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Wenn ich dir die Arme abhacke und die Beine dazu, würdest du mich immer noch lieben? Wenn ich dich zerstückele und dich vernichte, würdest du mich immer noch lieben? Ihre Schönheit ist abnormal, dennoch liebe ich sie. Sie starrt mich an. "Warum liebst du mich nicht mehr?"

Ein paar Monate zuvor...Bearbeiten

Es ist Frühling, die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und wir tun das ,was glückliche Pärchen so tun: in den Park gehen, im Gras liegen und die Kinder beim Spielen beobachten und einfach das Leben genießen. Helena und ich waren erst ein paar Wochen zusammen aber, wie das bei jungen Pärchen ist, waren wir verliebt über beide gepiercte Ohren. Wir hatten uns in einer Bar kennengelernt, trafen uns regelmäßig und irgendwann sah sie mich an und flüsterte "Ich liebe dich". Wir waren glücklich. Wie gesagt, waren. Es ist ein Sonntag Nachmittag, die grausamste Zeit der Woche. Man realisiert, dass das Wochenende vorbei ist und dass man sich morgen wieder dem wahren Horror des Lebens stellen muss. Wir fahren die Landstraße entlang. Die Luft fährt durch das Haar, wir genießen die Freiheit. Das nächste woran ich mich errinern kann, ist dass ich auf der Intensivstation aufwache. Vier Monate später.


Ebendiese vier Monate späterBearbeiten

Ein Lastwagen hat uns erwischt, sagten die Ärzte. Ich hatte Glück, ich wurde nur zwanzig Meter aus dem Wagen geschleudert, Helena jedoch brach es sämtlichen Knochen im Leib. Sie war schon lange unter der Erde und auch bei mir, hatten die Ärzte eigentlich die Hoffnung aufgegeben. Zwei Tage später stand ich vor dem Krankenhaus. "Oh sie sind wach? Wir gucken kurz...check sie sind gesund. Ihre Krankenkasse zahlt übrigens nicht mehr. Tüss." Das war die Kurzform. Benebelt taumele ich durch die Straßen. Ich weiß nicht wohin ich soll. Es regnet. Vom Himmel fallen Blutstropfen, faustdick. Sie schlagen auf der Straße auf und lassen Welten explodieren. Ich fasse einen Entschluss.

Der Friedhof liegt im dunklen Nass des Waldes. Ich schwanke die Grabreihen ab. Meine Beine gehorchen mir kaum, muss sie zwingen sich zu bewegen. Ich finde schließlich Helenas Grab. Ich breche über der durchtränkten Erde zusammen.

Ich bin in unserer ehemaligen Wohnung. Alles ist staubig, obwohl nur vier Monate vergangen sind. Helena liegt vor mir auf dem Tisch. ihre Glieder sind verrenkt und stehen in komischen Winkeln ab. Langsam fange ich an, sie zu bearbeiten. Ich schäle mit dem Messer langsam die Haut ab, lege Gelenke frei. Knackend und krachend breche ich sie, damit sie wieder schön aussieht. "Warum tust du mir weh?"

Ich zucke so heftig zusammen, dass ich ihr einen Finger abtrenne. Ihre verrotteten Augen blicken mich leer an. Ihre Stimme ertönt wieder "Warum tust du mir weh?". Es herrscht kurze Stille "Warum liebst du mich nicht mehr?". Ich schüttele den Kopf, tränenschwer. "Das kann nicht sein, du bist tot." Ich höre sie wieder "Warum tust du mir weh?" Ich steche mit dem Messer in den Mund und schneide die Zunge hinaus. "Du bist tot.!" brülle ich den abgeschnittenen Knopf an. Und der hat die Frechheit, mich auch noch anzugucken. "Du bist tot!" Ich kann nicht aufhören es zu schreien. Immer wieder hacke ich mit dem Messer auf ihren Körper ein. Ich will ihn zerstören, will seine abnormale Schönheit schänden.

Weinend breche ich in dem Meer aus Blut und Körperteilen zusammen. Ich halte mir das Messer an den Hals, mit der Spitze voran.

Sie starrt mich einfach nur an.

"Warum liebst du mich nicht mehr."

Ich lasse den Kopf nach vorne sinken.

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