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Einst ich mich der vollends Ruhe begab,

mein Körper in der Dunkelheit verbarg.

Lang zog sich die Todes Stille,

doch war es mein eig'ner Wille.


In Ruh wollt meinem Schlaf erliegen,

auf Ewig die Herrscher des Lärms schwiegen.

Sodann plötzlich nichts ahnend es passierte,

ein leises Stimmchen in meinem Kopf irrte.


Komm zu mir...“, es voll Sehnsucht sprach,

ihr Klang so süß und lieblich.

so hoch; fast schon kindlich,

doch schon bald hallte sie im Kopfe nach.


Des Satzes gar verwirrt, wollt' ich die Klarheit fassen,

dennoch wagte sie es nicht in der Stille zu verblassen.

Aufs Neue hallte sie bald darauf wieder,

doch gab sie sich als eine Dame wieder.

 

„Mein Liebster, wie kannst du es nicht sehen?

Mit dir zusammen will ich nun endlich gehen,“

„Sage mir endlich wer du bist!“,

Tiefer Zorn langsam mein Herz zerfrisst.


Dann im Spiegel, ich endlich dieses Bildnis sah,

so absurd und in tiefster Grausamkeit geboren.

Ein Blick auf ewig genügte und mir war klar,

Dieses Wesen – vom Teufel persönlich auserkoren.


Angst meinen Corpus von innen herauf kroch,

während ungeduldig flackerte das Licht.

Allmählich ich ihren fauligen Gestank roch,

„Meinen Namen zu wissen brauchst du nicht.“


„Sodann sage mir, was willst du hier?“

Meine Stimme wie Espenlaub zitterte,

so wusste ich, sie meine Panik witterte.

„Schon lang will ich fort, fort mit dir.“


Das Abscheu von Wesen zu sagen leise begann,

die unermessliche Angst meinen Geist gewann.

„Doch wo soll der Weg uns nur führen?

Niemand weiß, ob überleben wir würden!“


Mit all Mut und fester Stimme ich nun sagte,

doch auf ihren Lippen ein lieblich‘ Lächeln wagte.

„So hab doch keine Angst, mein Schatz“, des Teufels Gehilfe meinte,

Trotz all ihrer Worte, ich meine Kraft verlor und leise nun weinte.


Nass fielen die Tränen hinab,

spürte des Todes Nähe knapp.

Mit Vorsicht, sie mein Gesicht nahm,

zog meines zu ihres ganz nah heran.


Ihr Antlitz, solch unfassbares Bildnis verfault und so trocken,

Risse, zähend‘ Flüssigkeit trieft, kann nichts schönes entlocken.

Leise, etwas brennendes auf meine bleiche Haut fällt,

der Schmerz – zu groß, als das ich ihn lang zurückhält.


Komm, begleit mich auf diese Reise,

wirst wissen viel – ja wirst gar Weise!

Herzallerliebster, komm mit mir!

Reisen will ich einzig mit dir!

 

So sie nun lieblich zu mir sang,

genoss den wunderschönen Klang.

Ihre Stimme in meinem Kopf nicht mehr grausam,

selbst ihr einziges Antlitz nun vollkommen warm.


Blut floss durch ihren prachtvollen Körper,

ihre Schönheit nahm mir meine Wörter.

„Ja ich will fort von hier!“,

sprach ich mit reinster Gier.


Behutsam ich meine Hand nach ihr ausstreckte,

bereit mit ihr den geheimen Weg nun endlich zu gehen,

doch dann sie des Unwissens an meinem Hals leckte,

Tiefste Kälte in Windeseile mein Herz blieb stehen.


So lag ich dort, mich des Todes hingegeben,

wusst ich letzlich ihr einzig wahres bestreben.

Wollt mich zu sich locken, verführen,

bis des letztes Organ aufhört zu rühren.


Einzig, was ich vernahm, ehe der Corpus von mir wurd leer,

waren ihre scharfen Zähne die sie in mein Fleisch grub,

Höllenquallen durchzogen mich Schub um Schub.

Dann ihre Stimme: So wisse nun wie sehr ich dich begehr.

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