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Verzerrte WeltBearbeiten

Aki lauf!

Sie rannte. Ihr Herz raste. Das warme Blut schoss durch ihren ganzen Körper. Gespenstische Stimmen verfolgten sie, lachten sie aus, verhöhnten sie, lechzten nach ihr. Der ganze Flur war übersäht von bizarren Augen, dessen toten Pupillen mit einer perversen Gier Aki anstarrten.

Aki spürte deren kalten Blicke, die wie Messer auf sie einstachen. Ihr ganzer Körper glühte wie heißes Feuer, ihre arme Haut brannte. Die Stimmen jagten Aki weiter und sie spürte die unerträgliche Last, die die Klagenden ihr aufbürdeten. Der Flur schien endlos zu sein. Verloren in der Vergessenheit, wo Zeit keine Rolle spielte. Sie stoppte abrupt. Das Mädchen keuchte vor Erschöpfung, drohte fast zusammen zu brechen.

Schritte, unheilvolle Schritte. Sie bedeuteten den Tod, ihren Tod! "Im Namen der Kamis, werdet ihr für eure Sünden bestraft! So soll euch der Tod holen und in die Tiefen der Finsternis schmeißen!", Schüsse fielen.

Die unheimlichen Stimmen verstummten urplötzlich und die Augen an den Wänden schlossen ihre ledrigen Lieder und verharrten in der tiefen Finsternis. Aki spürte, wie das Entsetzen langsam in ihr hoch kam. Schlagartig weiteten sich ihre Augen. Ihre zittrige Stimme brachte nur eines raus: „M- Mom, Dad!“. Geschwind drehte sich um. Ein stechender Schmerz jagte durch ihre Brust.

Das Atmen fiel dem armen Mädchen schwer und mit jedem Zug, brannte ihre Lunge. Stille setzte ein. Totenstille. Wenige Minuten vergingen, doch für Aki war es eine verfluchte Ewigkeit. Nach einer Weile traute sie sich wieder: „MOM! DAD!“, schrie Aki verzweifelt, doch ihr Klagengeschrei wurde von der Dunkelheit verschlungen.

Nach und nach breitete sich die Finsternis aus und umhüllte sie gänzlich. Die Kälte packte das Mädchen und lähmte ihren ganzen Körper. Eine mysteriöse Gestallt tauchte vor Aki auf. Es war ein Mann gewesen, auf dessen Schulter ein furcht einflößender Rabe seinen Platz fand. Der Mann hatte pechschwarzes Haar und sein Gesicht war leichenblass. Tiefe dunkle Ringe, zeichneten seine Augen. Eine Aura des Bösen umgab den Mann.

„Schau nur Abraxas! Siehst du dieses arme Ding?“, fragte der unheimliche Kerl seinen gefiederten Begleiter. Der Rabe krähte grimmig und schlug mit seinen mächtigen Flügel. Schwarze Schwingen, die trotz der ewigen Finsternis grünlich schimmerten.
YatagarasuSMT

Der dreibeinige Rabe, Yatagarasus Zeichen.

„Die arme Aki hat ihre Eltern verloren und wird von den Menschen verstoßen. Ihre kleine Seele ist von Wut und Trauer ganz zerrissen. Was für ein armes Geschöpf.“.

Der ominöse Kerl, der einen langen rot schimmernden Mantel trug, setzte ein trauriges Gesicht auf. Doch kurz darauf löste es ein böses Grinsen augenblicklich wieder ab.

„Was wollen Sie von mir und wer sind Sie?“, fragte Aki ganz perplex. Sie zitterte am ganzen Leib.

„Alles zu seiner Zeit, meine liebe Aki. Alles zu seiner Zeit.“, er sprach in einem ruhigen und sanften Ton, der einen Hauch von Tücke in sich verbarg.

>Hey Aki, Aki!<, redete plötzlich eine innere Stimme zu ihr. Es war ihr zweites Ich. Die andere Aki. „Was ist?“, murmelte Aki ganz ängstlich, ihre Augen weiter auf dem merkwürdigen Kerl fokussiert.

>Lass mich doch bitte frei und wir zeigen diesem Pisser deine wahre Gestallt, deine wahre Kraft! Denn seine elende Visage kann ich nicht mehr länger ertragen!<. Aki überlegte kurze Zeit, denn ihr anderes Ich war gefährlich. Böse. Doch sie stimmte letztendlich zu, welche Wahl hätte Aki denn. „O- okay. Dann lass uns diesen Typen fertig machen!“.

>Meine Rede! Dafür könnte ich dich knutschen Akilein!<, sprudelte die andere Aki über glücklich.

Gemächlich schloss Aki ihre Augen und legte die Arme überkreuzt auf die Brust. Der komische Fremde schaute sich das Spektakel mit einer hellen Begeisterung an. Langsam verwandelten sich ihre zierlichen Hände zu gefährlichen Klauen. Katzenohren sprossen aus ihrem kirschroten Haar heraus und ein langer Schweif zierte das Katzenmädchen. Nun öffnete Aki wieder die Augen. Sie funkelten bedrohlich und hatten jegliche Menschlichkeit verloren. Sie fühlte die unbändige Wut, die jetzt in ihr brodelte. >Ja! Jetzt bin ich an der Reihe!<.

„Hör auf mit mir Spielchen zu spielen! Wenn es sein muss, werde ich dich töten, du Freak!“.

Der Mann lachte lauthals und sein dreibeiniger Rabe krächzte mit ein. „Du mich töten? Sei nicht albern Aki. Du kannst mich nicht töten.“ Sein Grinsen wurde auf groteske Weise breiter und entblößte dabei eine Reihe von messerscharfen Zähnen.

„Ach ja?! Und was mach dich da so sicher?“. In ihren wilden Augen spiegelte sich purer Zorn.

„Ja- ja! So gefällst du mir viel besser, meine kleine Aki. Unterdrücke deine menschliche Seite und lass deinem bösen Ich freien Lauf!“, freudig öffnete der Mann seine Arme.

„Halt deine dämliche Schnauze…“, schrie Aki, in ihrem Gesicht nahm der Wahnsinn überhand, “…Du weiß nicht wenn du vor dir hast. Ich bin kein gewöhnliches Mädchen, sondern eine Nekomata! Und ich werde dich mit großem Vergnügen in Stücken reißen. Dich und dein dämliches Federvieh!“. Der Rabe schrie böse auf.

„Oh Aki, du bist viel mehr als das. Du bist was ganz besonderes. Denn nur mit deiner Hilfe können wir Orochi wieder erwecken und die Welt mit einem Flammenmeer von dieser elenden Menschenbrut befreien. So erschaffen wir ein neues Paradies.“, ein wildes Lachen entrann seiner Kehle. Seine langen Arme streckte er in die Höhe, sein obskurer Blick starrte in die weite Finsternis: „Denn DU bist die Auserwählte!“.

Aki würdigte dieses Schauspiel keiner müden Miene. Ganz in Ruhe kratzte sich das Katzenmädchen am Kopf. „Ich weiß nicht wer du bist und dieses sinnlose Gebrabbel was du davon dir gibst, interessiert mich einen Scheiß, verstanden! Das einzige was mich juckt ist, wie ich am schnellsten meinen Klauen in dein Fleisch bohre. Also verrecke!“.

Aki stürzte sich auf ihn. Der Rabentyp konzentrierte sich wieder auf die Nekomata.

„Du dummes Ding. Ich sagte bereits, dass du mich nicht töten kannst.“, sein Blick wurde grimmiger. „Denn, weißt du, ich bin der TOD!“.

Hastig schlug er den rot schimmernden Mantel auf. Sein Rabe erhob sich in die Lüfte. „Dunkler Federtanz!“, brüllte der Rabenmensch unheilvoll und eine ganze Welle spitzer Rabenfeder schnellten auf Aki zu.

„Was zum Teufel.“, die Feder sausten an ihr vorbei. Sie schnitten Aki, als wären es Messer. „Aua, verdammt! Was für ein billiger Jahrmarkttrick ist das denn?“, fauchte sie sauer.

Schützend verschränkte Aki die Arme vor ihrem Gesicht. Eine der Federn bohrte sich in den linken Arm. „Ahh! Mist!“. Weitere schnitten ihre Beine auf. Von Schmerz geplagt, kniete Aki sich hin. Ihre Kräfte verließen sie langsam. Hinter der undurchdringlichen Mauer aus Feder verbarg sich der Fremde.

„Keine Angst Aki. Wir werden uns noch wieder sehen. Dann wenn die Zeit für Orochi gekommen ist!“, ein finstres Lachen folgte darauf. Langsam löste er sich in tausenden von Federn auf. Akis Körper war vor Schnitten übersäht. Überall floss das Blut und brannte ihre Haut. Keuchend nahm sie die Arme runter. An ihre linke Wange zog sich ein tiefer Schnitt. „Dieser Mistkerl!“, prustete die Nekomata ganz erschöpft. Doch plötzlich flog eine Feder direkt in ihr Gesicht.

Ein schriller Schrei jagte durch die Dunkelheit.

Ein neuer MorgenBearbeiten

Hastig rappelte sich Aki auf. Ihr Körper war schweißgebadet. Ihr Brustkorb bebte panisch. Sie schaute sich ängstlich um. Doch nach einer Weile, erkannte Aki, dass sie sich in dem alten Gemäuer befand, welches sie als Schlafplatz für die Nacht genommen hatte.

Ihre Katzenaugen wanderten von den kaputten Fenstern bis zu einem alten Bett, das auf der anderen Seite stand. Rebecca lag dort und war noch am schlafen. Ein kleines Lächeln schmückte Akis Gesicht. Gemächlich stand sie vom alten Sofa auf und rekelte sich. Die warmen Strahlen der Morgensonne, die sich durch die zugenagelten Bretter der Fenster kämpften, begrüßten das Katzenmädchen. Ihr Rücken tat höllisch weh, als hätte sie auf einem Steinboden genächtigt. „Man, war diese scheiß Couch unbequem!“.

Doch dann kam ihr dieser merkwürdige Traum wieder in den Sinn. „Hmm, es war nur ein Traum gewesen, aber er war so- so real!“.

>Natürlich war er real, du Dummerchen!<, Akis innere Stimme meldete sich.

„Ach du. Was meinst du damit?“.

>Hah! Ganz einfach Akilein. Dieser Rabenheini hat sich in unseren Traum eingeschlichen und wollte dich mit Hilfe von schlechten Erlebnissen aus deiner Vergangenheit fertig machen.<.

Aki stockte. „Der Mord an meinen Eltern!“.

>Genau! Doch dieser Penner hat uns so was von unterschätzt. Er hat nicht damit gerechnet, dass du ihn angreifen würdest. Und deshalb hat dieser Rabenheini auch den billigen Federtrick abgezogen. Doch zum Glück kann er uns in Träume nichts anhaben. Arrr, wenn ich diesen Bastard nur zwischen die Krallen bekomme würde, dann- dann würde ich ihn so was von fertig machen, dass kannst du mir glauben Aki. Ich hätte diesen Rabentyp langsam und qualvoll aufgeschlitzt. Seine verkackte Visage zerfetzt und seine Augen, ja, seine Augen hätte ich heraus gerissen und während er schreit, würde ich sie genüsslich verspeisen!<.

Akis Margen knurrte. <Oh Aki, jetzt hab ich echt Kohldampf auf Menschenaugen. Können wir nicht schnell einen Menschen fangen und seine Augen essen, so wie immer?<.

„Du weißt schon das wir auf der Flucht sind.“, ermahnte sie ihr zweites Ich.

>Ja, ja. Und deshalb schleppst du auch diese Menschenbrut mit dir herum! Wieso tötest du sie einfach nicht?<, meckerte die andere Aki.

„Sei still! Wir werden Rebecca kein Haar krümmen, hast du verstanden!“.

>Aber Aki! Sie ist doch ein Mensch! Und wir beide hassen doch Menschen. Oder nicht?<.

Aki seufzte. „Natürlich hasse ich die Menschen. In meinen Augen sind sie alle nur Dreck!“, Die Nekomata schaute leicht wehmütig Rebecca an. Sie schlief so friedlich und ihr goldenes Haar funkelte leicht in der Morgensonne. „Doch sie ist anders als die Menschen. Weißt du, sie ist wie ich.“.

>Och nö! Jetzt geht das schon wieder los!<.

„Rebecca hat so vieles durchmachen müssen, genau wie ich. Sie war auch immer alleine gewesen, von allen verlassen. Aber trotzdem lässt sie sich nicht unterkriegen. Und das r
Killer Aki

Akis animalische Seite

echne ich ihr hoch an.“.

Aki blieb eine Weile reglos stehen. „Und weil wir so vieles gemeinsam haben, werde ich sie mit meinen Leben beschützen! Rebecca ist wie eine Schwester für mich!“.

>Ist ja schon okay. Hör jetzt aber bitte damit auf, sonst muss ich gleich so was von Kotzen!<. Aki schlenderte elegant zu einem der kaputten Fenster und schaute nachdenklich heraus. „Wir müssen für heute etwas zu Essen besorgen.“.

Ihr Blick fiel auf die Straße. Diese war überfüllt von Menschen, die ihren Dringlichkeiten nachgingen.

Ja, Aki hasste die Menschen, aus tiefster Seele.

Der StüppwolfBearbeiten

Mitten in der Nacht wurde Ayumi aus ihren Schlaf gerissen. Pustend saß sie nun in ihrem Futon und starrte blind in die gähnende Dunkelheit. Der kalte Mond, der durch das große Zimmerfenster schien, ließ ihre blasse Haut in einem reinen weiß erstrahlen. Langsam kämmte sie ihre pechschwarzen Haare aus dem Gesicht und atmete einmal tief ein und aus.

Die junge Frau war sich sicher, dass sie einen Schrei vernommen hat. Ein Schrei gefüllt von Angst, der sie aus ihren Träumen riss. Es hörte sich nach Herr Hatake an. Ruckartig schlug Ayumi die Bettdecke auf und erhob sich von ihren Futon. Kälte durchströmte schlagartig ihren Körper. Völlig blind tastete sich die Frau durch die Dunkelheit. Ihr einziger Begleiter war der fahle Mond, der Ayumi etwas Licht in dieser trostlosen Schattenwelt gab. Hoffentlich geht es Herr Hatake gut, rieselte es sorgevoll in ihren Gedanken.

Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichte Ayumi die alte Schiebetüre. Das Knarren erfüllte die Todesstille. Jetzt führte ihr Weg sie durch einen langen Flur, dessen Wände wundervolle Bilder von Tuschezeichnungen zierten. Vorsichtig wandelte die ängstliche Ayumi durch den Gang, bis sie an einer mit Japanpapier bestückte Schiebewand ankam.

Leise schob sie die Trennwand zur Seite und schaffte sich so den Zutritt zum Wohnbereich. Eine kleine Laterne erhellte den Raum und gewährte ihr ein Gefühl von Gemütlichkeit. Herr Hatake war nicht hier. Vielleicht saß der alte Herr wieder in seinem kleinen Arbeitszimmer, wo er fleißig an einen neuen Roman schreibt. Nori Hatake war ein bekannter Krimiautor gewesen.

Plötzlich merkte die junge Ayumi hinter der nächsten Schiebewand einen merkwürdigen Schatten. Mit einem fragenden Blick musterte sie die Schattengestalt.

„Herr Hatake? Sind sie es?“. Die Schattengestallt nahm reiß aus und verschwand in die Dunkelheit. Ayumi vernahm ein merkwürdiges Klacken, als würde ein Hund über Parkettboden laufen. Nun ergriff eine nackte Panik die ängstliche Frau. War das vielleicht ein Einbrecher? 

Trotz der großen Angst, der sich fest an ihren Knochen krallte, schritt sie zittrig auf die Schiebetüre zu. Ruckartig schlug Ayumi sie auf. Doch der Flur war gefüllt von Einsamkeit. Niemand war hier- hat sie sich diesen Schatten nur eingebildet? Doch dieses komische Klacken? Auf der Wand stand etwas geschrieben. Ayumi betrachtete es sich vom nahen an. Es war in einer anderen Sprache geschrieben. In Deutsch. Ayumi erkannte es. Der alte Hatake wusste sehr viel über Deutschland, da ein Teil seiner Familie in Düsseldorf wohnte und er erzählte Ayumi sehr viel über dieses Land. Vor allem über die Kultur. Märchen und Sagen. Voller Anstrengung versuchte sie den Satz zu entziffern, doch ihre Deutschkenntnisse waren leider sehr spärlich.

>Man hat mich gerädert, enthauptet und sogar verbrannt. Doch die Menschen fürchten mich immer noch!< 

Verwirrt blieb sie vor dieser komischen Nachricht stehen. Einige Wörter kannte sie, andere wiederum nicht und dies ergab in ihren Gedanken ein großes Wirrwarr. Langsam drehte Ayumi ihren Kopf zur Seite und stellte fest, dass das Arbeitszimmer von Herr Hatake offen stand. Licht quoll vom Zimmer in die leere Dunkelheit des Flures.

„Herr Hatake? Sind sie in ihrem Arbeitszimmer?“.

Stille.

„Herr Hatake, bitte so antworten sie mir!“. Doch dies blieb ihr weiterhin verwehrt.

Nach einer langen Stille, gefüllt von bitteren Angst und entsetzlichen Grauen, fasste sie sich ein Herz und ging in die Richtung des Arbeitszimmers. Als die zierlich Frau nähre kam, überraschte sie ein stechender Geruch. Metallisch und süß. Der Geruch von Blut. Je näher Ayumi dem Arbeitszimmer kam, desto intensiver wurde der beißende Geruch.

Nun betrat sie das Arbeitszimmer. Unter ihren Füßen merkte sie eine komische Flüssigkeit. Ayumi wusste was es war, doch wollte es nicht wahr haben und schaute nieder zu ihren Füße. Ihre kastanienbraunen Augen weiteten sich, denn die arme Ayumi stand mitten in einer Blutlache.

Aktenordner, Bücher und Seiten des Manuskriptes lagen wild verstreut auf dem Boden und zeichneten ein Bildnis purem Chaos.  Ayumi schluckte. Hinter dem Schreibtisch lag Herr Hatake an der Wand lehnend. Oder besser gesagt, was von ihm übrig war. Sein Körper wies unzählige Bisswunden. Tiefe Bisswunden von einer bizarren Bestie. Nori Hatakes Gesicht war angefressen, dass Auge hing wie ein groteskes Pendel von der Höhle. Ihr Magen krümmte sich und zwang der armen Ayumi auf die Knie. Würgend  spuckte sie den ätzenden Mageninhalt aus, der sich mit dem Blut vermischte und einen widerwärtigen Geruch erzeugte. Fast einen Zusammenbruch nahe, erblickten ihre Augen einer weiten Nachricht an der Wand. Wieder in Deutsch. Doch diesmal mit Blut geschrieben. Hatakes Blut..

>Gib acht, wenn der Stüppwolf erwacht!<

Stüppwolf… Das Wort kannte sie, die Legende kannte sie und jetzt machte der andere Satz nun Sinn. Man hat mich gerädert, enthauptet und sogar verbrannt. Doch die Menschen fürchten mich immer noch – der Werwolf von Bedburg, das ist der Wer…

Ayumi vernahm lechzend ein verstörendes Knurren hinter sich. Doch die Angst und die Übelkeit raubten ihr die letzte Kraft aufzustehen. Sie keuchte nur. Nun merkte Ayumi, wie diese Kreatur sich langsam ihren Körper näherte.

Das widerwärtige Monster drückte sie am Boden, ihr Gesicht in die Brühe aus Blut und Kotze. Eine weitere Welle des Ekels ergriff Ayumis Gemüht und sie musste wieder brechen. Der Stüppwolf drehte sie hastig um, seine wilden Augen funkelten böse auf und ein groteskes Grinsen bestückte sein riesiges Maul. Gewaltsam riss es Ayumis Hose herunter. Halb benebelt merkte sie, wie es in ihr eindrang, wie diese Kreatur sie regelrecht vergewaltigte. Seine Klauen bohrten sich tief in ihren Armen, Blut quoll hervor. Der haariger Körper umschlang Ayumis zarten, presste sich wild an ihr. Die Wolfsbestie rammte das erigierte Glied in ihrer Vagina so hart rein, dass es aufriss. Blut und Sperma vermischten sich und klebten an ihre Beine. Ihr schmerzerfülltes Wimmern wurde vom erregten Gestöhne des Wiedergängers niedergedrückt. Sein Becken stieß immer heftiger gegen ihres, er jaulte dabei in Ekstase auf. Ayumis Gebärmutter wurde regelrecht vom Penis des Stüppwolfes zerstochen. Sie merkte, wie nach und nach ihre Kräfte sie verlassen. Reste vom Erbrochenen liefen ihr den Mundwinkel herab.

Das letzte was Ayumi noch sah, war die Schwerthalterung an der Wand. Hatakes geliebtes Schwert war weg, das heilige Kusanagi-no-tach, mit dem der böse Orochi erschlugen wurde. Es war - weg, dann wurde alles schwarz...

Das TreffenBearbeiten

„Ah, Yatagarasu. Wie ich sehe bist du wiedergekehrt. Und hast du dieses Katzenmädchen gefunden?“.

Yatagarasu  trat näher, sein dreibeiniger Rabe Abraxas gab ein Krächzen von sich. „Oh Meister Suou. Schön sie wieder zusehen.“, Yatagarasu grinste böse.

Locker nahm er sein Hut ab und fuhr fort: „Natürlich habe ich sie gefunden. Ihr Name ist Aki. Sie ist eine Han’yo und perfekt für dieses Ritual. Doch wir müssen noch warten.“.

Meister Suou drehte sich um und ließ seine Aufmerksamkeit Yatagarasu zuteil. Suou trug eine fürchterliche, blutrote Hannyamaske mit einen grässlich, breiten Grinsen. Sein langer, weißer Kittel war gemustert von Blut.

„Ihre menschliche Seite ist noch viel zu stark. Doch keine Sorge Meister Suou, denn ich habe Akis Schwachstelle herausgefunden.“.

„Ihre Schwachstelle?“, fragte Meister Suou mit großen Interesse.

Hinter dem Kerl mit der Dämonenmaske verbarg sich eine riesige Statue eines achtköpfigen Lindwurms. Yamata no Orochi. Seine blinden Augen stierten auf die zwei Dämonen Suou und Yatagarasu. Beide befanden sich in einen Art Tempel, der diesen widerwärtigen Drachen gewidmet war. Ein Tempel für Orochi.

„Genau Meister. Denn diese dumme Nekomata hat sich mit einem Menschenmädchen angefreundet. Ein starkes Band verbindet sie. Und mir ist auch auf gefallen, dass dieses Menschenmädchen Akis gute Seite stärkt. Durch diese Rebecca gewinnt die gute Aki immer mehr an Stärke. Doch, Meister Suou…“, der Rabenmensch verbeugte sich: „Ich werde mich um Rebecca höchstpersönlich kümmern. Das verspreche ihnen.“.

Suou nickte zufrieden. „Dann steht uns Orochis Auferstehung nichts mehr im weg. Gut!“.

Der böse Yokai brach in ein hohes Gelächter aus. Yatagarasu blickte verwundert drein.

Hannya

Meister Suou. Ein Diener Orochis.

„Aber Meister, uns fehlt noch das Grasmähe-Schwert, Kusanagi-no-tach, mit dem der Kamigott Susanoo unsren Meister Orochi erschlug. Ohne dieses Schwert, in dessen Blut Orochi steckt, wird das Ritual zur Auferstehung nie glücken…“.

Suou hob schlagartig seine Hand. Yatagarasu verstummte urplötzlich.

„Dies Yatagarasu ist mir bewusst. Für wie blöd halst du mich?!“, blickte er drohend den Krähen Tengu an. Abraxas krähte schreckhaft auf.

„Meister so war es nicht gemeint…“, versuchte Yatagarasu ihn zu beruhigen: „Ich dachte sie hätten es nur…“.

„Ist doch egal, denn wir haben das Schwert schon in unsre Gewalt.“.

„Was, wir haben das Schwert? Das Kusanagi-no-tach? Doch wie?“, fragte der Rabenmensch erstaunt.

„Sagen wir so, ein Wiedergänger war so nett und half uns das Schwert von einem gewissen Nori Hatake zu besorgen.“.

„Ein Wiedergänger?“.

Suou wand sich wieder der Drachenstatue zu. „Man hat mich gerädert, enthauptet und sogar verbrannt. Doch die Menschen fürchten mich immer noch. Netter Spruch oder?“.

Yatagarasus Augen weiten sich. „Das ist doch…“.

Eine weitere Person betrat die Halle: „Hier Meister Suou. Da ist das Schwert wonach sie verlangt haben.“, triumphierend hielt der Stüppwolf das Grasmähe-Schwert in seinen Klauen.

„Ah, wenn man vom Teufel spricht. Yatagarasu, darf ich vorstellen, Abal Griswold alias der Werwolf von Bedburg.“.  

Von KillerAki und PatorikkuFox

 

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