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Zu Teil 1: Hunter - Beginn – Deutsches Creepypasta Wiki

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Im Containment....

Der Rost klebte noch an ihren Händen, als sie unten angekommen waren.

Jason konnte in der Dunkelheit nichts erkennen. Alles, was er wahrnehmen konnte, war das von der Decke tropfende Wasser, welches sich in einem dünnen Rinnsal zu ihren Füßen sammelte. Als Hunter eine Lampe unter seiner Verkleidung herausnahm und anschaltete, bot sich den beiden Jägern der Blick auf einen runden metallischen Gang an welchem an den Wänden Moos wucherte.

Jeder Schritt zog ein verzerrtes Echo nach sich. Zunächst verlief der Tunnel gerade, jedoch machte er nach einigen hundert Metern hier und da ein paar Wendungen. Erst als sie an eine Art Kreuzung gelangten, fing Jason an zu reden.

"Woher wissen wir eigentlich, ob wir richtig sind, Troy?", fragte er.

"Keine Sorge", erwiderte Hunter gut gelaunt wie immer, "Ich war oft hier, um mir alles einzuprägen."

"Und du bist wirklich sicher, dass wir jetzt nicht ..ähm.. zum Beispiel nach links gehen sollten?"

"Na ja, sofern du nicht in Richtung eines bestimmten Treppenhauses gehen möchtest, solltest du mir lieber folgen, Jason"

"Bestimmtes ..Treppenhaus, natürlich, wie konnte ich das nur vernachlässigen?"

"Glaub mir, so schön ist es dort wirklich nicht", sagte Hunter etwas beleidigt. "Mein kleiner, unfreiwilliger Besuch dort letztes Jahr hat mir wirklich gereicht"

Jason erwiderte nichts mehr. So oder so würde Hunter seinen Willen durchsetzen. Immerhin hatte er ihn dazu gebracht, bis hierher zu kommen.

Sie mussten darauf aufpassen, dass ihre Kleidung nicht allzu dreckig wurde. Das erwies sich als schwierig, vor allem als sie einige Kletteraktionen vollführen mussten. Jedoch hatten sie, als sie angekommen waren, nur wenige Spritzer auf ihrer "Arztuniform".

"Hier wären wir.", sagte der Jäger diesmal mit einem etwas unruhigerem Unterton, "Wenn wir hier runter klettern, sind wir drin." Er deutete auf eine Lüftungsklappe zu ihren Füßen, welche etwas zusätzliches Licht zu ihnen brachte.

"Hunter.", sagte Jason plötzlich.

"Was?"

"Ich muss mich bei dir entschuldigen. Ich habe dir nicht geglaubt. Von unserer ersten Begegnung an hatte ich gedacht, du wärst ein verrückter Spinner. Ich bin nur mit dir gekommen, weil ich nicht verpfiffen werden wollte. Aber jetzt sehe ich, was für ein Ausmaß das hier eigentlich hat und dass du mich wirklich brauchst. Und wenn es dafür ist, jemanden zu retten,dann werde ich dir helfen.

Hunter lächelte. "Ach was. Ich bin doch ein verrückter Spinner!"

Beide mussten lachten. Irgendwie hatte Jason das Gefühl, so jemand, wie Troy, hätte ihm in seinem Leben gefehlt. Sein Vater war ein Säufer und seine Mutter nie zu Hause.

"Also", sagte Hunter, "Wenn wir hier runterkommen, kommen wir in ein altes ungenutztes Aktenzimmer. Von dort aus gehen wir weiter runter in das Stockwerk, in dem auch Annabelle gefangen gehalten wird. Einwände?"

"Keine", Jason lächelte.

"Ich hätte auch keine gelten lassen.", Hunter entfernte die Klappe mit bloßen Händen, was kein größeres Problem war, da diese komplett verrostet war.

Sie ließen sich hinunter fallen und wirbelten etwas Staub auf. Jason musste unwillkürlich husten. Die beiden Jäger waren umgeben von grauen Papier-Stapeln, löchrigen Regalen und losen Seiten. Das Licht, das Hunters Taschenlampe warf, ließ den Staub in der Luft aufblitzen.

Jason folgte Hunter und trat an manchen Stellen in die Überreste von Büchermaden und toten Ratten. Mit verzerrtem Gesicht meidete er die Kadaver.

An der Tür angekommen sagte Hunter: "Wenn wir hier reingehen, geh schnell und zieh den Atemschutz an, den ich dir gegeben habe. Schau nur nach vorne und lass dich nicht ablenken"

"Okay"

-"Gut"

Als die Tür aufsprang, war es, als ob sie eine völlig neue Welt betraten. Die Flure waren mit Plastik ausgelegt, die Wände aus einem Weißen Material, das Jason unbekannt war. Oben an den Wänden hingen Bildschirme, die das SCP-Logo anzeigten. Die Türen, an denen sie vorbeieilten, waren ID-Karten-gesichert. Die wenigen Arbeitsplätze, die durch eine Glaswand zu erkennen waren, waren mit Computern ausgestattet, die Formen hatten, wie Jason es nicht gewohnt war. Aber es gab etwas, das die anderen Dinge in den Schatten stellte. Immer wieder kamen ihnen SCP-Mitarbeiter entgegen, die Menschen in dunkelblauen Overralls und angeketteten Händen durch die Flure schleppten. Diese Menschen, sahen alle ähnlich, jedoch auch extrem unterschiedlich aus. Einer hatte spitze Ohren und Augen mit drei Pupillen, der andere eine gigantische Warze am Kinn, in der ein kaulquapppenähnliches Wesen schwamm und manche hatten lediglich eine grüne Haut.

Jason wollte Hunter danach fragen, doch als dieser merkte, dass er sprechen wollte, zeigte er ihm den "Leise"-Fuchs aus der Grundschule, also schweigte Jason.

Erst als sie in einen silbernen Aufzug gestiegen waren, sagte Hunter etwas.

"Es ist allen Mitarbeitern untersagt, während der Arbeit zu sprechen. Sie werden über ein Headphone über ihre Aufgaben informiert. Tut mir leid, das hab ich dir nicht gesagt."

"Schon gut", grummelte Jason, "Ich wollte dich nur nach diesen Leuten in den Overralls fragen."

Hunter schwieg eine Sekunde. Dann sagte er knapp: "Menschenversuche."

Die Aufzugtür schwang auf und sie zogen sich wieder ihren Atemschutz über. In diesem Geschoss war alles voller Glaskammern. Die meisten waren unbesetzt, aber die, die gefüllt waren, ließen Erstaunliches sehen. Da waren von albtraumhaften Ungeheuern bis menschlich wirkende Wesen alle vorhanden. Auf dieser Etage sah Jason auch nicht mehr so viele Mitarbeiter.

Sie liefen eine lange Zeit, bis sie zu einer Stahltür kamen, die stark an eine übergroße Tresortür erinnerte.

Der Satz der hinter ihrem Rücken gesagt wurde, ließ Jason einfrieren.

"Was macht ihr zwei da?"

Sie drehten sich um und sahen einen hochgewachsenen Mann, welcher eine schwarze Kleidung trug. An seinem Gürtel waren diverse Dinge, die Jason als Waffen einordnete.

"Ich dachte, Arbeiter dürfen nicht miteinander sprechen.", flüsterte der Junge Hunter zu.

"Oh,der darf das. Der hat ´ne höhere Stelle und schicke Kleidung", erwiderte Hunter. Bevor ihr gegenüber realisieren konnte, was geschah, schwang Hunter drei Schläge mit seinem weißen Säbel, die sein Opfer den Hals, die Hände und das Headphone durchtrennte.

Als wäre nichts, bückte sich der Jäger zu der Leiche und holte eine ID-Karte aus deren Kleidung.

"Jetzt müssen wir schnell sein", sagte er, "Geh nach rechts und gib die Nummer in das Feld ein, die ich dir diktiere."

Jason ging an die rechte Seite der Tür und fand das Tastenfeld. Hunter ging nach links und steckte die Karte in einen Leser. Auf einer digitalen Anzeige erschien eine Zahl. Die beiden konnten einander nun nicht mehr erkennen, da die Stahltür mit einer Wölbung gebaut war. Jetzt begriff Jason auch den Sinn dieser Maßnahme: Man konnte die Tür nur mit einer autorisierten und einer helfenden Person öffnen.

"Pass auf, Jason! Diese wenigen Zahlen trennen uns von Annabelle!"

Jason konnte ihn zwar nicht sehen, aber er wusste, dass Hunter lächelte.

ENDE TEIL 2

Creeper 13:12, 11. Jan. 2015 (UTC)

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