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An einem kalten November Abend saß Kate Blacks noch an ihren Schreibtisch und erledigte ihre Hausaufgaben. Morgen war ihr letzter Schultag... Dann gab es Ferien. Müde legte das schwarzhaarige Mädchen den Stift beiseite und lehnte sich zurück. Es klopfte. Mit einem leisen Quietschen ging die Tür auf. "Bist du immer noch an deinen Hausarbeiten? Komm bitte runter..es gibt Essen", sagte ihre Mutter liebevoll. "Ja, ich bin gleich unten", hinter ihr schloss sich die Tür wieder. Das Mädchen streckte sich und sah aus dem Fenster. Die Sterne waren heute wieder sehr schön anzusehen...

Langsam stand sie auf, nahm sich ihre Bücher und Hefte und packte sie wieder in ihre Schultasche. Danach lief sie runter in das Esszimmer. Ihr kleiner Bruder und ihre Eltern saßen bereits am Esstisch und warteten auf sie. Als sie sich neben Jamie setzte, fing ihr Vater an zu reden. "Schön das Ich dich heute auch mal sehe..." Etwas verwirrt sah sie zu ihrem Vater. "Du warst doch arbeiten und ich musste meine Hausaufgaben machen..." murmelte sie. Es blieb still. "Wie war euer Tag?" fragte ihre Mutter. Kate nahm sich nichts zu Essen; sie hatte schon den ganzen Tag so ein seltsames Gefühl im Bauch. Ihre Eltern fingen an über ihre Arbeit zu reden bis ihnen auffiel das ihre Tochter nichts aß. "Schatz gehts dir nicht gut?" fragte ihr Vater. Sie schüttelte nur ihren Kopf. "Mir geht's nicht so gut... Vielleicht sollte ich heute einfach etwas früher schlafen gehen." Sie lächelte gezwungen. Ihre Mutter nickte zustimmend. Kate erhob sich und ging wieder in ihr Zimmer. 

Als sie das Licht ausgemacht hatte, sich ins Bett gelegt und ihre Decke über sich gezogen hatte schlief sie auch schnell ein. Es war ein langer, anstrengender Tag für sie. Vielleicht hatte sie sich einfach etwas überarbeitet...

Es war Nacht. Mitten in der Nacht. Kate stand in der Nähe eines Hauses und beobachtete es. Nach einiger Zeit sah sie sich noch einmal um, bevor sie leise, fast unsichtbar auf das unterste Fenster zu rannte und es aufbrach. Es sah so leicht aus... Still lief sie durch das dunkle Haus. Es war fremd. Bewusst öffnete sie eine Tür - es war ein Schlafzimmer. Mit dem Messer in ihrer Hand ging sie genau auf die beiden ruhig schlafenden Menschen zu und stach auf sie ein, wobei Blut aus der Wunde trat. Die Frau neben ihr fing an panische, ängstliche Schreie von sich zu geben. Als sie wieder zu dem Mann sah, grinste sie. Überall um ihn herum lag soviel Blut... Es sog sich in das graue Bettlaken unter ihm ein. Das Messer steckte noch in seiner Brust. Sanft, als könnte es kaputt gehen, zog sie das Messer aus dem toten Körper und sah zur Frau. Auch sie hatte einzelne Blutspritzer auf ihrem Nachthemd. Langsam näherte sie sich ihr und hob das Messer-

Mit Tränen in den Augen schreckte Kate hoch. Panisch blickte sie sich um. Kein Blut war mehr da. Sie lag in ihrem Bett. Dieser Traum war so real gewesen. Ihre Bauchschmerzen waren allerdings spurlos verschwunden. Sie atmete sehr unregelmäßig. Völlig verschreckt von diesem Traum stand sie auf und sah auf ihre Digitaluhr. Es war halb 4 Morgens. Sie setzte ihren Weg ins Badezimmer fort und tastete die Wand nach dem Lichtschalter ab. Als sie ihn endlich gefunden hatte, stellte sie sich vor den Spiegel; Ihre Augen waren Blut unterlaufen. Ihre Haut war sehr blass, fast schon gräulich. Sie rieb sich ihre leicht schmerzenden Augen. "Vielleicht sollte ich mich einfach Etwas entspannen.." murmelte sie zu sich selbst. Dieser Alptraum war ja schließlich auch nur ein normaler Traum. Jetzt war er vorbei. Worüber sollte sie sich denn noch Sorgen machen? Im Gegenteil, sie konnte sich freuen. Sie hatte ja nach dem heutigen Schultag bereits Ferien, da könnte sie sich entspannen wie sie wollte. 

Mit einem mulmigen Gefühl machte sie das Licht wieder aus und legte sich wieder ins Bett. In der Schule stand Kate wie sonst auch bei ihren Freunden. Allerdings blieb sie still, sonst war sie nicht so. Wieder im Unterricht saß sie nur da. Blass und mehr als still. Herr Brokes stellte sich vor die Klasse. "Ich bitte um Ruhe! Also gestern Nacht wurden zwei Erwachsene angegriffen, die Polizei weiß noch nicht wer das gewesen sein könnte weil dort keine Spuren sind. Also da ich mir denken kann das ihr Abends noch unterwegs seid..bleibt bitte vorsichtig und ruft im Notfall die Polizei an", die Klasse nickte nur. Andere murmelten nur Etwas von einem Psycho oder Wahnsinnigen. Kate hingegen ließ es kalt. Ihre Gedanken wirbelten in ihrem Kopf umher. Nach einer weiteren Stunde meldete sie sich ab, da ihr es wieder nicht gut ging. Ihre Mutter holte Kate ab und fuhr mit ihr direkt zum Arzt - jedoch stellte er keine Krankheit oder anderes fest. "Vielleicht sollte sie sich einfach etwas ausruhen. Es wäre das beste." Sie war schwach. Ihre Hände zitterten und Müdigkeit überflog sie. Kate konnte ihre Gedanken kaum noch richtig ordnen. Ohne dass sie es selbst bemerkte, schlief sie im Auto ein. 

Dieser Moment, wenn Jemand durch deine Hand stirbt ist doch einzigartig, findest du nicht auch Kate?

Mit einem Ruck saß sie aufrecht in ihrem Bett. Was war das? Sie rieb sich über ihre Stirn. Sie schwitzte leicht. "Was ist bloß los mit mir?". Sie stand auf und ging ins Wohnzimmer. Dort saß Mark, ein Schulkamerad mit seinem kleinen Bruder. Jamie spielte gerade mit ihm. Grinsend sah er Kate an, die gerade etwas verwirrt den Raum betrat. "Siehst nicht gut aus" lachte er. Kate beachtete ihn nicht und drehte sich wieder um und verschwand in die Küche. Dort stand ihre Mutter vor dem Herd. "Kate? Ist alles in Ordnung? Geh wieder ins Bett - du siehst garnicht gut aus." Sie schüttelte nur den Kopf. "Gib mir mal bitte das Messer da vorne." Etwas perplex lachte ihre Mutter und ging zu ihr. Vorsichtig legte sie ihre Hand auf Kates Stirn. "Gott, Kind! Du glühst ja richtig! Wahrscheinlich halluzinierst du, ab ins Bett!". Sie riss die Augen auf und wollte sich das Schneidemesser vom Brett nehmen, womit ihre Mutter kurz bevor sie kam noch eine Gurke geschnitten hatte. "Aber ich muss!". Panisch sah ihre Mutter Kate am Boden liegen, bewusstlos. Anstatt den Krankenwagen zu rufen, wurde Kate wieder in ihr Zimmer auf ihr Bett gelegt. "Was ist bloß los mit dir?" murmelte ihre Mutter und schloss die Zimmertür hinter sich ab. 

Die Sonne ging langsam unter. Kates Vater stand mit ein Paar anderen Männern an einem Grill mit einem Bier in der Hand. Alle waren gut gelaunt. Musik spielte und es wurde gelacht. Kate spielte hinten am Waldrand mit ihren Imaginären Freunden verstecken. Als es dunkel wurde, war Kate plötzlich weg. Erst beim Essen fiel ihr fehlen auf. Ihre Mutter suchte sie. Die Gäste sollten nichts von ihrem Verschwinden wissen. Nach einer halben Stunde, hörte sie das Kichern ihrer Tochter und fand sie auf einer Lichtung vor. Sie kniete auf dem Boden. "Kate..." sie näherte sich ihr. Als sie gerade so über ihren Rücken schauten konnte, erschrack sie. Vor ihrer Tochter lag ein brauner Hase, sein Blut überall verteilt. Einige Organe traten aus dem Körper des kleinen Tieres heraus. Entsetzt zog sie Kate von dem toten Hasen weg, bis sie das spitze blutige Messer in ihrer Hand sah. "Kate was hast du nur getan?" selbst ihr dunkelblaues Kleid war Blut getränkt. An ihrer weißen Strumpfhose, sah man das Blut noch besser. "Aber Mama... Ich hab doch nur getan was Jasmin von mir wollte; Sie hat gesagt ich könnte so mit dem Hasen spielen! Sie hatte recht!" Erschrocken hielt sie ihre Hand vor ihren Mund. Was hatte sie da bloß getan... Grob riss sie Kate das Messer weg. Sie wurde böse. "Du weißt das du nicht mit Messern spielen darfst Kate! Du hättest dich verletzen können!". Ihre Tochter blieb still. Wie hätte sie denn sonst reagieren sollen? Sie zog Kate aus dem Wald heraus. "Mama? Möchtest du vielleicht mitspielen?".

Abermals fuhr Kate hoch. Sie erinnerte sich. Das war kurz vor ihrem 11. Geburtstag. Ihr wurde schlecht als sie an die Leiche des Hasen dachte, dieses unschuldige Wesen musste durch ihre Hand sterben. Wieso träumte sie sowas? "Ich werde Wahnsinnig..." lachte sie leise. Mit ihrer Hand stützte sie ihren Kopf ab und lachte noch lauter. "Ich werde verrückt!". Sie wurde immer hysterischer. Nachdem sie sich langsam wieder beruhigt hatte, stand sie auf. Sie zitterte. Mit einem leisen Knallen schlug das Fenster zu. Seid wann war es denn offen? Etwas irritiert schloss sie es, bis sie in etwas leicht klebriges fasste. Bei genauerem Betrachten der Flüssigkeit wusste sie das es Blut war. Sie ahnte es. Vorsichtig sah sie an sich runter. Ihr blauer Hoodie war voll mit getrockneten Blut. Selbst ihre Blau-Violett gestreiften Kniestrümfe hatten Flecken von Blut im Stoff.

Kate rannte zu ihrem Spiegel. In ihrem Kopf hörte sie ein beruhigendes Flüstern. Es waren beruhigende Worte. Es ist alles in Ordnung. Es gibt nichts wovor du dich fürchten musst. Selbst ihre Haare waren verklebt, das Blut war überall. Ihre blond gefärbten Spitzen waren verknotet. Ihre Hand schwebte beinah zu ihrem Spiegelbild. Keine Sekunde konnte sie sich von ihren blauen Augen abwenden. War das wirklich sie? Das flüstern wurde lauter. Die Worte agressiver. 

Mörderin! Psycho! Du bist ein blutrunstiges Monster!! Schrien sie in ihren Gedanken. Sie schloss die Augen. Es wurde kaum aushaltbar. Die Schreie ihrer Opfer dröhnten ihn ihrem Kopf. Sie war eine Mörderin. Ein Monster. Ein Psycho... innerlich kämpfte sie gegen sich selbst. Verzweifelt öffnete sie ihre Augen und suchte ihr Zimmer nach Hilfe ab. Doch da war nichts was ihr hätte helfen können, bis auf...

Unter ihrem Bett blitzte die Klinge eines Messers auf. Lachend stolperte sie hin und ließ sich auf die Knie fallen um das Messer unter ihrem Bett herauszufischen. Sie zielte direkt auf ihren Magen. Das Lächeln in ihrem Gesicht. Es fror ein. Wie eingefroren starrte sie die blutige Klinge an. Es könnte so einfach für sie sein alles zu beenden. Diesen aufkommenden Wahnsinn in ihr zu stoppen. Diese Stimmen in ihren Kopf. Das Messer fiel auf den Boden. "Ich hab doch garnichts schlimmes getan. Warum sollte ich mich dann umbringen wollen?". Erneut griff sie zu dem Messer und sah zu ihrer linken Handfläche. Sie griff mit ihrer Hand nach der Klinge und zog diese durch ihre eigene Hand. Sofort spürte sie wie das Blut aus der Schnittwunde floss und auf den Boden unter ihr Tropfte. Grinsend sah sie das Blut an. Der Schnitt tat ihr nicht einmal weh. Sie begang erneut zu lachen. "Oops..." kicherte sie und schwankte zu ihrer Zimmertür. Doch sie war abgeschlossen. Mit Leichtigkeit brach sie das Schloss raus und öfnete so die Tür. Alles war dunkel. Im Badezimmer stellte Kate sich abermals vor den Spiegel und verband ihre Hand. "Vielleicht war das doch eine blöde Idee..." grinste sie und ging runter in den Flur, alles war still im Haus. Sie schlafen...

Im Flur sah Kate ihre schwarzen Halbhandschuhe und sah nochmal zu ihrer verletzten Hand. Kurz darauf zog sie sich die Handschuhe über und schloss die Haustür hinter sich. Man sah Kate nie wieder. 


Ausschnitt aus einer LokalzeitungBearbeiten

Gefährliche unbekannte Mörderin immer noch auf freiem Fuß


Nach Monaten unaufgeklärter Morde ist die unbekannte Mörderin immer noch auf freiem Fuß; Polizei tappt im Dunkeln. Bisher gibt es nur wenige Hinweise die auf die unbekannte Frau gefunden wurden, jetzt erzählt uns ein Zeuge von seiner Beobachtung. 

"Ich bin durch ein Kichern wach geworden. Als ich meine Nachttischlampe angeschalten hatte, saß am ende meines Bettes eine mir unbekannte Frau - vielleicht 17-18 Jahre alt. Sie hatte Blut an ihrer Kleidung. Leider kann ich mich nicht mehr genau daran erinnern, was sie getragen hat. Ihre Haare waren schwarz mit blonden Spitzen. Mit einem Lächeln sah sie mich an und gab nur ein leises "Shh..." von sich. Ich war wie erstarrt als sie aufstand und näher auf mich zukam. Ihre Augen strahlten eine gewisse Kälte aus, die mir eine Gänsehaut bescherte. Als sie vor mir stand und immer noch krank lächelte, flüsterte sie berunruhigend "And now... Your'e going to die..." so wie sie es ausgesprochen hatte, konnte es nur eine Verrückte gewesen sein. Erst als ihr Messer mich traf schrie ich auf. Immer wieder stach sie mir in den Magen. Ich dachte das wäre mein Ende aber mein Bruder kam in mein Zimmer - mit einem Baseballschläger bewaffnet griff er sie an. Sie stürmte auf ihn zu und traf seinen Hals. Erst als sie die Polizeisirenen hörte flüchtete sie aus dem Fenster. Das werde ich nie wieder vergessen können... Die Art wie sie mich angesehen hat.." Die Polizei ist immer noch auf der Suche. Sie wird als äußerst gefährlich eingeschätzt. Schließen sie Abends ihre Türen und Fenster. Falls sie eine Person sehen, auf der die Beschreibung aus dem Bericht oben passt, melden sie diese umgehend der Polizei.

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