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Das erste was ich spüre, ist Schmerz. Mein Kopf dröhnt, meine Muskeln brennen. Jetzt bemerke ich einen metallischen Geschmack im Mund und schlage die Augen auf. Wo war ich?...Ich sah mich um. Offenbar lag ich auf dem Boden, um mich herum waren dunkle Pfützen. Mit einem Ruck setzte ich mich auf, als ich bemerkte, dass diese Pfützen aus Blut waren. Mein Atem wurde schneller, ich sah an mir herunter. Mein fliederfarbenes T-Shirt war mit Blut bespritzt, genau so wie meine Jeans und meine weißen Turnschuhe. Was zur Hölle war hier passiert? Ich stand vorsichtig auf, musste mich aber an der Wand abstützen, damit ich nicht umfalle. Neben mir war eine Tür in den Flur. Jetzt wusste ich wo ich war. Das war mein Zimmer. Ich setzte mich auf das Bett und schloss die Augen. Ich konnte mich einfach nicht erinnern, was in den letzten Stunden passiert war. Ich öffnete die Augen wieder, stand auf und ging in den Flur. Auch hier, überall Blut. Ich sah, dass die Tür am Ende des Ganges ein Stück offen stand. Das Schlafzimmer meiner Eltern. Ich schickte hunderte Stoßgebete zum Himmel und blieb vor der Tür stehen. Langsam drückte ich sie auf und konnte einen Schrei nicht unterdrücken. Meine Eltern waren nur noch ein Haufen Knochen, Blut und Innereien. Ich wandte mich schnell ab und schloss die Tür. Mir schossen Tränen in die Augen und ich lehnte mich an die Wand. Doch plötzlich erinnerte ich mich an etwas. „Nein...“, flüsterte ich und rannte durch den Gang. Ich stieß die Tür zum Zimmer meiner Schwestern auf und wäre fast zusammengebrochen. Meine beiden kleinen Schwestern waren blutverschmiert, ihre Augen geschlossen. Sie sahen so zerbrechlich aus, so klein. Heiße Tränen liefen über meine Wangen und ich sank zu Boden. Meine Familie ist tot, alles ist voller Blut und ich hab keine Ahnung, was passiert ist! Ungefähr eine halbe Stunde saß ich bloß im Flur und schluchzte. Doch dann fing ich mich und taumelte ins Bad. Auf dem Spiegel war ein blutiger Handabdruck und ich betrachtete mein Spiegelbild. Mein blasses Gesicht und meine kurzen, strubbeligen roten Haare waren blutverschmiert. In meinen dunkelgrünen Augen spiegelte sich ein wilder, brutaler Ausdruck. Und jetzt kam die Erinnerung. Im Schnelldurchlauf sah ich den gestrigen Abend. Wie ich meine Eltern umgebracht habe, danach meine kleinen Schwestern. Und jetzt kehrte auch die ungezügelte Lust, anderen Schmerzen zuzufügen wieder. Ein Lächeln stahl sich auf meine Lippen. Ich legte meine Hand auf den Handabdruck am Spiegel und flüsterte: „Jetzt erinnere ich mich, was passiert ist. Ich hab sie alle getötet...“ Ich musste kichern. Ich nahm das Messer vom Rand des Spülbeckens, zog die schwarze Stoffjacke an, die im Flur lag und mir ein wenig zu groß war und ging die Treppe runter und aus dem Haus.

Auszug aus einem Zeitungsbericht

Am Montag Morgen wurde die Familie Mittin ermordet in ihrem Haus gefunden. Herr und Frau Mittin schienen noch versucht zu haben, sich zu wehren, die beiden jüngsten Töchter Amilie und Jenna wurden im Schlaf erstochen. Nach Aussage der Pathologie wurden die Personen von der ältesten Tochter der Mittins, Liz, umgebracht. Die Polizei fandet noch nach dem 16jährigen Mädchen. Jegliche Hinweise zum Aufenthaltsort des Mädchens bitte zum örtlichen Polizeiamt.

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