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Alles begann mit diesen sehr schlechten Träumen.Bearbeiten

Ich bin gefangen in einer kleinen Zelle die so aussieht als ob viele Menschen in Ihr getötet und Ihre Organe in Ihr verteilt worden sind, doch dann stellte Ich fest, dass die Zelle selbst eine Art Organ zu sein scheint. Dauernd bewegen sich die einzelnen aus den Wänden, der Decke und dem Boden rausstehenden Auswüchse, die ich für Organe hielt. Es führt eine genauso organische Tür aus diesem Raum heraus. Vor Ihr stellte sich ein 2,10m großer, mit Muskeln bepackter Mann, mir in den Weg.

Selbst wenn Ich die Ketten an meinen Gliedmaßen brechen könnte, würde er mich nicht hinauslassen. Er trägt einen Wolfspelz auf dem Kopf und hat die Schnauze des toten Tieres weit in sein Gesicht gezogen. Es stinkt überall nach Fleisch, Verwesung und Blut. Ich habe trotz dieses Gestanks einen unbändbaren Hunger. Er zieht mich noch weiter nach unten als die schweren Ketten. Er entzieht mir Kraft. Jedes mal endet der Traum kurz nachdem ich den Wächter ansprechen kann.

Immer wache ich in der Zeitspanne von 3:00-4:00Uhr auf, was wahrscheinlich an meiner immer gleich bleibenden Zu-Bett-Geh Zeit liegt und der damit verbundenen Schlafphase. Am Sonntag war es am schlimmsten. Ich konnte schon vorher schlecht bei Vollmond schlafen, Viele sagen es wäre Aberglaube, aber Irgendwas ist nicht richtig in Vollmondnächten.

Am Sonntag träumte Ich davon, mich von den Ketten zu lösen. Die Kettenglieder benötigten so wenig Kraft um zu bersten, wie ich Kraft benötige um einen Donut in der Mitte zu brechen. Meine Muskeln waren deutlich Größer und erbrachten erachtliche Leistungen. Der Wächter kam auf mich zu, doch auch Er war überhaupt kein Problem für mich. Ein schneller Schlag mit der Rechten und Ich bemerkte wie sein Nasenbein unter meinen Knöcheln brach. Sein Kopf schnellte so schnell zurück, dass ein lautes Knacken zu vernehmen war und der Wolfspelz auf dem Boden landete. Er taumelte kurz bevor er mit seinem Kopf, den ein blutverschmiertes Gesicht zierte, auf dem Boden aufschlug. Ich schaffte es nicht die Tür zu passieren. Immer wenn Ich hindurchgehen wollte, kam ein riesiger Windstoß auf mich zu und riss mich zurück in die Zelle.

Am Montagmorgen wachte Ich in der Küche auf.

Verdammt!

Ich hatte Geschlafwandelt. Der Kühlschrank war geplündert und ließ sich nicht mehr schließen. Na Super.. da hab ich wohl im Schlaf meine Kühlschranktür so verzogen, dass sie nicht mehr zu gebrauchen ist. Das gesamte rohe Fleisch war weg. Alles aufgegessen. Als ich mir die leeren Verpackungen anschaute und bemerkte, dass Ich die meisten Verpackungen mit verspeist hatte, kroch mir mein Mageninhalt bis in die Kehle.

Ich schaffte es noch gerade so mein Diebesgut aus dem Kühlschrank in die Spüle zu lenken. Der bittere Geschmack, die faserigen Stückchen und dieser Gestank von Magensäure, der hauptsächlich durch Erbrochenes, das in die Nase gelaufen war ausgelöst wurde, ließen mich auch den Rest erbrechen. Meine Augen tränten und ich zitterte am ganzen Körper. Mit Mühen schaffte Ich es mir das Gesicht zu waschen und bemerkte, dass mein Bartwuchs scheinbar unglaublich schnell war. Gestern war es noch ein drei-Tage-Bart und heute schon ein Vollbart.

Ich musste mir unbedingt Klarheit verschaffen, rief bei der Arbeit an und meldete mich krank. Danach vereinbarte ich einen Sprechstundentermin bei meinem Arzt. Ich entschied mit dem Bus in die Stadt zufahren, da mich schon ein paar kleine Schritte in meiner Wohnung torkeln ließen.

*Biep* ich löste mein Einzelticket und setzte mich auf den nächst besten Platz. Erschöpft ließ ich mich auf den Platz sinken, schloss die Augen und legte den Kopf in den Nacken. "Na Sie sehen aber gar nicht gut aus, junger Mann", hörte ich eine weibliche alte Stimme neben mir sagen. Mein Kopf bewegte sich in Richtung meiner Sitznachbarin und langsam öffnete Ich die Augen. Eine ältere Dame, ich schätzte sie Mitte 70, tat sich vor mir auf. "Sie haben ganz schreckliche Augenringe", sagte sie und wartete auf eine Antwort. "Ähh, ja ich hab nicht sonderlich gut geschlafen", stammelte Ich und beugte mich vor um mein Spiegelbild in der Fensterscheibe hinter Ihr zu betrachten.

"Ich hab' in letzter Zeit schlimme Albträume", fuhr ich fort, "Bin auch schon auf dem Weg zum Arzt" "Doktor Lambert, nehme ich an?", fragte die Dame und wechselte das Thema. "Nein, Ich bin bei Frau Doktor Schubert", antwortete Ich. "Ilse, meine Freundin ist auch bei der Schubert", sagte die Dame. Das Gespräch nahm danach einen langweilig normalen Lauf, bis ich an der Lilienstraße aussteigen musste. Ich verabschiedete mich freundlich und stieg als Einziger aus. Ich überquerte die Straße um in das Gebäude gegenüber der Haltestelle zu gelangen, der Praxis von Frau Dr. med. Schubert.

Ich meldete mich kurz bei der Rezeption an und nahm im Wartezimmer Platz. Neben mir waren noch zwei Frauen, die sich augenscheinlich kannten und ein Mann dort. Ich nahm in einer Sitz Entfernung zum Mann Platz um einem weiteren Gespräch aus dem Weg zu gehen. Der sterile Geruch machte mich schwummriger als ich eh schon war. Ich schloss die Augen für ein kurze Zeit, stütze mich mit meinen Unterarmen auf meine Oberschenkel und senkte den Kopf. Mein Magen knurrte. *Knrrr... Knr knr knr* verdammt... "Herr Bergemann?", ertönte es von der Rezeption. "Ja", stammelte der Mann leise, stand auf und ging an der Rezeption vorbei in einen der Behandlungsräume.

Ich versuchte mich in der Wartezeit auf die Träume zu konzentrieren. Ich versuchte mich an das Gesicht des Wächters zu erinnern. Doch mir kam nur dieser Wolfspelz ins Gedächtnis. Ein lautes Bellen lässt mich zusammenfahren. "Hallo? Herr Böhler?", rief die Frau von der Rezeption. "Äh, Ja!", stieß ich aus. Ich schaute mich kurz um. Die Frauen waren bereits weg. Hatte ich solange die Augen geschlossen? Ich rappelte mich auf und torkelte zu Rezeption. "Zimmer 1 Bitte, Ja?", sagte die Rezeptionistin mit Ihrem Dauerlächeln auf den Lippen. Ich starrte nur auf Ihre Lippen, die mit rotem Lipgloss vollgeklatscht waren und aussahen, als hätte sie gerade ein blutiges Steak gegessen und sich den Mund noch nicht abwischen können.

"Klar doch", sagte ich zögerlich, wandte mich von Ihren Lippen ab und torkelt zum Ausgang. "Ähm, die Behandlungsräume sind hier drüben", kommentierte die Rezeptionistin mein Handeln. "Oh, Ja klar", sagte Ich und beschleunigte mein Torkeln um der peinlichen Situation zu entkommen in Richtung Behandlungszimmer Nummer 1.

"Guten Tag Herr Böhler", begrüßte mich Frau Dr. Schubert, "Haben wir gut hergefunden?" "Ja, klar doch", antwortete Ich. Sie deutete unverkennlich auf den Behandlungsstuhl und wies an, ich solle mich setzen. Ich ließ mich auf den Behandlungsstuhl knallen und konnte meine Augen kaum noch aufhalten. "Gut, dann sagen sie doch mal genau was für Beschwerden sie haben", sagte die Doktorin. "Also.. Ich hatte diese Nacht wiedermal einen Albtraum, wie schon die ganze letzte Woche und diesmal war es so schlimm, dass ich auch noch geschlafwandelt bin", erklärte Ich Ihr, "Im Schlafwandeln habe ich scheinbar meinen Kühlschrank geplündert und nur das rohe Fleisch runtergeschlungen, ich habe auch feststellen müssen, dass ich einige Verpackungen mit angeknabbert habe"

"Oh, das ist überhaupt nicht gut. Ich würde ihnen dringend empfehlen auf Ihre Verdauung in den nächsten Tagen zu achten. Falls Problem wie Verstopfung oder Durchfall auftreten sollten sie dringend wiederkommen oder direkt das Krankenhaus aufsuchen. Bei kleinen Teilen von Plastik kann es noch sein, dass der Magen diese als Ballaststoffe rauswirft", erklärte sie, während sie mich untersuchte. "Wieviel Plastik haben sie zu sich genommen?", fragte Sie "Ähm.. Ich denke nicht viel, da ich mich heute Morgen auch übergeben habe" "Na immerhin hat Ihr Körper versucht die Fremdkörper auszuwerfen. Wegen der Schlafprobleme würde ich Ihnen einen Psychiater raten. Bei wiederkehrenden Albträumen ist es häufig der Fall, dass es ein Problem mit der Psyche gibt.", schulte sie mich.

"Sie haben keine physischen Probleme in Form einer Krankheit oder eines Infektes. Doch Ihre Augenringe sind wirklich nicht außer Acht zu lassen. Ich gebe Ihnen ein Rezept für Magentabletten mit und lassen sie sich von meiner Rezeptionistin einen Psychiater hier in der Nähe empfehlen", fuhr Sie fort und beendete die Behandlung. Gesagt getan. Mit einem Attest über drei Tage, dem Rezept und der Adresse machte ich mich auf zum Psychiater. Seine Praxis war 5 oder 6 Bushaltestellen weiter. Er hieß Dr. Heinemann und war so wenig besucht, dass ich ohne Termin direkt eine Sprechstunde abhalten konnte. Ich erzählte von meinem Traum und er saß da, hörte zu und machte sich Notizen. "Sie sind gefangen", fiel Er in meine Erzählung, direkt nachdem Ich die Zelle erwähnte. "Als was arbeiten Sie, Herr Böhler?",

fragte er mich. "Ähm.. Ich arbeite als Industriemechaniker", antwortete Ich und wartete auf weitere Fragen. "Erzählen sie bitte weiter", wies Er mich an und ich machte was Er sagte.

"...Und dann wachte Ich auf", beendete Ich meine Erzählung. "Zu Ihrem Traum fallen mir direkt zwei Dinge ein. Erstens sind sie Selbst der Wächter und der Gefangene Zugleich. Wenn Sie wollen macht der Wächter Platz. Zweitens, die Zelle ist Ihr Körper. Ein Teil von Ihnen fühlt sich eingesperrt, aber sobald diesem Teil klar wird, dass auch dieser Teil von Ihnen ist, wird er der Mächtigste der Beiden Teile und dominiert den Anderen. Der stärkere Teil ist Ihre Veranlagung zu Schlafwandeln, wenn sie unruhig schlafen übernimmt dieser Teil Ihren Körper", versuchte Er meine Träume zu deuten. Er lag falsch. Er stellte kurzer Hand ein Rezept für Benzodiazepine aus, ein Schlafmittel, das hauptsächlich fürs frühe Einschlafen geeignet ist aber auch zu Früherwachen führen kann. Mit diesem Mittel wollte Herr Dr. Heinemann einen

langen Schlaf erzielen und hoffte darauf, dass meine Träume eine Wendung bekommen würden. Durch das Benzodiazepine bekam ich Traumlosen Schlaf und nach drei Wochen des Einnehmens entschied Ich mich dafür die Tabletten abzusetzen. Ein klarer Fehler. Die schlechten Träume setzten zwei Tage danach wieder ein und eine Vollmondnacht war ebenfalls wieder im Anmarsch. In den Träumen vor der Vollmondnacht gab es keinen Wächter mehr. Ein Wolfspelz lag vor mir. Ich konnte Ihn mit den Füßen angeln und strich über das Fell. Es war Recht struppig, fast wie Barthaare. Als Ich die Schnauze und das Gesicht inspizieren wollte, bellte er mich plötzlich an. Es war so laut, dass Ich erwachte.

Dann kam die Vollmondnacht. Diesmal brachen die Ketten bei meinem bloßen Anblick. Meine Hände waren riesig und behaart. Eine Schnauze fiel in mein Blickfeld und ich musste mich stark krümmen um mich durch den Türrahmen der Zelle zu quetschen. Freiheit.

Kein Lüftchen wehte. Keine Böe stieß mich zurück. Jedes Einatmen von mir füllte meine riesigen Lungen, als ob sie die Luft aus ganzen Räumen in sich hinein ziehen könnten. Ich stieß ein lautes Heulen aus, dass die Wände und die Tür des organischen Gefängnisses zum zerplatzen brachte. Ich stand mitten auf der Hauptstraße vor meiner Wohnung. Es fühlte sich so gut an. Ich hatte soviel Macht. Ein einziger Sprung von mir machte gut 20m Länge. Fantastisch. Eine Gruppe von vier Menschen näherte sich mir. Zwei Pärchen. Als Sie mich erblickten flohen sie sofort. Doch Ich brauchte keine 5 Sekunden um Alle von Ihnen zu reißen. Ein Biss in den Kopf, ein Biss ins Bein, ein Biss in den Rücken und auch in den letzten beiße Ich hinein. Der Hunger wird größer, die Macht immer stärker.

"Oh man", dachte Ich, "Was für ein bescheuerter Traum". Langsam öffne Ich die Augen. "Was zum Teufel wollen sie hier?", fragte Ich und riss die Augen auf als Ich die drei maskierten Gestalten in meinem Schlafzimmer erblickte. Hinter Ihnen lag der Rest meiner Schlafzimmertür und durch den Türrahmen sah ich meine verwüstete Wohnung. "Wieviel Uhr haben wir?" fragte Ich die Gestalten. Der Linke von Ihnen schaute auf seine Uhr und antwortete: "Drei Uhr". Seine Stimme kam mir bekannt vor. "Wer seid Ihr und was wollt Ihr?", fragte Ich weiter und richtete mich noch mehr auf. Daraufhin richtete der Linke ein altertümliches Gewehr auf mich. "Nicht ruckartig bewegen", ertönt es durch seine Skimaske. "Okay, okay", sagte ich und legte mich wieder hin. Selbst wenn das Gewehr nicht mehr funktioniert, wollte ich das Risiko nicht eingehen.

"Unser Team besteht aus medizinischen Fachleuten deiner näheren Umgebung, unsere Aufgabe ist jedoch weit aus wichtiger, als das heilen deines Gleichen", antwortete mir die linke Person. Ah.. Ja natürlich, der linke Kerl ist also Dr. Heinemann. "Sie brechen also in Häuser und Wohnungen von Menschen mit Schlafstörungen ein? ...Herr Dr. Heinemann", fragte ich und wollte eine persönliche Reaktion auslösen. Er nahm die Maske ab, schüttelte seinen Kopf und klemmte sein Gewehr unter den linken Arm um sich mit der rechten Hand durchs Haar zu gehen. "Herr Böhler. Sie haben keine richtige Schlafstörung. Sie haben eine Art Persönlichkeitsstörung die sich Lykanthropie nennt. Im Mittelalter trat diese Krankheit das erste mal auf. Damals wurden Lykanthropen noch als Hexen und Hexer verbrannt. Seien sie doch froh, dass sie von Medizinern aufgesucht werden.", antwortete Er und warf mehr Fragen auf als Er beantworten konnte.

Ich blickte Ihn ein paar Sekunden nichtssagend an bevor meine Fragen sich nicht mehr halten konnten und ich fragte: "Mediziner? Sie meinen mir eine Waffe an den Kopf zu halten sei richtig? Wie wird es jetzt weitergehen?" "Die Waffen sind nur zu unserem Schutz da. Wir werden sie jetzt fortbringen und keine Beweise hinterlassen.", antwortete und setzte seinen Plan sofort in die Tat um. Mit langsamen Schritten kamen sie auf mich zu, drehten mich auf den Bauch und bindeten meine Hände mit einem Draht zusammen. "Alles zu unserer Sicherheit.", sagte einer der maskierten "Mediziner". Sie griffen mir unter die Arme und schliffen mich aus dem Schlafzimmer hindurch quer durch meine Wohnung. Nun sah ich auch endlich die weiteren vier Maskierten in meiner Wohnung. Alle hatten eines dieser alten Gewehre bei sich. Was es damit auf sich hat wollte ich auch noch wissen. Vor dem Haus wartete ein schwarzer Van. Schön klischeehaft mit abgedunkeltem Fenster

Sie legten mich mit dem Bauch auf den Boden der Ladefläche, schlossen die Tür und fuhren los. Egal wie hart der Boden auch war und egal wie ruckelig die Fahrt war, meine Müdigkeit übermannte mich und ich fiel nach ca. 2 Stunden Fahrt in den Schlaf.

Wieder wurde ich unter den Armen gepackt und man riß mich wortwörtlich aus dem Schlaf. "Wir sind da", sagte eine mir unbekannte Stimme. Ich linste durch meine Augen, die sich erst an die Helligkeit gewöhnen mussten. ich sah sehr viel Grün und nahm an, dass wir uns recht weit von jeglicher Zivilisation weg befanden. Ob sie mich doch noch umbringen wollten? Ich spürte viele spitze Steine unter meinen nackten Füßen und versuchte nur auf den Zehen zu gehen. Die Maskierten schien das nicht zu kümmern und drängten mich weiter den Weg entlang. Nach 5 Minuten Fußweg erreichten wir eine Höhle, gut versteckt hinter einem Busch. Wir gingen hinein. Die Maskierten hatten freundlicher Weise eine Taschenlampe dabei und leuchteten mir damit den Weg. Durch den Höhleneingang gelangen wir in einen "Raum" der Höhle, in der sich Truhen, Schränke, Regale, Waffenhalter ein Lagerfeuer und ein Käfig befanden. Ich wusste schon Wer in den Käfig kommen sollte. Sie schlossen die Käfigtür hinter mir und nahmen mir durch das Gitter den Draht ab. "Oh Danke", sagte ich patzig und fragte, "und jetzt? Was wird jetzt passieren?" "Wir warten", sagte einer der Maskierten.

Ich schaute in die Flammen des Feuers und verlor mich in meinen Gedanken.

Schritte. Viele Schritte. Ich schaute auf und sah einen Lichtkegel aus dem Tunnel kommen, der auch mir als Eingang diente. Ein Maskierter mit Robe, wurde von zwei bewaffneten Maskierten durch den Tunnel eskortiert. Er ging sofort auf meinen Käfig zu und inspizierte mich. "Keine Angst, Herr Böhler. Bald sind sie wieder gesund", sagte Er. "Können sie mir dann vielleicht mal sagen was hier vor sich geht?", fragte Ich bevor er sich umdrehen konnte. "Sie werden untersucht, behandelt und dann kommen sie in ein besonderes Schutzprogramm. Lykanthropie ist äußerst gefährlich. Haben sie während Ihrer Fahrt hierher etwas Besonderes beobachten können, Herr Böhler?", gab er mir als Antwort. "Öhm, nicht das ich wüss...", ich stoppte, "Ich habe nicht geträumt" "Korrekt. Sie haben eine lunare Lykanthropie, diese Form der Lykanthropie führt nur zu einem Wandel, wenn der Mond scheint.", fuhr er fort. "Wandel?", legte ich sofort nach. "Ja, Lykanthropen werden im Volksmund Werwölfe genannt. Wenn sie so möchten, sind sie ein Werwolf. Aus medizinischer Sicht leiden sie an der Krankheit Lunaris Lycanthropia, was für sie bedeutet, dass sie in jeder Nacht, in der sie mit Mondlicht in Berührung kommen, ein Fell, eine Schnauze und einen Schwanz bilden. Diese von vielen Menschen als wölfische Erscheinungsform beschriebene Wandlung führte zu dem Begriff Werwolf.", erklärte Er und fuhr fort, "Die Wandlung führt zu einer widerstandsfähigeren Haut, einer Verzwanzigfachung der Muskelkraft und sie bekommen einen riesen Hunger. Den sogenannten lykanthropen Traum erlebt jeder Lykanthrop. Er sieht den bestialischen Körper zwar und hat das Gefühl er könnte Ihn kontrollieren, hat aber dennoch keine Kontrolle über den Körper und befindet sich wie in Trance. Die animalische Seite übernimmt während des Traums jegliche Körperfunktionen."

Ich war sprachlos und schaute ihn nur an. "Herr Böhler, ich werde Ihnen jetzt ein Narkosemittel verabreichen. Während der Narkose wird eine Lobotomie an Ihnen durchgeführt. Diese Methode ist nicht ganz risikofrei und umstritten aber dennoch die einzige Methode für uns, einen Weg der Heilung einzuschlagen. Sie sind eine große Gefahr für alle Menschen in Ihrer Umgebung. Falls die Lobotomie von Ihnen abgelehnt wird, müssen wir sie erschießen.", sagte er und schaute mir ernst in die Augen. Ich kam wieder zu mir und stellte eine letzte Frage:"Was hat es denn überhaupt mit diesen Gewehren auf sich?" "Sehr gute Frage", sagte der maskierte Robenträger, "lediglich Silberoxid zeigt eine beständige Wirkung, bei der Haut der Lykanthropen. Ein normales Projektil und auch ein Vollmantelgeschoß würden zwar eine Verletzung hervorrufen aber den Selbstheilungsprozess nicht unterbinden. Sprich, die Wunde würde sofort verheilen. Das Silberoxid aus unseren Silber-Eisen-Geschossen zeigt hingegen eine Eindämmung des Selbstheilungsprozesses und kann einen Lykanthropen mit gezielten Schüssen töten. Leider ist das Material der Kugeln, Silber, kein gebräuchliches Metall um Patronen herzustellen und neuere Gewehre sind nicht mit Kugelrunden, von uns selbsthergestellten Kugeln, kompatibel, deshalb müssen wir auf etwas ältere Modelle umsteigen.", erklärte er mir. "Nun gut, Ich bin mit der Lobotomie einverstanden, mir bleibt ja nichts anderes über", sagte Ich und er setzte die Spritze an. "Zählen sie langsam von 1 bis 10", rat er mir. 1... 2... und ich schlief ein.

Ein kitzeln am Hals lies mich aus der Narkose erwachen. Ich lächelte leicht schlaftrunken und kratzte die Stelle am Hals... eine Flüssigkeit war der Auslöser für das kitzeln. Ich riß die Augen auf und schaute auf meine Hände, behaart. Lange Krallen befanden sich an der Stelle, an der meine Fingernägel sein sollten.

Verdammt!

Wie kann es sein das Ich von der Verwandlung nichts mitbekommen habe? Ich richtete mich auf und musste feststellen, dass ich mich nicht mehr in der Höhle befand und kein Maskierter mehr in der Nähe war. Die Helligkeit des Lichts lies darauf schließen, das wir erst Abend hatten und ich mich somit hätte nicht verwandeln dürfen. Was war passiert?

Einige Stellen meines langen Fells waren mit Schorf verklebt. Es muss einen Kampf gegeben haben. Ich rappelte mich auf und lief los, immer weiter, bis die Nacht so dunkel wurde, dass mir nur das Mondlicht noch Licht spenden konnte.

Von wegen Ich kann den Wolf nicht kontrollieren.

In meinen Augen spiegelte sich der runde Mond

und erneut hörte ein Opfer, ein markerschütterndes Heulen.

TheToms (Diskussion) 10:50, 15. Mai 2014 (UTC)

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