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Stell dir vor, du wachst eines Tages auf und deine eigene Familie und alle, die du einst geliebt hast kommen dir fremd vor. Was würdest du tun? Wie würdest du reagieren? Gab es überhaupt noch Hoffnung, dass du dieses Gefühl, dass dir ein kribbeln im Bauch verpasst oder dein Herz höher schlagen lässt, je wieder verspüren wirst? Nun... zu der letzten Frage habe ich bis heute noch keine Antwort gefunden, auch wenn sich meine Suche ins endlose zieht und beinahe unerreichbar scheint: Ich werde nicht aufgeben! Jedoch kann ich euch berichten, was ich bis jetzt alles durchmachen musste, um zu verstehen, dass dieses „Gefühl“, wie ich es nenne mich und mein Leben vollkommen verändert hatte...


Es war eines Morgens als mich warme Sonnenstrahlen sanft aus meinem Schlaf weckten. Schlaftrunken öffnete ich die Augen und streckte mich. Dabei berührte meine Hand einen warmen Körper und etwas pralles. Es war der Busen einer Frau. Ich schloss die Augen und quetschte leicht mit meiner einen Hand den Busen, während jemand neben mir ein leises, aber lustvolles Stöhnen von sich gab. „Willst du etwa nochmal, mein Schatz?“, flüsterte die liebliche Frauenstimme mir ins Ohr und knabberte an mein Ohrläppchen. Ein kichern entwischte meiner Kehle und ich drehte mich zu ihr um und öffnete die Augen. Doch noch im selben Moment, bekam ich den Schock meines Lebens und ich wünschte mir bis heute, ich hätte meine Augen für immer geschlossen gehalten.


Ruckartig zog ich meine Hand zurück und keuchte erschrocken auf. „W-wer sind Sie?!“ Schrie ich die Fremde an und blickte dabei direkt in ihre eisblauen Augen, die sich vor Schreck geweitet hatten, jedoch nach einer Sekunde entspannte sie sich wieder und lachte leise. „Oh Sam,“, sagte die fremde Frau neben mir und strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Ich liebe dich für deinen Humor.“ Gerade als ich etwas erwidern wollte, küsste sie mich leidenschaftlich auf den Mund. Sofort entfernte ich mich von ihr und wandte ihr den Rücken zu. „Tut mir Leid Madam, aber ich liebe Sie nicht. Ich liebe meine Frau.“ „Sam wovon redest du? Ich bin es doch! Ich bin deine Frau!“ Ich hörte der fremden Frau nicht weiter zu, sondern stand auf und machte mich fertig für die Arbeit.


Ich stand bereits vor der Schlafzimmertür und wollte rausgehen, als ich plötzlich von zwei süßen Kinderaugen begrüßt wurde. „Papa!“ Riefen die beiden Mädchen freudig und umarmten mich. Ein seltsames Gefühl überkam mich... Ich hatte nicht das dringendste Bedürfnis danach die beiden auch zu armen. Vielmehr verspürte ich... gar nichts. In mir herrschte gähnende Leere. Und zwar so, als gäbe es in mir nichts, was meine Bedürfnisse ausdrücken könnte. Die beiden hatten bemerkt, dass ich ihre liebevolle Umarmung nicht erwiderte und schauten zuerst mich, dann sich mit einem besorgten Blick an. „Papa, was ist denn los? Warum willst du uns denn nicht auch umarmen?“, fragte einer meiner Jüngsten Engel, Leslie und lächelte mich an in der Hoffnung, ich würde nur ein Scherz machen. Ein müdes Lächeln zog sich entlang meiner Mundwinkel, während ich die Köpfe meiner beiden Kinder tätschelte. „Mach dir keine Sorgen, Leslie. Du auch Sara. Papa ist wohl etwas geschafft von dem ganzen Stress auf der Arbeit.“ Mit diesen Worten ließ ich meine Kinder und die fremde Frau, die behauptete meine Ehefrau zu sein zurück.


Auf der Arbeit grübelte ich angestrengt, warum ich mich bloß an meine beiden Kinder erinnerte und an meine Frau nicht. Und vor allen Dingen: Warum empfand ich für beide keine Liebe mehr? „Alles in Ordnung, Sam?“ Unmittelbar blickte ich zu meinem Kollegen und ehemals besten Freund Jackson auf. Er und ich waren für eine lange Zeit unzertrennlich gewesen. Wir halfen uns da wo wir nur konnten und waren immer für einander da gewesen. Selbst als seine Frau ihn verlassen hatte, war ich für ihn da gewesen, so auch er für mich, als eines Tages etwas passierte, was mich für immer zerstört hatte, jedoch... konnte ich mich nicht mehr daran erinnern, dass einzige woran ich mich jedenfalls erinnerte war, dass nach jenem Vorfall unsere Freundschaft endgültig beendet war.


Ich nickte stumm zur Antwort auf seiner Frage und wandte mich wieder meinen Gedanken zu, die immer noch um ein und dieselbe Frage kreisten, so dass sie mir starke Kopfschmerzen bereiteten. Dennoch schien Jackson zu merken, dass mich etwas quälte und fing an mich erneut zu nerven. „Ich weiß ja, dass wir nicht mehr die dicksten Freunde sind, so wie früher, aber ich habe mir gedacht... Na ja, was hältst du davon wenn wir...“ Er zögerte. Unsicher, wie er beginnen sollte. „Wie wär's wenn wir einfach zusammen in eine Bar gehen, so wie früher. Kurz vor Weihnachten wäre es doch eine nette Geste, nicht wahr?“ Kurz überlegte ich, ob es überhaupt sinnvoll wäre in meinem jetzigen Zustand noch etwas trinken zu gehen. Doch schließlich entschied ich mich dafür. Aus zwei Gründen: 1. Vielleicht würde etwas Alkohol mein Hirn wieder in Gang setzen. 2. Weil bald Weihnachten war, war es wirklich eine nette Geste sich mit Glühwein drauf einzustimmen.


Gleich nach der Arbeit begaben wir uns in Richtung eines nahegelegenen Weihnachtsmarkts. Als die eiskalte Luft im Gemisch mit dem frischem Gebäck meine Sinne benebelte erinnerte ich mich an damals, als ich mich regelrecht über den weihnachtlichen Flair erfreut hatte, doch jetzt im Moment spürte ich wieder... gar nichts. Was war es den nur? Was war verdammt nochmal los mit mir?!

„Schau Sam, da vorne können wir einen Trinken gehen.“, meinte mein Kollege und deutete mit einem Finger auf den Stand neben einem anderen Gebäck-Stand. Zielstrebig begab ich mich dorthin. „Zweimal, Glühwein bitte.“, bestellte Jackson beim Verkäufer.


Der Abend zog sich dahin. Jackson hatte mir immer mehr und mehr von dem Wein angeboten, so dass ich am an Ende ziemlich betrunken war. „Tja, ich muss dann mal los,“ meinte er nach einer Weile und verabschiedete sich von mir. „Waaaarte!“, lallte ich ihm hinterher. „Wer bringt miiiich jetzt nach Hause?!“ „Hol dir ein Taxi!“, rief er mir hinterher. Schwankend machte ich mich davon.


Jackson:


Endlich, dachte ich. Endlich bin ich wieder bei ihr! Bei meinem Schatz! Es hat so lange gedauert, aber durch die Krankheit die Sam so plötzlich bekam und dem ganzen Alkohol zudem ich ihn überreden konnte, ermöglichte ich mir somit einen Weg zurück zu ihr: Meine Jugendliebe Ashley. Damals hatte mir Sam sie weggenommen und ich habe es ihm bis heute nie verziehen. Eigentlich hätte das alles MIR gehören können! Meine Frau, die Kinder. Das alles hätte MEIN sein können! Aber egal... trüben wir nicht länger in der Vergangenheit herum. Was zählt ist dieser Moment! Und den wird mir niemand nehmen! Leise schloss ich die Tür auf. Im Zimmer selbst war es dunkel bis auf ein paar Kerzen, die den süßen Duft von Vanille verbreiteten. „Komm her, Jackson,“ flüsterte eine sanfte Frauenstimme in die Dunkelheit hinein. Ich tat wie mir geheißen und legte mich neben sie. „Zieh deine Klamotten aus“, sagte sie leise und strich mir über meine Haare. Das ließ ich mir nicht zweimal sagen und schälte mich aus meinen Sachen. Langsam strich ihr über ihren flachen Bauch und ging runter zum Schritt. Ein lustvolles Stöhnen entlockte ihrer Kehle.


Ich presste mich an ihren warmen Körper und fuhr fort. Wieder ein leises Stöhnen. „Du hättest damals mich nehmen sollen, statt ihn.“ meinte ich, während ich ihr über ihre langen, blonden Haare strich. „Ich weiß,“ gab sie zu. „Es tut mir auch leid, dass ich zu dieser Zeit die falsche Entscheidung getroffen habe, ich war noch jung und unerfahren,“ schniefte sie. „Schhh...,“ versuchte ich sie zu beruhigen, „Ich bin jetzt hier, es ist alles gut.“ Dann küsste ich sie leidenschaftlich. Auch sie erwiderte den Kuss.


„Halloooo?“, brüllte ich als ich endlich zu Hause angekommen war. Keine Antwort. Womöglich schliefen alle. Leise stieg ich die Treppen hoch, um mich wieder neben „meiner Frau“ zu legen. Der Alkohol begann allmählich seine Wirkung zu zeigen... Gerade wollte ich die Tür öffnen, als ich auf einmal das lustvolle Stöhnen, eines Mannes wahrnahm und das heisere Kichern einer Frau. Mit einer Hand fasste ich mir in die Hosentasche. Zum Glück! Ich hatte es immer noch bei mir; mein Taschenmesser. Damit war ich auf alle brenzligen Situationen vorbereitet, genau wie dieser hier. Falls es also ein ungebetener Gast war, der meine Kinder bedrohen oder gar töten wollte, würde ich ihm zuerst sein Triebwerk abschneiden und dann den Rest von seinen Gliedmaßen trennen, so dass das Blut nur so spritzte!


Leise, quietschend öffnete sich die Tür und ich knipste den Lichtschalter an. Beim Anblick, dessen, was mich erwartete stockte mein Atem. Meine Augen wurden größer und größer mit jedem Mal, an dem sich meine Gedanken sammelten. Sie kreisten nicht mehr so, wie heute Mittag, sondern dass Bild, das alles erklärte wurde immer klarer. Endlich wusste ich, warum ich meine Frau vergessen hatte und selbst meine eignen Kinder nicht mehr liebte! „Was ist denn los Sam?“, stellte Jackson die Frage in den Raum und löste sich von seinem geschockten Blick, wohin ich hingegen meinen Blick von ihm und meiner Frau nicht lösen konnte. „Ist dir wieder alles wieder eingefallen?“ Ein perverses Grinsen, breitete sich auf seinem Gesicht aus, während er von meiner Frau runterging und seine Klamotten wieder anzog. „Muss ganz schön weh tun,“ sagte er währenddessen.“Seinen eigenen ehemals besten Freund mit seiner Frau zu sehen, nicht wahr?“ Ich antwortete nicht, sondern hielt mein Messer hinter meinem Rücken festumklammert. In mir kochte unbändige Wut und das verlangen beide zu töten. Diese Schlampe von Frau und diesen Arschloch, der es schon wieder getan hatte.


Mit kleinen Schritten, tapste er barfuß auf mich zu und breitete die Arme aus. „Was machst du so ein ernstes Gesicht? Bist du denn gar nicht traurig, dass ich es schon wieder getan habe? Ach, wie konnte ich es nur vergessen! Du kannst ja gar nicht fühlen, du kranker Spaßt!“ Unwillkürlich musste ich lachen. „Du hast recht, ich bin krank. Krank auf meine Art!“ Blitzschnell rammte ich das Messer in seine Brust, so dass er keuchend auf dem Boden zusammensackte und schlitze ihm sein verdammten Brustkorb auf. Als nächstes brach ich jeden einzelnen seiner Rippen und drehte sie so, dass er vor Schmerzen aufschrie. „Halt's Maul!“, brüllte ich ihn an und schlug ihm in seine Fresse, so das er ohnmächtig wurde. Weiter, schnitt ich ihm sein Triebwerk ab und erstach sein bis eben noch schlagendes Herz, zu meinem Vergnügen sprudelte das Blut nur so förmlich!


Aus der hinteren Ecke kam ein Wimmern. Meine Frau saß zusammengekauert auf dem Bett. Die Decke war bis hin zu ihren dürren Beinen gezogen, so dass nur ihr Oberkörper zu sehen war, der vor Angst zitterte. Wäre sie nicht so dumm gewesen und hätte mich erneut betrogen, wäre ich bereit gewesen sie zu trösten, für sie da zu sein, aber... sie hatte mir erneut gezeigt, warum ich sie vergessen hatte und ich möchte sie nun für immer vergessen, weil sie mich nicht liebte und ich sie auch nicht! Schnell ging ich zu ihr und hielt ihr den Mund zu, so dass die Schreie nur gedämpft an mein Ohr drangen, während ich die Brüste abwechselnd abstach. „Schhh...“, beruhigte ich sie. „Wir wollen unsere beiden Engel doch nicht wecken, oder Schatz?“ spottete ich grinsend und schnitt ihr langsam und qualvoll von ihrer Brust bis zum Bauch alles auf. Ihre Schreie wurden lauter, so dass ich meine Handfläche stärker auf ihren aufgerissenen Mund presste. Ein letztes Mal küsste ich sie auf ihre Stirn, um ihr die Bauchdecke aufzureißen. Jedoch schrie sie nicht mehr. Ich muss sie wohl mit meiner Hand ungewollt erstickt haben... Jetzt fuhr ich mit meiner Arbeit fort und stach ihr jeden ihrer einzelnen Organe ab. Ich wollte mich vergewissern, dass sie wirklich tot war.


Plötzlich hörte ich ein lautes und herzzerreißendes Weinen. Meine Kleinen! Dort standen sie. Ihre Augen rot und verquollen. An ihren Wangen liefen immer noch vereinzelnd Tränen der Trauer herab. Sofort legte ich das Messer weg und ging zu ihnen. Auch wenn ich aus unerklärlichen Gründen keine Liebe für die beiden empfinden konnte, so wusste ich, dass es falsch war auch sie deswegen zu töten. „Meine Lieben,“ bemühte ich mich sie zu trösten. „Ihr braucht keine Angst haben. Papa ist bei euch. Er wird euch beschützen. Und jetzt kommt. Lasst uns gehen, an einen Ort, an dem wir glücklich sein können. Und zwar nur wir drei!“


Geschrieben von: BlackRose16 (Diskussion) 11:26, 5. Mai 2017 (UTC)

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