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Der letzte Auftrag Bearbeiten

Ich wollte meinen freien Tag genießen. Wenn man viel arbeitet braucht man irgendwann mal eine Pause. Ich sitze in meinem Sessel, schaue Fernsehen und trinke meinen Kaffee. Da mir das ewige Rumsitzen irgendwann selber auf den Sack ging entschied ich mich nach draußen zu gehen.

Ein wundervolles Wetter. Kaum eine Wolke am Himmel.

Ich gehe durch den Park. Ich schaue mir die glücklichen Familien an. Eltern die mit ihren Kindern spazieren gehen. Lachende Kinder. Aber über mich, ist schon lange eine graue Wolke gekommen. Wo der Frühling für die anderen anfängt, hört mein Sommer gerade auf. Doch der Anblick der Familien macht mich wieder ein Stückchen glücklicher.

Mich wundert es, denn über die vielen Jahre bin ich geistig abgestumpft. Ich hatte lange keine Gefühle mehr. Für mich zählte nur die Arbeit und meinen Auftrag zu erledigen. Ich gehe weiter, durch die Stadt. Viele Menschen, viele Gesichter. Freunde die gemeinsam durch die Stadt gehen. Von einem Schnellrestaurant zum nächsten.

Ich schleppe mich, kaputt vom langen Spaziergang ins Bett. Morgen muss ich wieder arbeiten. Der nächste Auftrag wartet. Und wahrscheinlich mein letzter.

Ich stehe auf, mach mir einen Kaffee, ziehe mich an, nehme meine Sachen, meinen Koffer und nehme den Hinterausgang. Sonnenbrille aufgesetzt und los. Ich schleiche durch die Gassen.

Maststraße. Hier muss es sein. Die Adresse zu meinem nächsten Auftrag.

Ich suche mir einen kleinen abgelegenen Platz, hinter einem Baum und warte. Die Tür geht auf. Als die betreffende Person aus dem Gebäude geht, tue ich so als würde ich ganz normal “wie jeden Morgen“, in die Stadt gehen. Ich gehe auf die Ziel Person zu. Fast geschafft.

Ein Schuss. Blut läuft die Straße entlang. Ich habe die Zielperson genau getroffen.

Ein zweiter Schuss.

Mir wird warm. Die Sonne scheint. Mir wird schummrig. Ich falle auf die Knie.

Ich fühle mich, schwerelos. Dann schwindet mein Augenlicht.

Zwei leblose Körper auf der Straße und zwei Aufträge zur gleichen Zeit.

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