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Es war spät, ich schreckte wegen einem Geräusch auf. Es klang komisch, wie eine Mischung aus einem Kreischen und einem Lachen, aber es war irgendwie verzerrt. Ich zog die Bettdecke weg und stand auf; ich dachte mir: ,,Du bist schon vierzehn, du bist schon vierzehn!" Ich ging zum Zimmer meiner Eltern und öffnete die Tür einen Spalt breit. Der Raum war dunkel. Ich fragte flüsternd in die dunkle Leere: ,,Mum, Dad? Hallo? Ist einer von euch da?" Keine Antwort. Ich schaltete das Licht an, ging in das Zimmer rein, zum Bett meiner Eltern, und riss die Decke weg. Was ich da erblickte, ließ mir das Blut gefrieren und ich übergab mich.

Meine Eltern waren völlig verstümmelt, zerstückelt und ausgeweidet worden. Ihre Eingeweide waren überall auf dem Bett zerstreut, es hatte sich rosa verfärbt und ihre Gesichter waren aufgeschnitten worden. Ich starrte meine toten Eltern eine Weile lang an und weinte. Ich war völlig fertig. Doch ich hörte auf einmal ein Summen von unten und wie jemand den Herd anmachte. Ich hörte auf zu weinen und purer Hass gegen den Mörder meiner Familie stieg in mir auf. Ich schlich die Treppe herunter und da war er. Er trug einen Zylinder und eine dicke Winterjacke. Er summte ein Lied und briet dabei - ich stockte - die Nieren meiner Eltern.

Ich ging zu ihm, stellte mich hinter ihn, sprang auf ihn herauf und hielt sein Gesicht in die Flammen unseres alten Gasherds. Er schrie und als er es schaffte, mich weg zu drücken, zog er sein Messer und hielt es mir vor die Brust. Er sah scheußlich aus. Das hatte er wohl schon, bevor ich ihm das halbe Gesicht weg gebrannt hatte. Auf der linken Seite, auf der ich ihn verbrannt hatte, war das Fleisch rot, die Haut weg gebrannt und man konnte jetzt Sehnen und Muskeln sehen, wenn auch verbrannt. Und auf der rechten Seite war das Auge braun und das Gesicht völlig vernarbt.

Er starrte mich an und grinste böse. Dann sagte er mit der hässlichsten Stimme, die ich je gehört hatte: ,,Na, na, junger Mann. Sind wir nicht artig im Bettchen geblieben, während der liebe Onkel John noch etwas gekocht hat?!" Damit stieß er mir das Messer in mein Herz und sagte mir: ,,Du kleiner Scheißer, jetzt habe ich dir gezeigt, wer wen umbringt! Und kann friedlich essen!" Er grinste. Alles wurde schwarz um mich und ich dachte: ,,Mum, Dad, ich komm jetzt zu euch!"

Nachdem ich den Drecksack umgebracht und ihn mindestens, wenn nicht mehr, verstümmelt hatte, machte ich mich nach Hause auf. Ich tropfte vor Blut. Der Arsch hatte mich gegen die Flammen des Gasherds gehalten und nun war mein Gesicht noch scheußlicher. Nach einem Jahr ewiger Erfolge war mir genau das jetzt passiert und das noch wegen so einem kleinen Scheißer. Er seufzte. Na ja, jetzt war er wenigstens tot und das schmerzhaft. Ich ging an einem Geschäft vorbei und dort sah ich eine schwarze Phantom der Oper-Maske. Sie war perfekt für die verletzte Gesichtshälfte und passte sicher, so dass das Gesicht fast gänzlich verschwand. Ich ging in den Laden. Dort saß ein alter Mann mit so einer Brille, wie sie nur Antiquitäten Händler trugen. Als er mich sah, legte er die Zeitschrift weg, die er gerade las, und schaute in ein Horrorgesicht.

Er quiekte wie ein Schwein, als ich ihm mein Messer in den Bauch rammte. Dann ging ich zur Maske und setzte sie auf. Ich schaute im Fenster, wie sie aussah, und sie passte fast, um mein ganzes Gesicht zu bedecken, bis auf das Kinn, aber dort war es nur weniger. Die gute Hälfte meines Gesichts war frei, so wollte ich es. Ich lächelte mich im Fenster an. Nur noch unter meinem grünen Auge waren rote Ringe. Ich ging aus dem Geschäft und schlenderte gemütlich nach Hause. Um meine Nieren zu essen.

Polizeibericht Bearbeiten

Man fand am Tatort drei Leichen vor: Samuel Winzer (41), Brigitte Winzer (37) und Kevin Winzer (14). Dazu wurde in der Nähe ein Antiquitätenhändler getötet: Heinrich Waiser (68). Es wurde wohl nur eine Phantom der Oper-Maske entfernt .Die Ermittler vermuten, dass es wieder der "John the Ripper" gewesen war. Einwohner in der Nähe wurden gebeten, ihre Türen und Fenster zu verriegeln. Wir halten sie auf dem Laufenden.

Bericht: Kommissar Ergard Wenser...

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