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Ich sitze hier fest. In dieser eisig kalten Höhle.

Die Ketten, die er um mich legte, sitzen fest und die Glieder schneiden sich mir fast in die Haut.

Meine Gelenke sind verschürft und schmerzen jedes mal, wenn ich meine Hände bewege.

Das Licht, das von oben hereinbricht gibt mir Hoffnung. Ein kühler Schimmer der Hoffnung. Ein kühler Schimmer der Hoffnung, die ich wahrscheinlich umsonst habe.

Die Hoffnung, dass ich dieses von ihm geschaffene Gefängnis verlassen kann und die Sonne meine Haut wärmt. Die Haut eines freien Mannes.

Er hat mich aus einem Grund hier gelassen.

Ich erinnere mich an seinen Blick. Er war zornig und gleichzeitig so traurig. Und doch hatten sie einen seltsamen Ausdruck von Bestimmung.

Er musste es tun. Er musste mich hier einsperren.

Was habe ich ihm nur angetan? Was habe ich diesem Mann angetan, was ihn so sehr quälen konnte?

Ich erinnere mich nicht. Aber sein Blick genügte mir, um zu wissen, dass ich nicht umsonst hier sitze. Ich verdiene es.

Aber warum?

Ich blicke um mich und fühle etwas. Es ist Bestimmung. Ich gehöre hierher. Es fühlt sich seltsam richtig an hier gefesselt und eingesperrt zu sein.

Aber warum?

Der Herr über mein Schicksal tritt an mich heran. Er fragt mich, ob ich wüsste, warum er dies tun muss.

Ich denke darüber nach, aber mir fällt tatsächlich nichts ein. Ich sage ihm, dass es Bestimmung ist.

Ich weiß, dass es Bestimmung ist, auch, wenn mir der wahre Grund nicht klar ist.

Ein Foto eines Kindes, das er mir unter die Augen hält.

Ein junges Mädchen. Vielleicht sechs oder sieben Jahre alt.

Er schlägt mir mehrmals ins Gesicht. Es schmerzt, fühlt sich aber so richtig an.

Auf einmal lässt er von mir ab. Er sagt, dass er es nicht selbst tun kann, obwohl er es so sehr möchte. Er sagt, dass ich warten müsste. Ich nicke langsam und versichere ihm, dass es in Ordnung ist.

Ich klinge emotionslos, glaube ich.

Er sieht mich lange wortlos an und ich kann sehen, wie sehr er sich quält. Er zittert, schluchzt und schnauft.

Langsam verlässt er diesen Ort. Einen Moment bleibt er stehen und flüstert gerade so hörbar, dass es dauern würde.

Ich nicke langsam und versichere ihm, dass es in Ordnung ist.

Es ist in Ordnung mich hier sterben zu lassen.

Schwarzwind (Diskussion) 18:43, 19. Mär. 2014 (UTC)

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