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Du wachst auf. Du weißt nicht wo du bist. Du siehst nur weiß. Deine Beine schmerzen, aber du musst aufstehen. Du trägst keine Schuhe und fühlst keinen Boden unter den Füßen, aber du schwebst nicht.  Du fühlst wie die kalte Dunkelheit dich verfolgt. Es ist hinter dir. Du weißt es. Es ist kalt, eiskalt, du frierst, aber doch irgendwie nicht. Du spürst wie die Schwärze langsamer wird. In der Zeit siehst du dich um. Du bist in einem langen vollkommen weißen Gang.

Weiter vorne siehst du dunkle Flecken. Es sind keine Menschen oder Tiere. Es sind Gemälde, soviel wie du erkennen kannst. Es ist nichts Lebendiges um dich herum. Du kannst keine wirklichen Wände erkennen, da alles vollkommen weiß ist. Du fühlst auch keine Wände. Umdrehen kannst du dich nicht. Es schmerzt. Du schaust auf deine Beine. Deine Kleidung ist zerfetzt. Auf deinen Beinen sind Kratzspuren, Aufschürfungen und Schrammen sowie blaue Flecken welche eine grünlich-gelbe Farbe angenommen haben. Nun weißt du warum deine Beine schmerzen. Du weißt aber nicht wie das passierte. Nun fühlst du stärker wie das warme karminrote Blut deine Schenkel hinunterfließt. Der Schmerz wird stärker. Deine Umgebung wird kälter. Du fühlst es zurückkommen und darum rennst du nun. Die Gemälde kommen näher. Du weißt nicht ob du überhaupt geradeaus läufst. Hinter dir ist diese dunkle Kälte, aber du kannst dich nicht umdrehen. Du musst geradeaus schauen, wenn das geradeaus ist. Du läufst schneller. Es wird schneller. Du weißt nicht weiter.

Dann fällst du. Du fällst durch den Boden ohne die Gemälde noch sehen zu können. Du versuchst dich irgendwo fest zu halten, vergeblich. Die Dunkelheit ist nicht mehr hinter dir, jetzt ist sie unter dir. Du schreist, solange bis dein Hals und deine Lunge schmerzen, aber es kommt kein Ton aus deiner Kehle. Das Blut welches deine Beine nun hochtropft fällt langsamer als du und formt in der Luft kleine fliegende Kügelchen. Du hast Angst. Du kommst immer näher. Du kannst dich nicht vom Fall bremsen. Es wird kälter. Du machst deine Augen zu um nicht sehen zu müssen wie dein Körper auf dem Boden aufklatscht und sich ein roter Brei langsam auf dem Boden verteilt. 

 Ehe du noch deine Augen aufmachst stehst du wieder in dem Gang. Deine Beine schmerzen immer noch.  Die Gemälde sind einige Schritte vor dir. Du kannst dich aber nicht mehr bewegen. Hinter dir ist immer noch diese Schwärze. Du schaffst es deine Augen zu der Schwärze zu drehen, aber als du es anschauen willst ist alles vollkommen weiß. Du kannst dich wieder bewegen. Obwohl es nicht da ist hast du Angst, große Angst. Die Gemälde! Als sie dir wieder einfallen, fühlst du dich zu ihnen hingezogen. Du gehst. Du läufst. Dann siehst du das erste Bild. Auf dem Bild war ein Kind, in einem Krankenbett. Auf dem nächsten das selbe nur mit einem Jugendlichen und dann eins mit einem Erwachsenen. Du weist nicht was diese Gemälde bedeuten sollen . Auf dem vierten und letzten Bild war eine Tür. Sie hatte verschnörkelte Maserungen, eine alte silberne abgegriffene Klinke und sie bestand wahrscheinlich aus dunkler Fichte, so wie die Rahmen der Bilder.

 Du willst zu dieser Tür. Du weißt sie ist hier, hier irgendwo. Vielleicht war sie am Ende des Gangs, wenn das ein Gang ist. Du fühlst wieder wie diese pechschwarze Kälte hinter dir auftaucht. Du läufst, mit deinen verwundeten Beinen. Du willst zu dieser Tür, aber du musst von ihm weg. Von wem? Vor der Kälte, der schwarzen, beängstingenden, großen und und dämonischen Kälte. Du musst laufen. Zu der Tür. Dann kannst du aufwachen.  

   Lauf einfach. Lauf...

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