist nur, dass wir hier nicht genügend Platz und Kapazität haben, um genügend Exemplare zu drucken!"

"Das heißt, wir brauchen eine Räumlichkeit, in der...", begann Fluttershy, ehe Applejack übernahm.

"... genügend Platz und Arbeitskräfte haben! - Und so eine kenne ich, beziehungsweise HABE ich - meine Farm, Sweet Apple Acres! Wir haben eine große Scheune und einen Lagerkeller, der zurzeit leer ist. Da können die Druckerpressen rein - und in der Scheune können wir das Papier trocknen lassen!"

"Eine tolle Idee!", freute sich Luna, "dann lasst uns loslegen! Aber eine Sache noch - WER soll uns beim Drucken helfen?!"

"Ich hätte da einen Vorschlag...", begann Atlanas, "wenn die Zebras unschuldig sind und von den Ponys gejagt werden, warum verstecken wir nicht welche auf Sweet Apple Acres unter der Voraussetzung, dass sie uns beim Drucken helfen?!"

"Super!", grinste Robert, "ich werde alles dafür notwendige in die Wege leiten... also, los Leute! Drucken wir den Widerstand!"

---

Eine knappe Woche später lief der Widerstand auf dem Papier, so sein Deckname, auf vollen Touren:

Die Ziegen schleppten durch unterirdische Tunnel gigantische Mengen an Papier mithilfe einer Grubenbahn heran, eine Menge Zebras, die Robert aufgelesen und nach Sweet Apple Acres geleitet hatte, halfen die Druckrate möglichst hoch und leise zu halten.

Wieder andere hängten das frische noch nasse Papier in der Scheune auf und übergaben es nachdem es getrocknet war an Pegasi, die über Ponyville und andere Städte flogen und die Zettel abwarfen.

Zufrieden stand Applejack über dem ganzen hektischen Treiben und genoss es, der heimliche Boss über dem ganzen zu sein.

Atlanas trat neben sie.

"Und, zufrieden?", fragte er lächelnd.

"Irgendwie schon... nur ich begreife immer noch nicht, wie meine Freundinnen da mitmachen können...!"

"Tja, das ist auch mir unverständlich... vor allem, weil die Schatten so offen vorgehen..."

"Ja... skrupellos und... egal, wir sollten uns lieber überlegen, wo wir die nächsten Male abwerfen!", meinte sie, "also komm, wir werden das mit Luna besprechen...!"

Zusammen verließen sie den Keller und verließen das Haus.

Auf der Veranda saßen Big Macintosh, Granny Smith und Luna und unterhielten sich über die bevorstehende Geburt ihrer Kinder.

"Ich will ja nicht stören...", lachte Applejack, "aber wir müssen uns überlegen, wo wir..."

Plötzlich stoppte sie.

Atlanas zuckte unwillkürlich zusammen, als er in Richtung Hoftor blickte.

Dort stand Pinkamena Pie.

In Uniform und mit Peitsche.

---

Dann kam sie auf die Widerständler zu und quietschte fröhlich:

"Hällochen Applejack! Hast du hier irgendwelche Zebras gesehen, die deine Äpfel stehlen wollten?!"

"N... nein!", stotterte das Bauernmädchen, "k... keine in letzter Zeit!"

"Suppi! Wir haben es geschafft und sie vertrieben!", freute sich Pinkie diabolisch, "aber wenn ich eins von denen in die Finger kriegen sollte, dann garantiere ich für nichts mehr!"

"Ich... auch nicht...", zitterte Applejack panisch, "aber ich habe im Moment leider nicht viel Zeit und muss noch das Dach neu streichen! Also... nimm´s mir bitte nicht übel, aber ich... muss dich auch schon wieder verabschieden!"

"Schade...", seufzte das pinke Pony in schwarzer Uniform enttäuscht, "und dabei habe ich mich so auf Apfelkuchen gefreut... na ja, vielleicht ein ander Mal..."

"Jaaa... ein ander Mal bestimmt... großes Pinkie-Ehrenwort!"

"Ok... also... tschüss Applejack..."

"Mach´s gut Pinkie...", keuchte Applejack erleichtert, dass sie es geschafft hatte, Pinkie abzuwimmeln.

Sich den Schweiß von der Stirn wischend blickte sie Pinkie hinterher, die die Ausfahrt der Farm herunterhüpfte.

In dem Moment spürte Applejack, wie Wind aufkam.

Unguter, kalter Wind.

Und dieser Wind fand auch die letzte Lücke in den Scheunenbrettern und riss durch diese einen der frischgedruckten Zettel nach draußen.

Und mitten in Pinkies Gesicht.

Entsetzt starrte Applejack ihre Freundin an, die langsam ihren Arm hob und sich das Papier von der rechten Wange zog.

Dann studierte sie es eingehend und fasste sich in die frische noch nicht ganz trockene Tinte, die ihr im Gesicht klebte.

Ganz langsam drehte sie sich zu Applejack um, die unwillkürlich einen Schritt zurückwich.

Den Blick würde sie nicht so schnell vergessen, er schien sie komplett zu durchleuchten und dann von innen aufzufressen.

Dann veränderte sie sich völlig:

Von einer Sekunde auf die andere wurde ihre Mähne glatt und ihre Augen rot.

Atlanas riss sofort sein Schwert aus der Scheide und hielt es vor sich.

"Keinen Schritt weiter!", donnerte er Pinkie entgegen.

Doch die lachte nur.

"Ihr glaubt wirklich, dass ihr mich besiegen könnt?! - DANN MACHT BEKANNTSCHAFT MIT PINAMENA PIE!!!"

Mit diesen Worten stürzte sie auf die Freunde zu, die nach ihren Waffen griffen und sie Pinkie entgegenhielten.

Applejack nickte ihrem großen Bruder zu und dieser packte Granny Smith und zog sie zuerst ins Haus und dann ins Kornfeld dahinter.

Atlanas sprang auf Pinkie zu und blockte ihren Angriff mit der Peitsche gekonnt ab, ehe er sie in die Seite trat und das pinke Pony auch noch einen kräftigen Schlag von Applejack und eine geballte Ladung Magie ins Gesicht bekam und bewusstlos vor der Verandatreppe liegen blieb.

Der erste, der seine Stimme wiederfand war Atlanas.

"Wir müssen sie verstecken, schnell, bevor..."

Weiter kam er nicht, denn in diesem Moment betrat ein Trupp Naziponys die Farm und bemerkten sofort, was Sache war.

Ehe Luna hatte sie mit Magie rösten können, schaffte es einer von ihnen, zu pfeifen und damit den Rest der Bataillons zu Hilfe zu rufen.

Spätestens als sie das Gatter und den Zaun durchbrachen, wusste Atlanas, das sie nun ein Problem hatten.

Ein ERNSTES Problem...

---

Luna reagierte zuerst und raste ins Haus, während Atlanas und Applejack ihre Waffen hoben und den herannahenden Feind erwarteten.

Zuerst stürzten sie sich gemeinsam auf die ersten Naziponys und zerrissen sie, ehe die nachfolgenden sie zurückdrängten und ihnen die Stirn boten.

Doch sie waren keine Herausforderung für Atlanas, gelangweilt steckte er ihre Angriffe weg und erledigte einen nach dem anderen.

Aber er merkte, dass sie den Feind nicht aufhalten konnten, die ersten Naziponys hatten mittlerweile das Haus und die Scheune gestürmt und Atlanas vernahm entsetzt die Schreie der Zebras und deren verzweifelte Gegenwehr.

Umso verbissener drosch er auf die Ponys ihm gegenüber ein und schwang sein Schwert von einem Kopf zum nächsten.

Doch plötzlich wichen die Naziponys zurück und machten den Weg für ein einziges frei:

Pinkamena Pie.

Applejack erstarrte in der Ausholbewegung und Atlanas grub sich mit den Hufen in den Boden, um einen noch besseren Stand zu bekommen.

"Ihr wart wirklich zu naiv...", kicherte Pinkie sadistisch, "tja, schade... jetzt bereitet euch auf Qualen vor, wie sie nur die schlimmsten Verbrecher verdienen...!!!"

"Komm mir nicht zu nah!", warnte Atlanas sie, doch er wusste, wie aussichtslos ein Sieg gegen sie war.

"Genau das werde ich jetzt tun... UND DICH VERNICHTEN!!!", schrie sie wie wahnsinnig und stürzte sich auf den Pegasus, der ihre ersten Schläge mühelos parierte.

Dann merkte er es:

Sie war zu stark.

Er hätte es wissen müssen, doch nun war es zu spät.

Mit einer Links-Rechts-Kombination und einem leichten Tritt brachte sie ihn zuerst aus dem Konzept, ehe sie ihm ein Bein stellte und ihm einen Schlag ins Kreuz verpasste, der ihn zu Boden gehen ließ.

Die umstehenden Soldaten lachten, als sie ihren Degen hob.

"Du bist erbärmlich!", lachte sie schallend, ehe sie zustach.

Atlanas zuckte noch ein letztes Mal, ehe er sich nicht mehr bewegte.

Pinkie grinste zufrieden, ehe sie sich der zitternden Applejack zuwandte, die ihre Mistgabel schon fallengelassen hatte.

"Ich dachte, du bist meine Freundin...", begann Pinkie ruhig, "ich dachte, ich kann mich auf dich verlassen, alles mit dir teilen, zusammen Spaß haben... aber jetzt muss ich erkennen, dass du dich dem Feind angeschlossen hast und ihn in deinem Haus beherbergst!"

Sie schlug Applejack ins Gesicht und diese ging zu Boden, ehe Pinkie ihr noch einmal ins Gesicht trat und brüllte:

"UND DU SCHLAMPE BEHERBERST DEN FEIND, GIBST IHM ESSEN UND TRINKEN UND LÄSST DIR DANN NOCH VON IHM DEN KOPF VERDREHEN!!! ABER OHNE MICH, ICH HASSE JEDES ZEBRA, UND ICH HASSE JEDEN, DER DIESEN SCHMAROTZERN UND ABSCHAUM HILFT!!! UND DESWEGEN VERABSCHEUE ICH AUCH DICH!!!"

Noch einmal bekam Applejack einen Schlag ins Gesicht, ehe sie die Schreie hörte.

Schreie der Zebras.

Ihr wurde schlecht und sie begann zu würgen.

Dann zerrten zwei Soldaten ein Zebra heran und Pinkie packte es an der Mähne.

"DU SOLLST SEHEN, WAS ICH MIT ABSCHAUM MACHE!!!", schrie sie Applejack an und rammte dem Zebra ihren Degen durch den Hals.

Blut und Fleischfetzen spritzten auf Applejack und sie wünschte sich, einfach nur tot zu sein.

Denn das hier war die Hölle auf Erden.

Und sie war mittendrin.

Endlich hatte sich ihr Mageninhalt den Weg nach oben gebahnt und sie kotzte alles heraus.

Die Pampe vermischte sich sofort mit dem Blut des Zebras und stank bestialisch, doch Applejack schaffte es nicht aufzustehen.

Erst als zwei Naziponys sie packten, hochrissen und ihr Handfesseln anlegten, spürte sie ihren Körper wieder.

Und erst recht, als Pinkie sie böse angrinste und ihr noch einmal mitten ins Gesicht schlug.

"Du bist Abschaum für mich, und Abschaum wir wie Abschaum behandelt!"

Mit diesen Worten packte sie Applejack und warf sie der Länge nach mitten in die ekelhafte Brühe am Boden.

Das Bauernmädchen versuchte sich zu drehen, doch Pinkie drückte ihren Kopf fest in den Schlamm und Applejack wurde fast ohnmächtig, ehe sie wieder hochgerissen wurde und dann zu einem Eisenbahnwaggon geschleift wurde, in den auch die anderen Überlebenden des Massakers geladen wurden.

Ehe sie komplett vom Schmerz übermannt wurde, sah sie noch einmal Pinkie an, die in der offenen Tür stand.

"Du bist Abschaum!", lachte das pinke Pony, "und Abschaum wird von mir entsorgt!"

Dann schob sie kichernd die Tür ins Schloss.

Um die Gefangen wurde es dunkel.

---

Noch einmal schlenderte Pinkie über die brennenden Reste von Sweet Apple Acres zum Wohnhaus hin, wo sich auch gerade die letzten Rebellen ergeben hatten.

Unter ihnen auch Prinzessin Luna, die sich erst ergeben hatte, als die Nazis mit der Erschießung von gefangenen Zebras drohten.

Nun lag sie in Fesseln vor der diabolisch lächelnden Pinkie auf dem Boden.

"So Prinzessin, ihr also auch? - Tja, ich hätte es wissen müssen... schade eigentlich, dass ich euer Blut auch verschwenden muss... aber schlechtes Blut ist eben schlechtes Blut...!"

"Du und die anderen, ihr seid verrückt geworden!", schrie die Prinzessin panisch, "ihr müsst diesen Wahnsinn sofort..."

"Das reicht!", winkte Pinkie gelangweilt ab und zwei ihrer Soldaten knebelten die sich windende Luna sofort.

"Prinzessin...", begann Pinkie listig, "wisst ihr, ich habe kein Interesse an einer Konversation mit euch, aber es gibt da einen Führer, der gerne einiges von euch erfahren würde... die Standpunkte der anderen Rebellen zum Beispiel... aber klärt das am besten vor Ort! Und jetzt schafft mir dieses Stinktier aus den Augen!"

Luna wurde ebenfalls zum Zug geschleift, doch Pinkie vernahm noch Kampflärm.

"Was ist denn noch los, ich dachte, Sie haben die Rebellen besiegt!", raunzte Pinkie ihren Unteroffizier an.

"Es gibt da noch einen Tunnel, der..."

BUMM!!!

In diesem Moment zerriss eine gewaltige Explosion das Kornfeld neben der Farm und in Pinkies Gesicht begann es gefährlich zu zucken.

"Das heißt, der Tunnel...!"

"Nein, es tut mir leid, ich..."

"Dieses Mal verzeihe ich Ihnen den Fehler noch, aber noch einmal lasse ich so etwas nicht zu, VERSTANDEN?!?!", brüllte sie wütend, "und jetzt zünden Sie noch das Haus an, und dann zurück nach Ponyville und Bericht erstatten, ehe wir Luna Dearon übergeben! Noch Fragen?!"

"Nein..."

"Gut, dann Beeilung!"

Fünf Minuten später rumpelte der Zug voller gefangener Zebras aus dem Bahnhof der zerstörten Sweet Apple Acres, während noch die Scheune und das Wohnhaus brannten.

---

Der Wind kam wieder auf und trug das hochgiftige Kohlenmonoxid von der zerstörten Farm weg und in die Ebenen hinein.

Hier schlug auch zuerst einer der Wettermessstationen der Ziegen an, doch niemand konnte sich einen rechten Reim auf die erhöhte Konzentration machen.

---

Der Tunnel war dunkel und vollkommen finster.

Die Explosion hatten die Ziegen in Down Under nicht gehört und waren daher auch nicht misstrauisch geworden.

Nachdem sich der Staub gelegt hatte, geschah eine ganze Zeit nichts, bis man auf einmal leises Scharren und Klopfen im eingestürzten Teil vernehmen konnte.

Es wurde lauter und lauter, bis man schließlich auch spürte, dass sich dort etwas bewegte.

STARK bewegte.

Dann donnerte etwas in der Wand und Staub und Erde rieselten in den noch intakten Teil des Tunnels.

Noch einmal krachte etwas schwer und hart gegen die Wand, doch noch hielt sie.

Plötzlich zerbarst sie mit einem lauten Rumpeln und Steine und Erde polterten auf die kleine Lok, die da mit Vollgas aus der Bruchstelle gerast kam und ohne zu verlangsamen die Geschwindigkeit beibehielt und mit ihren drei Wagen auf Down Under zuraste.

Verwundert blickte sie ein Bahnarbeiter an, als sich der kleine Zug aus dem Tunnel schob und der Lokführer aus der Lok sprang, mit einem Gesicht als habe er soeben den Teufel höchstpersönlich gesehen.

"Na, was ist denn mit euch...?"

"WIR SIND AUFGEFLOGEN!!!", schrie der Lokführer panisch, "UND MUSSTEN DEN TUNNEL SPRENGEN!!!"

"WAAAS?!?!"

"Wir sind da nur knapp raus gekommen, und müssen so schnell wie möglich zum König!"

"Ich werde Verstärkung rufen!", bestimmte der Bahnarbeiter, "und eine Eskorte! Sie werden euch zum Palast bringen!"

"Tu das, bitte... ich kann nicht..."

Bumms!, lag er schon bewusstlos auf dem Boden.

Kopfschüttelnd griff der Bahnmitarbeiter zu seinem Funkgerät.

---

Keine fünf Minuten später raste ein halbes Dutzend schwerbewaffneter Ziegen durch einen noch intakten Tunnel zu den Sweet Apple Acres, während sich einige Sanitäter um die teils verletzten Kameraden, die fast verschüttet worden waren, kümmerten.

Entsetzt sah der Trupp zuerst die brennenden Trümmer, ehe ihnen auch die Leichen auffielen, die nahezu den gesamten Boden bedeckten.

Das meiste waren Zebras, einige Ponys und etliche Naziponys in Uniform.

Robert konnte es kaum fassen.

Hier musste ein Gemetzel stattgefunden haben, ein weiteres Massaker an den Zebras.

Atemlos kam einer seiner Soldaten angerannt und keuchte entsetzt:

"Mein König... wir haben Atlanas gefunden... und es sieht nicht gut aus..."

Den Rest hörte Robert schon gar nicht mehr.

Er raste zu einem Stoßtrupp und zwei Sanitätern hin, die um ein am Boden liegendes Pony standen beziehungsweise versuchten, ihm zu helfen.

"Atlanas!", schrie Robert panisch, "Heilige Celestia, alles in...?!"

Dann bemerkte er die klaffende Wunde in seinem Bauch und ihm wurde schlecht.

NEIN!!! DAS DURFTE EINFACH NICHT SEIN, NICHT SEIN BESTER FREUND!!!

"WIE GEHT ES IHM?!?!", quietschte Robert hysterisch und verlor völlig die Kontrolle über sich.

Zwei der Soldaten packten ihren König und hielten ihn fest, damit er sich nicht auf den verletzten Pegasus werfen konnte.

"Also, Puls hat er... aber schwach...", beruhigte einer der Sanis, "aber sein Zustand ist höchst kritisch, er muss sofort in ein Krankenhaus!"

Dann hatte Robert sich wieder gefangen und seine Männer ließen ihn los.

Er kniete sich vor seinen Freund und begann zu schluchzen.

"Atlanas... bitte, du darfst nicht sterben! Was soll ich denn sonst Fluttershy und deinem Kind sagen?!"

In dem Moment schlug Atlanas seine Augen auf.

"Atlanas?", fragte Robert zaghaft.

Der Pegasus drehte mühsam den Kopf zu seinem besten Freund hin und stöhnte:

"Ihr... habt es... geschafft... aber... die Nazis waren... schon da..."

"Das weiß ich, aber was ist NOCH passiert?!"

"Sie... haben die Farm... angezündet... die Zebras... in einen Zug verfrachtet... und... und..."

"UND WAS?!"

"... sie haben Luna... und Applej..."

Weiter kam er nicht.

Sein Kopf sackte wieder zu Boden und einer der Soldaten hielt ihn kurz vor dem Aufschlag fest.

Robert starrte seinen bewusstlosen Freund immer noch an.

Dann schloss er die Augen.

---

Kapitel 3 - Der Wahnsinn des Königs Bearbeiten

"Mein König...", begann einer der Soldaten vorsichtig, "die Verstärkung ist unterwegs, der Lazarett-Zug auch... wir werden die Verletzten hier raus bringen und nach Down Under verfrachten... in Ordnung?"

Keine Reaktion.

Einer der Sanis übernahm: "Robert, wir können nicht..."

In dem Moment schlug der König der Ziegen wieder seine Augen auf und drehte sich langsam zu seinen Ziegen um.

Entsetzt starrten sie in seine blutroten Augen und wichen einen Schritt zurück.

"Mein K... könig?!", stotterte einer, "w... w... was ist m... mit..."

Doch Robert antwortete nicht.

Stattdessen breitete er seine Flügel auf und lachte schallend:

"ICH WERDE JEDEM NAZI, DER MEINER LUNA ETWAS ANTUT, HÖCHSTPERSÖNLICH JEDES ORGAN EINZELN RAUS REIßEN!!! MACHT EUCH AUF DIE MACHT VON CYRO GEFASST!!!"

Dann zischte er in den Himmel und seine Soldaten blickten ihm unsicher, verwirrt und zitternd hinterher.

---

Einer von ihnen griff sofort zum Funkgerät und versuchte, den schlafenden Ziegenbock zu erreichen.

Nach einigen qualvollen Sekunden meldete sich schließlich eine verschlafene Stimme:

"W... was issn los?!"

"Du musst kommen, schnell!", rief der Soldat panisch, "Robert ist grad völlig ausgerastet!"

Schlagartig stand der Ziegenbock im Bett.

"Ausgerastet?!"

"Ja, wenn wir´s doch sagen..."

"WIE?!"

"Er hat rote Augen bekommen..."

"Heilige Celestia!", brüllte der Ziegenbock entsetzt, "dann haben wir ein gewaltiges Problem!"

"W... wieso?", kam es zitternd aus der Leitung.

"Weil er absolut alles niedermachen wird, was ihm in die Quere kommt!", schrie der Ziegenbock beim Aus-seinem-Haus-rennen, "evakuiert sofort alles und verbarrikadiert die Tunnel! ER DARF HIER NICHT REIN KOMMEN!!!"

"Ich schätze auch nicht, dass er das tun wird...", kam es einen Hauch erleichtert vom anderen Ende.

"Warum nicht?!", fragte der Ziegenbock verwirrt und gleichzeitig überrascht.

"Weil die Nazis Luna entführt haben... und er jedem Nazi, der ihm über den Weg läuft, den Kopf abreißen wird..."

"Bringt euch trotzdem in Sicherheit... und löst Alarmstufe II aus, bevor es noch ein Massaker in Down Under gibt!"

"Verstanden!", salutierte der Soldat und unterbrach die Verbindung.

Der Ziegenbock raste unterdessen im Laufschritt auf den Ziegenpalast zu.

Mit einem SEHR miesen Gefühl in der Magengegend...

---

Luna erkannte Ponyville kaum wieder, als die Waggontüren aufgingen und sie von vier Nazi-Ponys in Richtung des Rathauses geschleift wurde.

Alles hing voller roter Fahnen mit schwarzen Kreuzen und die Bewohner liefen allesamt in Uniformen und mit hartem eisigem Blick herum, so, als seien sie jederzeit zum Töten bereit.

Der Prinzessin warfen sie böse Blicke zu und die umstehenden Soldaten griffen zu ihren Waffen.

Als sie das Rathaus erreichten, wurde Luna schlecht:

Das ganze Gebäude war grau angestrichen worden und wirkte kalt und abweisend, noch dazu war ein gigantisches Hakenkreuz vorne auf die Front gepinselt worden.

Die Soldaten unter der Führung von Pinkie stießen sie ins Innere, und Luna sah mit Entsetzen die vielen Schatten, die in Reihe und Glied eine Gasse bildeten, zu einer Art Podest hin.

Und an der Spitze trohnte Celestia.

Bei ihrem Anblick zuckte Luna unwillkürlich zusammen.

Zu einem Eisklotz erstarrt starrte sie ihre Schwester an, die eine braune Uniform mit einer Militärmütze trug.

Neben ihr standen Twilight und Spike, die ebenfalls Uniformen trugen und sie SEHR böse ansahen.

"Du bist also die Anführerin der Rebellen?!", donnerte Celestia los, "und ihr habt ZEBRAS bei euch versteckt?!"

Luna wusste, dass leugnen keinen Sinn hatte.

"Ja, es stimmt... und ich weiß, dass ihr alle völlig spinnt! Ihr könnt doch nicht einf..."

"RUUUHE!!!", brüllte Celestia wütend, "die Zebras haben uns GRUNDLOS angegriffen, und WIR haben zurückgeschlagen! Und damit so etwas Feiges und Hinterhältiges nicht noch einmal passiert, werden wir sie mit geballter Kraft vernichten!!!"

"Aber das ist auch keine Lösung...", begann Luna, doch es war aussichtslos.

"IST MIR EGAL!!! WIR WERDEN JEDES ZEBRA ABSCHLACHTEN, SO WIE SIE UNS ABGESCHLACHTET HABEN!!! UND DIE SCHATTEN WERDEN UNS HELFEN!!!"

In diesem Moment dämmerte Luna, dass hier irgendetwas GEWALTIG stank.

Und es waren nicht die Uniformen der Nazis, sondern...

"Du bist nicht Celestia!", zischte sie, "du bist..."

"ES REICHT!!!", donnerte die falsche Prinzessin, "bringt sie ins Nebenzimmer! Ich komme gleich nach!"

Pinkie trat an Luna heran und schlug ihr einmal heftig ins Genick, sodass sie kaum noch atmen konnte.

Dann schleiften sie die Wachen in den Nebenraum, in dem es einen Tisch mit zwei Stühlen gab.

Die Nazis fesselten Luna auf den Tisch, ehe sie den Raum verließen und die Tür hinter sich zuschlugen.

Luna lag einige Minuten regungslos in der Dunkelheit und ihr wurde immer klarer, was hier eigentlich Sache war.

Erst als sich die Tür öffnete und Celestia herein schritt, schaffte sie es, ihren Kopf in Richtung ihrer Schwester zu drehen und keuchte verächtlich:

"Daeron... wir hätten es wissen müssen!"

"Du bist gar nicht mal so dumm, wie du aussiehst...", lachte der Schattenlord böse, "und jetzt wirst du mir alles über eure mickrige Rebellion verraten, jedes noch so kleine Detail, damit meine Schatten auch jeden von euch stinkenden Feiglingen vernichten können!"

"Da kannst du lange warten!", grinste Luna schwach, "ich werde keinem Schatten auch nur einen Gefallen tun, schon gar nicht einem, der das Ponyvolk an der Nase herumführt, indem er sich in den Körper meiner Schwester versteckt!"

"Ich habe aber keine große Lust, lange zu warten... also mache ich es kurz: Entweder, du redest, oder ich bringe dich zum Reden!"

"Viel Glück dabei!", kicherte Luna selbstsicher, und Daeron verlor die Beherrschung über sich.

"NA GUT, DANN EBEN AUF DIE HARTE TOUR!!!", brüllte er und zog Luna unerwartet ein Tuch über den Kopf.

"Mal sehen, wie es so ist, wenn man kurz vor dem Ertrinken ist!", lachte er böse, ehe er ihr einen Eimer Wasser nach dem anderen über den Kopf kippte.

Luna riss panisch an ihren Fesseln und versuchte zu schreien, doch es war einfach zu viel Wasser, sie bekam kaum noch Luft und wurde fast ohnmächtig, als er das nasse Tuch wieder vom Kopf riss und sie am Kinn packte.

"REDE ENDLICH!!!"

"Nie... mals!", schniefte sie.

"Ich habe die Faxen dicke!", brüllte Dearon, "aber ich habe da noch was für dich..."

Luna erkannte es nur schemenhaft, aber es sah wie... ein... MESSER aus.

"So...", grinste Daeron sadistisch, "jetzt gebe ich dir eine letzte Chance... wenn du dein Kind behalten willst, dann rede, und zwar SOFORT!!!"

Sie starrte ihn entsetzt an.

Das... konnte er... das DURFTE er nicht tun!

Doch sie wusste auch, dass er erbarmungslos war.

"Gut...", begann sie zitternd, und er lächelte finster, "ich..."

In diesem Moment flog die Tür auf und Discord stürzte mit Spike an der Seite herein.

"Meine Führerin, wir werden angegriffen!", schrie sie panisch, "wir..."

"WER greift an?!", donnerte Daeron.

"R... robert!"

"Robert und die Ziegen?!"

"Nein, NUR Robert...!"

"Und DAS soll ein PROBLEM sein?!", lachte die Führerin amüsiert, "dann macht ihn doch platt!"

"Er hat bereits... drei Bataillione vernichtet... und das Stadttor eingerannt..."

"WAAAS?!", schrie Daeron entsetzt, "DANN MÜSSEN WIR SOFORT HIER WEG, IN DEN FÜHRERBUNKER!!! EVAKUIERT ALLE... SO SCHNELL WIE MÖGLICH!!!"

"Verstanden!", donnerte Discord und hob die rechte Hand, ehe er wieder in den großen Saal rannte.

"Verdammt!", fluchte Daeron wütend in Lunas Richtung, "beeil dich, bevor ich ernst mache!"

"Also gut...", schluchzte Luna, "wir..."

Da war Discord schon wieder zurück und keuchte atemlos:

"Alle sind auf dem Weg zum Zug... ihr müsst mitkommen, meine Führerin!"

"Ich komme gleich..."

"SOFORT!", schrie er hysterisch, "ROBERT HAT SCHON DIE ERSTEN HÄUSER IN BRAND GESETZT!!!"

"Ich muss noch Informationen aus der Schlampe rauskriegen!", verteidigte sich Celestia, doch Discord blieb hart:

"ER WIRD EUCH TÖTEN, IHR MÜSST HIER WEG!!!"

"Also schön...", murrte Daeron sauer, "aber wir müssen dafür sorgen, dass Robert hier aufläuft und seinen Kampfeswillen verliert!"

"Da hätte ich eine Idee...", grinste Spike böse, "serviert ihm doch den Kopf seiner Freundin auf einem Silbertablett!"

Die beiden starrten den kleinen Drachen verblüfft an.

"Eine gute Idee!", lachte Celestia böse, "also gut, dann werde ich den Scharfrichtern Bescheid sagen...!"

Luna schrie entsetzt auf.

"DAS DÜRFT IHR NICHT MACHEN!!! BITTE, ICH FLEHE EUCH..."

Daeron schlug sie ins Gesicht, ehe er sie knebelte.

"Doch, kann ich... und ich werde es auch, denn DU bist MIR nichts wert, und ich muss den Feind stoppen! Also macht es gut, Prinzessin... war nett, mit euch geplaudert zu haben... aber nun lehnt euch zurück und wartet auf die Henker... ich verspreche euch auch einen schnellen und schmerzlosen Tod!"

Lachend verließen er, Discord und Spike im Laufschritt den Raum und warfen die Tür hinter sich zu.

Luna bekam eine Wahnsinns Panik, einerseits wegen der bevorstehenden Exekution, andererseits wegen ihrer noch ungeborenen Kinder... und Roberts Gesicht darauf.

Und sie wusste nur zu gut, dass ihn das vernichten würde...

---

Robert grinste, als er die Nazi-Ponys mit erhobenen Sturmgewehren auf sich zu gerannt kommen sah.

Mit einem einzigen Handschlag riss er die Fassade des Hauses links von ihnen aus der Verankerung und ließ die Steine auf den Feind prasseln.

Nachdem sich der Staub einigermaßen verzogen hatte, regte sich nichts mehr.

Diabolisch lächelnd kletterte der König der Ziegen über den Trümmerhaufen, ehe er auf den verlassenen Marktplatz trat und die Schützen hinter den Glasscheiben im Haus sich gegenüber bemerkte.

Belustigt packte er einen der Marktstände und warf ihn so fest durch die Wand des Hauses, dass das gesamte Gebäude nach wenigen Augenblicken einstürzte.

Zornig schritt er auf das Rathaus zu, vor dem zwei Schattenponys standen und mit ihren Gewehren auf seine Brust zielten.

Doch er marschierte einfach weiter geradewegs auf sie zu.

Die beiden zögerten nicht lange und drückten ab.

Die Kugeln schossen auf Robert zu und trafen ihn - aber er taumelte nicht einmal verletzt züruck und wich nicht von seinem Kurs ab.

Verzweifelt versuchten die Wachen zu fliehen, doch Robert packte einen am Hals, den anderen am Bauch und riss dabei die Bauchdecke auf.

Organe und Därme spritzten heraus und Robert ließ den Nazi zu Boden fallen, ehe er sich den Darm griff und Nummer zwei damit strangulierte.

Dann klopfte er an die Tür.

"Lasst ihr mich freiwillig rein, oder muss ich erst böse werden?!"

Keine Reaktion von der anderen Seite.

Seufzend donnerte Robert einen Hufschlag gegen das Holz und riss dabei die Angeln mit aus der Wand, ehe das Tor komplett nach innen kippte und dabei den dahinter kauernden Pförtner zermatschte.

Robert ließ das kalt, eiskalt, seine blutroten Augen suchten die ausgestorbene Halle ab.

Plötzlich schoss ein Wachoffizier aus einen Gang und rannte brüllend auf den König der Ziegen zu.

Der packte nur lächelnd einen Backstein vom Boden und schleuderte ihn dem Gegner mit satten 140km/h entgegen.

Das Resultat war ein Platztausch von Hirn und Stein, wobei das Hirn nach vorne aus dem Kopf spritzte und den Nazi sofort tötete, ehe er zu Boden sank.

Robert legte diabolisch lächelnd ein wenig Kraft an und riss dem Toten den Kopf ab, packte ihn an der Mähne und begann ihn wie einen Diskus herum zu schleudern.

Als die ersten nachrückenden Nazis gerade aus dem Gang kamen, ließ er das Geschoss los und es riss sechsmal hintereinander ein Loch in ihre Bäuche, ehe nur noch der Stein übrig war und die übrigen drei erledigte.

Dann bemerkte er, dass auch über sich noch Nazis waren, im oberen Stockwerk.

Grinsend riss er die Querstreben aus der Decke, ehe sie mit einem lauten Donnern vor ihm niederprasselte und mit ihr auch ein Teil des Dachstuhls abging und die Nazis gleich mit zerquetschte.

Gelangweilt schlenderte Robert an den Leichen vorbei und kombinierte, dass es nur noch einen Raum gab, wo Luna sein konnte: Den links der Haupthalle...

---

"Nun mach schon!", grummelte der eine Henker, "wenn er uns erwischt, sind wir Mus!"

"Ist ja gut...", maulte Nummer zwei verärgert, "das schaffen wir schon, er ist ja noch nicht mal hier!"

"Weißt du wie schnell das gehen kann?!"

"Ich denke, wir haben ne Armee für so was... verstehe eh nicht, warum alle so Panik schieben...", winkte er ab und befestigte das Fallbeil über Lunas Kopf.

Sie zitterte wie Espenlaub, denn sie wusste, dass es nun vorbei war.

"Hast du alles?!", fragte der hektische wieder.

"Jaaa... alles soweit ok, wir können!"

Damit griff er sich das Seil der Auslösevorrichtung und meinte lapidar:

"Es wird wirklich nicht weh tun... glaubt mir Prinzessin..."

Luna schloss die Augen.

Im gleichen Moment krachte etwas durch die Wand.

Ehe einer der beiden Henker hatte reagieren können traf zuerst Nummer zwei etwas mitten in die Fresse, ehe die komplette Guilloutine in sich zusammenbrach und jemand Nummer eins mit dem Schneideblatt den Bauch aufschlitzte.

Er schrie unter Todesqualen, doch sein Gegenüber lachte nur und zerschnitt ihm zuerst die Pupillen, ehe er sich Nummer zwei zuwandte, doch der Amboss hatte schon ganze Arbeit geleistet und ihm den Bauchraum zerquetscht, wodurch er sämtliche Organe ausgekotzt hatte.

Lächelnd drehte er sich zu Luna um, die ihr rechtes Auge geöffnet hatte und ihn verwundert und gleichzeitig erleichtert anstarrte.

Mit einem "Klick!" sprangen ihre Fesseln auf und sie richtete sich langsam auf.

Dann sah sie ihn verwirrt an.

"Robert, was ist mit dir?", fragte sie zitternd.

"Ich habe dich gerettet... nun wird das Böse leiden!!!", lachte er schallend und rannte auf das Fenster zu.

Es klirrte, als er durch die Scheibe donnerte und auf dem gegenüberliegenden Hausdach landete, bevor er zurück auf die Straße sprang und dort sofort einem Nazi sein Gewehr durch den Körper rammte.

Sie wusste beim besten Willen nicht, was sie jetzt glauben sollte und was nicht.

---

Keine Viertelstunde später hatte Luna etwas passendes zum Kämpfen (und zum Anziehen gefunden) und verließ vorsichtig das halbzerstörte Rathaus.

Datei:Luna Gun.jpg

Ponyville wirkte wie ausgestorben, Brände griffen um sich und alles lag voller Leichen.

Roberts Werk..., schoss es ihr durch den Kopf, aber irgendetwas stimmt mit ihm nicht...

In dem Moment rollte ein Gefährt auf den Marktplatz, wie Luna es noch nie gesehen hatte:

Vorne ein langes Rohr und vollständig aus Stahl erinnerte es sie mehr an eine Dampflok als an... ja, was war es denn nun?!

Erst als sich oben eine Luke öffnete und eine Ziege heraus guckte, wusste sie, dass sie es mal wieder mit einer neuen "Erfindung" der Ziegen zu tun hatte.

Auch ihr Gegenüber hatte sie anscheinend bemerkt und das Gerät rollte direkt auf sie zu.

Mit kreischenden Bremsen hielt es links von ihr an und neben der Ziege kletterten zwei Gesichter heraus, die sie nur zu gut kannte.

"Prinzessin!", rief der Ziegenbock erfreut, "da seid ihr ja... ich dachte schon..."

"Nein, Robert war schnell genug... aber ich..."

"Ja, er ist... wie soll ich das am besten erklären? - Steigt am besten erst mal ein, dann versuche ich es euch klarzumachen... und nettes Outfit!"

"Du bist aber nen schöner Held!", grinste Selvin den Ziegenbock an und meinte auf dessen verwirrten Gesichtsausdruck, "einer Dame hilft man immer ins Fahrzeug!"

"Oh, macht euch keine Umstände...", wollte Luna noch stammeln, aber das Einhorn hob sie schon sanft nach oben und setzte sie vorsichtig im Panzer ab.

"Es ist mir eine Ehre, euch helfen zu dürfen!", lachte es herzlich, "vor allem, weil ihr Nachwuchs erwartet...!"

Luna lief bei diesen Worten knallrot an und der Ziegenbock begann über beide Backen zu grinsen.

Dann setzte sich der Panzer auch schon wieder in Bewegung und schob sich durch die zersprengten Straßen aus dem brennenden Ponyville hinaus.

---

Zurück in Down Under hatten sich die Generäle der Ziegenarmee, die Zebras, die das Massaker überlebt hatten, die Black-Ponys und die Giraffen, die die Ziegen um Hilfe gebeten hatten versammelt und beratschlagten nun unter der Führung von Prinzessin Luna, des Ziegenbocks, Nibens und Atlanas, was nun zu tun sei.

Auch wenn Atlanas noch in seinem Krankenbett lag, hatte sich sein Zustand dank der talentierten Ziegenärzte extrem gebessert und er war auf dem Weg der Genesung, worüber sich besonders Fluttershy freute.

Und aus diesem Grund konnte er auch schon diesem Treffen beiwohnen, wenn auch nur vom Bett aus, aber seine Freunde und Kameraden, darunter auch Eross, waren froh, dass es ihm so gut ging... die wunde hatte schließlich so ziemlich jeder, der ihn besucht hatte, mehr als deutlich sehen können...

"Also, der Generalstab ist hiermit eröffnet!", begann der Ziegenbock und die Diskussionen verstummten augenblicklich, "wir haben uns heute hier versammelt, weil wir mit den derzeitigen Entwicklungen im Ponyreich sehr auf Kriegsfuß stehen - will meinen, dass die Ponys da was abziehen, dass einfach nicht sein kann, sowohl was die Regentin Celestia angeht als das Volk - alle sind irgendwie komisch und benehmen sich so, als seien sie das wichtigste in Equestria!"

"Und sie verfolgen uns und morden!", warf ein Zebra ein, "dabei haben wir ihnen nichts getan!"

"Und das Massaker in Ponyville?!", kam es unsicher aus der Menge.

"Das waren Zebras, die von Schatten besessen waren!", erklärte Luna ernst, "und ich möchte so eine Unterstellung hier nicht mehr hören! Denn sie waren unschuldig, und nur weil wir versucht haben, ihnen zu helfen, hätte ich fast meinen Kopf verloren!"

"Gut, da das nun auch bekannt ist, schlage ich hiermit vor, Ponyville erneut anzugreifen und danach Canterlot einzunehmen und dort den Schattenlord Daeron zu besiegen, denn nur so haben wir die Chance, mithilfe der Elemente der Harmonie und Celestias Magie die Schatten zurück in ihr Reich zu treiben und es erneut zu versiegeln!"

Applaus brandete auf und Rufe wie "Ja!", "Befreien wir die Ponys!" und "Nieder mit den Schatten!" wurden laut, bis Atlanas die Menge mit einem Wink zu schweigen brachte.

"Also...", krächzte er, "ich halte das für eine gute Idee, das Problem ist nur, dass die Schatten sehr stark sind... die Besessenen auch, und ich glaube kaum, dass Daeron uns so nah an Canterlot heranlassen wird...!"

"Und DAS soll ein Problem sein?! - Atlanas, ich bitte dich, die Ziegenarmee hat den Schatten schon zweimal mächtig den Hintern versohlt und gerade jetzt haben wir zusätzlich noch eine neue Waffe, das schaffen wir, und zwar locker und mit Sicherheit!"

"Ich dachte auch, dass ich Pinkie besiegen konnte... bis vor sechs Stunden!"

"Mein Gott, aber es war PINKIE! Die ist nichts im Vergleich zu einem Durchschnitts-Schatten, der ist einfach nur dumm und bestes Kanonenfutter für uns! Und WIR sind die Armee, nicht mehr nur du!"

"Meinetwegen...", willigte Atlanas dann doch ein, "aber wir müssen gewappnet sein, ich denke dass Daeron irgendeine Gemeinheit nur für uns vorbereitet hat..."

"Das werden wir sein!"

Und dann, an die versammelten Ziegen, Zebras, Giraffen und Ponys gerichtet:

"Dann ist alles klar, wir werden den Schatten zeigen, dass wir sie nicht in Equestria dulden, und wir werden sie wieder hinaus prügeln, und zwar so, dass sie garantiert nie wiederkommen werden!"

Jubel brandete auf und Luna brüllte euphorisch:

"AUF IN DEN KAMPF!!! LASST UNS EQUESTRIA BEFREIEN!!!"

---

Keine fünf Minuten später waren die Vorbereitungen in vollem Gange.

Ziegen, Ponys, Black-Ponys, Giraffen und Zebras griffen zu ihren Waffen, legten sich ihre Rüstungen an und halfen das schwere Kriegsgerät flott zu machen.

Am begehrtesten dabei waren die Plätze in und auf den Panzern, es gab sogar einige Schlägereien, bis die Offiziere einschritten und die Plätze an die schwächeren Soldaten vergaben.

Andere hatten sich lieber gleich zu den K5-Eisenbahngeschützen und gepanzerten Zügen verkrümelt und dort ihre Plätze eingenommen, ehe sie begannen, Munition und Verpflegung für die Schlachten und danach einzuladen.

Nach nur einer halben Stunde hatten alle Kämpfer ihre Positionen eingenommen oder standen in Reih und Glied abmarschbreit vor dem großen nach Equestria führenden Eisenbahntunnel.

Fehlten nur noch die Generäle...

---

Eross rannte den Flur entlang.

Dabei kam er an Rainbows provisorischem Zimmer vorbei.

Die Tür stand offen und er sah die Bewohnerin auf ihrem Bett liegen.

"Eross, hast du mal ne Minute?", fragte sie ihn.

"Klar doch!"

Er betrat das Zimmer und sie schoss die Tür hinter ihm.

"Also was gibt´s?", wollte Eross wissen.

"Du weißt ja das ich keinen Freund habe... aber wie sehr ich immer damit prahle, dass ich ja so viel Erfahrung hätte. Aber in Wahrheit bin ich noch Jungfrau...", gestand Rainbow ihm mit roten Wangen.

"Und wieso erzählst du mir das?", fragte Eross verwundert, obwohl ihn eine Ahnung beschlich...

"Na ja du sollst mir helfen das... zu ändern...", antwortete sie flüsternd.

Eross wusste, worauf sie hinaus wollte und unterbrach sie sofort:

"Vor 15 Jahren wäre ich deiner Bitte gerne nachgekommen, aber heute kann ich das nicht mehr! - Nicht seit ich meine große Liebe kennen gelernt habe... ich kann und will Safira nicht fremd gehen!"

Rainbow war sichtlich enttäuscht und beschämt.

"Tut mir leid... ich weiß nicht wie ich auf diese Idee gekommen bin... sorry!", schluchzte sie.

Eine Träne lief Rainbows Wange herunter und Eross nahm sie tröstend in den Arm.

Sie legte ihren Kopf auf seine Schulter und weinte bitterlich.

"Was ist wenn wir das alles nicht überleben?! - Ich will nicht alleine und als Jungfrau sterben!", jammerte sie.

"Das wirst du nicht...", lächelte Eross, "das werde ich verhindern!"

"Wie willst...?", kam es erstaunt von Rainbow.

"Weißt du...", begann Eross, "der Schattenlord, Daeron hat meine Eltern auf dem Gewissen... und das Kind meiner Schwester... und viele andere auch! Und dafür wird er sterben, durch mein Schwert, ich werde ihm den Kopf eigenhändig von den Schultern reißen und dabei seine Qualen genießen!!!"

Seine Augen begannen rot zu leuchten und Rainbow wich entsetzt einen Schritt zurück.

"Eross?!", stotterte sie, "was ist mit dir?!"

Dann verfärbten sich seine Augen wieder normal und Eross sank zu Boden.

Schluchzend lag er da und keuchte, während sich Rainbow vorsichtig über ihn beugte.

"Das... hätte nicht passieren dürfen!", wimmerte Eross, "das hätte verd...!"

"Was war das?", fragte Rainbow ein zweites Mal, dieses Mal mit fester Stimme.

"Es war meine dunkle Seite, meine böse... sie ist erbarmunslos und blutrüstig... und wird alles, was ihr im Weg steht vernichten! Und weil sie so gefährlich ist, darf sie nicht die Oberhand gewinnen... aber manchmal passiert es... so wie eben..."

"Du Armer...", flüsterte Rainbow sanft, "das mit deiner Familie tut mir echt leid, und ich wünsche mir nichts sehnlicheres als auch eine zu haben..."

"Tja... ich auch... wieder...“, seufzte Eross und erhob sich, "aber jetzt müssen wir los, eine Schlacht schlagen!"

"Dann geh... ich werde gleich kommen...", hauchte sie.

Im Türrahmen drehte er sich noch einmal um und blickte Rainbow Dash ernst an.

"Versprich mir, dass du deine wahren Emotionen zeigst, wenn ich wieder in meine Raserei verfallen sollte, VERSPRICH ES, BITTE!!!"

"Ich verspreche es!"

Dann war Eross verschwunden.

---

Als Atlanas die Treppe des Ziegenpalastes herunterkam, war er von der Gewaltigkeit und schier endlosen Größe der Völker-von-Equestria-Armee (kurz VvEA) beeindruckt.

Die Battaillione standen regungslos und mit den Waffen im Anschlag perfekt gerade in Reih und Glied, daneben die Panzerdivisionen und die Kriegszüge mit Flak und den K5-Eisenbahngeschützen.

Doch den skurrilste Anblick bot definitiv der Ziegenbock, der auf dem Boden saß und gemütlich mit Luna eine Tasse Tee schlürfte.

Kopfschüttelnd blieb er vor den beiden stehen und wusste nicht so recht, was er sagen sollte...

"Auch nen Tee?", fragte der Ziegenbock grinsend, "der ist echt gut...!"

"Wieso trinkt ihr Tee?", fand Atlanas endlich wieder Worte, "ich denke, wir wollen...!"

"Ja, wollen wir auch...", kicherte Luna, "aber wenn ihr so lange braucht..."

Atlanas fiel nichts passendes ein, was er hätte kontern können.

Also schnappte er sich resigniert die Kanne und goss sich eine Tasse ein.

"Fehlt nur noch Eross...", murmelte der Ziegenbock, "wo der nur wieder steckt...?!"

---

Safiras Zimmer lag direkt neben dem von Eross und hatte eine Verbindung untereinander.

Genau an dieser Tür stand der Pegasus jetzt und wartete nach mehrmaligem Klopfen auf ein Zeichen seiner Freundin.

Aber es bleib still.

Energisch rief er noch einmal:

"Safira, wir müssen los... alle warten auf uns beide!"

Immer noch nichts.

"Safiiira... mach bitte auf, sonst komme ich rein!"

Stille.

Mit Anlauf und einem lauten "Krach!" donnerte Eross schließlich durch die Tür und legte sich schon die passenden Worte für sein plötzliches Eintreten parat, doch Safiras Zimmer war verwaist.

Nun hielt ihn nichts mehr.

Wie ein Blitz raste Eross die Treppe herunter und knallte dabei frontal mit einem Boten zusammen.

Durch den Aufprall gingen beide zu Boden und Eross rappelte sich als erster wieder auf.

"Kannst du nicht aufpassen?!", fuhr er den Boten verärgert an.

"Entschuldigung, General Eross, das soll nicht wieder vorkommen... aber wartet bitte noch kurz, ich habe eine Nachricht für euch!"

"Her damit!", forderte Eross und bekam prompt die Schriftrolle übergeben, riss den Deckel ab und las hastig.

Dann versteinerte seine Miene schlagartig und er schnappte entsetzt nach Luft.

Der Bote blickte ihn verwundert an, als schlagartig Bewegung in Eross kam.

Seine Augen begannen rot zu funkeln und der Bote tastete panisch nach seinem Schwert.

Doch Eross interessierte sich nicht für ihn.

Wutentbrannt raste er auf eine der Fenster zu und brüllte, während er durch die Scheibe brach:

"ICH WERDE JEDEN EINZELNEN SCHATTEN UND JEDEN NAZI, DER MIR IN DIE QUERE KOMMT JEDES KÖRPERTEIL EINZELN ABREIßEN UND IHN DIE QUALEN LEIDEN LASSEN, DIE ER MIR ANGETAN HAT!!!"

Der Bote sah Eross unsicher hinterher, ehe er den Zettel vom Boden aufhob und las:

Eilmeldung an General Eross

von H.Senge und N.Kliev, beide 30.Kompanie leichte Infantrie

Der Spionagetrupp unter der Führung von Captain Safira ist in den frühen Morgenstunden des heutigen Tages von einer ungefähr 300-Nazipony starken Truppe überrascht und bis auf besagten Captain getötet worden, welche in Gefangenschaft geriet, Standort unbekannt. Wie...

---

"Wo steckt der denn, verdammt noch mal?!", meckerte der Ziegenbock, "hat der nicht begriffen, dass es...?!"

"Ich glaube, ich gehe suchen... vielleicht ist ja irgendwas...", wollte Atlanas seine Freund beruhigen, als plötzlich Gemurmel laut wurde und die drei Generäle in Richtung dieses Tumults blickten.

Da brachen auch schon die dichten Reihen der wartenden Soldaten auf und ein atemloser Bote stürzte heraus und keuchte:

"Diese... Nachricht... lest selbst..."

Luna war die erste, deren Gesichtszüge vereisten.

"Oh oh...", bemerkte Atlanas treffend, denn er erinnerte sich nur zu gut an einige Wutausbrüche seines Freundes...

"Wo ist Eross jetzt?!", donnerte der Ziegenbock unwisch.

"Er... ist davon... geflogen... ich konnte... ihn nicht..."

"Schon gut...", beruhigte Luna ihn, "es ist nicht zu ändern, und wahrscheinlich auch besser so... immerhin richtet Eross so hier keinen Schaden an..."

"Da stimme ich euch zu, Prinzessin, aber er alleine gegen die Nazis? - Das wird er nicht schaffen, und ich muss ihm helfen, es ist meine Pflicht als sein Freund!", warf Atlanas ein.

"Aber wir brauchen dich, die Armee braucht dich!", entgegnete der Ziegenbock.

"Bevor ihr euch hier rumstreitet...", schritt Luna ein, "schlage ich vor, seinen Spuren zu folgen... und die führen, wenn er Safira sucht, zuerst nach Ponyville! Also lasst uns dort beginnen!"

"Einverstanden, Prinzessin... dann los!", rief Atlanas freudig, "lasst uns Ponyville befreien!!!"

Und der Ziegenbock brüllte über die Köpfe seiner Soldaten hinweg:

"ATTACKE!!! TRETEN WIR DEN NAZIS IN DEN ARSCH!!! BEFREIEN WIR PONYVILLE UND EQUESTRIA!!!"

Unter lautem Schlachtgesang setzte sich die gewaltige Streitmacht in Bewegung.

---

Kapitel 4 - Das Lager Bearbeiten

Der Zug wurde von einer gewaltigen schwarz verkleideten Stromlinien-Dampflok geführt.

Vorne auf ihrem Kessel prangte ein riesiges Hakenkreuz und sie erweckte den Eindruck eines nicht aufhaltbaren Kolosses, der einfach alles in seinem Weg in Grund und Boden stampft, wenn es nicht rechtzeitig genug ausweichen kann.

Geschützt wurde die Maschine durch etliche Flak-Geschütze, die auf den ersten Waggons montiert waren.

Die Wachmannschaften suchten ständig mit Ferngläsern den Himmel nach feindlichen Flugobjekten ab um jederzeit schussbereit zu sein und die Passagiere schützen zu können.

Zumindest die in den Erste-Klasse-Waggons...

Die in der "Vieh-Klasse" waren egal, es waren die Reste der Zebras, die auf Sweet Apple Acres versteckt gewesen waren und dort Flugblätter gedruckt hatten.

Dagegen waren in der ersten Klasse die hohe Beamtin Rarity Himmler und ihre Handlangerin Pinkamena Pie nebst Bewachern und Personal auf dem Weg in das neu errichtete "Arbeitslager", in dem die Zebras durch harte Arbeit und "natürliche Auslese" den Tod finden sollten... oder doch einfach gleich gefoltert und dann ermordet werden.

Rarity war stolz auf sich, denn es war allein ihre Idee gewesen... bloß schade, dass ihre Schwester nicht dabei war... überhaupt hatte sie sie seit Tagen schon nicht mehr gesehen.

Aber unwichtig, fand sie, immerhin konnte SIE so mehr "Spaß" haben... beim Foltern und Töten...

Diabolisch lächelnd lehnte sie sich in den Polstersessel zurück und schloss die Augen.

Und lauschte den Schmerzensschreien von Applejack aus dem Nachbarabteil...

---

Pinkie grinste hämisch, als sie vor die gefesselte Applejack trat und diese ihr direkt in die Augen sehen musste.

Ihre Peitsche war von Applejacks Blut vollkommen durchweicht und fühlte sich gut an.

"Na Applejack?!", kicherte Pinkie böse, "weißt du was das beste ist: Das hier ist erst der Anfang eines langen schmerzhaften Weges... am besten, du genießt es, solange wir noch Zug fahren... glaub mir, im Lager angekommen habe ich eine größere und schmerzhaftere Auswahl an Folterwerkzeugen... und du darfst jedes einmal benutzen... auch zweimal wenn du möchtest... oder je nach dem wie ich Lust habe!"

"Wenn ich loskomme... dann... werde ich...", keuchte Applejack zähneknirschend.

"Dann wirst du was?!", fragte Pinkie schief grinsend.

"... dann wirst du bezahlen, für das, was du den Zebr..."

Weiter kam sie nicht, denn Pinkie schlug ihr so fest ins Gesicht, dass Appejack fast ohnmächtig wurde und Pinkie sie wieder zu sich nach oben riss.

"DU WAGST ES AUCH NOCH, DIESE MIESEN HINTERHÄLTIGEN VERRÄTER ZU SCHÜTZEN?!?!", kreischte Pinkie hysterisch, "DAFÜR WERDE ICH DIR JEDEN KNOCHEN EINZELN AUSREIßEN!!! ABER ZUERST...!!!"

Sie packte das Bauernmädchen an der von Blut durchnässten Mähne und riss ihren Kopf nach hinten.

Mit dem anderen Huf hob sie ein Messer über Applejacks Kopf, die wie wild zu zappeln begann.

"... WERDE ICH DICH MUNDTOT MACHEN!!!", schrie Pinkie und schlug Applejack wieder gegen den Kopf.

Gezwungenermaßen öffnete sie den Mund und Pinkie schob ihre Klinge hinein und drückte leicht zu.

---

Sein Standpunkt auf einer Signalbrücke war perfekt.

Er sah den Zug schon aus fünf Kilometer Entfernung durch die Ebenen donnern.

Und lächelte.

So einfach hatte er sich die Sache wirklich nicht vorgestellt.

---

Immer näher raste das schwarze Ungetüm heran.

Die Lokführer wunderten sich, warum an der Signalbrücke ein Flügel fehlte, aber nicht auf ihrem Gleis, und daher war es ihnen auch egal... sie hatten schließlich Wichtigeres zu tun als sich um defekte Signale zu kümmern.

Mit 160km/h flitzte der Zug unter der Brücke hindurch und wieder auf offene Strecke.

Niemand hatte den kleinen Aufprall vorne auf der Dampflok bemerkt...

Erst die Kanoniere des ersten Flaks sahen die Gestalt, die vollkommen von Dampf umgeben war schemenhaft auf dem Kessel stehen.

Und eröffneten das Feuer.

---

Robert grinste nur diabolisch und ließ sich durch das Seitenfenster ins Führerhaus fallen, krachte in den völlig überraschten Heizer, riss ihm die Schaufel aus den Hufen und rammte sie dem Lokführer durch den Bauch.

Der Heizer griff nach seiner Pistole, doch Robert war schneller, packte ihn mit seiner Magie und warf ihn in die offene Feuerbüchse, ehe er sich wieder dem stöhnenden Lokführer zuwandte, die Schaufel aus seinem Magen riss und ihn mit wenigen gekonnten Stichen den gesamten Inhalt des Bauchraumes zu lösen, um ihn anschließend in alle Richtungen zu verteilen.

Die wahnsinnigen Todesscheie des Heizers hatten sogar die Nazis im ersten Wagen gehört, sich daraufhin ihre Sturmgewehre geschnappt und waren auf das Waggondach geklettert - nur um einen Schwung Kohle aus dem Tender ins Gesicht zu kriegen und dadurch vom Zug zu stürzen.

Die Schützen an den Flaks waren aufs Höchste alamiert, konnten aber ihre Posten nicht verlassen, was Robert sehr gelegen kam, der eben mal die Ölleitung der Ölzusatzfeuerung aus ihrer Verankerung riss, dadurch das gesamte Öl im Tender verspritze und diese Mischung dann anzündete, wodurch eine Kohlenmonoxidwolke geradewegs auf den Feind zuschoss...

Mit einem schelmischen Gesichtsausdruck sprang Robert über das Inferno hinweg und krachte durch die verschlossene Tür in den Gepäckwagen, in dem sich noch zwei überraschte Schatten befanden und ihre MGs auf ihn richteten.

Doch obwohl sie abdrückten kamen keine Kugeln aus den Läufen.

Grinsend riss Robert ihnen die Gewehre mit Magie aus den Hufen und jagte dem einen beide Magazine durch die Rippen.

Nummer zwei versuchte in die hinteren Waggons zu entwischen, doch ein quergestelltes Sicherheitsgitter auf dem Übergang zwischen den Wagen ließ ihn zu Boden gehen, ehe Robert sich über ihn stellte.

Und über ihn hinweg trat.

Sein Glück kaum fassend richtete sich der Schatten auf.

In diesem Moment rissen beide Übergänge aus den Waggons und stürzten mit dem schreienden Schatten darauf auf die Schienen und wurden von den hinteren Waggons überrollt.

Amüsiert beobachtete Robert die Szene, bevor er mühelos die verriegelte Tür in den ersten Personenwagen trat.

Und diabolisch lächelnd hinein spazierte.

---

Eross sah das Lager schon aus Entfernung.

Er wusste, dass Safira dort war, er spürte es, er konnte sie schon fast riechen.

Er war entschlossen.

Und erbarmunslos.

---

Der Waggon war leer.

Aber Robert wusste genau, dass sie nicht weit seien konnten... und dass er trotzdem seinen Spaß haben würde...

Die Flak auf dem Dach störte ihn nicht im Geringsten, unbeachtet schlenderte er fast schön gemütlich über den nächsten Übergang in Wagen Nummer drei, natürlich nicht ohne vorher den hinter der Tür versteckten Sprengsatz mitsamt der Tür abzureißen und in den Waggon zu schleudern.

Auch der sich in der Toilette verschanzende Nazi entging ihm nicht und durfte zur Belohnung im Abwassertank tauchen gehen.

Gelangweilt schmiss Robert die ihn nervenden Flak-Schützen aus dem halb gesprengten Wagen, bevor er sich zum letzten Personenwagen umdrehte.

Da es ihm zu doof war, die drei Schützen mitsamt Minen und anderem ihn sowieso nicht aufhaltenden Kram hinter der Tür mit der Faust zu bekämpfen, riss er eine Achse aus dem Waggon unter sich und schleuderte sie in den Wagen von sich.

Mit lautem Krachen und Knirschen zerbarst nahezu die gesamte Vorderseite und wurde dann noch durch die Sprengsatzdetonationen in alle Richtungen, einschließlich nach hinten auf Rarity Himmler und Genossen geschossen.

Der Wind riss den Holzstaub sofort nach hinten und gewährte Robert freie Sicht auf seine Opfer.

Und Applejack, die auf dem Boden lag und ihn entsetzt und gleichzeitig glücklich anstarrte.

Dann hatten die Naziponys offensichtlich begriffen, dass nun Weglaufen angesagt war.

Panisch sprangen sie über das herunterhängende Dach auf die Viehwaggons voller Zebras und versuchten dem rasenden Robert zu entkommen, der für einen Moment neben Applejack stehen blieb und diabolisch lachte:

"Die entkommen mir nicht mehr... der Spaß wird unendlich sein!"

Verwirrt und unsicher blickte sie ihrem Retter hinterher.

Das Blut in ihrem Mund erinnerte sie daran, was geschehen wäre, wenn er nicht gekommen wäre...

Applejack schluckte.

Ohne Stimme...

Sie wusste nicht, was sie glauben sollte.

Das einzige, was sie realisierte, war die Tatsache, dass mit Robert etwas nicht stimmte... ganz gewaltig nicht stimmte...

---

"LOS SCHNELLER!!!", brüllte Rarity panisch, "ER DARF UNS NICHT ERREICHEN!!! HALTET IHN AUF!!!"

Auch wenn die Nazis wussten, dass ihre Chancen auf einen Sieg gleich null waren, blieben sie dennoch stehen und schossen auf den an nahenden Robert, an dem die Kugel jedoch einfach abprallten.

Wütend über diese nervigen "Dinger" riss Robert kurzerhand die Telegrafenleitungen neben der Strecke von den Masten und schlug damit mit einer solchen Wucht auf den Feind, dass einige der Naziponys einfach in Fetzen gerissen wurden, während er andere seelenruhig mit den Kabeln strangulierte.

Das Blut klatschte ihm ins Gesicht und er spürte förmlich das Leid seiner Opfer, ehe ihre toten Körper von Zug gerissen wurden und ihre Seelen in die Hölle wanderten... wunderbar!

Dann fiel der letzte Schütze vom Zug und Robert hatte freies Angriffsfeld auf Pinkie und Rarity, die beide kurz vor Zugende über die Waggondächer vor ihm weg hetzten.

Kopfschüttelnd breitete er seine Flügel aus und ließ sich vom Fahrtwind mitreißen, ehe er direkt hinter den beiden landete und finster lachte:

"Der Spaß ist unendlich...!"

Sie fuhren herum und Rarity wich sofort weiter zurück, während Pinkie schnaubte:

"Das wollen wir doch mal sehen... mach dich auf Pinkamena Pie gefasst!"

"Ich muss mich auf niemanden gefasst machen!", dröhnte Robert belustigt, "ich weiß alles... einfach alles...!"

Und ehe Pinkie hatte sich einen Reim darauf machen können war er plötzlich DIREKT vor ihr und verpasste ihr einen Schlag mitten auf den Kopf.

Ohnmächtig sackte das pinke Pony zur Seite und Robert packte Rarity mit der Magie.

Sie quietschte blass vor Angst:

"Bitte... verschone mich! Töte lieber Pinkie, die hat mehr Schuld, die..."

"Aber sie ist bewusstlos!", grinste Robert schief, "und das ödet mich an... außerdem hast DU die Vernichtung der Zebras geplant! Und dafür wirst du nun bezahlen!!!"

Sie konnte sich aus seinem Klammergriff nicht befreien und er schlug sie zuerst einige Male heftig auf das Waggondach, ehe er ihr Monokel in der Mitte zerbrach und je eine Hälfte in ein Auge stach.

Ihre Schreie vermischten sich mit seinem wahnsinnigen Lachen und ließen es weit durch die Ebenen tönen.

Dann riss er die Nägel aus der Dachpappe und rammte einen nach dem anderen in ihren Bauch, ehe er anschließend das ganze noch mit einem Gewehr und dann Raritys eigenem Horn machte.

Schließlich packte er die halbtote Zebra-Massenmörderin am Hals und hielt sie nach oben.

"Wir werden uns bald wiedersehen...", waren die letzten Worte, die Rarity vernahm, "in der Hölle!!!"

Das Signal stand ihrem Kopf im Weg.

Doch es war auch aus dem härteren Material...

Ihr restliches Blut spritzte aus dem Hals und Robert direkt ins Gesicht.

Wahnsinnig grinsend wandte er sich der am Boden kauernden und zitternden Pinkie zu.

"Der Spaß wird unendlich sein...!", lachte er böse, "bereite dich auf eine Reise ohne Wiederkehr vor..."

In diesem Moment krachte es mörderisch an der Lok und Robert und Pinkie sahen ein Tor rechts zur Seite fliegen.

Dann donnerte der Zug auch schon mitten in das Arbeitslager.

Und über eine falsch gestellte Weiche...

Mit einem hässlichen Kreischen bohrte sich die Lok voran mitten in die Nazikaserne des Lagers und der Kessel explodierte mitten in dem Gebäude.

Die Waggons schoben sich kreuz und quer über-, neben- und untereinander, bevor sie auch den Rest der Kaserne unter ihrem Gewicht zum Einsturz brachten.

Robert war lange vor dem Aufprall abgesprungen und auf einen der Wachtürme geklettert und beobachtete nun belustigt, wie die gefangenen Zebras erst die Waffen im ersten Waggon, dann ihre Artgenossen in den Viehwagen und schließlich die aus dem brennenden Trümmerhaufen gestolperten Nazis bemerkten... und realisierten, dass SIE jetzt AUCH bewaffnet waren...

Dann begann ein Massaker, wie er es selten gesehen und mehr genossen hatte.

Mit einer unglaublichen Wut zerfetzten die Zebras förmlich ihre Peiniger, rissen ihnen die Gedärme aus oder prügelten so lange auf sie ein, bis sich der Feind nicht mehr regte.

Auch die arbeitenden Zebras hatten sich gegen die Nazis erhoben und droschen mit Hämmern, Spitzhacken und anderen Werkzeugen auf den Feind ein, der gegen diese Übermacht fast schon machtlos war.

Doch auf dem Turm wurde es Robert schnell zu langweilig, er wollte mitkämpfen... also schwang er sich mitten in eine Gruppe Nazis hinein, packte den Signalflügel, den er vorhin abgerissen hatte und ließ ihn einem nach dem anderen quer durch den Körper sausen.

Grinsend wandte er sich dem Haupttor zu, an dem gerade ein neues Bataillon Schatten eintraf um die revoltierenden Zebras zu stoppen.

Robert riss das Tor und den daneben stehenden Wachturm aus dem Boden und fegte damit die Schatten zwischen die Zäune - mitten ins Minenfeld.

Die Explosionen und Schreie der verreckenden Schatten waren mörderisch und Robert stimmte ein Lachen an, das die Zebras im Umkreis zurückweichen und zittern ließ.

Aber sie interessierten in weniger, die Nazis waren das, was er leiden sehen wollte... einer zurückweichenden Gruppe der Uniformträger verpasste er den Wachturm - mitten auf die Schädel und mit solch einer Wucht, dass sämtliche Knochen zersplittert wurden.

Die Reste des Bataillon bewarf er noch mit zwei Baracken, ehe er sich den noch kämpfenden Nazis zuwandte, die mit aller Kraft versuchten, die Zebras aufzuhalten.

Das Alihorn riss den Stacheldraht aus den Zäunen rings um das Lager und wickelte diese um die Nazis, ehe er mit aller Kraft zog.

Das Resultat waren entweder schreiende kampfunfähige Nazis mit Stacheldraht in tiefen Wunden oder die Variante mit einem höheren Zerfetzungsgrad... also am besten gleich Hackfleisch... denn die Zebras stürzten sich auf die (noch) Lebenden und ließen nicht mehr viel von ihnen übrig.

Auch die restlichen sich wehrenden Nazis und Schatten hatten gemerkt, dass sie keine Chance mehr hatten, die Lage in den Griff zu kriegen, und versuchten zu fliehen.

Doch nicht nur die Zebras verfolgten sie, nein, es gab auch noch diverse Überraschungen von oben beziehungsweise hinten in Form von Metall- und Holzteilen, Landminen, Baracken, Backsteinen und anderen Dingen, die Robert gefunden hatte und die er passend zu Nazi-Schießen befand...

Eine knappe Stunde später regte sich kein einziger Nazi oder Schatten mehr.

Die Zebras jubelten und einige nährten sich Robert, der schon seit einiger Zeit unbeweglich mitten in den Trümmern stand und seinen Blick starr auf den Horizont gerichtet hatte.

Zecora war die erste, die eben ihn trat und unsicher fragte:

"Robert, was habt Ihr?"

"Es wird weitergehen... und ich muss gewappnet sein..."

"Wie bitte?"

Er drehte sich zu ihr und sein Blick bohrte sich tief in sie.

"Das Böse ist noch nicht besiegt... aber es wird vernichtet werden..."

"Ja, das verstehe ich, aber..."

"Geht zu den Ziegen, helft ihnen... ich habe noch etwas zu erledigen..."

Mit diesen Worten schwang er sich unvermittelt in den Himmel und sauste wie ein geölter Blitz davon.

Verwirrt und eine Spur zutiefst glücklich über die Rettung ihres Volkes blickte Zecora dem großen Helden nach.

Aber auch sie merkte, dass etwas mit ihm nicht stimmte...

---

Die gewaltige Streitmacht der Völker Equestrias erreichte das völlig zerstörte Ponyville gegen Nachmittag.

Brände griffen um sich und die Stadt war verlassen.

Erst jetzt wurde Luna das Ausmaß der Zerstörung recht bewusst.

Und dass mit Robert etwas gewaltig nicht stimmen konnte...

---

"Wir lagern vor den Toren!", befahl der Ziegenbock, "morgen greifen wir dann Canterlot an!"

Erleichtert marschierten die Soldaten das letzte Stück aus den Trümmerhaufen hinaus und begannen, Zelte und kleine Unterstände zu errichten, während sich andere um die Versorgung des Lagers kümmerten.

Atlanas traf als letzter beim Generalswaggon ein und musste schmunzeln, als den Ziegenbock und Luna Kekse knabbernd und Tee schlürfend vorfand.

"Du wirst ja noch ein richtiger Tee-Freak!", grinste Atlanas.

"Ach nee...", winkte sein Freund ab, "Tee verweichlicht auf Dauer..."

"Gar nicht wahr!", verteidigte sich Luna, "sonst wäre ich ja wohl jetzt nicht hier dabei!"

"Es wäre aber auch besser so gewesen...", meinte Atlanas besorgt, "euer Kind..."

"Ach Quatsch!", verteidigte sich Luna, "das dürfte eh noch dauern... und außerdem braucht mein Volk mich als Anführerin... jetzt wo..."

Sie stoppte und eine Träne rollte über ihre Wange.

Der Ziegenbock nahm ihren Huf.

"Prinzessin, das ist alles nicht so schlimm... denn eure Schwester kann nichts dafür!"

"Eben!", stimmte Atlanas zu, "der einzige, der an dieser Misere schuld ist, ist Daeron!"

"Aber Robert ist auch... so..."

"Ich weiß...", gab der Ziegenbock besorgt zu, "normalerweise war so ein Wutanfall immer relativ kurz... aber jetzt scheinen da mehrere Sicherungen durchgebrannt zu sein..."

"Aber wo wollte er hin, nachdem er dich dich gerettet hat?", fragte Atlanas Luna.

"Ich weiß es nicht...", seufzte sie resigniert, "wenn doch nur..."

Plötzlich schoss eine Ziege in den Waggon und keuchte atemlos:

"Da... kommen Zebras... von Süden..."

Erstaunt sahen ihn die drei Generäle an.

"Von SÜDEN?!", kam es höchst überrascht von Luna.

"Jaaa...", stöhnte der Bote, "die Männer laufen schon hin..."

"UND WENN DAS EINE FALLE IST?!?!", schrie der Ziegenbock panisch, doch der Bote war noch nicht fertig.

"Es sind keine Schatten... das haben die Pegasi schon ausgekundschaftet..."

"Und weiter?!"

"Am besten, ihr verschafft euch selbst ein Bild der Lage..."

---

Luna, Atlanas und der Ziegenbock rannten im Laufschritt zu den herannahenden Zebras, die von den Soldaten herzlich in Empfang genommen wurden, ehe sich die Sanitäter auf die Schwachen und Verletzten stürzten und sie in die Lazarettzüge trugen.

Erstaunt blieben die drei Freunde stehen und blickten auf die glücklichen und erleichterten Gesichter aller, die sich hier so herzlich umarmten und miteinander schmusten, ganz gleich ob Zebra, Ziege, Pony, Black-Pony oder Giraffe.

Dann brachen die Reihen auf und Zecora trat mit Applejack, die ein bisschen humpelte und sich auf dem Zebra abstützte nach vorne vor die Generäle.

Sofort fiel der Ziegenbock seiner Freundin mehr als nur erstaunt in die Arme.

"Applejack?", fragte er verwundert, "ich dachte, du bist zuhause im Ziegenpalast und bei Fluttershy..."

"Nein...", keuchte sie, "ich war... auf Sweet Apple Acres, als die Nazis kamen..."

"WAAAS?!", brüllte der Ziegenbock entsetzt, "aber Eross und Atlanas haben gesagt... MOMENT MAL...!!!"

Er drehte sich wutschnaubend zu seinem Freund um, der immer kleiner wurde.

"WAS HAST DU MIR DA ERZÄHLT?!?!", fauchte der Ziegenbock wütend, "UND JETZT LÜG BLOß NICHT RUM!!!"

"Ich... wollte doch... nur...", stammelte Atlanas kleinlaut.

"WAS WOLLTEST DU NUR?!?!"

"Dass... du dir... keine Sorgen machst... und mit uns kämpfst..."

"OH MAN!!!", tobte der Ziegenbock knallrot vor Wut, "DU VERSCHWEIGST MIR, DASS MEINE FREUNDIN IN DER GEWALT DIESER VERBRECHER IST, NUR DAMIT ICH EUCH HELFE!!! - OH MANN, ICH KÖNNTE DICH...!!!"

"Hey, jetzt ist´s mal gut!", bestimmte Luna energisch, "Ziegenbock, ich kann verstehen, dass du jetzt gerade extrem sauer bist, aber sieh es doch mal positiv: Applejack ist gesund und munter wieder bei dir! Und Atlanas, du solltest beim nächsten Mal wirklich die Wahrheit sagen... denn Freundschaft heißt einander vertrauen!"

Atlanas sah beschämt zu Boden, bevor er einräumte:

"Ja... es tut mir leid..."

Und dann, an der Ziegenbock und Applejack gerichtet:

"ICH WAR SO EIN VOLLIDIOT!!! WENN DAS MIT FLUTTERSHY PASSIERT WÄRE, DANN...!!!"

"Schon gut...", lächelte der Ziegenbock, "es ist ja noch einmal alles gut gegangen... aber versprich mir..."

"ICH VERSPRECHE ES!!!", gelobte Atlanas feierlich, "DICH NIE WIEDER ANZULÜGEN!!!"

"In Ordnung... Entschuldigung angenommen..."

"Ähmmm...", meldete sich Zecora zu Wort, "Prinzessin, ich hätte da etwas, das euch interessieren dürfte..."

"Na dann raus damit..."

"Also, Robert hat... das komplette Lager, das vermeintliche Asylheim befreit..."

"Was für ein Lager? - Und was für ein Asylheim?!", fragten der Ziegenbock, Luna und Atlanas überrascht.

"Ein Ort, der an Grausamkeiten kaum noch zu überbieten ist... oder besser war... ein Ort, an dem mein Volk vernichtet werden sollte... systematisch vernichtet."

"WAAAS?!", schrien die Umstehenden entsetzt.

"Ja, das ist leider kein Spaß... die Nazis und Schatten haben uns arbeiten lassen... und wer nicht mehr konnte, wurde einfach... entsorgt, wie sie es genannt haben...", schluchzte Zecora und Luna nahm sie in die Arme.

"SIE HABEN EUCH ALLE TÖTEN WOLLEN?!?!", keuchte Atlanas entsetzt.

"Ja...", übernahm nun Applejack, "Pinkie hat mir, während sie mich gefoltert hat, alles erzählt... die Nazis wollten alle Zebras dieser Welt vernichten... und das war alles durch Rarity geplant... sie hat einen Plan gemacht, der die genaue Vernichtung von A bis Z beschreibt und erklärt..."

Auch Luna begann zu verstehen, was dort wirklich abgelaufen sein musste...

"Das heißt, sie...?!"

"Ja. Entweder durch Schwerstarbeit oder Folter... einen Part, den Pinkie gerne übernommen hat..."

Applejack spuckte auf den Boden.

Der Ziegenbock blickte sie erschrocken an.

"Dich auch?!", fragte er zitternd.

"Mich auch... sieh dir meinen Rücken an... aber das ist jetzt eher nebensächlich..."

"ABER DU BIST MIR WICHTIG!!!", schrie der Ziegenbock wütend, "UND ICH WERDE...!!!"

"Ja, ich werde Pinkie auch töten, wenn..."

"Schon vergessen, dass Pinkie MICH fast getötet hat?!", mischte sich Atlanas ein und Luna schritt ein.

"Jetzt mal Stopp! - Ihr habt mit euren Privatgesprächen mal kurz Sendepause!"

Und an Zecora gerichtet:

"Zecora, was ist dann heute passiert?"

"Also, ich beginne mal ganz von vorne... die Nazis haben uns wie jeden morgen aus den Betten gezerrt und uns vor unserer Behausung antreten lassen... dann haben sie wie immer mich aus der Mitte gezerrt mich erst mal ordentlich geschlagen... so wie immer, nur um die Kampfmoral aller zu schwächen. Dann ging´s zur üblichen Morgenarbeit, danach gab´s Mittag... solche Scheußlichkeiten habt ihr noch nicht gegessen... und dann nochmal zum Appell. Sie haben sich wieder mich raus gegriffen und offenbar beschlossen, dass ihr die vermeintliche Anführerin eines Widerstandes innerhalb des Lagers bin... und das hieß im Klartext Todesstrafe... also haben sie mich gefesselt und zum Galgen gezerrt... sie haben meistens täglich einen gehängt, um allen zu zeigen, wie mächtig sie sind... jedenfalls wollten sie auf den Zug mit den gefangenen Widerständlern warten um auch ihnen gleich zu Beginn zu zeigen, was sie erwartet..."

Sie stoppte und schniefte einmal, ehe sie fortfuhr:

"Doch der Zug kam schon zu schnell an... mit knappen 200km/h ist er durch die zwei Tore gebrettert und hat sich anschließend in die Nazi-Kaserne gebohrt... mitten rein... und anschließend ist die Lok explodiert und hat schonmal etliche Nazis außer Gefecht gesetzt!"

Sie begann zu strahlen und schüttelte mit dem Kopf.

"Der erste Waggon war voller Waffen... und meine Artgenossen standen direkt davor... der Rest erklärt sich von selbst..."

"Das heißt, ihr habt euch selbst befreit?"

"Nein... ich denke, ohne Robert wäre das möglich gewesen, aber ein ziemliches Massaker auf unserer Seite geworden..."

"ER WAR DA?!", keuchte Luna überglücklich, "UND HAT ER...?!"

"Du hättest ihn erleben müssen... ich stand da, immer noch gefesselt und festgehalten von den Wachen und er bewirft die Nazis einfach mit kompletten Baracken, durchlöchert sie mit Nägeln, reißt ihnen jedes Organ einzeln aus und lässt ein komplettes Bataillon Schatten ins Minenfeld rennen!"

Atlanas und der Ziegenbock grinsten.

Ja, das war Robert, so wie immer...

"Aber etwas stimmte nicht mit ihm...", bemerkte Zecora unsicher, "seine Augen leuchteten blutrot und diese... Kraft... mit der er einfach alles zerfetzt hat... sie war so mächtig... fast schon eine göttliche Kraft..."

Atlanas dachte an Niben... und erinnerte sich prompt auch an den Abend in New York, an dem Robert NIBEN zusammengeschlagen hatte... und wie entsetzt Niben Robert angesehen hatte...

Doch er verwarf dies wieder und fragte stattdessen Zecora:

"Wie seid ihr da raus gekommen?"

"Nun, Robert hatte so gut wie alle Nazis und Schatten getötet... und meine Leute den Rest. Doch dann ist etwas Merkwürdiges passiert..."

Zecora erzählte ihre Begegnung mit Robert ausführlich und niemand unterbrach sie.

Als sie geendet hatte, sah der Ziegenbock sie ernst an.

"Es stimmt... Robert muss die gesamte Kontrolle über sich verloren haben..."

"Ist das denn so schlimm?!", fragte Applejack, obwohl sie die Antwort schon kannte.

"Dann... ist nichts und niemand vor ihm sicher..."

"Wir auch nicht?!", zitterte Zecora, "heilige Ce... Luna, ich habe NEBEN ihm gestanden!"

"Aber er hat dir nichts getan... und anderen Zebras?"

"Auch nicht... er hat nur die Nazis und Schatten abgemurkst... das verstehe ich nicht..."

"Ich auch nicht, aber das soll uns jetzt nicht weiter stören... lasst uns ins Lager zurückkehren, den Soldaten sagen, dass wir morgen Canterlot angreifen und verliert kein Sterbenswörtchen über Robert!", bestimmte der Ziegenbock energisch.

"Das ist zwar riskant, aber gut... ich werde nichts sagen!", versprach Atlanas, "und ihr, Prinzessin?"

"Auch wenn es mir schwer fällt... ich halte dicht, einfach weil es besser für mein Volk ist..."

"Und für euch?", fragte Zecora und traf damit voll ins Schwarze.

"Für mich... ist es die Hölle. Aber ich kann es nicht ändern... und möchte so wenig wie möglich daran denken... also kommt, wir sollten so langsam... gehen..."

Schweigend kehrten die Freunde und restlichen Soldaten zurück.

Unsicher, was sie nun denken und tun sollten.

Und was mit Robert war.

---

Kapitel 5 - Blutrausch Bearbeiten

Der eiskalte Nordwind peitschte ihm ins Gesicht und zerzauste seine Mähne immer wieder, doch das störte Robert gar nicht, im Gegenteil, es freute ihn sogar, dass das Wetter so mies war.

Es war das perfekte Wetter um auch die vorletzte Nazi-Hochburg in Equestria zu vernichten, das Kristall-Königreich.

Es war eine Leichtigkeit gewesen, erst Baltimare, anschließend Fillydelphia und zu guter letzt auch noch Manehattan zu entnazifizieren... und es hatte gigantischen Spaß gemacht, einen Nazi nach dem anderen zu zerfetzten, zerstückeln, in Säure zu tauchen, zu ersaufen, in die Luft zu jagen oder anderweitig umzubringen... je grausamer desto besser.

Bei dem Gedanken an die Häuser, die er auf diese mickrigen Kreaturen hatte fallen lassen, musste er immer noch schmunzeln... und ihre Sterbensschreie erst... der Wahnsinn... genau das war es, wonach er gierte, was er wollte, das Leid zu hören, kurz bevor ihre Seelen in die Hölle wanderten.

Keine der drei Städte war unbeschadet davongekommen, in Balimare und Manehatten brannten die Stadtkerne und in Fillydelphia sah aus wie Dresden '45.

Dann erspähte er die Lichter der Kristallstadt direkt vor sich.

Wie ein gigantisches Leuchtfeuer glänzte es über die weiten Ebenen und durch den Sturm hinweg.

Den Sturm, den er geschaffen hatte.

Ihn hielt nun fast nichts mehr auf, seine Macht wuchs immer mehr und mehr.

Bald würde er unbesiegbar sein, die Frage war nur, wie viel Böses er noch töten musste, damit er es endlich geschafft hatte.

Im Sturzflug ging er durch den Regen hinunter und landete vor dem gewaltigen Stadttor des Kristallkönigreiches.

Ein Blitz zuckte über ihn hinweg und er brüllte über den Lärm des Donners hinweg:

"MACHT DAS TOR AUF!!!"

Nichts regte sich.

Immer hat man soviel Arbeit..., grummelte er, also schön...

Ein Blitz schoss aus seinem Horn und traf das Stadttor genau in der Mitte.

Die Explosion war mörderisch und riss gleich noch ein Stück der Mauer mit ein.

Beinahe schon schwebend glitt Robert über die Trümmer hinweg und stoppte neben einem Nazi, dessen Unterkörper unter einem gewaltigen Holzbalken begraben war.

"Bitte...", keuchte der mit letzter Kraft, "hilf... mir..."

"Aber sicher doch!", lachte Robert böse und sprang auf den Holzbalken.

Der Nazi schrie wie am Spieß und Robert lachte schallend, bis die Organe aus ihren Verankerungen rissen und er sie alle mit seinem letzten Atemzug auskotzte.

Diabolisch lächelnd schritt Robert weiter durch die Straßen direkt auf den Kristallpalast zu.

Die Schatten und Nazis, die sich ihm in den Weg stellten oder ihn kreuzten warf er in hohem Bogen über die Hausdächer, zerriss sie gelangweilt in der Luft oder schlug sie so oft gegeneinander oder andere harte Gegenstände, dass sie stöhnend und mit zersplitterten Knochen links und rechts seiner Route in ihrem eigenen Blut verreckten.

Er freute sich so sehr wie selten, nicht wegen des Leides um ihn herum, sondern gleich auf die Sondervorstellung...

Dann hatte er das Palasttor erreicht, und da er keinen Bock hatte anzuklopfen riss er einfach einen der riesigen Kristalle aus der Burg und schleuderte ihn durch das Tor.

Mit einem gewaltigen "RUMMS!!!" riss es das Schlosstor aus den Angeln und auch der linke Stützpfosten riss aus seiner Verankerung, wodurch die Vorhalle erst ach links knickte und schließlich unter lautem Donnern in sich zusammenbrach.

Ihm gegenüber standen ungefähr tausend Nazis und Schatten direkt vor Prinzessin Cadance und Shining Armor, die sich beide hinter einem Trupp Leibwachen verschanzten.

"HALTET IHN AUF!!!", quietschte Cadance panisch, doch Robert lachte nur schallend.

"Ich frage mich, wie ihr das machen wollt... Cyro kann man nicht aufhalten!!!"

In diesem Moment knackte es in der Aufhängung des gigantischen Kristallkronenleuchters über den Nazis und ehe einer hatte reagieren können stürzte das mehrere Tonnen schwere Ding direkt auf sie.

Es bohrte sich in den Boden und dieser begann, aufzureißen und in Stücke zu zerbrechen.

Eine bodenlose Schlucht tat sich in der Mitte des Thronsaales auf und verschlang etliche der Nazis sofort, andere rutschten langsam schreiend hinein, ehe sie auf Nimmerwiedersehen in der Erdspalte verschwanden.

Gigantische Steinbrocken brachen aus den Wänden und krachten auf die noch verbliebenen panisch umher rennenden Nazi-Ponys, zerquetschten etliche und stürzten dann unter lautem Donnern in die Erdspalte, die immer größer zu werden schien.

Obwohl um ihn herum die Welt unterzugehen schien war Robert die Ruhe in Person.

Gemächlich und sich am Leid und der Qual in der Luft erfreuend schritt der Ziegenkönig sicheren Schrittes über direkt vor ihm herunter stürzende Deckenteile wie über eine Brücke quer durch den in sich zusammenbrechenden Palast geradewegs auf den Thron und die sich dahinter verschanzenden Nazis zu.

Die Leibwächter von Cadance und Shining Armor nervten ihn mit ihrer ständigen Ballerei und er ließ die Kristallscheiben hinter ihnen zerbersten, ehe er die messerscharfen Splitter auf sie herabprasseln ließ, sie damit anschließend durchbohrte und sie schlussendlich schreiend in den Abgrund stürzten.

Ein Holzbalken der Größe eines ganzen Baumes sauste von der Decke und krachte genau quer über den Abgrund.

Auch wenn er hätte fliegen können balancierte der Ziegenkönig lieber über diese Brücke und blickte dabei amüsiert in Richtung der abstürzenden Naziponys, die schreiend in die Spalte stürzten und dann von der Erde verschluckt wurden.

Dann hatte er das andere Ende erreicht und mit ihm den Sandsackhaufen, hinter dem Shining Armor direkt vor Cadance stand und sein Schwert zwischen sich und Robert hielt.

In seiner Uniform sah er... erbärmlich aus, fand Robert desinteressiert, aber immerhin VERSUCHTE er gegen ihn zu kämpfen... also schon mal kein Feigling so wie die anderen Nazis...

"Bleib wo du bist...!", rief ihm der Hengst entgegen, "ich will dich nicht verletzen!"

"Du willst was?!", lachte Robert schallend, "mich NICHT verletzen?! - Aber was dann?!"

"Warum schließt du dich nicht uns an? - Oder, wenn das keine Option ist... dann... ergebe ich mich!"

"Du willst dich ergeben?!", kicherte der Ziegenkönig amüsiert, "aber warum denn? - Und warum sollte ich dich ziehen lassen?! - Du hast die Ponys genauso auf dem Gewissen wie deine Prinzessin auch, gib´s zu! Ich selbst habe gehört, was ihr diesen armen unschuldigen Kreaturen angetan habt... verfolgt, ermordet, aufgehängt! - Oder ist das etwa kein echtes Zebra, was da noch auf dem Marktplatz vor sich hin gammelt?!"

"Wir haben Fehler gemacht... aber jeder Fehler lässt sich wieder ausbügeln..."

"WIE DENN?!", brüllte Robert wütend, "WIE WOLLT IHR DAS MACHEN, DAS ZEBRA IST TOT!!! UND DEN TOD KANN NUR EIN GOTT AUFHALTEN!!! UND DU BIST KEIN GOTT!!!"

Shining Armor schwieg zitternd.

"Aber weißt du, wie es ist, ein Gott zu sein, aber keine Kraft zu haben, leer zu sein und nur von Körper zu Körper ziehen zu können ohne je einmal diesen Körper beherrschen zu dürfen?! - Aber jetzt habe ich den perfekten Körper gefunden, und ich werde meine alte Macht und Größe wieder erlangen, doch dazu muss ich alles Böse auf dieser Welt vernichten! Und DU gehörst dazu!!! HAHAHAHA!!!"

Mit diesen Worten riss Cyro Shining Armor die Wirbelsäule der Länge nach aus dem Rücken und der große Hengst stürzte unter Todesqualen schreiend auf den Boden.

Cadance begann hysterisch zu quäken und zu heulen, als sich das Blut ihres Gemahls über die Sandsäcke verteilte und auch an ihren Hufen klebte.

Sie hatte innerhalb kürzester Zeit alles verloren, wofür sie so lange geschuftet hatte und alle Risiken eingegangen war... und dabei auch den Schatten vertraut hatte.

Jetzt bekam sie die Konsequenzen dafür...

"Und nun zu dir...", lachte Cyro finster und machte einen Schritt über Shining Armor und damit auf sie zu, "mit dir habe ich noch eine Kleinigkeit vor..."

Sie versuchte nicht einmal wegzulaufen.

Es war vorbei.

---

Der Morgen brach an, und die Trompetenklänge tönten über das Zeltlager der Völker-von-Equestria-Armee hinweg, um die Soldaten zu wecken.

Auch Atlanas döste noch vor sich hin, als ihn plötzlich etwas Warmes über das Gesicht streichelte und dann in sein Ohr flüsterte:

"Aufstehen, mein Held... es ist Zeit, ihr müsst los...!"

"Fluttershy?!", fragte er überrascht und rieb sich die Augen, "was machst du denn hier? - Ich denke, unser Kind..."

"Die Ziegen haben gesagt, sie bräuchten jede Hilfskraft im Lazarett... und wo bin ich besser aufgehoben als da, wo mir jeder sofort helfen kann, wenn es sich unser Kleiner nun doch anders überlegt und einfach etwas früher kommt?!"

"Das stimmt auch wieder... na gut, da bist du ja auch sicher... ich dachte schon, du willst kämpfen...!"

"Nee, lass mal...", winkte sie ab, "ich war noch nie eine Soldatin und werde auch nie eine sein...!"

Atlanas stellte es sich grade vor... Fluttershy in Kampfanzug und mit Waffe im Anschlag.

Datei:FlutterGun.jpg

Und dem Tod ins Auge blickend...

Schnell verwarf er diese Idee wieder und schnaufte erleichtert, während er ihr über den Bauch streichelte:

"Das würde ich auch nicht wollen... schon gar nicht jetzt!"

"Ich weiß... und ich will auch nicht, dass du noch einmal so nach Hause kommst wie vor drei Tagen!"

"Ich verspreche es... dieses Mal lasse ich mich nicht von Pinkie aufhalten!"

"Wenn du sie erwischst, dann scheuer ihr bitte eine, aber richtig heftig!"

"Das werde ich... für mich, dich und unser Kind!"

"Weißt du was? - Genau so liebe ich dich, so wie du bist...!", hauchte sie glücklich.

"Und ich dich..."

Dann küssten sie sich.

Lange und ausgiebig.

---

Luna sah durch den Türspalt zu, wie die beiden sich zärtlich umarmten.

Sie wandte sich ab, setzte sich traurig auf ihr Bett und begann dann leise zu weinen.

Sie vermisste Robert so schrecklich.

---

Schließlich riss sich Atlanas schwermütig aus der Umarmung und klopfte an die Zimmertür des Ziegenbockes.

"Aufstehen, du Schlafmütze! Wir müssen looos!"

Es blieb still.

Atlanas öffnete die Tür und musste sofort grinsen, denn sein Freund hatte Besuch da.

Oder besser, er hatte mit dem Besuch gleich die ganze Nacht verbracht...

Applejack lag quer über dem Ziegenbock, der mit offenem Mund schnarchte.

Alles war zerwühlt und Atlanas musste sich beim Gedanken an einen... Austausch... ein lautes Lachen verkneifen.

"Hey aufstehen ihr zwei!", kicherte er vergnügt, "los, wir müssen eine Armee führen, wir müssen die Schatten in den Hinter treten!"

Immer noch keine Reaktion.

Mit verkniffenem Grinsen schnappte sich Atlanas die Feldflasche des Ziegenbockes aus dessen Tasche, drehte den Deckel ab, nahm zuerst selbst einen Schluck und kippte dann den knappen restlichen Viertelliter über den Kopf seines Freundes.

Erst passierte gar nichts, dann passierte alles auf einmal:

Der Ziegenbock wachte mit einem matten Schlucken auf und bekam dadurch Wasser in die Nase. Der Nieser war so heftig, dass Applejack erschrocken in die Höhe fuhr und sich auf den lachenden Atlanas stürzte, weil sie mit einem Schleichangriff gerechnet hatte. Der war so überrascht, dass er gar nicht mehr erkannte, dass Applejack auf ihm lag und kicherte nur noch vor sich hin.

Dann wachte endlich auch der Ziegenbock auf und schreckte entsetzt über das kalte Wasser nach oben, kippte dabei jedoch gleichzeitig zur Seite und krachte schließlich auf Applejack und Atlanas, ehe er keuchend auf ihnen liegen blieb.

"Bitte...", japste Atlanas besiegt, "steht bitte auf... ihr habt mich ja...!"

"W-was ist denn überhaupt... los?!", grummelte der Ziegenbock, "und warum hat mir Applejack auf den Kopf gesabbert?!"

"ICH?! - Niemals... wobei, nach DER Nacht schließe ich nichts mehr aus...", kicherte sie.

Atlanas hatte es endlich geschafft, sich zur Hälfte aus dem Haufen zu ziehen und jammerte gepresst:

"Mir tut alles weh... wie viel wiegt ihr verdammt noch mal?!"

"Genug um einen wie dich platt zu machen!", grinste der Ziegenbock, "und das schwöre ich dir, wenn du mich noch einmal so weckst, dann bleibe ich liegen! Aber jetzt..." richtete er sich auf und half anschließend Applejack vom Boden auf.

Atlanas keuchte noch immer wie eine alte Dampflok.

"Dann los...", lachte der Ziegenbock, "ich denke, wir haben´s eilich...?!"

Applejack begann wieder zu kichern und verließ Hand in Hand mit ihrem Freund das Abteil.

Atlanas zog sich am Bett hoch und ließ sich fix und alle auf den Rand fallen.

Dieser Tag begann ja schon mal echt super...

---

Cadance konnte sich kaum noch rühren.

Jeder einzelne Knochen in ihrem Körper war gebrochen, alles tat einfach nur noch weh, doch sie spürte kaum noch etwas.

Sie wusste, dass es bald vorbei sein würde.

Die Nacht war ein Gang durch die Hölle gewesen, ein Gang mit dem Teufel höchstpersönlich...

Und sie wusste, dass sie ihn bald sehen würde.

WIEDERsehen würde...

Dann wurde sie gepackt und wie ein Sack Kartoffeln über den Boden geschleift.

Sie spürte es nicht.

Irgendetwas hob sie an und stopfte sie mit ihrem Hintern zuerst in ein Rohr, ehe sie ein letztes Mal die Stimme ihres Peinigers hörte.

Zumindest AUF dieser Welt...

"Der Spaß ist unendlich...", kicherte er, ehe er sie losließ und sie in der Dunkelheit verschwand.

Und das allerletzte, was sie hörte, war eine mörderische Explosion hinter sich, die ihre Trommelfelle zerriss.

Wie sie davonflog, spürte sie schon nicht mehr...

---

Cyro sah ihrem davonrasenden Körper schmunzelnd hinterher, bevor er seine Flügel ausbreitete und sich in die Lüfte erhob.

Er kannte sein Ziel, er kannte sein Opfer.

Sein letztes.

Dann würde er wieder so mächtig sein, wie es ihm gebührte.

Mächtiger als Niben... mächtiger als alles andere in Equestria...

Und dafür fehlte nur noch der Tod eines einzigen Ponys.

Eines Schattenponys.

Daeron.

---

Atlanas verließ als letzter den Zug und erntete direkt die ersten schiefen Blicke von Luna und einigen Soldaten, die sich wohl fragten, was er denn so lange gebraucht hatte...

Alles ignorierend ergriff er sofort das Wort:

"Also, heute werden wir die letzte Bastion des Grauens, Canterlot, mit vereinter Kraft und Siegeswillen stürmen! Es wirde eine harte und lange Schlacht werden, aber ich verspreche euch einen Sieg, wenn wir alle vereint und mit geballter Kraft kämpfen, werden wir die Schatten für immer aus Equestria vertreiben! WER IST DABEI?!?!"

Ein gewaltiger Jubel und hunderttausende "JA!!!"-Rufe wurden laut und schallten Atlanas entgegen.

"DANN LASS UNS LOSMARSCHIEREN!!! - LANG LEBE...!!!"

MATSCH!!!

Mit diesem Geräusch klatschte etwas direkt vor die Füße der Generäle.

Als sich der Staub gelichtet hatte, wurde Luna kotzübel.

Direkt vor ihnen lag Prinzessin Cadance.

Zumindest das, was einmal eine Prinzessin Cadance gewesen war...

"Heilige Luna...!", quietschte Applejack entsetzt, "was zum...?!"

Es war unübersehbar dass ihr jemand sämtliche Knochen im Leib zertrümmert hatte... von den inneren Organen mal ganz zu schweigen...

Und auf ihrer linken Bauchwand stand in eingebrannten Großbuchstaben:

EINER FEHLT NOCH... ER KANN MIR NICHT ENTKOMMEN, ICH WERDE IHN KRIEGEN

DANACH WIRD DAS BÖSE DIESE WELT REGIEREN

---

Kapitel 6 - Das Geständnis Bearbeiten

Entsetzt starrten sich Atlanas, Luna und der Ziegenbock an.

"Robert muss vollkommen den Verstand verloren haben!", zitterte Atlanas mit aufkommender Panik.

"Wenn das stimmt haben wir ein gewaltiges Problem... und es gibt nur eine Lösung dafür: Niben!"

"Das ist ja alles schön und gut...", warf Luna unsicher ein, "aber ich hätte Robert gerne am Stück wieder!"

"Ich denke, dass bekommt Niben hin...", munterte sie der Ziegenbock auf, "wisst Ihr, ich schlage vor, Atlanas und ich flitzen jetzt zu ihm und berichten und ihr führt die Armee bis vor Canterlot - Und wenn wir mit Niben zu euch stoßen, greifen wir an!"

"Das hört sich... vernünftig an... also gut, beeilt euch!"

"Ähmm... Ziegenbock, ich will ja nix sagen...", kam es von Atlanas, "aber DU HAST KEINE FLÜGEL!!!"

"Ich dachte du nimmst..."

"... DICH HUCKEPACK?! BIST DU VON ALLEN GUTEN GEISTERN VERLASSEN, SO SCHWER WIE DU...?!?!"

"Hey!", verschaffte sich Luna das Wort, "jetzt hört auf hier rum zu zicken! - Atlanas, ich gebe dir recht, das schaffst du nicht, Ziegenbock, ich weiß, das ist gewagt, aber komm mal mit..."

Zögernd und schweigend folgten er und schließlich auch Atlanas hinter den Waggon.

Eine gespannte Stille legte sich über die Soldaten, die auf ein verdächtiges Geräusch warteten.

Doch es blieb still.

Erst ein lautes "WIE GEIL IST DAS DENN?!?!" zerriss die Spannung und als ein geflügelter immer schnell die Richtung, Seite und Drehung wechselnde und über beide Backen strahlende Ziegenbock über ihre Köpfe hinweg schoss, ging ein lautes "Ohhhh... Wahnsinn!!!" durch die Menge der zutiefst erstaunten Soldaten.

Atlanas folgte ihm dicht auf den Fersen und rief immer wieder mahnend:

"Flieg nicht zu schnell, sonst kommen wir niemals bei Niben an!"

Die Soldaten waren sich nun absolut sicher, dass es keine bessere Prinzessin und Anführerin gab als Luna und brüllten euphorisch:

"AUF AUF ZUM FRÖHLICHEN JAGEN, AUF AUF ZUM SCHATTENPONYSCHIEßEN!!!"

Dann setzte sich die ganze Armee in Bewegung.

Mit Crashkurs auf Canterlot.

---

Eross erkannte die Residenz der Ponyschwestern zunächst nicht wieder.

Das gesamte Schoss schien mit Beton übergossen worden zu sein und wirkte durch etliche große Geschütze und die passenden Bunker davon und darauf wie eine gigantische unknackbare Festung.

Doch das war ihm egal.

Er wusste, dass er durch jede Mauer kommen würde... und dass ihn nichts und niemand aufhalten konnte.

Kein Nazi, kein Schatten, kein Daeron.

Heute würde er den Schattenlord vernichten, er spürte es.

Er war sich seines Sieges sicher.

---

"Man, das ist sooo... unbeschreiblich!!!", jauchzte der Ziegenbock ausgelassen und quietschvergnügt, "ich LIIIIIIEBE Fliegen!!!"

"Ich bin mal gespannt, wann du schlappmachst...", grinste Atlanas, "normalerweise schafft kein Neuling einen so langen Flug wie wir ihn vor uns haben!"

"Aber ich bin nicht IRGENDEIN Neuling, ich bin die ERSTE geflügelte Ziege! Und ich werde dir beweisen, dass ich das durchhalte und gleichzeitig dabei Spaß haben kann!"

"Na gut...", seufzte Atlanas kopfschüttelnd, "dann sage ich ab jetzt nix mehr und lasse dich machen..."

"Genau so!", freute sich der Ziegenbock, "und jetzt auf zu Niben!"

---

Cyro verließ das brennende und vollkommen zerstörte Kristallkönigreich in Richtung Canterlot.

Er hatte ganze Arbeit geleistet.

Und wusste, dass er den großteil seiner alten Kraft bereits wieder erlangt hatte.

Fehlte nur noch Daeron...

---

Nach einem langen und schweißtreibenden Marsch traf die Ziegen-, Pony-, Black-Pony, Giraffen- und Zebraarmee vor den Toren Canterlots ein, oder besser WEIT vor den Toren Canterlots.

Vor ihnen erstreckte sich ein wahres Kampffeld aus Bunkern, Minen, Stacheldraht, Schützengräben, Geschützen, Panzersperren und anderen Gemeinheiten, die sie stoppen sollten.

Doch Luna und Pryne wussten, dass die Ziegen mit ihrer neuen Superwaffe hier mit Sicherheit durchkamen... auch wenn es wahrscheinlich etwas dauern würde...

Das einzige, was sie noch warten ließ, waren Atlanas und der Ziegenbock, aber auch das war weniger tragisch, denn so konnten sich schon einmal alle mit dem Schlachtfeld und den feindlichen Stellungen bekannt machen, die Geschütze schussbereit machen oder sich doch lieber noch einmal aufwärmen.

---

Eross Gedanken kreisten nur noch um Safira, als er wutschnaubend den ersten Energieball zwischen seinen Hufen formte und ihn auf die Betonwand Canterlots feuerte.

Die Nazis bemerkten zuerst nichts, denn die Wand bestand aus schlappen sieben Metern Stahlbeton.

Erst als Eross den dritten Blitz auf den Bunker feuerte riss es ein riesiges Loch in die Wand und in die dahinter stehenden Nazis.

Einer von ihnen löste den Alarm aus und die Geschütze oben auf dem Dach nahmen Eross ins Visier.

Er lachte nur und zerfetzte sie mit einer gekonnt abgefeuerten Energieladung, ehe er auf das dampfende Loch in der Bunkerwand zuschoss.

In diesem Moment heulten die Sirenen los.

---

Auf dem Hügel griffen die Ziegen sofort zu ihren Waffen, doch Pryne hielt sie zurück.

"Wir müssen auf Atlanas und den Ziegenbock warten...", beschwichtigte er die Meute, "ohne die beiden können wir schlecht angreifen!"

"Aber wenn das unser König ist...!!!", brüllte einer der erregten Soldaten.

"Dann kann er sehr gut für sich selbst sorgen!", rief Applejack, "aber ich bewege mich hier nicht weg, solange meine Befehlshaberin es mir nicht gestattet!"

Die Ziegen sahen sich gegenseitig an und verstanden, dass das Bauernmädchen recht hatte... ein Befehl war ein Befehl und musste ausgeführt werden!

Also nahmen sie ihre Waffen herunter und warteten ungeduldig auf den Angriffsbefehl.

---

Atlanas und der Ziegenbock stiegen immer höher und höher.

Keiner von ihnen sprach mehr ein Wort, ihre Flügelschläge waren fast synkron.

Atlanas war erstaunt, dass sein Freund nicht schon längst schlappgemacht hatte, aber er wollte nicht zugeben, dass ihn das wurmte, und zwar ziemlich...

Bis er solche Distanzen hatte fliegen können war SEHR viel Zeit vergangen... fast eine halbe Ewigkeit plus das zusätzliche Üben...

Und der Ziegenbock flog so... perfekt, dass es fast schon an Zauberei grenzte...

Dann brachen die beiden Freunde durch eine Wolke und erkannten schon von Weitem Nibens Haus mitten in den Wolken.

Es strahlte in der Morgensonne wie ein Diamant und Atlanas war sich sicher, dass Sunset Shimmer ihre Hufe im Spiel gehabt haben musste... aber sie war schließlich auch Nibens Freundin und lebte inzwischen bei ihm.

Inzwischen war auch er ihr nicht mehr böse gesonnen, spätestens das gemeinsame Abenteuer in New York hatte sie fest zusammengeschweißt... so wie den Ziegenbock und Applejack, die sich gesucht und gefunden hatten.

Er war stolz auf seinen Freund, der den Mut gehabt hatte, Applejack einfach so zu fragen... und anschließend mit dem Pony seines Lebens eine Nacht verbracht hatte, wie er sie nie vergessen würde...

Mit leichtem Federn in den Knien setzte er auf Nibens Wohnwolke auf und schritt zusammen mit dem Ziegenbock auf den Eingang zu und betätigte den Türklopfer.

Aus dem Haus hörten die beiden ein "Ich mach die Tür auf, brauchst nicht extra aufzuspringen!" und dann das leise Klicken des Schosses, bevor die Tür aufschwang und Sunset Shimmer um die Ecke gestürzt kam und setzte sofort ein Gerade-Verarscht-worden-sein-Gesicht auf.

"Niben!!!", hob sie die Stimme, "wenn du noch einmal die Tür aufmachst und ich gerade hinrenne, musst du dir deine Lieblingskekse selber backen! - Und ich ziehe aus..."

"Ach nicht doch... ich flehe dich an... bitte bleib hier!", kam es aus dem Wohnzimmer und Sunset schmunzelte.

"Kommt rein Jungs... ich habe euch ja schon lange nicht mehr gesehen! - Kann ich euch was zu trinken anbieten?"

"Nee, danke... wir haben ein ernstes Problem und müssen mal deinen Freund sprechen!"

"Na gut...", lächelte sie, "dann geht mal eben ins Wohnzimmer durch... und hey, schöne Flügel Ziegenbock!"

"Danke!", grinste der und folgte Atlanas zu Niben, der sich auf eine Wolke gefläzt hatte und dort gerade ein Buch las.

"Moin Moin!", begrüßte er die beiden, "schön euch zu sehen Jungs! - Und, wie geht´s euch?"

"Ähmmm, schlecht...", grummelte Atlanas, "wir haben ein Problem und brauchen deine Hilfe!"

"Na dann schießt mal los... SOOO schlimm kann´s ja nicht sein..."

"Tja, also... die Schatten sind in Equestria eingedrungen, haben ein Massaker veranstaltet, die Ponys in ihren Bann gezogen, die Zebras auslöschen wollen und allen anderen den Krieg erklärt. Dann ist Robert völlig durchgedreht und vernichtet alles, was ihm in die Quere kommt... und GENAU DAS ist das Problem!"

Niben starrte seine Freunde mit einer Mischung aus Verwirrung und blankem Entsetzen an.

"W... WAAAS?!", schrie Niben fassungslos, "WAS IST DA LOS?!?!"

"Tja... genau das... und wir müssen unbedingt erst Robert und dann die Schatten aufhalten!"

"Ich glaub´s nicht...", stöhnte Niben, "hat man denn immer Ärger mit den Geschöpfen meines..."

Er stockte, doch genau da wurden Atlanas, der Ziegenbock und die herbeigeeilte Sunset Shimmer hellhörig.

"Wessen Geschöpfe?!", fragte der Ziegenbock unsicher, "ich denke, DU hast alle..."

"Nein...", schnaufte Niben resigniert, "am besten, ich fange ganz vorne an. Also... ich bin der Schöpfer dieser Welt, aber nicht der alleinige. Ich hatte einen Bruder, Cyro. Er war der beste, den man sich wünschen kann. Zusammen erschufen wir Equestria, unser Meisterstück und anschließend dessen Bewohner. Ich schuf die Ponys, er die Schattenponys. Ich schuf die Ziegen, er die Black-Ponys. Ich schuf das Wasser, er schuf das Feuer... versteht ihr?! - Ich schuf nur Gutes, er nur Böses. Zusammen waren wir ein unschlagbares Team, auch wenn wir immer genau gegenteilig arbeiteten. Und da begannen die Unstimmigkeiten und kleinen Probleme, die im Laufe der Zeit immer schlimmer und heftiger wurden, bis Cyro eines Tages meinte, dass ER der einzig wahre Gott sei und ich mich ihm unterwerfen müsse. Daraufhin kam es zu einem Kampf, einem Kampf der Götter. Diese Schlacht dauerte eine Woche und brachte Leid und Dürren über Equestria. Am siebten Tag waren wir beide erschöpft, aber ich schaffte es, meine letzten Kraftreserven zu sammeln und damit Cyro in tausende Sücke zu schießen. Diese Stücke fielen auf die Erde, und wo sie auftrafen, gedieh pures Böse. Ich selbst war danach so schwach, dass ich Celestia und Luna um Hilfe und Magie bat, aber sie nutzten den günstigen Moment und sperrten mich in den Tartaros. Aber ich wusste, dass ein Gott nicht sterben kann... und ich wusste, dass Cyro versuchen würde, seine alte Macht zurück zu erlangen. Doch ohne auch nur einen Funken davon konnte er kein Wesen kontrollieren, er konnte nur warten, bis dieses Wesen starb und sich dann ein Neues suchen. Doch wenn dieses Wesen, in dem er sich befand, Böses vernichtete, konnte ER diesen Teil seiner Macht aufsaugen und sie speichern..."

"DU MEINST...?!", schrie Atlanas entsetzt.

"Ja! Er muss irgendwie in Robert gekommen sein, und Robert ist nunmal ein König... ein König, der an der Spitze seiner Streitmacht kämpft!"

"Und dadurch ständig Böses vernichtet!"

"Genau! Und darum wird Cyro immer mächtiger... und das ist SEHR schlecht! - Wisst ihr, was Robert alles getötet hat?!"

"Er hat... ganz Ponyville von den Schatten befreit..."

"DANN MÜSSEN WIR SOFORT LOS UND IHN STOPPEN, NEIN, ICH WERDE IHN AUFHALTEN, NUR ICH KANN CYRO NOCH BREMSEN!!!"

"Niben!", rief Sunset entsetzt, "du musst dir Hilfe mitnehmen, sonst...!"

"Das werde ich, aber nicht deine und nicht eure!"

"Aber wessen dann?!"

"Hmmm... also schön, ich habe... eine Tochter!"

Und auf das entsetzte Gesicht Sunset Shimmers antwortend:

"Nein, es gibt nur dich in meinem Leben, aber ich habe sie erschaffen, als Hilfe gegen Cyro. Nur hat er sich AUCH eine geschaffen... eine böse."

"UND DAS ERZÄHLST DU MIR ERST JETZT?!", schrie sie wütend.

"Ich habe das zu deinem Schutz getan!", konterte Niben sauer, "und es tut mir leid, aber ich musste dir Angel und Rainbow Death verschweigen... sie sind eine Bedrohung für diese Welt, darum haben ihre Kräfte auch nur Unglück über Equestria gebracht!"

"Und WO sind diese Kräfte?!", schnaubte der Ziegenbock verärgert.

"Sie sind... in eurem Freund, Eross.", gab Niben zu.

"WAAAAAAS?!", verlor Atlanas die Nerven, "IN EROSS?! - UND SOWAS VERSCHWEIGST DU MIR?!?!"

"HALT DIE KLAPPE!!!", brüllte Niben vor Zorn bebend, "ICH KANN NICHTS DAFÜR, DASS SIE SICH AUSGERECHNET EROSS AUSGESUCHT HABEN, ABER ICH WERDE JETZT ANGELS KRÄFTE NUTZEN, UM CRYO ZU BESIEGEN UND DAMIT ZEIGEN, DASS MEINE TÖCHTER GUTE SEELEN SIND!!!"

Plötzlich glühte etwas in Niben auf und er verpuffte einfach von den Augen der drei Freunde, die nicht wussten, was sie jetzt glauben sollten und was nicht.

---

Eross raste auf die Nazis zu und riss einem nach dem anderen den Kopf ab.

Er wusste, wo Daeron, dieser Feigling, sich versteckte... ihm Thronsaal, da, wo er den meisten Stahlbeton über seinem Kopf hatte.

Mit einem gewaltigen Energieblitz röstete Eross zuerst einen Trupp Schatten und anschließend eine Sicherheitstür, die ihm den Weg zu Safira versperrt hatte.

Und auf diesem Weg räumte er ALLES weg, was ihn störte oder aufhalten wollte...

---

Cyros Flügelschläge waren langsam und gemächlich.

Er hatte es nicht eilig, denn er wusste, dass Daeron ihm nicht entkommen konnte... und die zwei Stunden schneller seine Macht zu haben... waren nicht unbedingt einen schnellen Flug und die damit verbundene Anstrengung wert.

Die Bäume und Felder unter ihm wirkten winzig und ihm unterlegen, was sogar stimmte...

Vor tausend Jahren hatte ER das hier erschaffen... zusammen mit seinem verhassten Bruder, den er zuerst töten würde, wenn er seine Macht zurückerlangt hatte.

Ihn, der ihm seine Macht geraubt hatte und ihn versucht hatte zu töten - nur, dass man einen Gott nicht töten konnte...

Plötzlich war es ihm, als spüre er etwas... etwas bekanntes, etwas, dass ihm jedoch nur ein Lächeln über das Gesicht huschen ließ...

Niben war in der Nähe.

Cyro bremste leicht ab und ließ eine Windböhe tanzen, die auch gleichzeitig die Wolken vor ihm davonwirbelte.

Und genau dort schwebte er, sein über alles gehasster Bruder und angeblicher Schöpfer dieser Welt... wie oft hatte er diese Worte hören müssen und nichts dagegen unternehmen können, ohne seinen Aufenthaltsort zu verraten.

Und Roberts Körper war perfekt für ihn gewesen, die Tarnung als Ziegenkönig hätte nicht besser seien können...

Niemand hatte je etwas geahnt, doch jetzt war Niben da... und würde dieses Duell verlieren.

Dann stoppte er und wartete.

"Cyro!", rief Niben zu seinem Bruder herüber, "es ist lange her, seit wir uns das letzte Mal getroffen haben... damals, weil du alles alleine beherrschen wolltest! Ich konnte das nicht dulden, das weißt du, denn ich bin ZUSAMMMEN mit dir der Schöpfer dieser großartigen Welt, und ich wollte nicht, dass diese Welt durch deinen bösen Gedanken und Ideen dem Untergang geweiht wird!"

"Du denkst also, dass tausend Jahre in allen möglichen Körper gefangen zu sein und NICHTS selbst machen zu können, weil man zu schwach dazu ist, mich nun davon abhält, dich, der du für diese Misere verantwortlich warst, zu vernichten?! - Hier ist Endstation, Niben, zumindest für dich!"

"Du bist immer noch der gleiche Narr wie vor tausend Jahren!"

"Und du der gleiche Optimist... das werde ich dir austreiben!!!", donnerte Cyro und stürzte sich auf seinen Bruder.

Der Kampf der Götter begann.

---

Unterdessen kehrten Atlanas, der Ziegenbock und Sunset Shimmer zu der wartenden Armee zurück und berichteten Luna und Pryne, was sie von Niben erfahren hatten.

Luna heulte sich die Seele aus dem Leib und die besorgten Freunde brauchten fast eine halbe Stunde, bis sie die Prinzessin wieder beruhigt hatten.

Atlanas war der erste, der versuchte sie zu beruhigen.

"Luna, wenn Niben, und ich kenne Niben besser als jeder andere, es schafft, Cyro zu besiegen, dann wird er sie voneinander trennen... schmerzlos, das hat er mir versprochen!"

Sie schniefte noch immer und der Ziegenbock fügte aufmunternd hinzu:

"Er wird zurückkommen, ihr kennt doch Robert - den haut nichts um!"

Zögernd wischte sich die Ponyprinzessin die Tränen aus dem Gesicht und fragte zögernd:

"Er wird zurückkommen? - So wie früher?"

"Ja, das wird er...", versprach Sunset Shimmer ihr, "ich spüre es..."

"Dann... dann sollten wir angreifen, oder?!", rief sie aus und ein lautes "JAAA!!!" donnerte zurück.

"NA GUT, DANN ATTACKE!!!"

Freudig stürmten die Soldaten los, dem Feind entgegen.

Und nahm in unfreiwillig in die Zange.

Die zweite Schlacht um Canterlot hatte begonnen.

---

Kapitel 7 - Die Schlacht der Völker Bearbeiten

Cyro donnerte einen Blitz und einen Feuerball nach dem anderen in Richtung Niben und dieser war von der Gewaltigkeit des Angriffes gleichermaßen überrascht und entsetzt.

Mit solch einer Kraft hatte er nicht gerechnet... aber woher hatte sein Bruder sie?!

Mühelos jagte er Niben hinterher und hörte nicht auf, mit gewaltigen Mengen an Energie nach diesem zu schießen.

Die Luft knisterte durch die herum rasenden Ladungen und dröhnte in Nibens Kopf.

Er stöhnte.

SO hatte er sich den Kampf nicht vorgestellt... einfach von seinem tobenden Bruder gejagt zu werden war nicht das einzig Wahre...

Es ist sinnlos!, schoss es ihm durch den Kopf, entweder du stellst dich oder er jagt dich so lange, bis du nicht mehr kannst... also zeige ihm, was es heißt, gegen einen Niben zu kämpfen!

Mit voller Wucht bremste er, und Cyro krachte in seinen Rücken, ehe ihm Niben so heftig er konnte ins Gesicht schlug und Cyro zurückgeschleudert wurde.

Immer weiter drosch Niben auf seinen Bruder ein und glaubte, die Oberhand zu gewinnen, zumal Cyro weder seine Schläge blockte noch konterte.

Überhaupt schien es, als wäre Cyro bewusstlos, doch Niben wollte keine Feuerpause riskieren und damit seinem Gegner die Chance auf Erholung geben und den Kampf so unnötig in die Länge ziehen.

Er flog einen Bogen und holte gewaltig aus, ehe er Cyro so in den Magen schlug, dass das Alihorn auf die Erde zuraste und dort einen Krater in den Boden bohrte.

Niben blickte erschöpft und glücklich von oben auf den sich nicht mehr rührenden Cyro herab.

Ich habe es geschafft!, freute er sich überglücklich, ich habe...

RUMMS!!!

Der riesige Energieball traf Niben so plötzlich, dass er nicht mehr ausweichen konnte und explodierte direkt an seiner Brust.

Er wurde davon geschleudert und schlug nach einem kurzen Fall gegen eine unsichtbare Betonwand, von der er sich zäh löste und dann mit einem lauten Knall auf dem Boden aufschlug.

Mühsam hob er seinen Kopf und versuchte ein klares Bild vor Augen zu bekommen.

Erst erkannte er nur eine schemenhafte weiße Gestalt und dann schließlich Cyro direkt vor ihm.

"Du kannst mich nicht besiegen!!!", lachte sein Bruder hämisch, "mich kann nichts und niemand mehr besiegen!!!"

"Oh doch...", ächzte Niben, "ich kenne da was...", schloss seine Augen und konzentrierte sich auf das, was er nun am meisten brauchte.

---

Eross sprengte mühelos die Wand des Thronsaals.

Die Trümmer schleuderte er auf die sofort angerannt kommenden Nazis und Schatten, bevor er den Staub mit einem Windhauch zur Seite fegte und Daeron, Discord und Spike erblickte, die direkt vor der an der Wand gefesselten Safira standen.

"LASS SIE GEHEN!!!", brüllte er zornbebend, doch der Schattenlord lachte nur.

"Du warst schon immer eine Nummer zu klein für mich, Eross... doch heute wird endlich der Tag kommen, an dem du dich meiner Armee anschließen wirst... weil ich ansonsten..."

BATSCH!

Der Hieb traf Daeron so unerwartet, dass er sich zweimal überschlug, bevor er am Boden liegen blieb und sich sofort wieder aufrappelte.

Dann passierten mehrere Dinge in Bruchteilen von Sekunden:

Erstens, Discord riss sich ihren Dolch aus dem Gürtel um damit Safira zu erstechen.

Zweitens, Eross packte Spike und rammte ihn DURCH Discord, der zu Boden ging und sich röchelnd in ihrem und dem Blut des kleinen Drachens wälzte.

Drittens, Daeron rappelte sich von Boden auf und bekam gleich wieder eine von Eross gescheuert.

Viertens, Niben sprach die alles entscheidenen Worte:

"Komm her, ich brauche dich ANGEL!!!“ ---

Cyro raste vor Wut, als links und rechts neben Niben dessen Tochter erschienen.

"Du hast es gewagt, sie einfach in UNSEREN Kampf zu ziehen?!"

"Du hast mir leider keine andere Wahl gelassen...", keuchte Niben, und dann an Angel gewandt:

"Vernichte meinen Bruder, nur du kannst ihn noch aufhalten!"

Sie nahm ihren Vater an der Hand und zwischen ihren Händen begann es zu funken.

Cyro machte einen Schritt zurück.

"ES IST VORBEI, CYRO!!!", brüllte Niben, ehe seine Augen weiß zu leuchten begannen und er die Kugel auf seinen Bruder abfeuerte.

---

Eross spürte sofort, dass etwas nicht stimmt.

Er spürte die Kraft Angels nicht mehr, und er wusste, was das bedeutete:

Ohne ihre Macht und Energie war er KOMPLETT von Rainbow Death besessen... und das hieß PURE BÖSE Energie, die er nicht kontrollieren konnte...

Doch einen Vorteil hatte es, dass nun sie allein seinen Körper regierte... er konnte es ohne Probleme mit Daeron aufnehmen... und mit jedem anderen Feind auch...

Sein Schwert in die Höhe hebend stürzte er sich schreiend auf seinen am Boden liegenden Kontrahent und drosch auf ihn ein.

Der Kampf hatte auch IM Führerbunker begonnen.

---

Die Generäle stürmten ihren Soldaten voran auf die Naziponys und Schatten zu, die sich hinter ihren Waffen in den sicheren Stellungen verschanzten und nur darauf warteten, dass die Angreifer dicht genug an sie heran kamen.

Die zurückgebliebenen Soldaten luden die Geschütze durch und warteten ihrerseits auf den Angriff.

Doch noch geschah nichts.

Keiner wollte zuerst schießen, und das obwohl die Ziegen und anderen Befreier schon längst in Reichweite der Nazi-Waffen waren.

Dann entschloss sich der Ziegenbock, alles auf eine Karte zu setzen und brüllte "FEUER!!!" einmal quer über das Schlachtfeld und so laut in sein Headset, dass die Offiziere an den K5-Eisenbahngeschützen und die Soldaten in den Panzern sich ihre Lautsprecher entsetzt von den Ohren rissen, bevor sie den Befehl ausführten beziehungsweise ausführen ließen.

Die Geschütze donnerten los, die Soldaten feuerten die ersten Salven auf den Feind und die Panzer setzten sich in Bewegung.

JETZT hatte die Schlacht begonnen.

---

Angel und Niben feuerten einen Blitz nach dem anderen auf Cyro und drängten ihn immer weiter zurück.

Um ihn herum wirbelten Staub und Erde, als er sich ein weiteres Mal in den Boden rammte und versuchte, den Angriff abzuwehren.

Ein weiteres knisterndes Ladungsbündel kam angeflogen und brachte Cyro erstmalig aus dem Konzept, was Niben sofort ausnutzte, sich ein letztes Mal aufbäumte und seinem Bruder einen Feuerball genau zwischen die Rippen schoss.

Dieser wurde in den Nebel zurückgeschleudert und seine Tochter landete wieder auf dem Boden neben ihrem Vater.

"Ist er...?", flüsterte sie unsicher und Niben nahm sie in den Arm.

"Ja. Wir habt es geschafft - ich bin so stolz auf dich!"

Sie fielen fielen sich überglücklich in die Arme.

Sie hatten Cyro besiegt.

---

Eross und Daeron rollten sich über den Boden.

Der Pegasus hatte den Schattenlord am Hals gepackt und versuchte und zu würgen, während dieser immer wieder in Eross Seite schlug um ihn zur Aufgabe zu zwingen.

Doch Eross ließ nicht los und drückte Daeron immer weiter die Kehle zu.

Plötzlich öffnete sich die schwere noch intakte Panzertür und drei Nazis stürzten herein.

Einer von ihnen schrie panisch:

"Meine Führerin, die Ziegen greifen an, was...?!"

Dann bemerkten sie erst, WER da am Boden lag und begannen ihrerseits auf Eross einschlagen, sodass ihm keine andere Wahl blieb als sich vorerst einmal um die Störenfriede zu kümmern und dananch Daeron zu besiegen.

Der Pegasus rollte sich geschickt von Daeron und einer der Nazis traf seinen Führer noch aus Versehen, ehe sich der Schattenlord aufrappelte und durch die geöffnete Panzertür raste.

Wutschnaubend schnappte sich Eross sein Schwert, durchbohrte damit einen der Nazis, schlug Nummer zwei seinen Dolch aus der Hand und verpasste Nummer drei einen Schlag auf den Kopf, dass dieser nicht wieder aufstand.

Er kehrte in Ausgangsstellung zurück und der einzig verbliebene Gegner rannte - bis ihn der vor Wut brodelnde Eross einholte und sein Schwert genau durch seinen Hals stach.

Mit einem panischen Glucksen ging der Nazi zu Boden, ein letztes Zucken ging durch seinen Körper, dann war er tot.

Eross empfand nichts für ihn, seine Augen ruhten auf Safira - oder besser der Stelle, wo Safira bis vor kurzem gewesen war...

Seine Wut und der Hass auf Daeron und alle Nazis steigerte sich mehr und mehr, er hatte sich kaum noch unter Kontrolle.

Selbst Durchatmen und erst mal nachdenken, was sein nächster Schritt sein würde kam nicht mehr infrage, er war einfach ZU aufgeputscht.

Schließlich brannten ihm alle Sicherungen durch und er stürmte wilde Flüche brüllend hinter Daeron her.

---

Die erste Salve der Geschütze traf die Stellungen der Nazis mit einer Heftigkeit, dass sogar die vorstürmenden Soldaten etwas abbremsen mussten, um nicht von den Explosionen geröstet zu werden.

Die Ziegen feuerten aus allen Rohren und die fordersten Stellungen waren komplett überfordert, sie hatten keine Chance gegen die Übermacht, die auch noch verdammt geschickt vorging...

Niemand rannte frontal auf sie zu, die Ziegen kamen meist von der Seite oder die Panzer waren schneller und zerlegten alles in Bruchteilen von Sekunden.

Diese "Stahlbestien" waren den Nazis nicht ganz geheuer, zumal auch NICHTS sie aufhielt, weder Minen noch ein Geschütz, einfach alles prallte an ihnen ab.

Und was noch schlimmer war: Einmal im Visier eines Panzers war man egal ob mit oder ohne Bunker geliefert...

Mittlerweile hatten die ersten Ziegen und Black-Ponys die ersten Nazi-Stellungen erreicht und metzelten alles nieder, was ihnen vor Bajonett und Gewehr kam.

Wütend rammte der Ziegenbock seinen Dolch in einen Offizier und zerfetzte dann den Rest der Grabenbesatzung mit seiner MG, bevor er Anlauf nahm, aus dem Graben sprang und auf die nächste Stellung zu rannte.

Auch sein Kopf brüllte ihm nur noch eines zu:

MACH DIESE SCHWEINEHUNDE PLATT!!!

---

Atlanas und seine (nennen wir´s mal) Kompanie hatten unterdessen schon die ersten Bunker erreicht, in denen MG-Stände montiert waren und mitten in die anstürmende Schar der Ponys und Giraffen feuerten.

Eine der Ziegen hatte einen Flammenwerfer dabei und folgte dem Pegasus und zwei Zebras, der Rest der Truppe blieb im Schutz der sicheren Flügelmauer zurück.

Quer durch das Feuer der Sicherheitsscharte rennend schafften Atlanas und die Ziege es bis neben die ratternde MG, die umgeben von ihrer sicheren Panzerplatte und einem Meter Stahlbeton ein Magazin nach dem anderen auf den anstürmenden Feind schoss.

Als er sich nach den Nachzüglern umdrehte, sah er die durchlöcherten Zebras am Boden liegen.

Wut kochte in ihm hoch und er schnauzte die eine Ziege an:

"Los, mach schon, räucher sie aus!"

"Ist ja gut...", murrte die Ziege beleidigt und rammte das Rohr gekonnt seitlich in die Scharte, bevor sie abdrückte.

Keine Sekunde später schossen die Flammen auch schon aus sämtlichen anderen Ausgängen und Rohren aus dem Bunker, begleitet von den Todesschreien der Bunkerbesatzung.

Die zurückgebliebenen Soldaten jubelten, sprangen auf und erklommen den Bunker, wo sie das Feuer auf die panisch herausstürmenden brennenden Nazis und Schatten eröffneten.

Atlanas klopfte seinem Kameraden auf die Schulter und meinte grinsend:

"Wenn du jeden hier so einheizt, dürfte es ein heißer Abend für alle Nazis werden..."

---

Applejack hatte den Ziegenbock schon kurz nach dem Feuerbefehl aus den Augen verloren und sich daraufhin entschlossen, alleine mit einer kleinen Einheit neben Pryne und seinen Black-Ponys die Südflanke Canterlots anzugreifen.

Ihr Trupp bestand aus... zwei Ziegen mit Bazookas, einem Black-Pony, dass sich nicht abwimmeln ließ und vier Zebras, die es kaum schafften, sich bei einer Explosion nicht schützend auf en Boden zu werfen, auch wenn sie weit davon entfernt waren.

"Los kommt, Leute!", rief sie aufmunternd, als die Ziegen mal wieder die Zebras "anschieben" mussten und das Black-Pony versuchte, sich einen Arm eines toten Nazis abzureißen, "lasst uns da vorne den Bunker ausschalten, dann kommt Pryne besser durch!"

"Jawohl!", grinsten die Ziegen, während eine das zeternde Black-Pony von seinem Mittagessen abhielt und die andere sich eines der zitternden Zebras schnappte und wieder hochzog, "wenn wir es schaffen, mal voranzukommen..."

"Ok" Applejack drehte sich zu den Soldaten um, "ich merke schon, das wird nix mehr... wisst ihr, ich geb´s auf. Alle, die jetzt gehen wollen, sollen gehen... aber wissen, dass sie in meinen Augen die größten Feiglinge sind, die ich je gesehen habe!"

Die Zebras, die Ziegen und das Black-Pony starrten sie verdutzt an.

Dann rannten sie auch schon davon.

Zurück blieben nur Applejack und die zwei Bazookaträger.

"Ihr wenigstens? - Immerhin, dann los!!!"

Zu dritt stürmten sie siegessicher auf ihren im Bunker hockenden Feind zu.

---

Luna war mit ihrer Kompanie derzeit am weitesten vorgedrungen und hatte es geschafft, die erste große Geschützbatterie auszuschalten.

Einen Schatten nach dem anderen vernichtend rasten die Ziegen, Giraffen und Zebras voran, einen Schützengraben nach dem anderen in eine Blutwanne verwandelnd, einen Bunker nach dem anderen ausräuchernd.

Die Ponys hingen noch etwas hinterher, aber auch sie kämpften tapfer und verbissen an Seiten ihrer Prinzessin gegen die Nazi-Ponys und deren Verbündete.

Mit einem Blitz röstete Luna den Bunker vor sich und sprang über den schon komplett mit Blut überschwemmten Graben vor sich.

Doch beim Landen rutschte sie auf einem herumliegenden Stück Holz aus und stürzte mitten in den frischen Schlamm.

Sofort zu Stelle halfen ihr ein Zebra und zwei Ponys auf, sie murmelte ein hastiges "Danke!", wischte sich den Schlamm aus dem Gesicht und rannte weiter, direkt auf den nächsten Bunker zu, dem ein Artellerievolltreffer eines K5-Eisenbahngeschützes den Gar ausgemacht haben musste.

Kurz bevor sie es erreichte spürte sie einen stechenden Schmerz in ihrem Unterleib.

Er war so heftig, dass sie wieder stürzte und dieses Mal nicht die Kraft hatte, von alleine aufzustehen.

Mühsam zog sie sich an einer herausragenden Metallstange eines abgesprengten Stahlbetonbrockens hinter diesen und lehnte sich daran.

Der Schmerz wurde immer stärker, und sie ahnte, was gerade passiert war:

Sie hatte sich bei dem Sturz einen der Muskeln ihrer Gebärmutter verletzt... und das hieß:

JETZT war es soweit.

Mitten auf einem Schlachtfeld...

---

Kapitel 8: Der Zwischenfall Bearbeiten

Atlanas hatte eigentlich nach einigen Nachzüglern sehen wollen, als er Luna bemerkte, die hinter einem Betonbrocken lag und sich kaum bewegte.

Er ließ alles stehen und liegen, brüllte nur noch seinem Unteroffizier zu "Kümmer dich um die Kompanie!" und rutschte den schlammigen Hügel herunter, rollte sich ab und erreichte die stöhnende Ponyprinzessin mit einem "Was ist passiert?"

Sie riss sich zusammen und schluchzte panisch:

"Ich glaube, es ist soweit... das Kind..."

"WAAAAAAS?!?!", schrie Atlanas höchst panisch, "JETZT?!?!"

"Ich bin gestürzt...", jammerte sie mit schmerzverzerrtem Gesicht, "und dann ging es los..."

"HEILIGE LUNA!!!", keuchte der Pegasus entsetzt, "WIR MÜSSEN EUCH HIER RAUSBRINGEN, SOFORT!!!"

"Wie soll das gehen?!", heulte die Ponyprinzessin vor Schmerzen, "ich kann mich kaum noch bewegen!"

Verdammt... WAS MACHE ICH JETZT BLOß?!?!, grübelte Atlanas verzweifelt, ehe ihm die zündende Idee kam.

Laut brüllte er "ZIIIEGENBOCK!!! - ICH BRAUCHE DICH VERDAMMT SCHNELL!!!" über das Donnern der Geschütze hineg über das Schlachtfeld.

Schweißperlen bildeten sich auf seiner Stirn, sein Kopf rumorte, ihm wurde schlecht.

Die neben ihm hastig keuchende Luna neben ihm machte alles nur noch schlimmer.

Endlich, nach schier endlosen Sekunden vernahm er ein "JAAA, SOFOOORT!!!" und kurze Zeit später schoss der Ziegenbock schon über den Hügel, kam dabei aus dem Gleichgewicht und klatschte in den Schützengraben am Fuße des Hügels.

Mit blutdurchtränktem Fell und sich schüttend kam er aus der Plörre geklettert und erreichte kurz darauf den kurz vor dem Durchdrehen stehenden Atlanas und die zitternde Luna.

"Was´n hier los?!", fragte er irritiert.

"LUNA BEKOMMT GRADE DAS KIND!!!", schrie Atlanas hochgradig wild herumfuchtelnd, "HIIIER!!!"

"WIE BITTE?!?!", erschrak der Ziegenbock, "JETZT UND HIER?!"

"JA VERDAMMT, JETZT UND HIER!!! AM GEFÄHRLICHSTEN ORT, DEN MAN SICH VORSTELLEN KANN!!!"

"WIR MÜSSEN SIE HIER RAUSBRINGEN!!!"

"VERGISS ES! - SIE IST KURZ DAVOR, UND... ES MUSS HIER UNS JETZT RAUS!!!"

"BIST DU BEKLOPPT?! - WENN SIE JETZT NE GRANATE...!!!"

"WIESO SIE?!?! - DU BLEIBST GEFÄLLIGST HIER!!! UND JETZT HILF MIR, SIE VORSICHTIG UNTER DEN BUNKER ZU ZIEHEN!!!"

Der Ziegenbock warf ihm nur einen unsicheren und panischen Blick zu, entgegnete jedoch nichts, schmiss sein Gewehr zur Seite und schob zusammen mit seinem Freund die keuchende Ponyprinzessin vorsichtig tiefer unter halb zerfetzten Bunker.

Keiner von den beiden hatte auch nur die LEISESTE Ahnung, was sie nun tun sollten...

---

Niben atmete noch immer schwer.

Seine Wut auf Cyro, aber auch gleichzeitig die Euphorie über den soeben errungenen Sieg hatten sich auf seinen sowieso schon nicht mehr ganz so stabilen Zustand nicht besonders gut ausgewirkt und ließen ihn das jetzt mit aller Gewalt spüren.

Er versuchte aufrecht sitzen zu bleiben, aber es gelang ihm nicht mehr.

Stöhnend ging der Schöpfer Equestrias zu Boden.

Angel schrie entsetzt auf und fing ihren Vater auf.

“Heilige Luna, Vater, was ist mit dir?!“

“Nur ein kleiner Schwächeanfall... nicht Schlimmes... ich bin nur etwas schwach...“

“DU UND SCHWACH?!?!“

“Ich bin eben nicht mehr der Jüngste, da...“

KA-BUMM!

Die Explosion war so unerwartet, dass Niben meterweit durch die Luft geschleudert wurde, ehe er mitten in eine Schlammpfütze klatschte und nicht die Kraft hatte, sich wieder aufzurichten.

Er versuchte wenigstens zu erkennen, was gerade passiert war, aber sein Kopf war so schwer wie Blei, seine Augen blinzelten nur in den stinkenden Schlamm.

Plötzlich riss ihn etwas unsanft in die Höhe, wirbelte ihn herum und schmetterte ihn mehrmals in den Schlamm, ehe es ihn am Hals packte und auf die Knie drückte.

Nur schemenhaft erkannte der Gott das großes Alihorn mit feuerroten Augen direkt vor ihm.

Cyro hatte es überlebt.

“Du dachtest wohl, du kannst MICH besiegen?!“, grölte sein Bruder diabolisch, “da musst du schon früher aufstehen, Brüderchen... aber dafür ist es nun zu spät!“

Kraftlos schloss Niben seine Augen und wartete auf den Tod.

Doch nichts passierte.

Mühevoll öffnete er das rechte Auge und – lag wieder mitten im Schlamm, aber mit dem Gesicht nach oben.

Cyro grinste ihn an.

“Weißt du...“, kicherte er, “ich habe beschlossen, dass ich keine Schwächlinge töten werde... außerdem verpasst du sonst das große Spektakel, wenn ich mit Daerons Tod Herrscher über diese Welt werde... ein Herrscher, dem auch DU untertan sein wirst! Also, mach´s gut, liebster Bruder... bald werden wir uns wiedersehen... und du wirst vor meiner Macht erzittern!!!“

Dann breitete Cyro lachend seine Flügel aus und hob ab.

Niben blickte ihm tonlos nach.

Er wusste, dass es vorbei war.

Er hatte versagt.

Equestria war dem Untergang geweiht.

---

Pryne wunderte sich, wohin Atlanas verschwunden war.

Er hielt mit seinen Black-Ponys noch die Stellung, aber ohne die Hilfe seines Freundes und dessen Taktik könnte die Situation brenzlig werden... nicht umsonst liebten die Ponys ihren Kommandanten mehr als jeden anderen, weil er immer siegreich und mit geringen Verlusten durch die Schlachten zog.

Und genau darum musste Pryne wissen, WO er war und WAS mit ihm war.

Der Black-Pony-Anführer wirbelte herum und rammte seine Klinge in einen Schatten, ehe er seinen Kurs änderte und statt auf den nächsten Feind seinen Freund und General Agais ansteuerte.

"Agais!", rief er ihm schon von Weitem zu, "Atlanas ist... weg... ich muss ihn finden... unbedingt!"

"Wie weg?!", schnaubte sein Freund zurück und durchlöcherte mit zwei gekönnten Stößen einen Nazipony mit seinem Schwert.

"Ich habe den Kontakt zu ihm verloren... und muss ihn finden, nur er kennt die Strategie!"

"Und der Ziegenbock...", grummelte Agais und versenkte seine Waffe gleich im nächsten anstürmenden Schatten.

"Ja, aber auch der ist weg... bitte, du musst die Stellung halten und den Soldaten Befehle geben, ok?!"

"Mache ich...", knurrte sein Freund und erstach dabei wieder einen Nazi, "dann viel Glück bei deiner Suche!"

"Danke! - Auf dich ist Verlass...!", brüllte Pryne beim Davonrennen über seine Schulter.

"Aber wenn was schief geht, ist es deine Schuld...!", kam es zurück.

"In Ordnung... denn es wird nichts schiefgehen! Und ich bin mir sicher, dass gar nichts schlimmes passiert ist..."

---

Eross hörte Daeron wilde Flüche in Richtung seiner Nazis ausstoßen, die ihm anscheinend in Weg gestanden hatten und eigentlich IHN hatten aufhalten sollen.

Er beschleunigte seinen Galopp noch ein bisschen und schlitterte perfekt um die Ecke, hinter der die Nazis hätten warten sollen...

Die lagen jetzt als buntes Knäuel auf dem Boden, mittendrin Daeron und Safira, der versuchte sich und seine Geisel freizukämpfen.

Der Schattenlord packte sie und versuchte sich aus dem Staub zu machen, doch Eross war schneller.

Wutschnaubend stürzte der Pegasus sich auf den verhassten Gegner und schlug ihm mehrfach heftig mit dem linken Huf ins Gesicht.

Erst die Naziponys, die mit auf dem Haufen lagen schafften es ihn von Daeron abzulenken, indem sie ihrerseits angriffen.

Und Eross einen nach dem anderen zu Boden kämpfte.

Die Wände waren voller Blut, als der Pegasus dem letzten von ihren den Kopf von den Schultern trennte und dann dem Feigling von Schattenlord mit seiner Geliebten hinterher stürzte, das Treppenhaus am Ende des Ganges hinauf.

Höher und höher ging es bis zu einer offenen Dachluke.

Mit einem lauten Kampfschrei stürzte Eross hinaus - und blieb vor Schreck wie angewurzelt stehen.

---

Pryne hatte unterdessen Atlanas und den Ziegenbock erreicht, und spätestens, als er erfuhr, was das "Problem" war, wusste er, dass sie nun ein ECHTES Problem hatten... im doppelten Sinne.

Alle seine Versuche, wenigstens Atlanas zu überreden, wieder an die Front zu kommen und die Armee zu führen, stießen auf taube Ohren.

"Pryne, sieh es ein!", stieß der Ziegenbock hervor, "wir können hier weder weg noch Luna wegbringen, und wir sind Roberts beste Freunde und müssen darum auch seine Familie unterstützen! - Und DU bist auch einer, an deiner Stelle würde ich hier lieber helfen, denn keiner von uns hat hier nen Plan und wir..."

"Schon gut!", unterbrach Pryne ihn genervt, aber auch besorgt, "ich werde helfen... indem ich jetzt einen Fachmann organisiere, ok?"

"In Ordnung, aber beeil dich! Wir haben nicht mehr viel Zeit...!"

---

Applejack klemmte sich das Messer zwischen die Zähne und bedeutete den Ziegen, ruhig auf ihrem Posten zu warten und auf ein erneutes Zeichen anzugreifen.

Vorsichtig schob sie sich über den Rand des Bunkers hinweg und vergewisserte sich, dass er leer war, bevor sie hinein glitt, das Messer wieder in ihre Hand nahm und den Ziegen das Zeichen gab, ihr zu folgen.

Die beiden warfen sich mehr laut als leise in den Graben und Applejack funkelte sie böse an, ehe sie sich den Schweiß von der Stirn wischte und auf den Bunkerausgang zu rannte, dicht gefolgt von ihren Mitstreitern.

Vor der schweren Panzertür blieben sie stehen und Applejack fragte flüsternd:

"Habt ihr noch irgendwas, womit wir das Ding zerlegen oder ausräuchern können?!"

"Sieht schlecht aus... ich habe keine Granaten mehr, nur noch zwei Magazine und meine MG..."

"Mist... ich auch nix mehr..."

"Dann eben auf die harte Tour - ihr zwei vor die Tür, Gewehre draufhalten und ich knack das Teil!"

Die Ziegen beeilten sich und richteten die MGs auf die Panzertür, während Applejack ihres in den Türspalt rammte und mit aller Kraft daran zog.

Die Tür bewegte sich keinen Zentimeter und das Bauernmädchen ächzte, versuchte es ein zweites und ein drittes Mal und gab schließlich resigniert auf.

"Keine Chance... die ist einfach zu..."

Weiter kam sie nicht, denn plötzlich flog die Panzertür auf und drei Nazis stürmten heraus - und kamen bis genau über die Türschwelle, ehe das Feuer der Ziegen sie zerfetzte.

Überrascht und sehr erleichtert blickte Applejack erst die Toten und dann die Ziegen an.

"Danke!" war das einzige, was sie zu sagen vermochte, "das war..."

"... echt passend? - Ja, das stimmt... und was jetzt?!", riefen die beiden Ziegen grinsend im Chor.

Applejack war immer noch etwas verwirrt und unsicher, aber der Bunker schien leer zu sein, und so meinte sie:

"Dann weiter... und auf zum nächsten Bunker!"

---

Daeron hatte Safira am Hals gepackt und hielt sie über das Geländer und damit über den fast 200m tiefen Abgrund.

Obwohl er fliegen konnte wusste Eross, dass er keine Chance hatte, seine Freundin zu retten, wenn Daeron sie los ließ.

Ohne ein Wort verlieren zu müssen warf Eross schweren Herzens dem Schattenlord sein Schwert vor die Hufe.

Der lächelte nur diabolisch.

---

Atlanas und der Ziegenbock war vor Aufregung und Panik klitschnass geschwitzt, Luna lag immer noch stöhnend am Boden, war kurz davor, wieder ohnmächtig zu werden und rührte sich bis auf ihren gleichmäßigen Atem kein bisschen.

"Luna, was auch immer geschieht...", begann der Ziegenbock, "ich werde alles dafür tun, dass Robert erfährt, wie gut du dich geschlagen hast..."

"Danke...", stöhnte sie kraftlos, "... ich... die Wehen... sie werden stärker!"

"Oh Gott!", hauchte Atlanas entsetzt, "und kein Arzt in der Nähe!!!"

"Es tut so weh!!!", schrie Luna hysterisch, "bitte, helft mir!"

Der Ziegenbock blickte seinen Freund ernst an.

"Dann bleibt uns keine andere Wahl... hier und jetzt!"

"Das geht nicht..."

"ABER SICHER GEHT DAS!!!", fauchte der Ziegenbock wütend, "ES GEHT ABER NICHT ANDERS! - ALSO SUCH WAS ZUM KOPFABLEGEN UND PACK DANN GEFÄLLIGST MIT AN!!!"

"DU WILLST...?!?!?!", quiekte Atlanas entsetzt.

"ICH MUSS, HAST DU DAS NICHT VERSTANDEN?!?! - WENN EINE FRAU BEI DER GEBURT ZUVIEL BLUT VERLIERT, IST ES AUS!!! UND DIE GEBURT IST JETZT, SIEH ES ENDLICH EIN!!!"

"Na schön... dann aber ganz... vorsichtig..."

"Immer doch... auch wenn ich keinen Plan habe..."

"Denkst du ich?!"

"Nee..."

"Dann..."

"... schaffen wir das schon!", grinste der Ziegenbock schief, "und jetzt beeil dich schon!"

---

"Weißt du was, Eross, ich freue mich, dass du dich meiner Armee nun doch anschließen willst, aber es ist fast zu spät... siehst du die Ziegen da unten?! - Sie werden uns bald erreicht haben, und ich weiß wie gut sie klettern können... daher: Wenn du deine Freundin retten willst, sage ihnen, sie sollen aufgeben! Oder ich lasse sie fallen!!!"

Dem Pegasus brach der Schweiß aus, denn er kannte die Ziegen nur zu gut... das Opfer von Safira würden sie in Kauf nehmen... eine Ziege beendete niemals aus Zwang einen Kampf...

"Wie soll ich das anstellen?!", schrie Eross zu Daeron hinüber, "sie werden nicht aufgeben, nicht jetzt!"

"Dann wird sie sterben!!! Entscheide dich!"

Eross wusste, dass Safira so gut wie tot war, wenn er nichts unternahm.

Da ihm keine andere Wahl blieb, stellte er sich an das Geländer und wollte gerade ansetzen, als er etwas sah, dass ihm ganz und gar nicht gefiel.

Und spätestens als er Daerons schelmisches Lachen hörte, wusste er, dass er sich nicht getäuscht hatte...

---

Applejack hatte nur noch Augen für den Graben vor sich.

Den Rest bekam sie gar nicht mehr mit.

So auch nicht, wie ihre Mitstreiter hinter ihr von anderen Ziegen aus dem Graben gerissen wurden und davonrannten.

Auch ihre Warnrufe hatte sie einfach ignoriert.

Eine Fehlentscheidung...

---

Agais hatte die Lage nicht mehr im Griff.

Der gesamte Angriff der Black-Ponys war erst langsam ins Stocken geraten und hatte sich festgefahren, bis die Schatten einen Durchbruch geschafft hatten und ihn damit zum Rückzug zwangen.

Auch die Sword-Squards konnten keinen einzigen Durchbruch mehr erzielen, es war wie verhext, genau da, wo sie den Feind schon fast zur Aufgabe hatten zwingen können rückte dieser nach - im Gegensatz zu ihnen...

Über die Hälfte seiner Kompanie war schon tot, die aus Prynes Truppe und die anderen mal gar nicht mitgerechnet...

"Rückzug, Rückzug!!!", brüllte er immer wieder über das Schlachtfeld, während er rannte.

Und keiner von ihnen bemerkte Atlanas, den Ziegenbock und Luna...

---

Erst als die ersten Nazis und Schatten OBEN über den Graben sprangen merkte Applejack, dass sie etwas falsch gemacht haben musste.

Auch der flüchtige Blick über die Schulter gab ihr Gewissheit, dass sie nun ein ECHTES Problem hatte.

Doch sie konnte nicht aufhören zu rennen, ihre Beine trugen sie von ganz alleine immer weiter durch den Schützengraben, bis dieser in einem Erdkessel hinter zwei Bunkern endete.

Kein Nazi war weit und breit zu sehen.

Doch diese Stille gefiel ihr überhaupt nicht.

Dann spürte sie die durchbohrenden Blicke des Feindes im Nacken.

Ohne Aufforderung warf sie das Gewehr hinter sich in den Schlamm, ehe sie sich umdrehte.

Und erstarrte.

Pinkamena Pie stand in Uniform und mit Peische diabolisch lächelnd oben auf einem Geschütz.

"Du entkommst mir dieses Mal nicht, du dreckige Schlampe!", kicherte sie finster.

Mit einem Sprung landete sie drei Meter vor Applejack.

"Dieses Mal werde ich dich zerquetschen!"

"Nein...", donnerte Applejack, "DU wirst diejenige sein, die heute dafür büßen wird, was sie mir und den anderen angetan hat!"

"Du kleine Närrin, du kannst mich nicht besiegen!!!", schrie Pinkie und schlug mit ihrer Peitsche nach ihrer ehemaligen Freundin.

Der Kampf hatte begonnen.

---

Eross starrte fassungslos auf die zurückweichenden Truppen ihrer Armee.

Das konnte doch nicht sein, das...

Daerons Lachen dröhnte in seinen Ohren.

Seine Welt war soeben zusammengebrochen.

Die Nazis, die von hinten kamen und ihn überwältigten, fesselten und zu Boden warfen waren ihm so egal wie alles andere um ihn herum auch.

Alles außer Safira, die Daeron glücklicherweise wieder auf festem Boden abgesetzt hatte.

Nun kam der Schattenlord grinsend auf ihn zu, die Nazis zogen Eross auf Augenhöhe und hielten ihn fest.

Er selbst wollte nicht mehr stehen.

Er konnte nicht mehr.

Er war am Ende.

---

Pryne kam außer Atem im Lazarett an und keuchte:

"Ich brauche einen Arzt... schnell!!!"

Sofort kam einer angerannt und verneigte sich vor ihm.

"Ich stehe zu ihren Diensten, Sir! Was soll ich tun?"

"Sie müssen mir helfen, Doc... es geht um Atlanas und..."

"ATLANAS?!", schrie der Doc entsetzt, "er ist mein Freund... ich kenne ihn schon lange... wir haben uns beim Pokerspielen kennengelernt..."

"Alles nicht so wichtig, kommen Sie jetzt bitte so schnell wie möglich mit!"

"Ich brauche noch meine Tasche...", rief der Ziegen-Doc beim Rennen, "sie liegt im Zug!"

"Gut, dann hin da!", kommandierte Pryne und änderte die Richtung.

Er flitze um eine Ecke und stieß dabei mit Agais zusammen, beide gingen zu Boden und rollten übereinander.

"Agais?!", stieß Pryne überrascht aus, "was machst du denn hier?!"

"Ich musste... wir mussten... Rückzug..."

"WAAAAS?!?!", schrie sein Freund entsetzt, "ATLANAS, DER ZIEGENBOCK UND LUNA SIND DA NOCH DRIN!!!"

"WIESO?!?!", kam es entsetzt zurück, "WAS IST DENN ÜBERHAUPT...?!?!"

"LUNA BEKOMMT GRADE DAS KIND!!!", brüllte Pryne kreidebleich und merkte, dass ALLE umstehenden Soldaten zugehört hatten...

"WAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAS?!?!", kam es nun auch entsetzt aus der Menge, "JETZT GERADE?!?!?!"

"Ja... und jetzt ist es..."

"... ALLERHÖCHSTE EISENBAHN!!!!!!", brüllten die Soldaten im Chor, rissen ihre Gewehre herum und rannten ohne Befehl und Kommandanten geradewegs wieder auf die herannahenden Nazis zu.

Pryne fehlten die Worte.

---

Eigentlich hatte der Offizier seinen Kanonieren die Benutzung der neuen Superwaffe so lange verboten bis einer der Generäle den Befehl dazu erteilte.

Aber das Geschütz "Arriva" bekam aufgrund eines zerschossenen Gleises keine Munitionslieferung mehr und die Armee steckte gerade gewaltig in Schwierigkeiten...

Sich der Missachtung des Befehls bewusst aber dennoch nicht zögernd befahl der Unteroffizier auf der Kanone sie mit einer der neuen Granaten zu laden.

Gesagt, getan - Muni rein, Klappe zu, alle weg, Feuer frei!

Mit dem gewöhnlichen Knall donnerte das Eisenbahngeschütz die Granate in den Himmel.

Die Ziegen an Bord verfolgten gespannt den Flug - keine von ihnen wusste so recht, was gleich passieren würde.

Dem Unteroffizier klebte das Fell vor Schweiß, solche Angst hatte er, etwas Falsches getan zu haben...

---

"Da geht sie hin, eure Armee... hast du aber ein Glück heute!", lachte Daeron schallend, "tja, ich würde mal sagen, dann ist es jetzt soweit... sieh mit jetzt genau in die Augen..."

Safira versuchte zu schreien, aber ihr Knebel ließ keinen Ton zu Eross durchdringen.

Seine Augen weit geöffnet und gar nicht mehr fähig, etwas dagegen zu tun blickte er seinem sicheren Tod ins Auge.

Dem Tod seiner guten Seele.

Lächelnd brach der Schattenlord aus Celestias Körper und legte seine rechte Hand auf eine Schnittwunde an Eross Seite.

“So Eross, nun wirst du mein sein, so, wie ich es immer wollte...“

Nur noch verschwommen bekam er mit, wie sich etwas großes dunkles zwischen Daeron und die Sonne schob...

---

Applejack konnte nicht entkommen, wohin sie auch versuchte aus dem Erdloch zu kommen, überall stürmten Nazis und Schatten entlang und schossen auf sie.

Und unten wartete Pinkie...

Sie wusste nur zu gut, dass ihre ehemalige Freundin keine Gnade kannte... dummerweise konnte sie selbst aber auch schlecht angreifen oder sich zumindest verteidigen, denn ihr Gewehr lag noch immer mitten in der Schlammpfütze.

Den Peitschenhieben ausweichend rannte sie verzweifelt immer wieder durch die Grube, aber es gab kein Entkommen.

Wohin sie auch mal, Pinkies Schergen warteten schon...

Als sie es über den linken Bunker versuchte, traf einer der feigen Schützen ihre linke Schulter.

Mit schmerzverzerrtem Gesicht rutschte sie keinen Halt mehr findend von dem glatten Beton ab und klatschte in den Schlamm vor dem Eingang.

Dann schob sich Pinkie über sie.

Applejack versuchte ihre Kraft noch einmal zu mobilisieren, aber sie schaffte es nicht.

"Es wird Zeit...", lachte Pinkie böse, "bereite dich auf deinen Untergang vor, du mieses Stück Dreck!" und hob ihre Peitsche.

In diesem Moment gab es eine mörderische Explosion.

---

Atlanas sah entsetzt die Schatten und Nazis auf sich, den Ziegenbock und Luna zugestürmt kommen.

Dummerweise war der Ziegenbock gerade damit beschäftigt, gut auf Luna einzureden, deren Schmerzen immer schlimmer zu werden schienen, was die Geburt schon fast ankündigte.

Innerhalb der nächsten fünf Minuten war es soweit, dass wusste Atlanas.

Er zögerte noch, denn der Feind schien übermächtig.

Dann dachte er an Fluttershy... und SEIN eigenes Kind.

Und daran, was Robert wohl an seiner Stelle getan hätte...

All seine Zweifel vergessend schnappte er sich die MG seines Freundes, entsicherte sie und rannte aus dem gesprengten Bunker heraus.

Der Ziegenbock bekam davon gar nichts mit, zu verbissen versuchte er die keuchende Ponyprinzessin zu beruhigen.

"Prinzessin, ihr habt es gleich geschafft... dann kommt Pryne mit dem Arzt und alles wird gut!"

Sie stöhnte, schaffte es aber ein bisschen zu lächeln.

"Danke... danke für deine Geduld... ich kann nicht..."

"Schön gut, und immer daran denken, RUHIG atmen und keine hektischen Bewegungen!"

"Wie denn...", kicherte sie schwach, ehe sie wieder vom Schmerz übermannt zusammenzuckte und der Ziegenbock einen erneuten Schweißausbruch bekam.

WO ZUR HÖLLE STECKT PRYNE SO LANGE?!?!

Erst da fiel ihm auf, dass Atlanas nicht mehr da war... und die MG auch nicht mehr auf dem Felsen lag.

Ein Blick durch die Scharte genügte - die anstürmenden Nazis ließen den Ziegenbock das Blut in den Adern gefrieren.

Unbewaffnet und mit einer gerade gebährenden Prinzessin an seiner Seite hatte er keine Chance.

Er stand auf und wollte schon "Wir ergeben uns!" schreien, als plötzlich oben auf dem Bunker die Hölle losbrach.

---

Atlanas feuerte ohne an sich selbst zu denken in die dichte Menge der anstürmenden Schatten und Naziponys.

Er hatte keine Deckung, es war ihm egal.

Er würde vielleicht getroffen werden und sterben, hier mitten auf dem Schlachtfeld, es war ihm egal.

Das einzige, was noch zählte, war den Feind daran zu hindern, den Bunker mit seinen beiden Freunden zu erreichen.

Die MG glühte schon, als er ein neues Magazin nachlud und wieder etliche Feinde durchlöcherte.

Keiner von ihnen wich auch nur den Hauch von seiner Bahn ab, was es sehr leicht für Atlanas machte, doch zu treffen.

Einige versuchten zwar auch ihn zu erschießen, aber wo sie Zielen gelernt hatten war wohl der Lehrer besoffen gewesen oder sonst was, jedenfalls traf keiner.

"STERBT IHR VERDAMMTEN SCHWEINE!!!", brüllte Atlanas wie wild und legte mit einer gekonnten Drehung eine ganze Reihe Schatten um, ehe auch die Nazis dran glauben mussten und von dem Pegasus eine Ladung Blei in den Hintern gepumpt bekamen.

Dann traf ihn ein Schuss.

Atlanas spürte noch, wie ein stechender Schmerz sich von seiner linken Schulter durch seinen ganzen Körper ausbreitete und ihn unfähig machte, seine Waffe länger in der Hand zu halten.

Stöhnend ging er zu Boden, das Gewehr neben sich fallen lassend und den Feind Jubelschreie ausstoßend.

Sein Kopf dröhnte vom Lachen des Feindes und er wünschte sich, sterben zu dürfen.

Er musste an all die denken, die er soeben enttäuscht und im Stich gelassen hatte.

Seine Freundin und sein Kind eingeschlossen.

Es wird seinen Vater nie kennen lernen..., schoss es ihm durch den Kopf, du hast versagt, auf ganzer Linie...

Dann wurde er bewusstlos.

Die Granate, die über ihn hinweg donnerte, bemerkte er nicht mehr...

---

Kapitel 9 - Die Geheimwaffe Bearbeiten

Mit einem lauten KA-BUMM!!! detonierte der Sprengkörper mitten auf einem Bunker der Schatten.

Doch anstelle der üblichen Riesenexplosion nach allen Seiten schoss eine riesige Feuerwand in alle Richtungen und überflutete die Umgebung mit ihren Schützengräben.

Aber sie hörte nicht wie gewöhnlich nach einigen Sekunden auf zu brennen, die Flammen wurden nur umso höher und breiteten sich immer weiter aus.

Erstaunt glotzten die Soldaten, den Ziegenbock eingeschlossen auf das Schauspiel, nicht sicher, was als nächstes passieren würde.

Dann stutzen sie, denn plötzlich kamen brennende Nazis aus den Flammen gerannt und wälzten sich panisch auf dem Boden um die Flammen zu ersticken.

Aber genau das schafften sie nicht, der Stoff, von dem das Feuer ausging, war nicht vom Fell abzubekommen.

Mit offenem Mund blickte auch Pryne staunend auf die Flammen, ehe er sich aufrappelte und unsicher fragte:

"Was war das?!"

Ein Offizier kam angestürmt, Pryne kannte ihn, es war der Kommandant der schweren Artillerie.

"Das war die Geheimwaffe, die wir allerdings erst hätten mit der Erlaubnis eines Generals einsetzen dürfen... ich bitte um Verz..."

"Da braucht niemand um Verzeihung zu bitten!", freute sich Pryne, "und hiermit gebe ich den Befehl, alle verfügbaren Granaten auf den Feind zu schießen!"

"ALLE?!", wiederholte der Offizier verblüfft.

"Alle."

"Verstanden!", salutierte sein Gegenüber glücklich und rannte zurück zu seinen Geschützen.

In dem Moment kam auch der Ziegen-Doc mit seiner Tasche zurück und rief:

"Also eine Geburt... klasse, und das mitten auf dem..."

"Ich weiß, hätte besser getimed sein können... aber nicht zu ändern, folgen sie mir Doc!"

Zusammen flitzten die beiden so schnell sie konnten hinter ihren Soldaten her, direkt auf den halbzerfetzten Bunker zu.

---

Atlanas schlug mühsam seine Augen auf.

Sein Kopf fühlte sich so an, als würde er jeden Moment explodieren.

Trotzdem hob er ihn ein bisschen, wenn auch unter größter Kraftanstrengung vom Boden und versuchte, etwas zu erkennen.

Doch sein verschwommener Blick verriet ihm vorerst einmal gar nichts, nur dass etwas Helles und Flackerndes in einer Entfernung vor sich hin züngelte.

Mit seinem Eisenhuf wischte er sich vorsichtig den Schulz aus dem Gesicht, sadass auch sein Blick wieder klarer wurde.

Verwirrt starrte er die Nazis und Schatten an, die zu Salzsäulen erstarrt hinter sich gafften auf ein großes Feuer gafften, aus dem lebende Flammen gerannt kamen und das sich offensichtlich ZIEMLICH schnell ausbreitete.

Es war die perfekte Gelegenheit zur Flucht, aber er konnte nicht mehr.

Die Nazis würden kein Pardon kennen, sie würden ihm entweder sofort eine Kugel durch den Kopf jagen oder ihn tagelang foltern, bevor es zu Ende war.

Weinend schloss er seine Augen.

In diesem Moment hörte er jemand brüllen:

"Da ist er, Feuer eröffnen!!!"

Es war soweit... jetzt stirbst du..., waren seine letzten Gedanken, bevor er wieder ohnmächtig wurde.

---

"ALLE GRANATEN FEUER FREI!!!", brüllte der Offizier zwischen den Geschützen hindurch, "ALLE SPEZIALGRANATEN IN DIE ROHRE!!!"

Der Unteroffizier auf "Arriva" traute seinen Ohren nicht.

Sie hatten den Feuerbefehl bekommen, er hatte nicht falsch gehandelt... ein Glück...

Sich glücklich den Schweiß von der Stirn wischend rief er noch einmal:

"FEUER FREI!!!"

Seine Männer kamen dem Befehl freudestrahlend nach.

---

Unerwartet ließen die Nazis Eross los und er stürzte auf den Betonboden.

Immer noch nicht ganz bei der Sache warf er einen Blick zu Daeron herüber, der erstarrt hinter sich stierte.

Umgeben von knisternder Luft schwebte Cryo mit einem diabolischen Grinsen im Gesicht über dem Abgrund.

Wind kam auf und zerzauste Daerons Mähne, der immer noch wie gebannt auf seinen Untergang starrte.

Die Nazis hinter ihm legten zitternd ihre Waffen auf den schwebenden Ziegenkönig an, doch der lachte nur und fegte mit einer einzigen Handbewegung alle Störenfriede vom Dach.

Schreiend stürzten sie in den sicheren Tod.

Daeron rannte panisch zurück zur Sicherheitsluke, doch Cyro schlug sie mit einem Lachen vor seiner Nase zu und verriegelte sie von innen.

So fest der Schattenlord auch daran zog und rüttelte, der Panzerstahl bewegte sich keinen Millimeter.

Cyro sah ihm amüsiert zu.

"Daeron, gib es auf... du kannst mir nicht entkommen...", säuselte er kichernd, "ergib dich deinem Schicksal, mach es nicht unnötig schwierig!"

"Ich weiß nicht, was in dich gefahren ist, Ziegenkönig!", brüllte der Schattenlord zu Cyro hinüber, "aber ich ergebe mich nicht kampflos, schon gar nicht so einem Schwächling wie dir!"

Eross sah, wie sich Roberts Gesicht von einem Moment auf den anderen verzog und knallrot anlief.

Dann packte er Daeron kochend vor Wut mit seiner Magie und knallte ihn mehrmals heftig auf den Betonboden.

"DU WAGST ES MICH, CYRO, ZU BELEIDIGEN, DU WURM?!?!?!", donnerte der Gott außer sich, "DAS WIRST DU NOCH BEREUHEN!!!"

"DU BIST KEIN GOTT, ZIEGENKÖNIG!!!", spie Daeron, sprang wieder auf und schnellte auf seinen Kontrahent zu.

Doch der lachte nur schallend.

---

Die nächste Ladung Granaten wurde aus den Geschützen abgefeuert und die Granaten fegten über die Köpfe der wieder angreifenden Soldaten hinweg, bevor sie in den Nazistellungen detonierten und die brennende Brühe in alle Richtungen spritzen.

Das Napalm hielt nichts auf, jede noch so kleine Ritze nutzte es und verwandelte so auch die Bunker in tödliche Fallen voller Kohlenmonoxid, aus denen die Besatzung panisch zu entkommen versuchte.

Aber selbst durch die Notausgänge drang das Benzin-Phosphor-Gemisch ein, und wenn mal nicht warteten meist schon die Angreifer oben und verwandelten die Fliehenden in verkohlte Leichen.

Auch die Panzer rückten nun wieder vor und verspritzten das Napalm gezielt in Schützengräben und Unterstände, was die Naziponys und Schatten meist gar nicht oder zu spät bemerkten.

Einmal in den Klauen des Bio-Kampfstoffes gab es kein Entkommen, es klebte im Fell und fraß sich innerhalb von Sekunden bis auf die Knochen durch.

Die meisten Verteidiger merkten spätestens da, dass sie keine Chance mehr gegen die angreifenden Ziegen, Ponys und Zebras hatten.

---

Auch der höchst überraschte Ziegenbock stand bewegungslos neben der keuchenden Prinzessin Luna und wusste nicht so recht, was jetzt eigentlich los war.

Oben auf dem Bunker standen auf einmal etliche Ziegensoldaten und feuerten auf die Nazis unterhalb, die noch versuchten, in den Schutz der Flügelmauern zu kommen.

Einige der Verteidiger hatten es sogar noch geschafft, sich auf die Ziegen zu stürzen, aber diese ließen sich nicht so leicht abwimmeln.

Nochmal versuchte ein ganzer Schwung Schatten den Hügel zu erstürmen, was ihnen tatsächlich bis knapp unter den Kamm gelang.

Doch obwohl die Ziegen vielleicht zehn Prozent der angreifenden Nazis waren, gaben sie nicht auf und versuchten den Feind mit Granaten auszuschalten.

Als auch das nicht gelang, rutschten sie den Hügel hinunter, rissen den Ziegenbock zu Boden und brüllten:

"NIEDER MIT EUCH, MIESE FEIGLINGE!!! - FÜR UNSEREN KÖNIG UND UNSERE KÖNIGIN!!!"

Luna konnte ihren Ohren kaum trauen.

Hatten die Ziegen gerade wirklich KÖNIGIN gesagt?!

Und waren sie bereit, für sie zu sterben?

Auf jeden Fall, denn keine der Ziegen wich noch weiter zurück, obwohl die Schatten immer näher kamen.

Verbissen feuerten sie weiter, Nazi um Nazi über den Haufen schießend.

Aber es stürmten zu viele Neue nach.

Die Lage war aussichtslos.

"General, was sollen wir tun?!", schrie eine Ziege panisch.

"Es bleibt uns nichts anderes übrig... wir müssen..."

BUMM!!!

Erde und zerfetzte Körperteile regneten auf die kleine noch kämpfende Gruppe Ziegen herab, die um den Ziegenbock und Luna stand.

Vor ihnen dampfte es aus einem Einschlagskrater.

Die Artillerie!!!

Der Ziegenbock konnte es kaum fassen...

Da stürmten auch schon die restliche Armee wieder an und die Soldaten rannten einen Bogen um die kleine Truppe machen laute Siegesrufe schreiend den Hügel hinauf.

Ihm blieb nur noch eines zu sagen:

"... WEITERKÄMPFEN!!!"

---

Daeron wurde jäh durch eine unsichtbare Wand abgebremst, die ihm die Nase brach und den Schattenlord zu Boden gehen ließ.

Cyro landete direkt vor ihm und verpasste ihm einen Kinnhaken, der Daeron fast die Sinne raubte und quer über das Dach schleuderte.

Safira brach in helle Panik aus, doch der Gott der Finsternis interessierte sich nicht im Geringsten für sie oder ihren Freund, er wollte zu aller erst das letzte Puzzlestück, dass ihm noch fehlte, um wieder so mächtig zu werden wie einst:

Daeron.

Ehe der Schattenlord sich hatte wieder aufrappeln können war sein Widersacher schon wieder zur Stelle und drosch wütend auf ihn ein.

Cyro schleuderte ihn noch einmal quer über das Dach gegen die Panzerluke, brach dem Schattenlord dabei die Rippen und riss ihn dann am Hals in die Höhe.

"Wollen doch mal dein wahres Ich sehen...!", grinste Cyro böse und warf ihn gegen das Geländer, wo er erschöpft und blutend liegen blieb.

"Ich werde es dir nie offenbaren!“, keuchte der Schattenlord und spuckte Blut vor sich.

"Wirklich nicht?!“, kicherte Cyro amüsiert, "dann wollen wir doch mal sehen...!“

Mit diesen Worten packte er den Schatten am Kragen und schleuderte ihn wieder quer über den Bunker, an dessen Westflanke sein Feind wimmernd liegen blieb.

"Bitte... töte mich...“, jammerte er, doch Cyro lachte nur.

"Der Spaß wird unendlich sein... dass hätte Trixie dir eigentlich sagen sollen... dumme Stute... aber egal...“

Wieder schnappte er sich Daeron und schleifte ihn über den rauen Beton.

---

Applejack lag mit dem Kopf immer noch im feuchten Schlamm, der sie weckte, weil er in ihre Nase zu fließen drohte.

Hustend richtete sie sich auf und sah sich verwirrt um.

Die Nazis oben auf dem Schlachtfeld warfen ihre Waffen weg und rannten, dicht gefolgt von... den BLACK-PONYS?!?!

Auch schien es ihr, als brannten da plötzlich riesige Feuer weit vor ihr, Feuer, die das ganze Schlachtfeld erleuchteten.

Da bemerkte sie Pinkie, die sich ebenfalls wieder aufgerichtet hatte und böse kicherte "Es ist noch nicht vorbei...!", ehe sie sich wieder auf Applejack stürzte und die beiden sich über den Boden rollten.

Doch das Bauernmädchen merkte, dass ihre Kräfte schwanden und wie ihre Kontrahentin die Oberhand gewann.

Mit beiden Hufen drückte sie ihre ehemalige Freundin zu Boden.

"Du bist falsch und verlogen!", schrie Pinkie wütend, "und dafür wirst du jetzt sterben!"

Sie griff sich Applejacks Messer und holte aus.

Die schoss die Augen.

In diesem Moment krachte etwas in Pinkamena Pie und riss sie von Applejack, die sich schnell zur Seite rollte und verblüfft auf zwei der Zebras blickte, die vorhin so feige weggelaufen waren.

"Du mieser Nazi!!!", brüllten sie und prügelten auf Pinkie ein, für die die beiden jedoch keine Gegner darstellten.

Wütend schüttelte sie die beiden von sich und erwischte einen am Hals.

Doch ehe sie zudrücken konnte stürzten sich auch die anderen beiden und das dritte Zebra auf sie und droschen auf sie ein.

Außer Atem kamen nun auch die zwei Ziegen und das Black-Pony durch den Graben angelaufen und schrien panisch:

"DA KOMMT DAS NAPALM!!!"

Und tatsächlich, die brennende Flüssigkeit schoss auf die am Boden ringenden Zebras, Pinkie und sie zu!

"Wir müssen ihnen helfen!", brüllte das Black-Pony und schnappte sich ein Zebra, die Ziegen griffen sich die anderen drei und rissen sie von Pinkamena Pie weg, die aufsprang und wutschnaubend auf Applejack zuraste.

Das Bauernmädchen sah nur einen Ausweg: Auf den Bunker!

Über die offene Panzertür nach oben springend bekam sie Half an einem Armierungsstab, doch auch Pinkie schaffte es im letzten Moment sich an ihren rechten Huf zu klammern.

Unter ihnen flutete das Napalm den Hof und Flammen züngelten empor.

Mit aller Kraft versuchte Applejack Pinkie zu treten, doch sie traf nicht und rutschte selbst immer weiter nach unten.

Der Metallstab bog sich gefährlich nach unten durch und begann zu brechen.

In diesem Moment fing Pinkies Schweif Feuer.

"HIIILF MIR!!!", kreischte sie panisch, "ZIEH MICH HOCH, ICH BRENNE!!!"

"DU BIST NICHT MEINE FREUNDIN!!!", raunzte Applejack zornig, "DU WOLLTEST MICH TÖTEN, DU BIST EINE MIESE VERRÄTERIN!!! DA HAST DU, WAS DU VERDIENST!!!" und trat Pinkie mit voller Wucht auf den Huf.

Schreiend und vom Schmerz des gebrochenen Knochens übermannt stürzte Pinkamena Pie mitten in das brennende Napalm.

---

Allen anderen voran stürmten die Ziegen über den Hügel und schossen mit ihren schweren Sturmgewehren jeden Nazi in ihrem Weg über den Haufen.

Atlanas konnte es kaum glauben, als ihn zwei Sanitäter auf eine klappbare Trage hievten und die Soldaten, an denen er vorbei getragen wurde, ihm freudig zuwinkten und kampfeslustig johlten:

"Jetzt machen wir sie platt, General!!!"

Er wusste nicht, was er vor Freude sagen sollte.

Die Napalm-Explosionen wurden immer mehr und flambierten einen Nazi nach dem anderen.

Sie hatten es fast geschafft!, schoss es ihm durch den Kopf, sie hatten fast schon gesiegt!!!

Dann setzten ihn die Träger vor der immer noch keuchenden Luna, dem blutverschmierten Ziegenbock und einem Arzt ab, den er erfreut wiedererkannte.

"Ziegen-Doc!", rief er matt aber glücklich, "hast du...?!"

"Ja... die Lage ist im Griff...", beruhigte er seinen Freund, den er beim Pokern damals im Wald am Krankenbett Roberts kennengelernt hatte, "es ist gleich so weit!"

"Braucht ihr... Hilfe?"

"Es geht...", grinste der Ziegenbock, "auch wenn´s ne ganz schöne Schweinerei ist..."

"Ich mache so was schon mein halbes Leben lang!", lachte der Arzt, "glaub mir, irgendwann ist das Alltag..."

"Ich habe auch Dinge, die ich als Alltag bezeichnen kann...", begann der Ziegenbock noch, als es plötzlich ein komisches Geräusch gab.

"JETZT!!!", schrie der Doc, "Ziegenbock, wenn es klemmen sollte, VORSICHTIG ziehen... wenn nicht, VORSICHTIG auf den Arm nehmen und abwischen, verstanden?!"

"Ist klar... oh verdammt..."

Auch Atlanas hielt nun nichts mehr am Liegen, er glitt von seiner Trage und schob sich neben seinen Freund, dem der Schweiß in Strömen das Gesicht herunterlief.

Dann ging alles ganz schell...

---

Cyro schlug Daeron mehrere Zähne aus, brach ihm beide Arme und Beine und warf ihn schließlich direkt vor den gefesselten Eross auf den harten Betonboden, ehe er ihn an der Schulter nach oben riss, dabei das Gelenk auskugelte und mit dem anderen Huf Eross Schwert vom Boden aufhob.

"Es ist Zeit...", lachte der Gott, "du bist lange genug vor mir weggelaufen, Daeron! - Nun habe ich dich, und du bist das letzte Puzzlestück, das mir noch fehlt... Ich werde wieder mächtig sein, mächtiger als Niben und alle anderen zusammen, ich werde der neue Herrscher über diese Welt sein! Noch irgendwelche letzten Worte?!"

"Ja...", spuckte Daeron mit einem Schwall Blut, "es ist schön zu sterben... bald werde ich unter meinesgleichen sein..."

"Aber weißt du was...“, grinste der Gott verschlagen, "ICH werde dich nicht töten... du sollst von dem getötet werden, den du am meisten fürchtest, dem der am meisten Hass in seinem Herzen trägt... EROSS!“

"Nein!", keuchte der Schattenlord entsetzt, "nicht Er...“

Verärgert knallte Cyro Daerons Kopf auf den Boden und löste wortlos Eross Fesseln.

Dieser richtete sich zitternd auf und starrte den Gott entsetzt an.

"MACH SCHON!!!“, dröhnte der, "ICH WILL NOCH HEUTE FERTIG WERDEN!!!“

Zögernd hob Eross sein Schwert vom Boden auf.

"LOS!!!", donnerte Cyro wütend, "RÄCHE DEN TOD DEINER ELTERN, RÄCHE DIE QUALEN DER, DIE DIESER FEIGLING AUF DEM GEWISSEN HAT, RÄCHE DAS KIND DEINER SCHWESTER!!!“

Die letzten Worte ließen Eross endgültig alle Hemmungen verlieren.

Mit beiden Hufen holte er aus.

Nichts hielt sein Schwert auf, es trennte Ader um Ader, Knochen um Knochen und schließlich löste sich Daerons Kopf vom Körper, rollte über die Kante und fiel vom Bunker.

Cyro stand blutbespritzt auf und stimmte ein Lachen an, dass sowohl Eross als auch Safira nie vergessen würden.

Ein höchst zufriedenes, finsteres, diabolisches böses Lachen.

---

Applejack hatte nur noch Augen für den Armierungsstab, der noch einmal knackte und sich gefährlich nach unten bog.

Es war ihre einziger Halt.

Es gab nichts anderes, wo sie sich hatte festklammern können.

Und diese Halterung gab nun auf.

Doch Applejack schrie nicht, als sie fiel.

Plötzlich bremste sie abrupt ab und hing knappe drei Meter über dem sicheren Tod mit dem linken Arm an...

Dem linken Huf des Black-Ponys, das wiederum von den beiden Ziegen an den Hinterhufen gehalten wurde und ihr freudig zurief:

"Es ist alles gut, General... wir haben die Lage und euch im Griff!"

"Und ich bin stolz auf euch!", lächelte sie erleichtert.

Bei ihren Worten lief das Black-Pony rot an...

---

Sombra war der zweite Befehlshaber der Armee.

Daeron hatte ihm befohlen, nicht aufzugeben, koste es was es wolle.

Noch kämpften seine Nazis, aber die Ziegen, Ponys, Black-Ponys, Giraffen und Zebras kamen dem Führerbunker immer näher und näher.

Er wusste, dass sie keine Chancen mehr auf einen Sieg hatten, der neue Wunderwaffe der Ziegen, eine Art Feuerbombe hatten sie nichts entgegenzusetzen.

Vorsichtig einen Blick durch sein Sehrohr werfend beobachtete er resigniert den Rückzug seiner Truppen.

Plötzlich schoss etwas davor vorbei, schlug mit einem "Donk!" unten auf die Haupttreppe zum Eingang und rollte die Stufen hinab.

Er zoomte heran und erkannte mit Entsetzen den Kopf seines Führers.

In diesem Moment wurde ihm klar, dass sie verloren hatten.

Resigniert gab er nur eines von sich:

"Feuer sofort einstellen. Wir kapitulieren bedingungslos."

---

Kapitel 10 - Der Sieg des Guten Bearbeiten

Atlanas hielt den kleinen Knirps sicher und behutsam im Arm.

Er hatte noch nie ein so kleines Neugeborenes - was war es denn nun eigentlich?! - gesehen und dann auch noch so nah an sich gehabt.

Es schrie, während Atlanas ihm vorsichtig das Blut vom samtweichen Fell wischte.

Das Kind war eine Mischung aus Ziege und Pony... etwas derartiges hatte der Pegasus noch nie gesehen, geschweige denn jemand anderes.

Den Kopf einer Ziege, die Flügel eines Pegasus, den Körper eines Ponys... wahrlich eine Mischung, wie sie nur ein Alihorn und ein Ziegenkönig zu zeugen vermochten.

Erst die Stimme des Docs riss ihn wieder aus seinen Gedanken:

"Das war noch nicht alles... da kommt noch was!"

"NOCH EINS?!", stöhnte der Ziegenbock fix und fertig, "ich kann kaum noch..."

"Es ist gleich geschafft... warte..."

Die Geräusche ließen Atlanas Magen tanzen, aber er riss sich zusammen und putzte vorsichtig weiter das erste Kind seines besten Freundes.

Eigentlich hatte er vorgehabt, erst bei der Geburt seines Kindes zum ersten Mal bei so etwas dabei zu sein, aber jetzt...

Es war schon komisch, dass er hier stand, die Ruhe in Person, das kleine quäkende Kind des Ziegenkönigs auf dem Arm streichelnd, während um ihn herum immer noch die Schlacht tobte.

Aber all das war im Moment unwichtig, denn mit einem lauten Schrei und einem Geräusch, dass Prynes Magen nicht vertrug und der Anführer der Black-Ponys sich rücklings übergab beförderte der Ziegen-Doc verschwitzt aber glücklich das zweite Kind zutage und überreichte es seiner Mutter, die es überglücklich in die Arme schloss und glücklich weinte.

Auch Atlanas und der zu ihm gestoßene Ziegenbock waren glücklich, es geschafft zu haben und die kleine Familie so unbeschadet und zufrieden zu sehen.

In diesem Moment donnerte es im Himmel und Blitze zuckten über das Dach Canterlots, auf dessen Brüstung Robert stand und lachte.

Dieses Lachen ließ alle zusammenzucken.

Es war ein Lachen, wie es nicht böser und sadistischer hätte seien können.

---

Rainbow Dash und ihre Kompanie jubelten zuerst, als die Nazis ihre Waffen ihnen vor die Hufe warfen und sich widerstandslos ergaben.

Die Freudenschreie verstummten augenblicklich mit dem finsteren Lachen Roberts.

Keiner der Ponys wagte auch nur zu flüstern, solch panische Angst hatten sie

Plötzlich fasste sich Sunset Shimmer erschrocken an den Kopf, taumelte und kippte nach hinten.

Rainbow Dash und ein herbeigeeiltes Pony stürzten entsetzt zu ihr hin und fingen sie kurz vor dem Aufschlag auf.

Die Stute keuchte entsetzt und Rainbow fragte unsicher:

"Was ist passiert, Sunset?!"

"Ich... Niben hat mir eine Vision geschickt... er hat es nicht geschafft, Cyro aufzuhalten..."

"Wer ist Cyro?!", fragte das Pony verwundert.

"Nibens böser Bruder, der Gott der Finsternis...", hauchte Sunset Shimmer kraftlos, "er ist in Robert... und er hat mit dem Tod Daerons all seine Macht wiedererlangt... damit wird er uns vernichten..."

"Heilige Luna!!!", schrie Rainbow entsetzt, "DANN MÜSSEN WIR SOFORT WEG HIER!!! SCHNELL!!!"

---

Panisch und kraftlos zugleich ließ Eross sein Schwert fallen und starrte immer noch Cyro an, der nun einen Schritt auf ihn zu machte.

Obwohl er es mit aller Kraft versuchte konnte er keinen Schritt zurückweichen, wie angewurzelt wartete er wie auf dem Präsentierteller auf den finsteren Gott.

"Wo willst du denn hin, meine Tochter?!“, lachte er schallend, "du kannst mir nicht entkommen, endlich wirst du wieder MEINS seien!“

Er packte Rainbow Death durch Eross Körper hindurch und zog sie langsam hinaus.

Eross konnte sich nicht dagegen wehren, es war, als würde sie aus Butter sein und einfach aus ihm heraus rutschen, ohne dass er sie hätte festhalten können.

Und geradewegs in den gierigen Schlund Cyros hinein.

Dann war sie weg – so wie Angel auch.

Nun hatte Eross keine Kraft mehr – weder zum Kämpfen noch für sich selbst.

In Zeitlupe kippte er um und blieb regungslos zu Cyros Hufen liegen.

Der Gott hatte endlich alles erreicht, was er wollte:

Die Macht zu haben, wie er sie früher einmal besessen hatte.

Ein diabolisches Lachen anstimmend stellte er sich hoch über die Köpfe der Bewohner Equestias auf die Flügelmauer und ließ die ersten Blitze über den Himmel zucken.

Seine Herrschaft begann genau jetzt.

---

Panisch starrten sich auch der Ziegen-Doc, Pryne, Luna, der Ziegenbock und Atlanas an, die immer noch im Schutz des Bunker standen und auf einen Lazarett-Panzer warteten.

Der erste, der seine Stimme wiederfand war Atlanas.

"Was können wir machen, um ihn aufzuhalten?!"

"Da gibt es nichts...", jammerte der Ziegenbock panisch, "einen Gott mit aller Kraft hält nichts und niemand auf!"

"Aber du hast Robert bei seinen Wutausbrüchen damals auch aufhalten können, mit wahren Gefühlen!"

"Da hatte Cyro auch noch nicht soviel Macht... wir können nichts tun!"

"Ich denke schon!", donnerte Atlanas, "zumindest ein Versuch ist es wert!"

Er rannte urplötzlich los, immer noch mit Roberts wie am Spieß schreienden Sohn auf dem Arm hoch auf den Hügel, schubste ein Zebra zur seite und hielt dann den kleinen Jungen hoch über seinen Kopf, während er über das totenstille Schlachtfeld Cyro direkt ins Gesicht brüllte:

"ROBERT, DAS IST DEIN SOHN!!! ERKENNE IHN, ERKENNE DICH SELBST!!! DU BIST DER SIEGER, NICHT CYRO!!! LASS IHM KEINE CHANCE!!!"

Er spürte die bohrenden und höchst verwunderten Blicke der anderen Freiheitskämpfer und Soldaten um sich, selbst die gefangenen Nazis und Schatten starrten ihn nur verblüfft über seinen Mut an.

Totenstille legte sich wieder über das Schlachtfeld und der Pegasus begann zu zittern, weil Cyro ihn nur aus großen Augen anstarrte, jedoch keinen Ton von sich gab.

Plötzlich kitzelte den Ziegenbock etwas in der Nase.

Er blinzelte in den Himmel und es war ihm, als wäre da ein Sonnenstrahl, der durch die dunklen Wolken brach.

Alles nur Einbildung, dachte er verzweifelt, ich fange schon an Gespenster zu sehen und wandte sich wieder zu Luna um, als ihm vor Staunen die Kinnlade herunter klappte.

Luna lag mitten in einem Sonnenfleck, ihre Mähne glitzerte wie ein Diamant im warmen Licht und auch Atlanas stand umgeben von Schatten in einem solchen Strahl.

Es war kaum zu glauben, doch es schien ihm, als reißen die dunklen Wolken auf und die Sonne käme wieder zum Vorschein.

"Das Licht verjagt das Böse!", meinte Pryne hingerissen von dem Schauspiel und erntete erstaunte Blicke von seinen umstehenden Freunden, "eine alte Weisheit, die mir einst ein weiser Einsiedler mit auf den Weg gab... und sie ist wahr!"

Immer mehr Strahlen durchlöcherten die Wolken und beleuchteten die Ponys, Ziegen, Zebras, Giraffen und Black-Ponys.

Und die Schatten, deren Haut wieder diese ekligen Blasen warf und sie einer nach dem anderen platzen ließ.

Aber nicht alle.

Safira riss zwar panisch an ihren Fesseln und auch Taladon warf sich vor Angst die Hufe schützend über dem Kopf auf den Boden, aber sie verbrannte das Licht nicht.

Eross starrte Cyro an, um den der Kreis der Dunkelheit immer enger wurde.

Doch der Gott versuchte nicht einmal, zu entfliehen.

Dann zog er sich schließlich ganz zusammen und ein gleißend helles Licht explodierte vor Eross Augen.

---

Auch die anderen Kämpfer auf den Schlachtfeld mussten sich wegdrehen oder ihre Augen zukneifen, so gleißend hell war der Schein, den der Ziegenkönig ausstrahlte.

Atlanas drehte sich schützend um und wiegte das Kind sanft im Arm, während er unentwegt flüsterte:

"Es wird alles gut, es wird alles gut..."

Dann jagte das Licht auch noch durch die letzten Winkel und die Schatten verbrannten vor den Augen der Zebras und Ponys, ohne dass diese etwas dazu taten.

Erst nach einer halben Ewigkeit erlosch das grelle Licht und der Ziegenbock blickte erwartunsvoll zu seinem König hinauf.

Immer noch unverändert stand dieser da, so als wäre nichts gewesen...

Verdammt, keuchte er, es hat alles nichts gebracht, er wird...

In diesem Moment breitete Robert seine Flügel aus und ließ sich einfach vom Bunker fallen.

Der frische Aufwind trug ihn über die Köpfe der immer noch verunsicherten Soldaten hinweg direkt vor seinen besten Freund, der immer noch sein Kind in der Hand hielt.

Zögernd blieb er zwei Meter vor ihm stehen und hauchte:

"Atlanas, ich... ich... ist das...?!"

Der Pegasus erkannte ihn wieder, Roberts Augen waren so wieß und normal wie immer.

Er war wieder da.

"Ja, es ist deiner... und es ist ein Sohn, herzlichen Glückwunsch...", stammelte er immer noch etwas unsicher, "und... du... bist wieder normal?!"

"Hast du was anderes erwartet?! - Oh man, ich bin dir so dankbar!!!", rief Robert und fiel seinem Freund überglücklich um den Hals, peinlichst darauf zu achten, sein Kind nicht zu zerdrücken.

Nach der herzlichen Umarmung nahm er es freudestrahlend in die Arme.

"Ich glaub´s ja nicht... ich bin VATER!!!"

"Ja... du bist Vater, Vater von... ähmmm...“

"Junge oder Mädchen?!“

"Junge...“

"Dann soll er JACK heißen, Jack der Erste, der neue König der Ziegen!“, rief Robert glücklich, "er soll mein Nachfolger sein, ein König wie sein Vater!“

"Das soll er...“, plichtete Atlanas ihm bei, "Und ich kann kaum glauben, dass du wieder normal bist... so normal wie ich dich brauche!"

"War es denn SO schlimm?!"

"Überhaupt nicht...", grinste Atlanas erleichtert, "und jetzt komm, der Sieg kann warten... ich habe noch eine Überraschung für dich..."

---

Der Rest des Tages verging wie im Flug.

Nachdem Robert fast vom Glauben abgefallen war, als er sein ZWEITES Kind gesehen hatte und seine Freundin überglücklich in die Arme geschossen hatte, dann alle seine Freunde herzlichst umarmt hatte und schließlich laut den Sieg verkündet hatte, verloren auch die letzten Pessimisten ihre Scheu und jubelten über den grandiosen Sieg.

Die Eisenbahngeschütze feuerten ein Salut nach dem anderen ab und jeder Soldat und jede Soldatin, ganz gleich ob Pony, Black-Pony, Zebra, Giraffe oder Ziege besuchte Luna im Lazarett-Zug und wünschte ihr, Robert und den Kindern alles Gute und ein langes Leben.

Die letzten Nazis verließen widerstandslos den Führerbunker und auch Celestia, Eross und Safira wurde vom Dach geborgen und von den besten Ärzten behandelt.

Nachdem auch sie und andere bestätigt hatten, dass die Schatten für alles verantwortlich waren, machte sich ein Großteil der Ziegenarmee auf ins Schattenkönigreich und zerstörte dort sämtliche militärischen Anlagen und die gesamte Hauptstadt, allerdings trieben sie die unschuldige Bevölkerung nur zum eigenen Schutz vorher hinaus in die sicheren Dörfer.

Niemand war der Ponyprinzessin mehr böse, sie war selbst nur ein Opfer der finsteren Mächte Daerons gewesen.

Und spätestens als auch sie weinend vor Freunde ihre Schwester besuchte wussten alle, dass sie unschuldig war.

Auch die Entschuldigung für alle Strapazen hörten viele der umstehenden Bewohner Equestrias mit Freude und Verständnis.

Als sich auch Fluttershy und Atlanas wieder in die Arme fielen, war auch für den Held des Tages alles noch einmal gut gegangen, er hatte heute mehr als nur Mut bewiesen, er hatte Robert und Luna gezeigt, was wahre Freundschaft bedeutet.

Durch Sunsets immer stärker werdende Visionen fand man auch schließlich den schwerverletzten Niben und die bewusstlose Angel, die jedoch beide nach kürzester Zeit wieder gesund und munter waren.

Von Cyro und Rainbow Death fand man jedoch keine Spur, was besonders Angel zusetzte, aber Niben fand schließlich heraus, dass Cyro sie an sich gerissen hatte und wieder in Robert schlummerte.

Daraufhin hielt der Ziegenkönig eine Rede, in der er den Bewohnern Equestrias alles offenbarte, alles über Cyro und über sich.

Doch entgegen seiner und Nibens Erwartungen gelobten sie alles dafür zu tun, dass der Gott der Finsternis innerhalb Roberts Geist bleibe und so keinen Schaden mehr anrichten könne.

Dankbar begannen Robert und seine Freunde zu weinen.

Das war einfach IHR Tag.

---

Es gab noch eine Menge weiterer sehr emotionaler Momente an diesem Tag, von denen die zwei wichtigsten vielleicht noch erwähnt werden sollten...

---

Pinkies Haut brannte überall wie Feuer, an einigen Stellen schälte sie sich förmlich ab, an anderen hatten die Flammen sich bis auf ihre Knochen durch gefressen und hing in Fetzen hinunter.

Dass sie es überhaupt aus der Hölle auf Erden geschafft hatte, grenzte schon fast an übernatürliche Kräfte...

Mit letzter Kraft zog sie sich aus dem Schützengraben - und erkannte vor sich zwei Hufe, die sie nur zu gut kannte.

Datei:Zecora Soldier.jpg

"Ich wusste, dass du zu zäh für das Napalm bist...", lachte Applejack, "aber ich bin mit zu fein, mit an dir die Hufe schmutzig zu machen, und außerdem vergreife ich mich nicht an Krüppeln... aber ich kenne da ein paar andere, dich noch ein Hühnchen mit dir zu rupfen haben... also mach´s gut, Schlampe!"

Sie spuckte auf Pinkie und trat einen Schritt zur Seite.

Hinter ihr stand eine wütende Meute Zebras, allen voran Zecora.

Applejack sah amüsiert zu, als sie sich auf das pinke Pony stürzten.

---

Rainbow Dash tanzte fröhlich singend über das Schlachtfeld.

"Wir haben gesiegt!", flötete sie überglücklich, "wir haben..."

Plötzlich krachte von links etwas in sie und riss sie zu Boden, drehte sich noch im Fallen unter sie und Rainbow Dash landete auf etwas weichem und warmen.

Erstaunt blickte sie in die Augen eines Schattens - in schöne Augen wie sie fand.

Aber ein SCHATTEN... panisch wollte sie sich losreißen, doch er heilt sie fest und meinte beruhigend:

"Ganz ruhig... alles ist gut, ich bin keiner von denen... und nicht bewegen... hier ist alles voll Minen!"

Jetzt schrillten erst recht alle Alarmglocken bei ihr.

"M... minen?!"

"Ja, und du bist fast auf eine draufgetanzt... aber nochmal Glück gehabt, dass ich da war..."

"Vielen Dank, ich weiß gar nicht wie..."

"Schon gut...", lächelte er, "ich bin übrigens Taladon, und du?"

"Rainbow Dash... schöner Name, Taladon... freut mich, die kennen zu lernen..."

---

Keine drei Stunden später flog der Führerbunker mit einem gigantischen Knall in die Luft.

Die Ziegen hatten ganze Arbeit geleistet und wurden von den anderen in den höchsten Tönen gelobt.

Stolz und gleichzeitig glücklich über den errungenen Sieg hatte man die alte Tradition befolgt und ein großes Feuer entzündet, auf dem die Toten verbrannt wurden.

Um dieses Feuer herum saß man, tanzte, unterhielt sich, war ausgelassen und glücklich.

Man hatte gesiegt, es gab keinen Führer mehr und die Schatten waren vernichtet, zumindest der kriegerische Teil.

Und mittendrin in dieser Masse saßen Atlanas, Fluttershy, der Ziegenbock, Applejack, Niben, Sunset Shimmer, Celestia, Eross, Safira, Taladon, Rainbow Dash, Lord Pryne, Twilight, Robert und die neben sich in einem rollfähigen Bett liegende Luna mit ihren beiden Kinder, dem jungen Jack und einem Mädchen, dem seine Mutter den Namen Sonea unter lauter Zustimmung der Soldaten und umstehenden Freunde gegeben hatte im Arm.

Und alle hatten sie heute Abend eines gemeinsam:

Sie waren glücklich.

---

ENDE

---

Original

Deine Bewertung dieser Pasta:

Durchschnittsbewertung:



DER HELD und Flatinka, den 24.01.2015

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki