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Teil 1:

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„Herr Doktor, wieso atmen sie denn so schwer?“, läuft zynisch über meine Lippen, als das Knarren des Leders die Stille durchbricht. Langsam steigt der Zug am Riemen und ich brülle in Rage in sein Gesicht während er nach Luft schnappt: „Sehen sie wozu sie mich gezwungen haben?! Sehen sie, was sie aus mir gemacht haben Herr Doktor?!“ Mit schmerzverzerrten aber dennoch ungläubigen Augen, wandern die Hände des Herrn Doktors zum Lederriemen, doch ich ziehe sie, als ich aufstehe und mich breitbeinig über ihn stelle, mit den Worten „Na, wer versucht sich denn hier zu wehren? Wie waren ihre Worte? Darf ich kurz zitieren?“, von seinem Hals weg. Stimmen räuspernd, lege ich meine rechte Hand auf mein Herz und beuge mich mit den Worten "Wehre dich nicht, denn das zögert alles nur noch weiter hinaus" hinab zu seinem Gesicht. Es dauert nicht lange, bis die erste Träne über die Wange des Herrn Doktors läuft, welche ich mit einem breiten Grinsen in meinem Gesicht wegwische. Meine Hände gegen meine Knie drückend, flüstere ich mit einer immer tiefer und aggressiver werdender Stimme. "Ach Herr Doktor, wieso weinen sie denn? Wussten sie etwa nicht, dass große Buben nicht mehr weinen? Das waren doch ihre Worte nach ihrem ersten nächtlichen Besuch. 'Echte Männer weinen nicht', das waren ihre Worte Herr Doktor. Sind sie etwa kein Mann?" in sein Ohr, doch werde von einem metallenen Klirren unterbrochen.

Voller Wut und mit einem Hass zerfressenen Gesicht blicke ich auf und starre einer Pflegerin in die Augen. Überrascht lasse ich mein Gesicht sinken, doch halte ihren vor Schock erstarrten Augen im Blick und gebe "Meine Dame, sie sind die erste Frau, die ich hier seit Jahren sehe, sind sie neu hier?" mit einem wachsenden Lächeln von mir. Angst durchzogen stolpert die Pflegerin nach hinten und ich folge ihr lauthals lachend und mit langsamen Schritten. Mit einem letzten Blick den noch immer am Boden liegenden Doktor und Pflegern zuwerfend, setze ich zum Sprinten an, doch bleibe kurz vor der zu Boden gefallenen Pflegerin stehen. Mir den Zeigefinger auf die Lippen pressend, knie ich mich vor sie und flüstere ihr mit einer leisen ruhigen Stimme "Lauf!" zu. Keine Sekunde vergeudend krabbelt sie auf allen Vieren davon und versucht mit ihren Fußsohlen Bodenkontakt zu erreichen. Lächelnd schüttle ich meinen Kopf und richte mich selbst auf. Der Pflegerin hinterher starrend brülle ich laut "Eckstein, Eckstein, alles muss versteckt sein!" den Flur entlang und tänzle leise Summend den Gang hinab. Laut knallen die Türen zu und das Licht geht plötzlich aus. "Ach kommt schon, wollt ihr mich hier im Dunklen lassen?!", rufe ich in den leeren Raum und lache. Ein unregelmäßiges Klirren durchbricht die Stille und kurz darauf erfüllt ein Rauschen den Raum. Lautlos verschwinde ich in eine Ecke des Raumes und schaue verträumt den Lichtkegeln zu, welche durch den dichten Rauch tänzeln. Geduldig warte ich, bis der letzte Lichtkegel vorbeigezogen ist und folge ihnen leise. "Tik, Tak, Tik, Tak", flüstere ich leise und energisch in meine vor dem Gesicht gefalteten Hände und laufe auf den letzten Lichtkegel in der Kette zu, welche sich den Gang entlang vorkämpft. So Geräuscharm wie es mir nur möglich ist, packe ich die Wache am Kragen und reiße sie zu Boden. "Ups! War das ich? War das einer eurer Freunde?", brülle ich wutverzerrt in den von Nebel durchzogenen Raum und presse mich zeitgleich mit dem Rücken gegen eine Wand. Hektisch drehen sie sich um und laufen wieder an mir vorbei. Gelassen stelle ich mich wieder breitbeinig in den Raum und schreie ihnen "Kommt schon, lasst mich nicht alleine, ich habe Angst in der Finsternis" verzweifelt nach. Langsam kommt die Wache zu sich und ich trete ihr mit meiner Ferse in das Gesicht, worauf er bewusstlos zu Boden sackt. Die Finger an der Wand entlang streifend, tänzele ich wieder mit geschlossenen Augen den Flur entlang, während ein nochmaliges unregelmäßiges Klirren die Stille durchbricht.

Weiße Lichtblitze verjagen die Dunkelheit und ich spüre wie sich etwas in meine Haut bohrt. Bevor ich noch reagieren kann, rollt ein Knistern in meine Ohren und meine Muskeln fangen an zu verkrampfen. Vor Schmerz aufstöhnend kippe ich um und knalle mit meinem Kopf auf den Boden. Ein dumpfes Klopfen kommt den Flur entlang, doch ich vernehme nur noch schwarz glänzendes Leder, bevor ich mein Bewusstsein verliere.

Ein penetrantes weißes Licht blendet mich durch die Augenlider und ich versuche sie aufzuschlagen. Mich langsam an die Helligkeit gewöhnend, sehe mich um und spüre kaltes Metall an meinen Handgelenken und an meinem Rücken. Realisierend, dass ich auf einer Metallpritsche gefesselt bin, brülle ich lachend "Bin ich etwa nicht mal mehr eine Matratze wert?!" in den Raum gespickt mit Fliesen. Von meinem Echo irritiert, blicke ich mich nochmal um und sehe wie immer noch 2 kleine Pfeile in meiner Brust stecken aus denen zwei Drähte führen. An den Handschellen zerrend, fange ich unkontrolliert zu schreien und fluchen an. Vor Wut bebend, versuche ich mich zu befreien, doch erreiche nur, dass ich samt der Pritsche umkippe. "Nicht schon wieder", seufze ich genervt auf und rolle meine Augen, bevor ein Schmerz meinen Körper durchfährt und sich meine Muskeln wieder verkrampfen. Langsam öffnet sich eine Tür und ein Herr mit einer schwarzen Jacke betritt den Raum. Langsam schreitet er vor mein Gesicht und kniet sich zu mir hinab. Er nimmt den Finger von einem Knopf und der Strom hört auf durch meinen Körper zu fließen. Entnervt packt er mich an den Haaren und richtet so die Pritsche wieder auf. Pfeifend stellt er sich an das Kopfende und stützt sich links und rechts neben meinen Kopf ab. Monoton lässt er die Worte "Was sollen wir noch machen? Welchen Weg sollen wir noch einschlagen? Ich bin Ratlos, du hast dich gegen jegliche Form der Therapie verweigert" aus seinem Mund purzeln, bevor er mir langsam die Pfeile aus der Brust zieht. "Wo bin ich? Was habt ihr schon wieder mit mir getan?!", brülle ich ihn entsetzt an, doch er geht nur schulterzuckend zu einem Tisch und setzt sich. "Medikamentöse Therapie: Fehlgeschlagen, Gesprächstherapie: Fehlgeschlagen, Kälteschocktherapie: Fehlgeschlagen, Stromschlagtherapie: Fehlgeschlagen", wirft er mir vorwurfsvoll an den Kopf, während sich nach jedem "Fehlgeschlagen" seine Stimme hebt und erzürnter klingt. Tief und zittrig durchatmend, starre ich an die Decke, bevor ich nochmal meinen Kopf hebe und voller Angst und Hass "Wo bin ich!" den Herren entgegen brülle. Entnervt schlägt er mit beiden Händen auf den Tisch, während er aufsteht und "Fällt dir nichts auf? Ich bin dein hochgeschätzter Herr Doktor!" noch lauter erwidert. Entsetzt und sprachlos starre ich dem Herren in die Augen und stottere nur "Das darf nicht sein! Das kann nicht sein!" vor mich hin.

Sich mit beiden Händen das Gesicht reibend, setzt er sich wieder auf den Tisch und schlägt eine Mappe auf.

"Donnerstag, 26.11, Patient A wurde in Handschellen und ohne genauen Krankheitsbild von der Polizei angeliefert, nachdem er Rettungssanitäter tätlich attackierte und schwer verletzte.

Montag, 30.11, Patient A zerriss in einem Wutanfall Matratze und Bettzeug.

Mittwoch, 13.1., Patient zeigt Anzeichen von einem schweren Wahn.

Sonntag, 4.2, Patient spricht von einem "Herrn Doktor".

Freitag, 10.5., Patient hat Wahnvorstellungen, dass "Herr Doktor" sterben muss.

Na klingelt da etwas bei dir?!", ruft er mir entgegen, während er die Mappe zuschlägt und sich gegen die Wand lehnt. "Was erzählen sie mir, ich weiß NICHT wieso ich hier bin", lalle ich vor mich hin, während ich immer tiefer in mir selbst versinke. Mit verschränkten Armen steht der Herr plötzlich vor meinem Gesicht und flüstert mir leise "Weißt du, wir müssen das gar nicht machen, wir sind hier in einer militärischen Anlange, in die du verlegt wurdest, nach dem du deinen ersten 'Wutausbruch' oder wie du es nennen willst, hattest und die halbe Psychiatrie nieder branntest. Wir können deine Akten verschwinden lassen und dich in irgendeinem Graben dazu legen, wo du meiner Meinung nach schon lange hingehörst." höhnisch ins Ohr, während er meinen Kopf an den Haaren gegen die Pritsche drückt. Mit geschlossenen Augen atme ich ein letztes Mal durch und brülle nur noch "Ich bin doch schon gebrochen, macht was ihr wollt!" überzeugt in das Gesicht des Herrn, bevor er seine Dienstwaffe zückt und sie mit den Worten "Mit Vergnügen" an meine Schläfe presst.

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