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Ich sitze in meinem Sessel und schaue aus dem Fenster. Vor mir erstreckt sich ein leeres Feld und ein Wald. Ansonsten ist da nichts weiter. Ich wohne recht abgelegen. Man möchte meinen, dass das für einen modernen Menschen, wie ich es bin, ein Problem darstellen würde. Mich persönlich stört es aber nicht. Das ist eigentlich auch der Grund, weshalb ich mit meiner Frau hier her gezogen bin. Unsere Kinder sollen in einer, nicht nur von Medien beherrschten Welt aufwachsen. Natürlich schicken wir sie zur Schule, wo sie unweigerlich damit konfrontiert werden, aber das sollen sie auch. Zuhause zeigen wir ihnen, wie man sich ohne „Medien“ beschäftigen kann. Ich bringe ihnen das Wichtigste bei. Wie man zum Beispiel in der Wildnis überlebt, Unterkünfte baut und Feuer macht. Halt die essentiellen Dinge.

Meine Frau ist gerade dabei das Essen zuzubereiten. Es riecht wirklich köstlich. Unsere Kinder spielen inzwischen vor dem Haus miteinander. Ich gehe in die Küche und schaue meiner Frau beim Kochen zu. Sie ist wunderschön. Ich kann mich wirklich glücklich schätzen, dass sie mich geheiratet hat, obwohl wir es beide nicht einfach hatten. Ich als ehemaliger Soldat war oft auf Auslandseinsätze und das war die härteste Probe unsere Beziehung.

Als sie bemerkt, dass ich hinter ihr stehe, merkt sie an, dass wir neues Fleisch brauchen, da dies das Letzte sei. Das heißt für mich, dass ich wieder Jagen gehen muss.

Gleich nach dem Essen nehme ich mein Jagdgewehr, Nachtsichtgerät, Haken, Beil und meinen Rucksack mit und machte mich auf den Weg in den Wald, um Wild zu erlegen. Dieser ist zwar nicht der größte, aber es gibt hier ausreichend Tiere. Ich folge einem kleinen Weg, der tief in den Wald führt. Auf meinem Weg dahin sehe ich ein Reh, ca. 50m von mir entfernt. Ich lege meinen Rucksack leise ab und gehe langsam zwei Schritte nach rechts, um einen besseren Blick auf das Reh zu haben. Ich lege mein Gewehr an. Meine Herzfrequenz senkt sich. Ich atme tief ein. Ich konzentriere mich. Ich atme aus. Ich sinke im Boden ein. Schuss. Daneben. Ich hätte lieber aufpassen sollen, auf was für einem Untergrund ich stehe. Das Reh ist verschwunden und ich muss weiter suchen gehen. Genervt nehme meinen Rucksack auf und gehe weiter. Es wird langsam dunkel.

Einige Zeit später hörte ich wie jemand redet. Ich bin leise und versuche zu lokalisieren, aus welcher Richtung die Stimme kommt. Als ich sie „geortet“ habe, bewege ich mich leise auf sie zu und versuche unentdeckt zu bleiben, da es äußerst selten vorkommt, dass man hier Personen vorfindet. Ich komme der Person näher und bemerke, dass es eine alte Frau ist, die ihren Hund ausführt. Im gleichen Moment versuche ich mich an einen Baum abzustützen, rutsche dabei aber ab und falle hin.

Die alte Dame bemerkt mich natürlich.

„Ist da Jemand?“, fragte sie mit verängstigter Stimme.

Ich stand auf und kam zwischen den Bäumen hervor.

„Entschuldigen Sie bitte, falls ich Sie erschreckt haben sollte. Ich bin hier nur auf der Suche nach Wild, habe Sie dabei aber gehört und wollte schauen, wer sich um die Uhrzeit noch in diesen Wald rumtreibt, da dies nicht wirklich oft vorkomm.“, versuchte ich sie zu beruhigen.

Die alte Dame schaute mich freundlich an.

„Da haben Sie mir aber einen ganz schönen Schrecken eingejagt, junger Mann“, sie lacht.

„Ich wollte nur einen kleinen Spaziergang machen und meinen kleinen Ossi ausführen, dabei habe ich mich verlaufen und da es schon langsam dunkel wird, konnte ich mich nicht mehr orientieren." Ich schaute sie ungläubig an und dachte kurz nach.

„Da haben Sie aber Glück, dass wir uns zufällig begegnet sind. Ich kenne den Weg aus dem Wald.“

Ich ging ein ganzes Stück mit ihr. Sie erzählte mir einige Geschichten von ihrem Mann, ihren Enkeln und ihrem Hund. Sie war schon recht süß und schien äußerst herzlich zu sein. Nach 15 Minuten erreichten wir eine Lichtung. Ich zeigte auf einen großen Baum, der auf der anderen Seite lag und meinte zu ihr, dass sie von dort aus direkt den Weg folgen soll. Da kommt sie, nach 15min, direkt zur Hauptstraße. Sie bedankte sich herzlichst bei mir und verabschiedete sich.

Was eine nette alte Dame

Ich musste grinsen und verschwand wieder im Wald. Es war schon ziemlich finster, also setzte ich mein Nachtsichtgerät auf und lief weiter. Ich fühlte mich etwas unwohl, denn ich hatte ein seltsames Gefühl, was man eben bekommt, wenn man alleine, abends, im Wald rumläuft. Ein Knacken hinter mir. Ich drehte mich sofort um. Ich sah nichts. Schweißperlen liefen mir die Stirn herunter. Unter mir hörte ich es die ganze Zeit knacken und ich bekam dieses typische Gefühl nicht los, dass jemand hinter mir ist. Selbst als Ex-Soldat kann man dieses Gefühl nicht abwimmeln. Ich versuchte mich weiter zu konzentrieren. In einiger Entfernung sah ich, wie sich etwas bewegt. Ich lief schnellen Schrittes darauf zu, aber versuchte so wenig Geräusche, wie möglich von mir zu geben. Ich hielt an einen Baum an und in ca. 75m Entfernung sah ich es.

Ich konzentrierte meinen Blick darauf und versuchte zu erkennen, was es ist. Ich musste grinsen und nahm mein neues Opfer ins Visier. Ein Knacken hinter mir. Ich erschrak und drehte mich um. Es war nur ein Ast, der vom Baum gefallen ist. Ich sollte mich beeilen. Es wird langsam echt unheimlich. Ich bin ungern so lange im Wald unterwegs. Ich wandte mich wieder meinem Ziel zu, legte mein Rucksack und mein Nachtsichtgerät ab und nahm mein Jagdgewehr. Ich schaltete das Nachtvisier ein, blickte hindurch und versuchte mein Ziel wieder zu finden. Da war es. Ich fokussierte meinen Blick auf den Kopf. Ich wollte mein Können unter Beweis stellen und dem Ding einen ordentlichen Kopfschuss verpassen. Ich konzentrierte mich. Schätzte die Weite. Justierte mein Visier danach und das Fadenkreuz war direkt auf dem Kopf. Ich senkte meine Herzfrequenz. Atmete tief ein. Atmete aus. Ein kurzer Moment, der für den Schützen wie eine Ewigkeit vorkommt, zwischen Ausatmen und Abdrücken. Schuss. Ein lauter Knall. Ich verfolge mit meinem Visier die Kugel. Es kommt mir so vor, als würde sie ewig fliegen. Die Kugel trifft.

Eine Befriedigung durchfährt meinen Körper. Ich sehe, wie der Körper von dem Schuss mitgerissen wird und leblos umfällt. Ich grinste. Endlich habe ich etwas Essbares gefunden und erledigt. Ich nahm meinen Rucksack, setzte mein Nachtsichtgerät auf und bewegte mich in Richtung meines Fanges. Als ich näher kam, machte ich ein seltsames Geräusch aus. Ein Geräusch, das nur von einem Tier kommen kann. Ich erreichte den Platz und sah meinen Fang vor mir, lag leblos im Dreck. Mich überkam wieder ein Gefühl der Befriedigung. Das seltsame Geräusch kam von dem Tier, neben der Leiche. Es war Ossi, der wimmernd neben der alten Dame saß.

Ich musste wieder grinsen, als ich daran denke, wie ich mir das Lachen verkneifen musste, als ich die Dame noch tiefer in den Wald geschickt hatte.

Ich packte den Köter und brach ihm sein Genick und warf ihn weg. Ich beugte mich zur alten Dame und begutachtete sie. Die Kugel hat ihren Schädel perfekt durchbohrt. Das Einschussloch ist klein und ist ca. 3cm links von ihrem linken Auge. Ich schau mir nun das Austrittsloch an. Es ist groß und recht unregelmäßig. Aus der Wunde suppt noch relativ viel Blut, als ich den Kopf bewege.

Ich ging zu meinen Rucksack, holte meinen Haken und das Beil heraus und ging wieder zur Dame. Ich schaute mir sie ein letztes Mal genau an. Entfernte dann ihre Kleidung und entwendete sie ihrer Wertgegenstände, die ich in meinen Rucksack packe.

Ich nahm nun das Beil und schlug mit voller Wucht auf den Hals und trennte ihren Kopf ab. Ich stand auf, mit dem Kopf in der Hand und suchte einen in der Nähe liegenden Ast. Ich fand keinen der groß genug für mein Vorhaben war, also nahm ich den Kopf und schlug ihn solange gegen einen Baum, bis der Schädelknochen komplett nachgab. Danach legte ich den „Klumpen“, der nicht mehr als Kopf wiederzuerkennen ist, auf den Boden und trat solange darauf ein, bis nur noch ein undefinierter Haufen Hirnmasse, Haut und Knochen, ohne jegliche Struktur, übrig blieb. Ich wandte mich wieder dem kopflosen Leichnam zu. Ich zückte wieder mein Beil und trennte ihr die Gliedmaßen ab, zerteilte diese nochmals und packte alles in 5 Plastikbeutel. Der Torso, der sich vor mir erstreckte, hob ich auf, um sein Gewicht abzuschätzen. Als ich merkte, dass dieser relativ leicht ist, holte ich meinen Haken raus und durchbohrte damit den Brustkorb, sodass dieser sich in den Rippen verfing. Ich hob den Torso hoch und schwang ihn mir über die Schulter, meinen Rucksack habe ich mir davor vor den Bauch geschnallt und machte mich nun nach Hause.

Als ich zuhause ankam, begrüßte mich meine Frau und bemerkte den Torso, den ich über der Schulter trug. Ich lächelte sie an und sagte:

„Sie war nicht mehr die jüngste, aber das Fleisch ist noch zu gebrauchen und aus den Knochen können wir schöne Sachen machen.“

Sie schaute mich ungläubig an und bekam einen wütenden Gesichtsausdruck. „Wehe sie schmeckt, wie der letzte alte Sack. Ich bekomme dessen Geschmack schon nicht mehr aus meinen Topf.“

Ich musste herzlichst lachen. Dann legte ich meine Sachen in der Küche ab. Legte den Torso auf die Arbeitsplatte, ging zu meiner Frau, küsste sie und ging dann anschließend in die Zimmer meiner Kinder, um ihnen gute Nacht zu sagen.

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