FANDOM


Ein ganz gewöhnlicher Freitagmorgen, Jade und ihr Zwillingsbruder Jake machen sich für die Schule fertig. Heute soll es eine kleine Feier für einen Klassenkameraden geben, der eine Medaille beim Sportfest gewonnen hat. Während Jake noch im Bad zugange ist, zieht sich Jade bereits an. Ihr Markenzeichen ist der Langärmelige Pullover, den sie vor 3 Jahren bekommen hat. Es sieht beinahe so aus als würden ihre Arme bis zu ihren Knien reichen.

Nach einiger Zeit machen sich die Geschwister dann auf den Schulweg. An der Haltestelle, nicht weit von ihrem Haus entfernt, warten sie gemeinsam mit anderen Jugendlichen auf den Schulbus. Jade und Jake sind sehr beliebt auf der Schule und haben auch viele Freunde, die öfters mal irgendwas anstellen. Und natürlich sind die beiden immer dabei. Jade liebt es, andere zu erschrecken und kennt jeden Schlupfwinkel in Oberroßbach, dem Dorf in dem sie lebt.

Der Bus kommt um die Ecke und alle steigen ein, nach 15 Minuten sind sie dann an der Schule. Die Lehrer kommen nach und nach mit ihren Autos und verschwinden im Schulgebäude. „Mich würde echt interessieren, was die so früh da drinnen machen.“, erwähnt Jade mit ihrer sehr weiblichen Stimme, Jake jedoch schüttelt nur seinen Kopf. „Das werden wir wohl nie erfahren.“. Er lacht mit seiner sehr dunklen Stimme. Das bringt Jade zum Lächeln und sie reden noch lange, bevor der Unterricht beginnt.

In der Dritten Stunde soll die Feier beginnen, doch der Junge, für den sie geplant war, ist plötzlich nicht mehr da. „Hat er sich vielleicht abholen lassen?“, fragt einer der anderen Schüler. „Bei mir hat sich niemand abgemeldet und auch unten im Büro wurde nicht angerufen.“, erklärt der Lehrer. „Da stimmt doch was nicht… Vielleicht ist er noch irgendwo draußen, soll ich ihn suchen gehen?“, fragt Jade, der Lehrer willigt ein. Damit die Suche schneller von statten gehen kann, nimmt sie Jake mit. Die beiden sind beinahe unzertrennlich.

Auf dem Schulhof finden sie niemanden, dann klopft Jade an die Toilettentür. „Ist da jemand drinnen?“. Die Tür öffnet sich einen Spalt, doch niemand steht dahinter. Obwohl es die Jungentoilette ist, geht Jade hinein und ruft noch einmal. „Ist hier jemand?“. Keine Antwort. Sie geht durch eine weitere Tür, die zu den Toiletten führt und schreckt auf, als sie auf dem Boden eine Blutspur sieht, welche zu einer der Toiletten führt. Ohne weiter darüber nachzudenken öffnet sie die Kabinentür und verstummt.

Jake macht sich nach einer Weile Sorgen um seine Schwester und sucht nach ihr. Als er sie an der Kabine stehen sieht, lacht er. „Hast du ihn etwa auf der Toilette überrascht?“. Jade bleibt stumm und starrt in die Kabine. Langsam nähert sich Jake von hinten und schaut ihr über die Schulter. „Oh Gott!“, ruft er. Der Körper des gesuchten Schülers liegt in einer Blutlache am Boden, seine Klamotten sind zerrissen und sein Körper ist blass. „W-wir müssen Hilfe hohlen! Schnell!“, ruft Jake panisch, seine Schwester bleibt ruhig. „Das bringt nichts. Er ist tot.“. Jake wird noch panischer. „Was machen wir denn jetzt?!“. Jade dreht sich zu ihm um, schaut ihn aber nicht an. Mit gesenktem Kopf geht sie an ihm vorbei und geht zurück in das Schulgebäude.

Sie ist noch vor Jake in der Klasse und antwortet nicht auf die fragen des Lehrers und der Schüler. Sie sitzt stumm auf ihrem Platz und kritzelt auf ihrem Block herum. Schließlich kommt Jake herein und brüllt panisch: „Er ist tot! TOT!“. In seinen Augen kann man ihm ansehen, dass er den Jungen sehr gemocht hat. Alle Schüler folgen ihm aus dem Raum und auch der Lehrer geht mit, nur Jade bleibt sitzen. Auf ihrem Block häufen sich Karikaturen des Mitschülers, wie er am Boden liegt. Sie kannte ihn nicht sehr gut, er war immer sehr still. Hat nie etwas Dummes getan, ist nie laut geworden. Wer hat ihn getötet? War es Selbstmord?

Die Schüler bekommen den restlichen Tag frei und dürfen nach Hause. Es wurde extra ein Bus gerufen, um sie heimzufahren. Jade bleibt die ganze Zeit über still und reagiert auf gar nichts mehr. Sie hat nurnoch das Bild des Toten im Kopf. Wenn Jake sie nicht angestupst hätte, hätte sie mit Sicherheit ihre Haltestelle verpasst. Erst am späten Abend, als die ganze Familie am Tisch sitzt, wird über das Geschehen geredet. Jake erzählt den Eltern, was er gesehen hat. „Jade hat seitdem kein Wort mehr gesprochen. Sie hat wohl einen Schock.“, erklärt Jake. Sie aber schüttelt den Kopf. „Es gab keinen Grund für ihn, zu sterben. Er war nie auffällig und hat sich nie mit jemandem angelegt.“. Die Familie schreckt zurück und starrt sie an. Das war das Einzige, was sie am gesamten Wochenende gesagt hat. Sie hat sich in ihrem Zimmer eingesperrt und immer nur gemalt, hat nichts gegessen oder getrunken.

Am Montagmorgen stand sie jedoch pünktlich an der Haustür, um zur Schule zu fahren. Es schien ihr besser zu gehen, sie war nicht mehr so blass wie am Freitag. In der Schule soll heute eine Trauerfeier für den Verstorbenen abgehalten werden und als die Schüler das Gebäude betreten, sind überall Stände mit Snacks und Getränken aufgestellt. Es ist schwer zu sagen was es für Getränke sind, aber die Farbe erinnert sehr an Blut. Vielleicht ein wenig unangebracht bei einer Trauerfeier.

Gegen 11 Uhr sind die Stände freigegeben und alle dürfen sich bedienen. Jade holt sich ein Glas mit der roten Flüssigkeit, die einen sehr süßen Duft hat. Erst als das glas leer ist, bemerkt sie einen Jungen, der neben dem Getränkestand steht und ein kleines Fläschchen in der Hand hält. Jades Augen sind nicht unbedingt die Besten, aber sie sich sicher, dass auf der Flasche ein Totenkopf abgebildet ist. Noch bevor sie irgendetwas tun kann, spürt sie einen stechenden Schmerz in ihrer Herzgegend und bekommt nur schwer Luft. Keuchend fällt sie auf Ihre Knie und schnell stehen alle Anwesenden in einem Kreis um sie, niemand weiß was zutun ist. Ein brennender Schmerz zieht durch ihren ganzen Körper und es fühlt sich an als würde sie sterben. Bald wird Alles um sie herum schwarz.

Jemand hat den Notarzt gerufen und Jade wird so schnell wie Möglich ins Krankenhaus gebracht, an ihrer Seite immer ihr Bruder Jake. „Ich lass dich nicht im Stich, Schwesterchen!“, sagt er immer wieder.

Nach einer Woche hat der Arzt die ganze Familie zusammengerufen, er will ihnen etwas mitteilen.

„Die Laborfunde sind endlich angekommen. Ihr Mädchen wurde vergiftet. Es war ein sehr starkes Gift, weswegen wir sie nurnoch mit diesen Maschinen am Leben erhalten können. Es ist beinahe unmöglich, dass sie jemals wieder aus ihrem Koma aufwachen wird.“. Jake bricht in Tränen aus. „Nein… Das können Sie nicht ernst meinen! Meine Schwester wird nicht sterben, sie wird wieder aufwachen und ganz normal leben können!“. Er will es nicht wahrhaben. Schließlich sagt jedoch der Vater: „Wenn es keine andere Möglichkeit mehr gibt… Schalten sie die Maschinen ab. Ich kann sie nicht so leiden sehen.“. Jake wehrt sich mit aller Kraft, als die Eltern versuchen, ihn aus dem Zimmer zu bekommen. „Es ist zu spät, Jake! Jetzt komm mit und mach es nicht noch schlimmer!“, ruft seine Mutter weinend. Der Arzt schließt die Maschinen ab und verlässt den Raum. „Morgen wird sie von einem Leichenwagen abgeholt.“, berichtet er der Krankenschwester.

In der darauf folgenden Nacht, gerade als die Nachtschicht eine Pause macht, regt sich etwas in Jades Zimmer. Ihre Arme bewegen sich langsam und lösen die Schlaufen, die um ihre Handgelenke gelegt wurden. Plötzlich steht ein Junge neben ihrem Bett und betrachtet sie. „Du bist schneller gestorben als ich erwartet hatte. Eigentlich sollte ja dein Bruder das Gift trinken, aber du musstest ja unbedingt meine Pläne durcheinander bringen. Aber jetzt habe ich freie Bahn, um an deinen Bruder zu kommen.“. Jades Augen springen auf und vom einen Moment zum Anderen liegt der Junge am Boden. Sie hält seine Handgelenke fest, damit er sich nicht wehren kann. „A-aber wie…? Mir wurde gesagt du wärst tot!“. Jades Gesicht verzieht sich und ein Krampfhaftes Lächeln ziert ihren Mund. „Du kannst mich nicht töten! Und meinen Bruder auch nicht!“. Neben dem Kopf des Jungen entdeckt sie ein Fläschchen, das gleiche wie das vor einer Woche. Es scheint noch etwas Gift darin zu sein. Mit der rechten Hand greift sie danach und ist schnell genug, um das Handgelenk des Jungen wieder zu blocken. „Du hast mich vergiftet, mich mit dem Gift getötet und dir damit deinen schlimmsten Alptraum erschaffen!“. Der Junge ist so panisch, dass er sich nicht bewegen kann und Jade lässt seine Gelenke los. Auf seinem Bauch sitzend öffnet sie das Fläschchen mit ihren Zähnen. Einige Spritzer des Giftes gelangen auf ihre Zunge, sie spürt es nicht mehr.

Mit Gewalt rammt sie dem Jungen das Fläschchen in den Mund und zwingt ihn, die Flüssigkeit herunter zu würgen. Das krampfhafte Grinsen auf ihren Lippen wird immer breiter. Erst als die Flasche leer ist, beginnt der Junge sich zu schütteln. Sein Puls schlägt immer schneller, bis sein Blut so dick ist, dass es in den Adern stehen bleibt. Regungslos liegt er nun am Boden, Jade prüft seinen Puls. „Gute Nacht.“, flüstert sie in sein Ohr, als der letzte Pulsschlag sein Leben beendet.

Sie steht auf und durchsucht seine Taschen, er hat noch mehr Gift bei sich. Sie nimmt alles an sich was sie finden kann und flüchtet durch das Fenster hinter ihrem Bett nach draußen. Im Schutze der Dunkelheit wandert sie durch die Wälder.

Am folgenden Tag bricht Panik im Krankenhaus aus, Jade ist verschwunden. Im Zimmer wurde nur die Leiche des Jungen gefunden. Sofort wird Jades Familie informiert, alle sind geschockt. Alle bis auf Jake. Es werden Anrufe getätigt, ob jemand Jade gesehen hat, ob sie vielleicht doch noch lebt. Selbst Abends hören sie sich alle nach ihr um, niemand scheint sie gesehen zu haben. Nachts, als alle in ihren Betten liegen, herrscht Stille im Haus. Niemand kann schlafen, nach dem was passiert ist. Die Leiche ihrer Tochter ist verschwunden, eine andere Leiche wurde gefunden.

Jade, oder das was von ihr noch übrig ist, wandert um das Haus herum und lacht. Sie hat noch immer das krampfhafte Lächeln. Das Küchenfenster steht offen, eine perfekte Stelle, um in das Haus zu gelangen. Sie klettert in das Gebäude und bleibt an der Arbeitsplatte stehen. Im Dunkeln kann sie nicht viel erkennen, doch sie weiß genau was sie machen muss. In einer der Schubladen liegen die scharfen Messer, die ihre Mutter zum Schneiden vom Fleisch verwendet. Jade nimmt drei etwa gleichlange Messer heraus und steckt sie sich in ihrer rechten Hand zwischen die Finger, sodass es aussieht als hätte sie Krallen. Das hat sie als kleines Mädchen immer gemacht wenn sie Katze gespielt hat. Ihre Eltern haben ihr die Messer dann immer weggenommen. Jetzt kann sie damit machen was sie will.

1621843 282835905212390 1316744084 n

Longsleeve Jade


Sie schleicht die Treppe hinauf zum Schlafzimmer der Eltern und öffnet leise die Tür. Ihre Mutter wird schnell aufmerksam. „Jake? Ist alles ok?“, fragt sie und schreckt auf, als sie Jades Silhouette erkennt. Schnell weckt sie ihren Mann, welcher nicht glauben kann was er dann sieht. Jade steht direkt am Fußende des Bettes und das Mondlicht scheint durch das Fenster in ihr Gesicht. Ihre Augen leuchten grüner als normalerweise. „J-jade! Was machst du hier? D-Du bist doch tot!“. „Ich war tot. Ihr habt mich getötet, als die Maschinen abgestellt wurden. Ich war tot… Aber jetzt lebe ich und ich werde mich rächen!“.

Ein lauter Rumor ertönt aus dem Schlafzimmer und der Schrei der Mutter weckt Jake auf. Dieser springt sofort aus dem Bett und eilt zum Nebenzimmer, dessen Tür einen kleinen Spalt geöffnet ist. Er hört nur ein lautes Keuchen, dann ein lachen. Es ist kein normales Lachen, es ist ein geisteskrankes Lachen, doch er erkennt die Stimme. „Jade!“, ruft er, als er in das Zimmer stürmt. Sie dreht sich zu ihm um, vor ihr liegen die leblosen Körper ihrer Eltern, zerfetzt mit den Messern und durchnässt durch eine Mischung aus Blut und Gift, das ebenso von Jades langen Ärmeln tropft. „Ich wusste, dass du nicht tot bist…!“. Jake schaut sie lange an. Jade streckt ihm die Hand mit den Messern hin. „Kommst du mit?“. Er greift blind in die Messer, grinst und folgt ihr.


Jacqueline.maxeiner.3 (Diskussion) 13:09, 1. Mär. 2014 (UTC) Jacqueline Maxeiner

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki