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Ich möchte euch von einem Ereignis erzählen was ich vor ca. einem Jahr erlebt habe.

Es war an einem Samstagabend wie jeder anderer zuvor. Da es draußen regnete und zudem noch eiskalt war und ich außerdem nicht viel von Diskotheken oder Clubs hielt, war ich wie immer am Wochenende mit einem Freund der an diesem Abend ebenfalls zu Hause geblieben war in einer Skype Konferenz. Während wir redeten, spielten wir etwas an der Playstation 3.

Bevor ich fortfahre, muss ich erwähnen, dass meine Playstation 3 sich praktisch noch im Werkzustand befindet, was bedeutet, dass noch immer das Standardmäßige Design eingestellt ist, bei dem die Helligkeit des Designs von der Tageszeit abhängt. Da es ca. ein bis zwei Uhr nachts war, war der Hintergrund also fast pechschwarz. 

Wir starteten also das Level und zunächst war alles ganz normal, bis wir zu einer Stelle kamen, bei der ich mit erschrecken feststellen musste, dass mein Controller nicht mehr reagierte. Leicht genervt befürchtete ich das mein Controller defekt ist, da er sich trotz erneutem Einschalten nicht benutzen ließ. Ich schloss einen anderen Controller an, welcher ebenfalls nicht reagierte und ich vermutete zunächst einen defekt der Konsole selbst bzw. des eingebauten Empfängers. Wenn ich zurückdenke, glaube ich, dass wenn ich gewusst hätte was danach geschehen würde, ein defekter Controller oder gar ein Defekt der PS3 selbst, noch das geringere übel gewesen wäre. 

Plötzlich wurde der Bildschirm schwarz, das Spiel hatte sich allem Anschein nach beendet, die Playstation war jedoch nicht ausgegangen oder abgestürzt. Als der Bildschirm wieder die für die Playstation typischen Menüsymbole anzeigte und sich alles Bedienen ließ, war ich zunächst erleichtert und startete das Spiel erneut. Diesmal fragte mich das System jedoch, ob ich eine Aktualisierung vornehmen möchte, welcher ich, leicht verwirrt, zustimmte. 

Nur ca. 1 Minute später wurde der Bildschirm wieder schwarz, anstelle der üblichen Logos der Entwickler jedoch landete ich wieder im PS3 Menü, dieses Mal jedoch war der Hintergrund grell Weiß, da ich nichts am Datum und der Zeit änderte, war ich zunächst verwirrt, war die Konsole am Ende doch fehlerhaft? Langsam tauchten auf dem weißen Hintergrund Worte und Sätze auf bei denen ich immer mehr an meinem Verstand zweifelte:

"WARUM?", "WAS GESCHIEHT HIER?", "HILF MIR!"

Ich konnte nicht alles lesen, da es am Ende nur noch aussah wie ein großes Wirrwarr aus Buchstaben, am Ende jedoch tauchte ein letzter Text auf dem Bildschirm auf:

"SIEH ES NICHT AN!"

Mir lief ein eiskalter Schauer über den Rücken und mit jeder Sekunde die verging wurde es schwerer zu atmen, es kam mir vor als wäre ich gelähmt. Ich fing an Geräusche zu hören: Ein leises Knarren, das eiserne Gartentor unserer Nachbarn wie es sich im Wind öffnete und wieder schloss und vieles mehr. 

All die Geräusche die ich sonst nur unterbewusst wahrnahm, konnte ich plötzlich klar und deutlich hören, ich hatte nicht einmal bemerkt das mein gegenüber die Skype Konversation schon längst beendet hatte, weil ich zu lang nicht mehr geantwortet hatte. Ich hörte nur noch die Geräusche um mich herum untermalt von meinem eigenen Herzschlag, der mit jeder Sekunde schneller und lauter zu werden schien. 

Ich schreckte auf, als ich ein mir sehr bekanntes Geräusch hörte: das Knarren meiner eigenen Wohnzimmertür, plötzlich war das Gefühl das ich zuvor hatte wie weggeblasen. 

Ein anderes Gefühl überkam mich, es war als würde mein Körper mir mit jeder einzelnen Faser etwas sagen wollen, es war als wollte mein Körper mir sagen:

"LAUF! VERSCHWINDE AUS DIESEM RAUM SO SCHNELL DU KANNST! UND UM GOTTES WILLEN, SIEH NICHT ZU DIESER VERDAMMTEN TÜR!"

Ich nahm all meinen Mut zusammen und lief Richtung Balkontür die ich so schnell ich konnte öffnete und hinter mir wieder schloss. Ich blickte durch die Scheibe noch einmal hinein und was ich dort sah war etwas, dass sich anfühlte als würde ich einen blick auf die Hölle werfen. 

Was ich sah, war eine Erscheinung ohne eine Feste erklärbare Form, wenn ich es beschreiben müsste würde ich es ein negatives Licht nennen, ein pulsierendes etwas, das den Anschein machte als würde es alles Licht in der Umgebung verschlucken. 

Das was ich sah war jedoch nicht das, was mir in diesem Augenblick solche seelischen Qualen bereitete, sondern eher das was ich beim Anblick spürte: Es kam mir vor als würde ich beim bloßen Anblick dieses Wesens dem Wahnsinn verfallen.

Jeder Teil meines Körpers war erfüllt von der schlimmsten Form von Angst die ich mir vorstellen kann, meine Gedanken waren erfüllt von Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Immerhin befand ich mich im dritten Stockwerk auf einem Balkon und unter mir war nichts außer einem steinharten Bürgersteig, was sollte ich also tun wenn das Wesen sich entscheiden sollte mir zu folgen. 

Todesfantasien erfüllten mich, aber auch starke Neugierde. Ich malte mir viele Möglichkeiten aus wie die Situation ausgehen könnte, wie ich überleben könnte oder wie ich meinem Leben ein Ende setzen könnte? 

"Was würde geschehen wenn das Wesen mich finden würde?"
"Was geschieht wenn ich wieder hinein gehe, zurück in den selben Raum aus dem ich geflüchtet bin?" 
und schließlich "WIE KANN ICH DEM EIN ENDE MACHEN, ICH WILL DAS ES AUFHÖRT!"

All diese Gedanken und viele mehr, überkamen mich als ich zusammengekauert in der Ecke des kleinen Balkons hinter einer undurchsichtigen Trennwand saß und mich versteckte. 

Egal welchen Gedanken ich verfolgte, er endete damit, dass ich auf dem kleinen Balkon sterben würde und mich niemand finden würde, ich habe mich in meinem Leben noch nie so einsam, hilflos und verzweifelt gefühlt, logisches denken war mir zu diesem Zeitpunkt kaum noch möglich. 

Es muss ca. acht oder neun Uhr morgens gewesen sein als ich plötzlich aus dieser Trance erwachte, weil ich die Klingel der Haustür hörte, woraufhin ich bemerkte, dass ich anscheinend mehrere Stunden im Regen dort gesessen hatte und es draußen bereits hell war. 

Ich entschied mich zuerst noch einmal durch das Fenster zu sehen, konnte aber nichts entdecken, also öffnete ich die Balkontür und schleppte mich mühselig, völlig durchnässt und halb erfroren zur Wohnungstür und betätigte den Knopf zum Öffnen der Tür, der Horror schien vorbei zu sein. 

Unten an der Haustür nahm ich ein Paket entgegen, welches ich bereits erwartet hatte, für einen Augenblick war ich erleichtert, mein Leben war normal, war das alles wirklich passiert oder hatte ich mir das alles nur eingebildet? 

Als ich wieder hoch in die Wohnung kam, ließ ich jedoch vor Schreck das Paket fallen. Hätte man mich zu diesem Zeitpunkt gesehen dann wäre wohl sämtliche Farbe aus meinem Gesicht verschwunden gewesen, ich wollte nur noch schreien brachte jedoch keinen Ton über die Lippen. 

An der anderen Seite der Wohnzimmertür durch die in der Nacht das Wesen das Zimmer betrat waren deutlich Worte zu sehen die ich beim herausgehen nicht bemerkt hatte:

"LASS UNS NÄCHSTES MAL ZUSAMMEN SPIELEN..."

Stand dort an der Tür, geschrieben mit tiefen Rissen im morschen Holz.

Ich weiß bis heute nicht was das für ein Wesen war, das dort in meiner Wohnung war, aber für mich steht fest, dass es keinesfalls Einbildung gewesen sein kann und auch, dass dies nicht das letzte Mal gewesen sein soll, aber das schlimmste war: Ich war nicht allein.

Nachdem ich meinem besten Freund berichtet hatte was mir zugestoßen war, erzählte er mir von einer Feier bei der am morgen jemand völlig verstört im Garten gefunden wurde, der von dem selben Wesen heimgesucht worden war.

TheGodofCruelty (Diskussion) 04:25, 23. Nov. 2013 (UTC)TheGodofCruelty

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