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Nimm doch ruhig Platz, mein Freund. Entspanne dich und lehne dich zurück, dir wird schon nichts passieren. Ich will nur mit dir reden. Ein kleines, amüsantes Gespräch, das dich vielleicht kurz verstören wird, aber hinterher lachen wir darüber. Versprochen.

Ich möchte mit dir über Horror reden. Über die Angst, die du bekommst, wenn du Geschichten über Psychokiller und gesichtslose Geishas liest. Wenn du überhaupt Angst bekommst.

Fangen wir mal damit an: Ich erzähle dir hier, wie ich ein solcher Killer geworden bin. Angefangen hat es mit meiner Schwester. Diese blöde Kuh! Hat mir das Leben zur Hölle gemacht, seit ich laufen konnte. Irgendwann hatte ich die Schnauze voll und habe ihr die Kehle durchgeschnitten.

Mord... verändert dich. Macht dich zu einem anderen Wesen, einer Maschine, die nur noch ein Ziel hat: Weitermorden.

Als nächstes meine Mitschüler. Mobbing ist zwar nicht wirklich ein Grund, jemanden zu ermorden, aber besser als Nichts. Und ich mochte es, wie sie gewinselt und um ihr erbärmliches Leben gefleht haben. Während ich mir ihr Blut habe schmecken lassen.

Und jetzt habe ich nichts besseres zu tun, als meine Geschichte hier aufzuschreiben, wo sie von einem Typen wie dir gelesen wird, und du langweilst dich und am Ende steht da „Dreh dich nicht um“ und du schüttelst den Kopf, weil du weißt, dass diese Geschichte nur von einem elfjährigen aufmerksamkeitsgeilen Kind geschrieben wurde, das von GAR NICHTS eine Ahnung hat...

Nein, ich denke nicht, dass du so etwas lesen willst.

Ändern wir also mal den Inhalt dieser bisher ja doch eher erbärmlichen Story. Das Grundmotiv möchte ich natürlich beibehalten, also... Na ja, das Motiv des ach so gruseligen Psychokillers. Muhahaha, wie grausam. Ich lach mich tot...

Ach, wie auch immer. Reden wir mal darüber, was alles dazugehört, um ein Killer, ein Mörder, eine blutrünstige Bestie zu werden.

Man braucht eine Waffe. Hände gehen zwar auch, aber ein Leben ist schrecklich zäh, und eine Knarre oder ein Messer, meinetwegen auch ein Backstein, helfen ungemein. Danach brauchst du ein wenig Mumm in den Knochen, mehr nicht. Und natürlich ein Opfer.

Ich habe mir mein nächstes Opfer bereits ausgesucht. Und jetzt: „Dreh dich ni...“

HAHAHAHAHAHA, Sorry. Ich kann das einfach nicht... Das ist zu abgedroschen. Keine Sorge, mein Freund, du bist nicht mein nächstes Opfer. Und ich... haha... ich stehe auch nicht mit einem Psycho-Grinsen hinter dir, das Messer im der Hand.

Nichtsdestoweniger bist du für mein Mörder-Dasein von immenser Wichtigkeit. Nicht weil du ein potenzielles Opfer bist... ganz im Gegenteil...

Nein, kein „Dreh dich um“ oder „Dreh dich nicht um“, mit dem ich diesen Monolog beende... ich klaue mir einfach eine Zeile aus einem meiner... und auch deiner... Lieblingslieder:

„Ich weiß, das klingt jetzt schizophren, du musst den Kopf ein wenig dreh'n...

Dann kannst du mich im Spiegel seh'n!“

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