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Ich öffne meine Augen.

Perplex schaue ich mich um. Ich stelle fest, dass ich auf einer Parkbank sitze, die umgeben von Büschen und Sträuchern ist. Ich schaue auf meine Hände, sie sind alt und faltig. Ich spüre einen Windhauch und drehe meinen Kopf nach vorne. Ich starre in ein kaltes, dunkles Nichts.

„W-wer bist du?“, krächze ich.

Keine Antwort. Nur Stille, ab und an unterbrochen von dem Geräusch raschelnder Blätter. Müdigkreit ergreift mich und meine Augen fallen zu.


Ich öffne meine Augen.

Perplex schaue ich mich um. Ich stelle fest, dass ich auf einem Absatz einer Steintreppe sitze und die Passanten beobachte, die ihrer Wege gehen, um noch rechtzeitig einen ihrer Termine zu erreichen. Ich schaue auf meine Hände, in der einen Hand halte ich einen Joint, meine beiden Hände zittern ein wenig. Wieder starre ich nach vorne und zwischen den Passanten begrüßt mich erneut das dunkle, kalte Nichts von vorher.

„Was willst du?“, rufe ich.

Einige Passanten drehen sich um, doch das interessiert mich nicht weiter. Das Nichts zeigt keine Reaktion, starrt mich nur weiter an. Ein Brennen durchfährt meine Augen, instinktiv kneife ich sie zu.


Ich öffne meine Augen.

Perplex schaue ich mich um. Ich sitze auf einem Holzstuhl vor einem großen Tisch, der reich gedeckt ist. Neben mir sitzt eine Frau. Sie sähe wahrscheinlich gut aus, würden ihre Augen nicht diese Langeweile und Gleichgültigkeit mit sich tragen. Auf der anderen Seite sitzen zwei Kinder, ein Junge und ein Mädchen. Der Junge scheint etwas älter. Ich schaue auf meine Hände. Sie liegen glatt und entspannt auf dem Tisch, wirken gepflegt. Ich schaue nach vorne und ein weiteres Mal blickt mich das Nichts an.

„Wer bin ich?“, frage ich in einem monotonen Ton.

Die Frau bewegt leicht ihren Kopf, die Kinder blicken weiter desinteressiert auf ihre Teller. Das Nichts bewegt sich auf mich zu. Es berührt mich und geblendet von dem hellen Licht, das aus der Dunkelheit herausströmt, schließe ich die Augen.


Ich reiße meine Augen auf. Der Atem geht schnell, ungleichmäßig, panisch beinahe. Eine Frau in Weiß ist über mich gebückt, versucht mich festzuhalten, ein Mann in weißem Kittel stößt zu mir, setzt mich. Eine Maske wird über mein Gesicht gestülpt und ich kralle mich verzweifelt an dem Lacken des Bettes, auf dem ich mich befinde, fest.

Langsam spüre ich, wie ich ruhiger werde. Die Hände der Frau lassen mich los und schlaff falle ich auf das Bett. Der Arzt tritt an mich.

„Freut mich, Sie wieder zu sehen.“ Seine Augen, die er hinter einer runden Brille versteckt hat, blicken auf eine Art Klemmbrett, „Sie waren 9 Monate im Koma. Als ein Junkie versucht hatte, Sie zu überfallen, kam es zu einem schlimmen Handgemänge. Ein Mann hatte offenbar versucht einzugreifen und dabei sind Sie unglücklich auf den Asphaltboden gefallen, was eine schwere Hirnverletzung mit sich zog. Der Vorfall wurde zwar von einen alten Mann beobachtet, aber leider wurde der Täter noch nicht gefunden.“

Aylo (Diskussion) 15:47, 26. Mai 2015 (UTC)

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