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Kapitel 1 - Lucy Bearbeiten

Der Regen plätscherte auf den Boden, der starke Wind bog selbst die stärksten Bäume und der Donner ertönte im Einklang mit dem Geschrei der Insassen der Eringwood-Anstalt tief in den Wäldern irgendwo in Deutschland.

Ich sitze wie jeden Tag in meinem Zimmer und lese irgendwelche Bücher. Mittlerweile sind sie sehr langweilig geworden, aber was soll's, ein dreizehntes Mal schadet nie. Der Insasse in dem Zimmer neben meinem ist schon wieder tierisch am ausflippen. Dauernd schlägt er wie wild gegen die Wand und schreit unverständliche Worte. Die Wärter versuchen immer ihn vergeblich zu beruhigen, aber irgendwann hört er immer von alleine auf. Ich versuchte mich weiter auf das Buch zu konzentrieren.

Ja, man merkte schon, ich war anders als diese Irren hier. Selbst der Doktor sagt, dass er an mir nichts ungewöhnliches feststellen kann und dennoch bin ich hier. Das liegt an den Anschuldigungen die sie mir hinterher werfen. Ich soll angeblich meine Eltern auf bestialischer Weise umgebracht haben. Das stimmt aber nicht,beziehungsweise, ich kann mich an meine Kindheit nicht mehr erinnern. Sie sagen, sie haben mich im Haus meiner Familie entdeckt, mit meiner Schwester im Arm. Meine Schwester ist auch hier in der Anstalt, nur in einem anderen Trakt. Ich darf sie nur selten sehen. Scheinbar haben die Ärzte Angst, dass ich auch sie töte. Aber das ist dumm. Ich liebe meine Schwester, ich würde alles für sie tun. Sie ist die einzige Person, die mir aus meiner Familie noch blieb. Ich könnte sie nicht töten. Heute war einer dieser Tage, an den sie mich zu ihr ließen.

Ich blickte zur Uhr. Gleich dürften sie mich abholen. Ich stand auf und ging zu meinem Spiegel.

Ein normal gebauter Junge mit mittellangen schwarzen Haar und bernsteinfarbenen Augen schaute mich an. Ich hatte nur eine grüne Hose und ein grünes Shirt an, so wie jeder Patient hier.

Ich blickte mich noch einmal in meinem Zimmer um, es war ein sehr kleines Zimmer. Dort steht ein Bett, ein kleiner Schreibtisch und das Waschbecken mit dem Spiegel. Ich besitze nichts von großem Wert, oder allgemein besitze ich kaum was, weswegen mein Zimmer sehr leer aussieht.

Es klopfte an meiner Tür, man hörte wie sich das Schloss öffnete. Zwei Wärter kamen hinein. Der eine begann zu sprechen: „Okay Erik, du kannst nun zu deiner Schwester. Wir wissen zwar, dass du nichts anstellst, dennoch müssen wir dich dort hin begleiten, du kennst das ja“. Er lächelte mich an, ich lächelte zurück. Das ist Sebastian, er hat hier in meinem Flur immer Aufsicht, da ich hier scheinbar die einzige Person war, mit der man normal reden konnte, kamen wir irgendwie ins Gespräch. Er erzählte mir viele Geschichten, was er hier alles erlebt hat und warum er eigentlich den Dienst in dieser Anstalt begonnen hat. Ich verstehe mich gut mit ihm. Ich würde ihn sogar als Freund ansehen, den einzigen Freund den ich hier hab.

Ich ging den Flur entlang, dicht gefolgt von Sebastian und den anderen. Wir kamen an den Fahrstuhl an und fuhren damit in den Keller. Dieser Keller verbindet alle Trakte miteinander. Wir gingen den Gang entlang, bogen an einer Abzweigung links ab und gelangten so zum Fahrstuhl des anderen Traktes. Wir fuhren hoch und fanden uns in einem identischen Flur wieder. Jeder Flur hier war gleich, hölzerne, dunkle Wände.

Ich blieb vor dem Zimmer 45, das Zimmer von Lucy, stehen.

Sebastian öffnete die Tür und ließ mich eintreten. „ 20 Minuten, denk dran, Erik“ ,flüsterte er mir zu, als er die Tür wieder schloss. Dieses Zimmer sah genauso aus wie meines, bloß, dass hier viel Spielkram rumsteht, was denke ich mal normal für ein 9 Jähriges Mädchen ist, und das das Zimmer leicht abgedunkelt ist. Ich sah wie Lucy aus dem Bett hopste und mich freudig ansah. „Bruder!“ ,begrüßte sie mich und rannte auf mich zu, fest schloss ich sie in meine Arme.

Ich schaute sie an, sie sah noch so aus wie immer, ihr blondes, langes Haar lag locker auf ihren Schultern und ihre glänzenden, bernsteinfarbenen Augen brachten jeden Menschen ein Lächeln ins Gesicht.

Ich drückte sie wieder fest an mich und hörte, wie sie in meine Brust schluchzte. Meine Finger glitten durch ihr Haar. „ Was ist los, Schwesterchen?“, fragte ich besorgt. Sie blickte zu mir und ihre mit Tränen gefüllten Augen schauten mich an. „I-Ich hab dich vermisst, ich hab gedacht du kommst nie wieder..“, stotterte sie voller Trauer. Ich küsste ihre Stirn und flüsterte: „Du weißt doch: Dein Bruder würde dich nie verlassen. Niemals“.

Ich strich ihr sanft über den Rücken und bemerkte Unebenheiten. Ich drehte sich nach vorne und zog ihr Shirt etwas nach oben um ihren Rücken zu sehen. „Erik? Was ist los?“, rief sie leicht verwirrt.

Ich blickte auf ihren Rücken, dort war eine langgezogene und halb offene Narbe die nur spärlich mit dünnem Draht zugenäht wurde. „W-was haben sie da gemacht? Wer war das?“, murmelte ich ihr zu. Sie schaute zu mir: „das waren die Ärzte, sie untersuchen mich immer wieder und es tut ganz doll weh“, sie weinte noch mehr. Die Ärzte tun ihr weh?! Das reicht. Ich musste sie dort rausholen.

„Lucy, ich hol dich hier raus, pack' alles zusammen was du brauchst!“, sagte ich mit ernster Miene, als ich vorsichtig zur Tür schritt. Normalerweise steht bei meinem Besuch immer eine Wache im Flur. Ich weiß nicht wo der Ausgang ist, aber es reicht zu wissen, wie ich in die ersten Stockwerke komme. Die Küchen dort sind immer streng bewacht da dort die einzigen gitterlosen Fenster sind. Dort müssen wir hin. Ich gehe jeden Verlust ein für meine Schwester.

„Ich bin bereit Erik“, flüsterte sie mir zu. Sie war zwar erst 9, wusste aber genau was vor sich ging. Ich deutete ihr mit meinen Fingern an, dass sie leise sein soll und klopfte an die Tür. Der Flurwärter öffnete sie und trat ein. Ich lauerte bereits hinter der Tür und sprang auf ihn zu. Er wollte losschreien, kam aber nicht dazu, da ich seinen Kopf mit Schwung gegen die gegenüberliegende Wand schmetterte. Man hörte nur seine Schädeldecke laut knacken und sein lebloser Körper sackte zu Boden, der sich langsam Rot färbte.

Lucy schaute erschrocken. „D-Du weißt, warum ich das tun musste, oder?“, keuchte ich, da ich immer noch nicht fassen konnte, was ich gerade getan hatte. Hab ich ihn gerade wirklich getötet?

Lucy nickte und nahm ihren kleinen, blauen Rucksack zur Hand. Ich hielt ihr meine Hand entgegen, sie griff freudig danach. Vorsichtig spähte ich in den Flur, niemand schien was mitbekommen zu haben. Wir schlichen den Flur entlang und gelangten zum Empfang der Etage, dort waren lediglich 2 Wärter zu sehen, die sich über Frauen und deren Verhalten unterhielten. Mit leisen Schritten und geduckter Haltung kamen wir an ihnen vorbei und gelangten zum Fahrstuhl. Ich drückte den Knopf zur „1-Etage“ und schon fuhr er nach unten.

Kapitel 2 - Verlust Bearbeiten

Es machte „Ding!“ als der Fahrstuhl die Etage erreichte. Was uns wohl hinter dieser Tür erwarten würde? Ich hoffte, dass dort wenig Personal herumschwirrt und wir unbeschadet und sogar noch besser, unentdeckt an ihnen vorbei schleichen können. Lucy zerrte an meinen Ärmel. „ Erik, ich hab Angst!“, flüsterte sie mir zu. Sanft nahm ich sie in meine Arme und beruhigte sie; „ Keine Angst Schwesterchen, wir werden hier rauskommen... und niemand wird dir mehr was antun können“. Mir kamen die Tränen, ich schluchzte leicht.

Die Tür des Fahrstuhls öffnete sich. Ich lauschte rechts in den Flur rein, beim Empfang. Dort waren wieder Zwei Wachmänner. „Jim meldet sich nicht an sein Pager, ob da was los ist? Oder pennt er nur wieder?“ fragte der Eine dem anderen. Dieser antwortete: „Er schläft wahrscheinlich, dennoch sollte einer von uns nachsehen“. Er machte eine Handbewegung um seinen Partner anzudeuten, dass er gehen muss, dieser kam direkt auf dem Fahrstuhl zu.

Ich bekam Panik. Was sollte ich jetzt tun? Ich nahm meinen Mut zusammen und sprang aus dem Fahrstuhl als der Mann davor stand. Ich rammte ihn und schlug seinen Kopf mehrmals auf den harten Metallboden. Das Blut lief aus der offenen Wunde am Schädel. „ALARM, FLÜCHLING, ER HAT PHIL ERWISCHT!“ schrie der Typ am Empfang in seinen Pager. Und schon ertönte die Alarmanlage und nun weiß jeder das Jemand auf der Flucht ist, verdammt!

Nichts lief nach Plan, aber ich hatte keine Zeit darüber nachzudenken, ich nahm Lucy in den Arm und rannte los. Der Wachmann richtete seine Pistole auf mich, ich rannte an den Empfang vorbei und duckte mich als er einen Schuss abgab, er traf nicht. In diesen Flur war ich für's erste vor seinen Schüssen sicher, Lucy krallte sich an mir vor angst fest.

Dort sah ich sie, die Küche, unser Weg nach draußen. Mit schnellen Schritten lief ich in die Küche und öffnete ein Fenster. Ich stieg auf den Fensterrahmen und sah die Freiheit. Überall um die Anstalt herum war dichter Wald, unter mir war ein großer Bach in den ich springen würde. „Stillgestanden, Erik!“ schrie eine vertraute Stimme. Ich drehte mich um und da stand Sebastian, mit einer Pistole auf mich gerichtet. Er atmete tief durch „ Erik, komm zur Vernunft, auch wenn du rauskommen würdest, du wirst es nicht lange überleben. Die Leute hier haben den Befehl, jeden Flüchtling auf der Stelle zu erschießen.“. Ich hob meinen Kopf leicht an „ Ach ja, du dann wohl auch. Na los, schieß' doch! Ich dulde es nicht, dass ihr solche Dinge mit meiner Schwester macht“ schrie ich wütend. Sebastian war sichtlich geschockt von meinen Worten. Ich sprang runter und er schoss auf mich, aber keine Kugel traf mich. Ich fiel unsanft in den Busch und federte den Sturz von Lucy. Ich stand auf der Stelle auf und hob Lucy wieder hoch, diese weinte stark. Ich dachte zuerst, es würde an den Sturz liegen, vielleicht war sie geschockt oder hat sich etwas wehgetan, aber das musste warten.

Ich rannte mit ihr den Wald hinein. Sie zog an meinem Shirt und ich blieb nach einer Weile stehen. Ich setzte sie ab und strich ihr durchs Haar, während ich in ihr mit Tränen überfülltem Augen blickte. „E-Erik...es tut weh“ stammelte sie. Erst jetzt bemerkte ich, das sie sich fest an der Brust fasste und Blut durch ihre Hände sickerte. Ich war geschockt, wurde sie etwa getroffen? „Lucy, ganz ruhig“ ich versuchte sie zu beruhigen und nahm ihre Hände von der Stelle. Ich dachte es sei ein Streifschuss oder so etwas, aber nein, dieser Bastard hat perfekt getroffen. Lucy drückte sich an mich „ Es tut weh Bruder, mach, dass es aufhört“ schluchzte sie in meine Schulter. Mir kamen die Tränen. „ Lucy... alles wird gut, keine Sorge“ beruhigte ich mich dieses mal selbst. Ihr Griff wurde immer schwächer, irgendwann lockerte er sich komplett. „Lucy?“ , ich bekam keine Antwort. „Lucy?!“ schrie ich und schaute sie an. Sie lag einfach in meinen Händen, ihre Augen geschlossen und ein leichtes Lächeln im Gesicht.

„Lucy...“ ich begann zu heulen, meine Tränen tropften auf ihr Gesicht. Mein Kopf sackte runter auf ihren Bauch. Ich konnte den Verlust nicht hinnehmen. Dieses Gefühl, dieses verdammte Gefühl wenn eine Person die einem wichtig ist einfach weg ist, und nie wiederkommen kann. Ich hielt es nicht aus. Leise wimmerte ich weiter.

Ich spürte eine Hand auf meine Schulter. „Ich hab den Flüchtling“ ,schrie die Person die mich berührte. „ So, komm mit.“, sein Griff wurde gröber. Aber ich ließ Lucy nicht los. „Ich sagte, du sollst mitkommen!“ ,schrie er in einer möchtegern bedrohlichen Stimme. Er zog meinen Arm von Lucy weg, ruckartig drehte ich mich und schlug mit meiner Faust in seine Magenkuhle.

Meine Faust durchbohrte ihn. Das Blut floss heraus und tropfte auf den dichten Waldboden.

Er schaute mich an und stammelte: „ W-Was bist du...?“. Ich war selber etwas erschrocken über das was ich gerade getan hatte. Aber ich wollte nicht länger drüber nachdenken. Ich hob ihn hoch und schleuderte ihn mit voller Kraft gegen einen Baum. Seine Innereien verteilten sich auf den Boden. Diese Kraft, es fühlte sich wundervoll an. „Oh mein Gott“ ertönte es etwas weiter vor mir. Da stand noch einer dieser Wachmänner. Ich blickte zu Boden und antwortete „ Dein Gott... wird dir nicht mehr helfen können!“. Ich lachte irre und setzte ein verrücktes Grinsen auf. Dieser Typ war starr vor Schreck. Ich sprintete auf ihn zu. Ich hatte das Gefühl, ich hätte mich kein Stück bewegt so schnell war ich bei ihm. Sein Blick, so voller Angst und Verzweiflung, einfach wundervoll. Ich begann zu Lachen und schlug ihm ins Gesicht. Sein Kopf platzte auf und er sackte zu Boden. Auch dieser Teil des Bodens war nun belegt mit Blut und Hirn.

Woher nahm ich diese Kraft? Mein Herz tat weh. „Lucy...“ dieses Mal brach ich zusammen und heulte. Sebastian,dieser Bastard. „Ich finde dich, Sebastian! Ich finde und töte dich!“ ,schrie ich lauthals als ich auf den Waldboden fiel und bewusstlos wurde.

Kapitel 3 - Freunde Bearbeiten

Eine leichte Brise strich über die Blumen auf diesem wundervollen Blumenbeet. Etwas weiter weg sah ich sie. Lucy stand dort, zwischen all' den Rosen und Tulpen. Sie lächelte und lief mit sanften Schritten durchs Beet in meine Richtung. Meine Augen füllten sich vor Freude mit Tränen. Lucy, sie lebte! Ich lief zu ihr, sie zu mir. Grashalme und Blumen flogen um uns herum, es war wie ein schöner Traum. Als wir endlich in greifbarer Nähe waren und ich sie in den Arm nehmen wollte, merkte ich, das ihre Augen komplett schwarz waren, wie als wäre nur die Iris vorhanden. Sie blieb stehen, ich auch, aus Schock.

Aus ihren Augen tropfte eine schwarze Flüssigkeit. „ B-Bruder... wie konntest du nur“. Krächzte sie. Mein Herz erstarrte, ich wollte es doch nicht. „Nein...Nein!“ schrie ich und fiel zu Boden. „Das kann nicht wahr sein!“. Sie stand vor mir. Mehr und mehr von dieser schwarzen Flüssigkeit floss auf meinen Körper, es roch nach Tod und Eingeweiden. Sie berührte mich am Kopf und ich hörte ein leises Wispern „Es liegt nun an dir...“. Ich spürte ein Beben und ein tiefes, fast mechanisches brummen zerteilte die harmonische Welt in Einzelteile. Ich fiel in die ewige Schwärze.

Schreiend wachte ich auf. Ich lag auf den Waldboden und um mir herum roch es extrem widerlich, ich musste fast kotzen. Vorsichtig stand ich auf, meine Kleidung war voller Blut. „Was ist hier geschehen“ schoss es mir durch den Kopf. Ich schaute mich um und da sah ich sie, die Leiche von meiner kleinen Schwester Lucy. Nun fiel mir alles wieder ein. Sebastian hat auf uns geschossen als wir flüchten wollten, dabei traf er sie und sie starb. Wut braute sich in mir auf, aber auch Trauer. Wieso sie und nicht ich? Sie war noch so jung, sie hätte noch etwas aus sich machen können.

Diese Trauer wandelte sich aber schnell in puren Hass um. Ich wollte Sebastian tot sehen, noch heute. Ich hob meine Hand und bemerkte ein schwarzes Symbol. Ein Kreis, darin drei Punkte in vorm eines umgedrehtem Dreiecks. Was das wohl war, fragte ich mich.

Dies war mir aber erstmal egal, ich wollte nur eines. Sebastian töten, und somit Lucy rächen.

Ich rannte durch den Wald zurück zur Anstalt, diese sah im Sonnenlicht gar nicht mal so finster aus wie sie im Inneren ist. Außenrum waren Wachen positioniert. Aber mein Zorn wuchs und wuchs je näher ich Sebastian kam, so, als würde ich ihn spüren.

Stur ging ich gerade aus weiter, in Richtung der Wachen. Diese schauten erschrocken zu mir. „I-Ist er das? Dieser Irre?“ ,stammelte einer. Sie schossen aus allen Rohren, bloß, keiner ihrer Kugeln traf mich auch nur im geringsten. Alle flogen an mir vorbei. Die Wachen hörten mit der scheinbar sinnlosen Schießerei auf. Einer stotterte auf „Was zur Hölle machen wir jetzt?!“. „Ich kann euch sagen was ihr machen könnt...“ flüsterte ich gut hörbar. Sie starrten mich alle an, ich fuhr fort. „Am besten ihr lauft weg. JETZT! Sonst bring ich jeden einzelnen von euch um!“. Alle erstarrten vor Angst. Ich spürte wie jeder zitterte, ich liebte es, wie sie Angst vor mir hatten. Ich spürte irgendwas, irgendetwas an meiner Hand. Ich blickte zu meiner Hand und bemerkte, das dort, wo das Symbol war, nun ein schwarzer Fleck war, der sich langsam ausbreitete und merkwürdig dampfte. Noch dazu spürte ich wie sich meine Kräfte steigerten. Einer der Wachen schrie panisch auf und rannte weg. Ich hob meine Hand und rief: „Hey! Bleib stehen!“, und dann geschah es. Die Wache, auf der ich gezeigt habe, blieb stehen und zuckte zusammen. Man hörte nur noch leises, schmerzerfülltes Wimmern und dann klappte er zusammen. Die Wachen wurden panischer. Irgendwie spürte ich etwas, etwas sehr komisches. Ich hielt meine Hand in Richtung einer anderen Wache und da kam dieses Gefühl schon wieder, dieses Gefühl, diese Person zu berühren. Ich ballte meine Faust und es bestätigte sich. Die Wache spuckte laut krächzend Blut und fiel tot um. Ich begann wieder irre zu Lachen. „Vergesst was ich gesagt habe, ihr werdet ALLE sterben!“ ,schrie ich aus vollem Halse und schwang einmal meinen Arm um mich selbst. Äste, Laub, Staub und Dreck, einzelne Steine und sogar Wachen flogen durch die Luft.

Die, die nicht schmerzhaft gegen einen Baum geknallt sind oder eine miese Landung hatten, lagen auf den Boden und krochen vorsichtig weg.

Ich ging zum Haupteingang, ohne dabei nicht zu vergessen, die Wachen auf meinen Weg die Köpfe zu zerquetschen oder ihre Eingeweide nach außen zu ziehen.

Im Gebäude angekommen suchte ich sofort nach Sebastian. Da ich ihn teilweise spüren konnte, war dies nicht schwer. Er versteckte sich in den unteren Gewölben. Anstatt den Fahrstuhl zu benutzen brach ich durch den Boden ins untere Gewölbe. Neben mir im Raum hörte ich ihn wie er leise vor sich her jammerte. Er erwartete mich wohl bereits.

Langsam ging ich durch die Tür. Und da sah ich ihn, so wie ich es mir gedacht hab. Er kauerte in der Ecke und starrte angsterfüllt zu mir hoch. „Erik... Es t-tut mir leid..“ ,flüsterte er mit einer angsterfüllten Stimme. Ich ging auf ihn zu. „Das bringt Lucy auch nicht wieder...“. Er schrie auf. „Lass mich in Ruhe du Monster!“. „Wusste ich doch das du so von mir denkst, du dachtest schon immer so! Du hast auf mich geschossen ohne zu zögern“ ,schrie ich ihn vorwurfsvoll an. „Ich habe dich als Freund bezeichnet, weil du nie so geredet hast als sei ich gestört!“. Tränen bildeten sich in meinen Augen. „E-Erik, hör auf... verschwinde!“ ,rief er. Das schwarze Ding an meiner Hand breitete sich über meinem gesamten Arm aus, sogar ein Teil meines Oberkörpers. Mein hasserfüllter Blick änderte sich zu einem irren Grinsen, ich begann zu Lachen „Hahahaha... Ich töte dich, hier auf der Stelle, du wirst leiden..LEIDEN!“. Ich packte mit meinen telepathischen Kräften seinen Arm, er schrie ein weiteres mal auf. Mit einem Ruck riss ich seinen Arm ab und schleuderte ihn gegen die Wand. Ein Schmerzensschrei später lag er da, mit Blut übergossen. Er hielt sich seine Wunde mit der anderen Hand zu. Das schwarze Ding umhüllte mich bereits komplett. Ich blickte auf meine Hände und bemerkte das sie Krallen hatten. In dem Moment war mir das aber egal. Ich rannte auf Sebastian zu und stieß die Krallen in seinen Bauch. Er krächzte und spuckte Blut. „Erik...“. Ich schaute ihn an „ Nenne mich nicht Erik, ich heiße...“, mit schnellen Schnitten riss ich ihn sein Bauch auf und verteilte das Blut auf die Wand hinter ihm.

Es bildeten sich dort die Buchstaben „J-U-S-T“. Nun hatte ich es vollendet und doch heilte die Wunde in meinem Herzen nicht. „Lucy...“ ,stotterte ich und fiel wieder zu Boden. Das schwarze Ding bildete sich wieder zurück. Leise wimmerte ich wieder vor mich her. Bis ich eine vertraute Stimme hörte. „Erik?“.

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