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>>Es war ein Fehler, nicht auf den Rat zu hören, dass war mir jetzt bewusst geworden.<< Eigentlich waren meine Schwester und ich uns nie gleicher Meinung, außer in diesem Punkt: Wir wollten unbedingt einen Hund. Unsere Eltern waren zuerst dagegen. Sie wollten kein Tier im Haus, das alles dreckig macht. Aber nach wochenlangem Bitten gaben sie endlich nach. Im Tierheim angekommen begrüßte uns die Tierpflegerin herzlich. Die Wahl fiel uns ziemlich schwer. Alle Welpen hatten den gleichen, herzerweichenden Blick. Aber einer übertraf alle.

Als wir der Pflegerin den Entschluss mitteilten, verschwand jegliche Farbe aus ihrem Gesicht. Stotternd brachte sie heraus:" Tut mir leid, aber der hat eine schlimme Krankheit, die vielleicht auch auf Menschen überspringen kann. "Aber unsere Eltern erwiderten, dass er kerngesund aussehe und dass sie ihr kein Wort glauben. Widerwillig holte sie den Welpen heraus: "Hier! Sein Name lautet übrigens Dachs. Wegen seinem schwarz weiß gestreiften Fell." Sie versuchte sich ein Lächeln aufzuzwängen. "Ach ja", rief sie uns hinterher, als wir schon fast beim Auto waren,"Wenn er nachts Hunger bekommt, dürfen Sie ihm auf gar keinen Fall füttern." Diese Nacht schlief ich nicht gut. Die Warnungen der Frau gingen mir nicht aus dem Kopf. Dachs kuschelte sich zu mir und berührte mit seiner feuchten Stupsnase mein Gesicht. Ich schob ihn weg und sagte: "Hör auf damit, Dachs. Das kitzelt. Aber er hörte nicht auf. Es sah so aus, als wolle er etwas essen. Trotz der Warnung konnte ich seinen Glupschaugen nicht widerstehen. Ich stand auf, ging in die Küche und schüttete ihm etwas Futter in seinen Napf. Da ich dringend auf Toilette musste, lies ich ihn allein. Ich schloss die Tür ab. Das war so eine Angewohnheit von mir. Plötzlich hörte ich ein lautes Knurren aus der Küche und zu Boden fallendes Geschirr. Ich sprang sofort auf. Zu meinem Schrecken wie so oft klemmte. Ich schrie und hämmerte gegen die Tür. Aber keiner kam. Der Krach wurde immer lauter und zu dem Lärm zerbrechender Möbel kamen Schreie dazu. Ich hielt mir die Ohren zu und hoffte das alles nur ein Traum war. Auf einmal übermannte mich die Müdigkeit. Ich sank in eine Ecke und schlief ein. Im Traum hörte ich eine Stimme, eine tiefe und kalte Stimme. Sie befahl mir: "Du bist der neue Hirte! Ruf  nach deinen Schafen und sie werden kommen! Bringe uns die Herrschaft!"

Ich wurde von einem lauten Piepen und flüsternden Menschen geweckt, die um mich herum standen. Ich lag, soweit ich das beurteilen konnte, in einem Krankenhausbett. Die flüsternden Leute waren ein Arzt und ein Polizist. Sie bemerkten an meinem Gähnen, dass ich aufgewacht war. Sie drehten sich zu mir um und der Polizist sprach mit einer ruhigen und sanften Stimme. "Na, gut geschlafen?" Ich fragte:" Wo sind meine Eltern?" "Die kommen gleich nach. Wir würden dir gern ein paar Fragen stellen zu deinem Hund." "Was ist mit ihm? Und wo sind meine Eltern und Sophie?" "Es tut mir leid, aber deine Familie wurde gestern von deinem Hund getötet und anschließend gefressen." "Was? Aber wieso?" "Anscheinend hatte der Hund so einen großen Hunger, dass er sogar Menschen gegessen hat. Deswegen durfte das Tierheim ihn nicht verkaufen, sie lagerten ihn nur bis er vom internationalen Forschungsinstitut abgeholt werden sollte. Er hat eine Art Tollwut, die ihm eine übernatürliche Stärke verleiht. Deshalb durftest du ihn nicht füttern, denn das steigert nur seinen Appetit." "Aber Herr Polizist, das konnte ich doch nicht wissen, ich wollte doch nur..." " Du bist 16 Jahre alt und konntest nicht mal eine einfache Regel einhalten."

An diesem Tag hab ich mir geschworen, dieses dreiste Arschloch zu töten. Und das konnte ich nur mit meinem neuen Rudel. Das bemerkte ich, als er sich mit einer Zigarette rauchend verabschiedete:

" Ach, und nenn mich nicht noch einmal Polizist, ich bin Geisterjäger. Und mein Name lautet: Dorian Sinclair."



Und damit ist der erste Fall abgeschlossen, denkt zumindest unser Geisterjäger. Bis zum nächsten Fall,

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