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Au... mein Kopf.. alles dreht sich. Was ist das für eine Stimme? Sprich lauter! Ich kann dich nicht verstehen.

"Es ist so dunkel."

"Wie bitte?"

Langsam komme ich wieder zu mir. Ich bin gefesselt... Warum bin ich gefesselt?

"Endlich, du bist wach."

"Wo bin ich hier? Wer bist du? Und warum bin ich hier?"

"Ich bin Anny. Wo wir sind weiß ich nicht, nur, dass wir hier weg müssen."

"Was ist hier los? Warum bin ich hier?"

"Beruhige dich. Wir dürfen jetzt nicht panisch werden, sonst kommen wir hier nie wieder raus."

Nicht panisch werden? Nicht panisch werden?! Ich liege gefesselt in der Dunkelheit, wie soll ich da nicht panisch werden?

Ich höre Schreie, lange und gequälte Schreie. Danach ein grausames, schrilles Lachen. Die Schreie brechen ab. Ich will hier raus.

"Was war das?", frage ich Anny.

"Die Schreie? Das war Cem. Es hat ihn geholt, bevor du aufgewacht bist."

"Es?"

Plötzlich höre ich schleppende Schritte. Langsam kommen sie näher.

Anny flüstert: "Sei leise. Tu so, als würdest du schlafen."

Jetzt weiß ich, was sie mit ES gemeint hat. Aus der Dunkelheit kommt ein Wesen auf uns zu. Es läuft nach vorne gebeugt und schleift mit den Händen auf dem Boden. Seine Haut ist verrottet und hängt in Fetzen herunter. Das Gesicht sieht aus, als hätte es jemand mit einem Messer in den Kopf geritzt.

Es läuft auf Anny zu und schleift sie mit sich. Anny kreischt und wehrt sich, aber sie hat keine Chance. Bevor sie in der Dunkelheit verschwinden dreht sich das Wesen nochmal um. Es starrt mich an und verzieht den Mund zu einem Grinsen. Ich erstarre. Erst als ich die Schritte des Wesens nicht mehr hören kann, wage ich mich wieder, mich zu bewegen.

Als ich Anny`s verzweifelte Schreie höre, versuche ich heftig mich selbst zu befreien. Die Fesseln schneiden mir ins Fleisch und ich werde ohnmächtig vor Schmerz.....

Als ich wieder aufwache, ist es still. Die Stille macht mir Angst, denn jetzt wird es bald ein neues Opfer brauchen. Bei dem Gedanken daran, was mit Anny geschehen ist, fange ich an zu weinen.

Plötzlich höre ich wieder diese Schritte. 

"Nein", flüstere ich, "Ich will nicht sterben."

"Ach, nein?" , fragt eine säuselnde Stimme. Sie gehört diesem Ding, das mit einem blutverschmierten Messer auf mich zuläuft.

"Sterben kann doch so schön sein. Aber keine Sorge, ich bemühe mich, es so lange wie möglich herauszuzögern."



Fabulousfabi

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