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Du kommst gerade von einem langen Schultag nach Hause. Der dicke Schnee auf dem Boden fängt an durch deine Schuhe hindurch zu sickern. Deine Füße waren kalt, als du heimkamst.

Du sitzt wütend am Ende deines Bettes, weil das Wetter so scheiße ist. Da war plötzlich dieser Schneesturm und ausgerechnet dann musstest du nach Hause, mitten hindurch. Während du da sitzt, fühlst du die warme Luft der Lüftung an deinen Füßen. Es fühlt sich gut an und du entspannst dich. Du entscheidest dich, sofort zu schlafen.

Plötzlich wachst du auf. Es ist 2:00 Uhr Morgens, sechs Stunden noch bis zur Schule. Du versuchst wieder einzuschlafen und denkst über unlogische Dinge nach. Du verfluchst dich selber, so lange aufzubleiben. Es ist 3:27 Uhr. Du versuchst zu schlafen. Du bist erschöpft, aber irgendetwas zwingt dich, wach zu bleiben. Da ist ein leises Geräusch, aber du kannst es nicht identifizieren. Es hört sich wie ein Atmen an.

Du denkst, es wären deine Eltern, die in dem Zimmer über dir schlafen würden. Aber es wird lauter und lauter. Irgendwann wirst du extrem wütend wegen des Geräusches. Es ist 4:35 Uhr und du brauchst deinen Schlaf. Du fängst an dich in deinem Zimmer umzuschauen und die Quelle des Geräusches zu finden.

Du schaust in eine Ecke des Raumes und siehst etwas. Es sieht wie ein Mensch aus, aber stark verunstaltet. Ihm fehlen ein Arm und beide Beine. Blut strömt aus den Löchern, wo eigentlich deine fehlenden Gliedmaßen sein sollten.

Zuerst denkst du, das wäre alles ein Traum, aber von dem Moment an,in dem es dich ansieht, weißt du, dass du nicht träumst. Seine Augen sind stark verletzt. Ab der Iris seines linken Auges fehlt ein Teil und das rechte Auge ist gar nicht erst da. Es hat ein verstörendes Lachen aufgesetzt. Du bist paralysiert wegen des Blickes, den es trägt. Es richtet sich langsam auf.

Du bist dir noch nicht einmal sicher, wie es aufgestanden ist, immerhin fehlen ihm beide Beine. Es schwebt. Es schwebt dir entgegen. Du weißt nicht, was du tun sollst. Du kannst nicht schreien wegen des puren Terrors, den du gerade erlebst. Du kannst dich nicht bewegen. Es kommt näher und näher, bis du dem Ding gegenüberstehst.

Es sagt nichts. Du und dieses Ding tauschen einfach nur Blicke für eine gefühlte Ewigkeit aus.

Es öffnet den Mund.

Es atmet dich an. Der Atem ist schön warm. Du fühlst dich sofort entspannt. Du fühlst, wie der Terror deinen Körper verlässt und du schläfrig wirst.

Als du am nächsten Morgen aufwachst, denkst du sofort an die Nacht davor. Passierte das wirklich? War das alles nur ein Traum? Du entscheidest dich, dass es höchstwahrscheinlich ein Traum war und stehst auf.

Du schaust auf die Uhr. Es ist 10:56 Uhr morgens. Du kriegst Panik, während du realisierst, dass du zwei Stunden verschlafen hast und bereitest dich darauf vor, in deinem Pyjama zur Schule zu rennen. Du spürst die angenehme, beruhigende Luft die aus der Lüftung unter deinem Bett kommt.

Dann realisierst du etwas.

Du hast keine Lüftung in deinem Raum.



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