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"I-Ist es... Ist es... verwerflich?", dachte ich schlicht vor mich hin, während ich in der ewig grauen Schule, mit den ewig grauen Gesichtern und den ewig grauen Möbeln saß. Ein "Freund" von mir redete auf mich ein. Es war Pause und er wollte unbedingt etwas loswerden. "Dann sind wir mit zu ihr gefahren. Wir wussten sie war vollkommen geil auf uns. Schade, dass du nicht dabei sein konntest, sie hatte noch zwei richtig geile Schwestern. Warum sagtest du, bist du zu Hause geblieben?" "Ja, wirklich schade, keine Zeit...", antwortete ich knapp, ohne zu wissen, was er eigentlich gesagt hatte. Ich hab mir schon seit geraumer Zeit Standardfloskeln überlegt, welche immer passten, aber eigentlich stimmte es. Ich hatte auch keine Zeit. Nun an dem Abend von dem er sprach, machte ich mir über dies und das Gedanken und wenn man erst mal damit angefangen, fällt es schwer damit aufzuhören und wieder in die entsprechende Partystimmung zu kommen. Die Klingel ertönte, er verschwand auf seinen Platz, während ich wieder in Gedanken versank.

 

"Ist es verwerflich?" Immer wieder musste ich mir diese Frage stellen, bin ich böse, wenn ich so denke? Nun du musst wissen, ein Verwandter, der mir sehr nahe steht, leidet seit Jahren an einer schweren Krankheit. Ich hab bisher noch mit niemandem darüber gesprochen, doch es macht mir schwer zu schaffen...

 

"Ist es verwerflich?", Wieder diese nie enden wollende Frage, ob es verwerflich sei, wenn ich darüber nachdenke, dass ich eigentlich nur noch darauf warte, dass er stirbt. Es muss nun mal sein und wenn ich ehrlich bin kann es nicht verwerflich sein so zu denken, es ist nur realistisch. "Nein!", schrie ich innerlich, es kann nur falsch sein, schließlich denkt niemand so wie du, oder zumindest redet niemand darüber, so wie ich, eigentlich...

 

Wieder klingelte es und ohne ein Wort zu sagen, wie ich es die ganze Stunde auch nicht getan hatte verließ ich den Raum und ging ohne zu zögern zur nächsten Stunde.

 

"Hey! Hey! Warte, bleib doch mal stehen!" Kathrin rief nach mir. Erstaunt blieb ich stehen und drehte mich um, ich kannte sie doch gar nicht, was wollte sie also von mir? "Was ist los mit dir, Streber? Sonst hältst du im Unterricht nie Klappe, du Klugscheißer! Du bist so komisch heute!" "E-Es ist nichts mach dir keine Sorgen...", tse, ich war ein furchtbar schlechter Lügner."Ich mach mir keine Sorgen um dich, du kleiner Streber, Hauptsache du wirst wieder normal, hab keine Lust noch einmal mitten in der Stunde wegen dir dran zu kommen, weil du keine Reaktion auf die Frage eines Lehrers zeigst!"

 

"Ist es verwerflich?", wieder stellte ich mir innerlich diese ätzende Frage. "Ist es verwerflich sich Menschen tot oder weg zu wünschen, weil sie eh niemand vermissen würde?" Wenn es realistisch ist, sich jemanden wegen einer sowieso auf den Tod zulaufenden Krankheit tot zu wünschen, kann doch auch nur das realistisch sein. Ich kann mit solchen Gedanken kein schlechter Mensch sein!

 

"Ja, ich geb mein Bestes.", erklärte ich ihr beiläufig und ging weg, "Was für eine verwöhnte Ziege!", dieser Satz rauschte durch meinen Kopf.

 

Den Rest des Tages passierte nichts Außergewöhnliches mehr, bis zu dem Zeitpunkt als ich nach Hause ging, denn dann begann es nur noch verwirrend zu werden...

 

Schluss des 1.Teils

                                                                        Geschrieben von Eric

                                                                                  Lasst ein Kommentar da.^^

Teil 2 folgt demnächst

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