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Jeder kennt sie. Diese kleinen Wesen, die fast immer gut gelaunt sind. Kinder. Sie sind so unschuldig und formbar. Man sollte meinen, dass sie niemals irgendetwas schlimmes oder grausames tun könnten. Vielleicht stimmt es und das, was mir passiert ist, was mir angetan wurde, ist nicht das Werk eines Kindes, aber urteilt selbst.


Es war im Sommer und ich kam etwas später am Abend wieder nach Hause. Ich war spät dran, weil ich bei einer Freundin ein Playstationspiel gespielt hatte. Es war sehr fesselnd gewesen und dementsprechend geschockt war ich, als ich auf die Uhr sah. Um Zeit zu sparen lief ich über den alten Spielplatz. Ich hatte eigentlich niemanden mehr dort erwartet, aber ein kleiner Junge, nicht älter als 8 Jahre, saß auf einer Schaukel. Ich sprach ihn an und fragte, was er um diese Zeit noch alleine auf dem Spielplatz machte. Er lächelte und meinte, ich solle mir keine Sorgen machen, weil seine Mutter gleich kommen würde, um ihn abzuholen. Ich kümmerte mich nicht weiter darum. Ich war spät dran und meine Mutter würde sauer werden, wenn ich schon wieder zu spät kam.

Auch am nächsten Tag fuhr ich wieder zu spät los.. Nach einem Training im Nachbarort war ich mit einigen anderen Teammitgliedern kurz weggewesen und sah den kleinen Jungen vom Vortag vor meinem Haus sitzen. Ich fragte ihn, warum er vor meinem Haus säße und er antwortete so unschuldig wie gestern:>> Ich wollte nach Hause, aber es war eine Frau im Haus die mich weggeschickt hat. Ich wohne hier, weißt du?<< >>Du musst dich im Haus irren. Weißt du deine Adresse?<<, kleine Kinder konnten wirklich lästig sein, auch wenn ich sie eigentlich mochte. Der Junge nickte:>> Birkenweg 13. << Ich schüttelte den Kopf:>> Das hier ist die Birkenstraße 13. Wenn du zum Birkenweg willst musst du in eine Querstraße ungefähr zehn Häuser weiter rein. Da ist dann auch ein Schild. << Der Junge bedankte sich und lief fröhlich los. Ich sah ihm noch kurz nach bevor ich ins Haus ging und meine Mutter fragte, weshalb sie dem kleinen Junge von vorhin nicht einfach den Weg zu sich nach Hause gezeigt hätte. Sie stutzte:>> Hier war ein kleiner Junge, aber dem habe ich erklärt wo er hinmusste. Er hat Birkenstraße und Birkenweg verwechselt.<< >>Komisch. Mir hat er erzählt, dass du ihn weggeschickt hast <<, er hatte auf mich einen sehr ehrlichen Eindruck gemacht. Meine Mutter zuckte mit den Schultern :>> Vielleicht hat er das einfach falsch aufgefasst.<<

In den nächsten Tagen traf ich den Jungen immer wieder, bis er irgendwann verschwand. Meine Mutter zeigte mir einen Zeitungsartikel.

 Junge verschwuden

Am gestriegen Abend kam eine besorgte Mutter zur Polizei und meldete, dass ihr Sohn Taylor (8) nicht wie gewohnt nach Hause gekommen sei. Er ist laut Aussage seiner Mutter eine sehr freundlicher und zuverlässiger Junge. Taylor trug zum Zeitpunkt seines verschwinden eine kurze, rote Hose und ein weißes T-Shirt. Er ist ungefähr 1,40 m groß, hat blonde Haare und grüne Augen. Wir bitten die Anwohner um Hinweise wo der kleine Taylor sein könnte.

Daneben war Taylor abgebildet. >>Das ist der kleine Junge, von dem ich erzählt habe <<, er hatte auf mich nicht wirklich den Eindruck gemacht, dass er einfach weglaufen würde. >> Wann hast du ihn das letzte Mal gesehen? <<, meine Mutter war immer ganz versessen darauf bei soetwas mitzuhelfen. >> Vor ein paar Tagen. Ich hab mich auch schon gewundert, wo er ist<<, ich verzog mich in mein Zimmer und starrte aus dem Fenster. Es wurde schon langsam dunkel und ich fragte mich, was mit Taylor passiert ist. Plötzlich sah ich den Umriss eines kleinen Jungen mit leuchtend roten Augen auf dem Dach des Nachbarhauses. Ich stand mit einem Ruck auf und blinzelte ein paar mal. Er war wieder verschunden. Ich redete mir ein, dass ich mir den Schatten nur eingebildet hatte. Kleine Kinder klettern nicht auf Häusern herum.

Mitten in der Nacht hörte ich ein Kinderlachen neben meinem Bett. Ich schreckte aus dem Schlaf und sah ein paar rot, glühende Augen neben mir. >>Ich habe Angst. Darf ich bei dir schlafen?<<, das Wesen neben meinem Bett sprach mit Taylors Stimme und als sich meine Augen an das Licht gewöhnt hatten konnte ich ihn erkennen. Es war wirklich Taylor, aber etwas an ihm war anders. Ich nickte vorsichtig und er kletterte neben mich. Als er sich an mich kuschelte fühlte ich nicht die erwartete Wärme, sondern Kälte. Es kam mir vor als wäre meine rechte Körperhälfte mit Eiswasser übergossen worden, aber ich zwang mich ruhig zu bleiben. Ich wusste nicht was mit ihm los war, aber ich wollte Taylor am nächsten Morgen bei der Polizei abliefern. Als ich am nächstem Morgen aufwachte war der Junge neben mir verschwunden.

Dies wiedeholte sich ungefähr eine Woche, bis ich die Nase voll hatte. Taylor stand wieder an meinem Bett und wollte sich neben mich legen, aber dieses Mal sagte ich nein und schickte ihn nach Hause. Mit einem Mal veränderte sich sein Gesichtsausdruck. Blanker Hass trat in sein Gesicht und in seinen Augen glimmte etwas Rotes. Er sprang mir ins Gesicht. Kratzte und Biss in meine Haut bis sie blutete. Irgendwann wurde ich bewusstlos.

Das nächste, an das ich mich erinnerte, war, dass ich in einem Krankenzimmer lag. Mein ganzes Gesicht war verbunden. Ich konnte nichts sehen, aber laut meiner Mutter haben die Ärzte meine Augen mit verbunden, weil um sie herum viele Wunden sind. Laut der Polizei ist ein Tier auf welche Weise auch immer in mein Zimmer gekommen und hat mich angefallen, während ich geschlafen habe. Ich könnte ihnen sagen was es wirklich war, aber wer würde mir glauben, wenn ich ihm erzähle, dass ein kleiner Junge sowas angestellt hat. An einem der Nachmittage, an denen meine Mutter bei mir saß, erzählte sie mir, dass Taylor wieder aufgetaucht war. Angeblich war er voller Blut mitten in der Nacht nach Hause gekommen. Er hat sich anscheinend in einem Wald verlaufen und dort verletzt. Es ist ein Wunder, dass er es übelebt hat, meint zumindest meine Mutter. Ich für meinen Teil gebe euch einen Rat. Wenn ihr mitten in der Nacht ein Kinderlachen hört. Bleibt liegen und tut so als würdet ihr schlafen.



Viel Glück...

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