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Nun sitze ich hier, schreibe dies.

„Wieso?“, ist die Frage, die sich mir erschließt.

Lichterflackern an der Decke, die weißen Wände werden bestrahlt und

-Fuck.

Ich wollte doch in Lyrik schreiben,

doch verfalle ich wieder in Prosa.

Doch Lyrik ist gut, Lyrik ist rosa.

Lyrik ist weich und hilft mir weiter,

in Prosa irre ich, wie ein Pferd ohne Reiter.

Aber warum will ich in der Lyrik schreiben,

fällt es mir doch schwer, Lyrik zu bereiten...

Nun,

Lyrik ist gut, Lyrik ist rosa,

tief im Dunkeln lauert das Prosa.

Lyrik ist weich und hilft mir weiter,

in Prosa irre ich, wie ein Pferd ohne Reiter.

Denn Prosa ist böse, Prosa ist Wut,

zeigte es mir schon so oft sein Hab und Gut.

Im Dunkeln zog es sich zu mir, ließ mich zwingen,

in engen Räumen, mit scharfen Klingen,

die Körper von fremden Menschen zu brechen

und mich an ihren Körper und Fleisch zu lechzen,

sie aufzuschneiden und auszuhöhlen,

mit Hingabe mir deren Fleisch zu gönnen,

und wenn die Tat vollbracht ist, allein zu sein im dunklen Raum und

- Fuck

Wieder verfalle ich zurück in Prosa,

Prosa ist böse und gewiss nicht rosa,

denn wenn Prosa meinen Verstand übernimmt,

hör ich im Kopf die Stimme, die klingt

und tue die Dinge, die Leben nimmt,

wenn mein Messer durch fremde Körper dringt.

Doch Lyrik ist gut, Lyrik ist rosa,

und tief im Dunkeln lauert das Prosa.

Lyrik ist weich und hilft mir weiter,

in Prosa irre ich, wie ein Pferd ohne Reiter.

Die Lyrik beschützt mich vor bösen Dingen,

lässt die Stimmen im Kopfe verklingen,

lässt meine Hände nicht mehr erzittern

und mich so Erleichterung wittern,

denn ich weiß, solange die Lyrik noch herrscht,

hat Prosa keine Macht in meinem Herz,

doch verwischt die Lyrik, wie Meerschrift am Sand,

dringt die Prosa in meinen Verstand

und lässt mich wieder diese Dinge tun,

lässt mich nicht eher ruhn,

eh ich nicht endlich die Menschen beehre,

bis die Lyrik wiederkehre

und mich wiege, bis in den Schlafe,

das ist meine ew'ge Lebensstrafe.

Denn die Stimmen werden nie verstummen,

anfangs ein Flüstern, später ein Summen,

und wenn wieder anfangen die Hände zu zittern,

herrscht in mein Kopf ein starkes Gewittern,

und ich schreie: „Lasst mich doch einfach in Ruh!“

„Ruh, wirst du haben und das recht im nu,

falls du meinen Befehlen zu rechten tu,

befreie ich dich von diesem Fluch.“

, sagte die Stimme ein jedes Mal

und so stehe ich wieder vor der Wahl,

die Qualen zu beenden mit eines Lebens

oder mich quälen zu lassen. Wozu denn? Vergebens.

Denn die Prosa wird gewinnen,

ich kann ihr einfach nicht entrinnen,

sofern ich es doch versuche,

komm ich nicht am Ende des Fluche,

drum hoffe ich noch, die Lyrik zu halten,

bevor die Stimmen beginnen sich zu spalten

und tosen und beben und schmerzen und wehen...

ach... es wird nie zu Ende gehen...

Aber Lyrik ist gut, Lyrik ist rosa,

doch tief im Dunkeln lauert das Prosa.

Lyrik ist weich und hilft mir weiter,

in Prosa irre ich, wie ein Pferd ohne Reiter.


Doch wenn die Lyrik endet... Was nun? Was soll ich deiner Meinung nach tun? Soll ich vor deinem Fenster stehen? Soll ich in dein Zimmerchen gehen? Soll ich warten bis du schläfst? Bis du in der Nacht durch meine Klinge dein Leben lässt?


Lass mich dich fragen: Bist du nun wirklich allein?


Ach Fuck,

Bitte lass die Prosa doch zu Ende sein.

Aylo (Diskussion) 19:37, 1. Mai 2015 (UTC)

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