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Verdammt. Gleich fahren wir zu meinen Großeltern, und ich hab extreme Kopfschmerzen. Das kann ja wohl nicht wahr sein.  Es pocht richtig, ich kann mich auf nichts konzentrieren,  habe sehr große Schmerzen. Doch ich habe mich so auf diesen Tag gefreut! Endlich Opa wieder sehen, endlich wieder Oma umarmen! Das wird so toll.

Ich erzähle es meiner Mutter. Sie meint, dass es kein Problem wäre, und dass wir auf dem Weg zu meinen Großeltern beim Arzt vorbei fahren, er könne mir etwas verschreiben. Nun gut. 

Es geht los. Wir fahren los, auch wenn ich große Kopfschmerzen habe, freue ich mich sehr auf den späteren Verlauf des Tages. Ein Fehler, wie ich im Nachhinein weiß.  Nach ca. einer Stunde Fahrt erreichen wir meinen Arzt, und nach einer kurzen Wartezeit werde ich ins Behandlungszimmer geladen.  Dort schildere ich meinem Arzt, dass mich sehr schlimme Kopfschmerzen quälen und frage ihn, ob er mir nicht ein paar härtere Medikamente verschreiben könne, da ich bereits alles ausprobierte. Die ganzen gängigen Medikamente gegen derartige Beschwerden… Nichts half bisher wirklich.

Der Arzt nickte. „Ich könnte Ihnen etwas verschreiben“ sagte er mir „Doch Sie müssen aufpassen. Da Sie mir eben sagten, dass Sie gleich weg fahren, können wir nicht testen, wie es bei Ihnen anschlägt. Dieses Medikament ist das Beste, was es im Moment gibt. Dennoch wird es nicht sehr oft verschrieben, da die Nebenwirkungen sehr stark sind.“ Ich fragte selbstredend, welche Nebenwirkungen dieses Medikament habe, und auf was ich mich eventuell einstellen muss. „Halluzinationen“ sagte er. Das hat mich ein wenig geschockt. Vor so etwas habe ich wirklich Angst.  Aber ich nahm den Schein mit, ich war es leid, den Schmerz.

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Ich ging in die Apotheke, holte das Medikament ab. Erstaunlicherweise wurden die Schmerzen besser, obwohl ich sie noch nicht genommen habe, also beschloss ich diese nur auf Bedarf zu nehmen.

Nach 2 Stunden Fahrt trafen ich und meine Eltern bei meinen Großeltern ein. Es war wunderschön. Umarmungen, Freudetränen und so weiter. Wir sahen uns alle lange nicht. Wir tranken Kaffee, aßen Kuchen und redeten stundenlang! Der Schmerz blieb fort, am Abend jedoch, da fing es wieder an. Sehr schlimm sogar. Ich hätte schreien können, die Schmerzen waren unerträglich. Ich wollte eigentlich noch spazieren gehen, die Natur hier zu Lande genießen. Also nahm ich die erste Tablette.

Wirklich besser wurde es nach zwei Stunden, als ich bereits mitten im Spaziergang war. Die Natur war fantastisch. Überall Blumen, herrliche Wiesen,  Tiere, freundliche Menschen. Wunderschön, so etwas haben wir in der Stadt nicht, doch ich sehne mich so danach! Ich beschloss weiter zu gehen, und folgte einem Weg hinein in einen Wald. Nun beginnt die eigentliche Geschichte. 

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Es fing an, dass es in den Blättern raschelte.  Zunächst dachte ich mir dabei nichts, im Laufe des Spaziergangs jedoch wiederholte es sich immer wieder, und so langsam bekam ich Angst. Ich ging schneller.  Immer wieder hatte ich das Gefühl, beobachtet zu werden. Ich bekam es wahrlich extrem mit der Angst zu tun. An Kopfschmerzen dachte ich dabei gar nicht mehr, ehrlich gesagt wollte ich nur noch raus.  Doch dabei blieb es nicht. Ich hatte solche Angst, dass ich die Zeit aus den Augen verlor. Es wurde dunkel. „Verdammt“ habe ich innerlich geschrien, ich kenne mich doch gar nicht aus. Ich folge dem Waldweg weiter, das Abendrot blitzt durch die Blätter,  eigentlich wunderschön, wäre da nicht diese Angst.  Die Ereignisse werden schlimmer, es raschelt immer heftiger, immer öfter in den Büschen.  Dann passierte es. Ich wurde geschubst! Nicht fest, ich spürte jedoch eine Hand, eine feste an, die mich am Rücken packte und mich schubste. Nun hatte ich Angst und schrie los. Ich holte mein Handy heraus, und machte die App mit dem Licht an. Dann sah ich es…

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Der Waldweg.

Etwas, wovon ich nicht mal in Alpträumen hätte träumen können. Etwas nebelartiges, Großes starrte mich an. Es war fürchterlich. Ich schrie los, lief weg, doch dieses Ding… Es verfolgte mich. Ich rannte und rannte, blickte nicht mehr zurück, lief nur noch bis meine Beine versagten. Ich sackte zu Boden, betete, dass es nicht mehr hinter mir wäre. Ich blickte nach hinten und hatte das Gefühl,  ich hätte es abgehängt. Ich schaute mich gut nach hinten um, nirgendswo konnte ich was erkennen, aber es war inzwischen dunkel.  Ich drehte meinen Kopf zurück nach vorne und es stand direkt vor mir. Ich blickte hoch, konnte einen weißen Nebel mit menschlichen Zügen erkennen… Ich hatte solche Angst, ich wurde ohnmächtig.

Ich weiß nicht genau, wie lange ich tatsächlich ohnmächtig war. Ich weiß lediglich nur noch, dass ich aufwachte, bei Sonnenaufgang. Ich hörte Stimmen. Vertraute Stimmen.  Es waren meine Großeltern und meine Eltern. Oh Gott, ich war so froh sie zu sehen! „Ich hatte Halluzinationen!“ schrie ich ihnen ins Gesicht, war aufgelöst und weinte. Fragte nur, wo meine Schuhe sind. Sie waren weg! Als hätte mir sie jemand ausgezogen. Ich hab sie doch nicht etwa verloren? Sie glaubten mir nicht, doch mir ging es wieder ein wenig besser. Wir gingen zurück in das Landhaus meiner Großeltern. Obwohl ich ohnmächtig war, war ich müde, noch immer geschockt wegen dem, was ich erlebte.

Ich ging ins Bett, obwohl der Tag erst begann. Eigentlich wollten wir nur den einen Tag dort bleiben, doch meine Eltern beschlossen, noch ein paar Tage zu bleiben, bis es mir wieder vollends gut geht. Ich schlief ganze  13 Stunden.

Dann wachte ich auf, mich klagten wieder Kopfschmerzen.  Ich ging an den Schrank, in den ich meine Tabletten legte. Dann fiel es mir auf….

… die Packung war noch nicht angebrochen. In Wirklichkeit waren es keine Medikamente, die ich nahm, sondern einfache, kleine Bonbons. Es waren also keine Halluzinationen….

WM1

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