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Mein Name ist Jamp Rush, ich lebe ein Leben jenseits von Häusern, habe aber immer gut gefüllte Taschen. Wie das gehen soll, fragst du dich? Ganz einfach, ich bin spezialisierter Grabräuber. Ja, ein echter Grabräuber. Aber keine Angst. Ich steige nur in Mausoleen oder größere Gruften ein.

Sicher, es ist moralisch falsch auf diese Art und Weise sein Geld zu beziehen, aber es ist nun einmal überaus lukrativ. Und mal ehrlich, was soll schon großartig passieren, die Toten sind tot. Die machen absolut nichts mehr. So dachte ich zumindest.

Es war mal wieder ein kalter rauer Winter und meine Vorräte gingen zur Neige. Auf meiner Karte suchte ich nach einer nahegelegenen weiteren großen Stadt, mit einem möglichst unbewachtem Friedhof. Eine Stadt war bereits gefunden. Ich hatte Glück, noch nicht einmal das Tor war verschlossen. Ich ging davon aus, dass bereits jemand hier war, aber nicht in dieser Nacht. Die Spuren wären eindeutig sichtbar gewesen.

Ich ging also und suchte mir das größte und prunkvollste Mausoleum. Es lag relativ zentral und war ziemlich hoch. Alleine mit springen konnte ich das Dach nicht erreichen. Also nahm ich mir zuerst das etwas kleinere Mausoleum daneben vor. Auf dem verschneiten Dach konnte ich von meinem derzeitigen Standpunkt noch nicht sonderlich viel sehen. Ich krabbelte vorwärts, bedacht nicht auf einer Seite herunterzurutschen.

Ich konnte nun ein Fenster ausmachen. Ich krabbelte noch ein Stück vorwärts und schnitt eine Spirale in das Glas. Ich fuhr so lange damit fort, bis ich Ober- und Unterseite komplett involviert hatte. Ich drückte gegen das Glas und hielt es mit der anderen Hand. Ich legte es behutsam neben mich.

Mein Kletterseil dass ich mir aus alten Klamotten zusammengeknotet habe, band ich am Fensterrahmen an und ließ mich hinab in die Totenstille. Ich befand mich in einer Art dünnem Korridor, der die einzelnen Gräber verband. Ich fing beim linken Grab an, dem ältesten. Die Finger der Leiche waren gefroren, so dass ich die Ringe mit meinem Messer abtrennen musste. Keine Seltenheit. Ich ging zurück in den Korridor um zum nächsten Grab zu gelangen, als ich über eine kleine Bodenklappe stolperte.

Auch diese sind nicht selten, enthalten sie doch Organe, die dem Toten in einem aufwändigen Verfahren entzogen werden. Ich ging weiter zum zweiten Grab, öffnete die Klappe und war überrascht, mich in einer prunkvollen Halle wiederzufinden. Langsam erkundete ich den immens großen Raum.

Recht weit hinten lag ein großer Haufen goldener Gegenstände. Ich sah mich nochmals kurz um, horchte ob auch wirklich niemand in der Nähe ist und begann damit, die wertvollsten Gegenstände einzupacken. Die Ringe warf ich auf den Haufen, sie hatten keinen all zu hohen Wert.

Als ich dann derart bepackt den Rückweg antrat, hörte ich ein seltsam grollendes Geräusch. Ich tat es als Donner ab und war auch schon im Korridor. Ich knotete meinen Rucksack unten an das Seil und kletterte hinauf. Es dauerte nicht lange, bis ich wieder auf dem Dach saß und mein Seil vom Fensterrahmen löste. Der Rucksack war irgendwie leichter als vorhin. Er ließ sich ohne Probleme hoch ziehen. Ich löste das Seil vom Rucksack und wollte es gerade verstauen, als ich realisierte, dass alles Gold weg war.

Der Rucksack war gefüllt mit drei Fingern und einem Zettel.

DAS GOLD GEBÜHRT DEN TOTEN!

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