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Ich muss sagen, dass ich sehr überrascht bin. Die letzten Monate haben mir nur glückliche Ereignisse eingebracht. Vom Tod des Psychos ganz zu schweigen. Was mich am meisten nervt: Mein Freund Maximilian liegt im Krankenhaus, mit einem sehr aggressiven Parasiten. Zum Glück aber ist dieser Parasit nicht so schlimm, wie die Hater auf Plattformen wie YouTube, denn dann dürfte es wohl bereits nach einem Tag eine Trauerfeier geben. Ich besuche meinen Freund jeden Tag, aber nicht lange. Meine Gesundheit ist mir seit meinen früheren Erlebnissen heilig. "Soll ich dir etwas bringen?" frage ich heute. "Nein, danke, es geht schon" gibt er zurück. Ich trete näher an das Bett heran, mein Schuh trifft auf etwas schwarzes, matschiges. Mit den Fingern untersuche ich die Substanz. "Was ist das?" frage ich meinen Kumpel. "Ich weiß es nicht" gibt dieser an mich zurück. Seltsam. Ich habe noch nie solch eine Konsistenz zwischen den Fingern gehabt. Glibbrig, aber in irgendeinem Punkt auch interessant. Interessant? Warum finde ich das interessant? Keine Ahnung. Ich weiß es einfach nicht.

Bis zum Frühstück geht mir das Zeug nicht aus dem Kopf. Ich blättere in ausgedruckten Creepypastas und treffe schließlich auf eine gute Beschreibung. Angeblich stammt die Substanz von einem Geschöpf namens "Eyeless Jack". Ein Desaster. Mein Freund muss wohl das falsche Fleisch gegessen haben, wenn der Leser versteht, was ich meine. Laut der CP soll dieser sogenannte "Eyeless Jack" keine Augen, sondern nur schwarze Höhlen und eine schneeweiße, bedrohliche Maske ohne Mund und Nase besitzen. Nun, mich erschreckt er damit nicht. Ich habe schlimmere Gestalten gesehen. Viel schlimmere.

Des Nachts soll die Kreatur erscheinen und versuchen, das Opfer auszuweiden, ohne dass dieses aus dem Zustand des tiefen Schlafes erweckt. Eine äußerst gerissene Taktik, muss hier wohl an der Tages- oder Nachtordnung liegen. Ich schleiche mich nach einer Unachtsamkeit einer Pflegerin in den Raum Nr. 304, der Raum, in dem Maximilian bereits seit Wochen versorgt wird. Ich verstecke mich unter dem Bett und warte. Tatsächlich. Schwarze Stiefel. Ich sehe sie deutlich. Mit langsamen Schritten betritt Jack den Raum. Ich rolle unter dem Bett hervor und kassiere einen blitzschnell ausgeführten Tritt. Ein höllischer Schmerz fährt durch meine Nase, Blut strömt zwischen meine Finger. Er zieht mich an einem Arm zu ihm hinauf, starrt mich aus seinen grausamen, leeren Augenhöhlen an. Dann hält er einen Teil der schwarzen Substanz, die aus den Höhlen in Strömen fließt, in der Hand und drückt mich zu Boden. Ich bin nicht in der Lage, um Hilfe zu rufen. Ich soll sie essen. Die Substanz. Diese eklige, krankmachende Substanz. Er weiß es. Er weiß, was ich getan habe. Ich kann mich nicht wehren. Er wird mich mit dem Zeug umbringen. Ich spüre es auf meiner Zunge. Es ist, als ob diese anfängt, ein Inferno in meinen Mund zu schicken. Mein gesamter Rachen ist der Hölle persönlich ausgesetzt. I-ich kann bald nicht mehr. Ich glaube, ich falle in Ohnmacht. Eyeless Jack schlägt meinen Kopf auf die Bettkante. Zähne fallen zu Boden. Mein Blut färbt den Teppich. Ich versuche, mich aus dem Griff zu befreien und packe den Angreifer am Hals. Nun gibt es 2 Möglichkeiten, welche jedoch beide den entscheidenden Punkt darstellen, der zu meinem Sieg führt. Möglichkeit 1, ein einfach ausgeführter Würgeangriff, die übliche Variante um jemanden Schachmatt zu setzen. Möglichkeit 2: ein heftiger Schlag gegen das Haupt des Gegners. Die Halsmuskulatur wäre nicht vorbereitet. Wenn sie nachgibt, würde das Genick dem Druck nicht standhalten können. Es würde in einem Bruch enden.

Jack jedoch wählt zu seiner Verteidigung einen Schlag mit der flachen Hand. Ich werde zurückgeschleudert und krache mit dem Hinterkopf gegen die Bettkante. Glück im Unglück. Dieser Aufprall hätte mir fatale Schäden am Gehirn einbringen können, bis hin zum Schädelbruch oder dem Hirntod. Er springt zurück. Ein ehrvoller Gegner, da er mir meine Zeit zum erneuten Positionieren gibt. Die Lage ist mit dem stechenden Schmerz im Hinterkopf, sowie den grausamen Schmerzen im Mund- und Nasenbereich nur schwer analysierbar. Ich drücke die Finger so stark wie möglich in meine Handfläche, um ihn mit voller Wucht in die Phase der Ohnmacht zu befördern. Kurz, nachdem die Bewusstlosigkeit eingetreten wäre, würde ich ihn aus dem Fenster verfrachten. Die Folgen: fatale Knochenbrüche, eine zerschmetterte Wirbelsäule, ein zersplitterter Schädelknochen sowie die vollständige Zerstörung des Gehirns. Der Schlag könnte jedoch auch dem Brustkorb gewidmet sein. Die Rippen könnten brechen und sich in beide Lungenflügel bohren. Dann müsste ich ihm nur seinem Schicksal überlassen, oder? Ich lass meine Faust nach vorn fahren. Ich bin entschlossen, der Taktik halber den Brustkorb in Angriff zu nehmen. Hier liegt die genaue Trefferquote einfach ein ganzes Stück höher. Meine Fingerknochen bohren sich in die Brust von Jack, er taumelt zurück. Dammit! Nicht genug Krafteinwirkung auf die innere Knochenstruktur. Mein Hirn arbeitet am nächsten Zug, während der Augenlose ins Taumeln gerät. Ein seitlicher Schlag gegen den Kopf wäre sinnlos. Wozu brauch ich ein geplatztes Trommelfell? Ich verwerfe den Zug schnell. Er packt ein Wasserglas. Ich darf keinen Treffer einstecken. Mein Hirn könnte schwere Schäden erleiden. Der Reflex lässt meinen Körper in eine Duckposition gehen, sodass die Waffe Jacks über meinem Kopf hinweg gleitet.

Ich will die letzte Phase des Kampfes einläuten, denn meine Ausdauer beginnt, abzunehmen. Was hat er vor? E-er kommt einfach näher. Warum mach ich nichts? Mein Körper reagiert einfach nicht. Übernatürliche Kräfte. Natürlich. Das, was ich verdrängt habe. Er kommt auf mich zu, ohne einen Schritt schneller zu gehen. Ganz langsam. Ich empfange den ersten Gegentreffer durch seinen rechten Fuß. Mein Magen nimmt ihn an. Fatal. Die weichste Stelle. Zwar befinden sich hier keine Knochen, aber der Schmerzfaktor lässt mich zusammenkrümmen. Ein hinterhältiger Schachzug trifft nun auch meinen Kopf. Durch das Übergewicht krache ich auf den Boden. Ich bin wehrlos. Die Logik verlässt mich in der letzten Minute. Ich schließe die Augen und spüre, wie er mein T-Shirt hochzieht.

2 Leichen im "St. Orios Hospital" gefunden. Beide wurden vollständig ausgehöhlt und in eine Kühltruhe gesteckt. Untersuchungen ergaben, dass es sich bei den Toten um Simon Johnson und Maximilian Walker handelt. Johnsons Mutter erlitt einen Schock. Die Leichen waren zudem mit schwarzem Glibber gefüllt worden. Es wird davon ausgegangen, dass der Täter aufgrund einiger Spritzer der Substanz, die an der Wand gefunden wurden, die Organe erst nach der Füllung entfernt und mitgenommen hat.

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